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Beiträge zu Warenwirtschaft, Auftragsabwicklung, Finanzbuchhaltung und Controlling.

Kostenmanagement: So behalten KMU ihre Kosten im Griff
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Kostenmanagement: So behalten KMU ihre Kosten im Griff

Gezielte Kostenanalyse und Kostensteuerung sind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) heute entscheidender denn je. Steigende Energiekosten, volatile Märkte und Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf die Rentabilität. Mit moderner Finanzbuchhaltungssoftware und klaren Prozessen können KMU ihre Kosten dauerhaft optimieren und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

5 Min. Lesezeit

KMU haben im Vergleich zu Großunternehmen meist weniger personelle und finanzielle Ressourcen und müssen diese deshalb umso effektiver einsetzen. Dennoch fehlt oft der regelmäßige Blick auf die eigene Kostenstruktur – mit dem Ergebnis:

  • Verdeckte Kosten bleiben unentdeckt.
  • Einsparpotenziale werden nicht genutzt.
  • Gewinne fallen trotz guter Auftragslage geringer aus als möglich.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit kann das schnell zu Liquiditätsproblemen und im Extremfall zur Zahlungsunfähigkeit führen.

1. Kostenverursacher sichtbar machen

Die Grundlage für ein erfolgreiches Kostenmanagement ist Transparenz. Dazu ist eine Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung erforderlich.

  • Die Kostenstellenrechnung ordnet Gemeinkosten (z. B. Miete, Strom und Verwaltungskosten) verursachungsgerecht den Unternehmensbereichen zu.
  • Die Kostenträgerrechnung weist Kosten den Produkten, Projekten oder Dienstleistungen zu.

Ein Praxisbeispiel: Ein Metallverarbeitungsbetrieb stellt mithilfe seiner Buchhaltungssoftware fest, dass 18  Prozent der Verwaltungskosten auf manuelle Angebotsprozesse entfallen, und digitalisiert diesen Schritt. Ergebnis: 9  Prozent Kosteneinsparung pro Jahr.

2. Gezielte Auswertung statt Rasenmähermethode

Erfassen allein reicht nicht aus. Wichtig ist die gezielte Analyse der Zahlen. Moderne Finanzbuchhaltungssoftware bietet:

  • individuell anpassbare Auswertungen,
  • automatische Soll-Ist-Vergleiche,
  • Frühwarnfunktionen bei Abweichungen.

So können Verantwortliche gezielt dort den Rotstift ansetzen, wo es sinnvoll ist – statt pauschal Budgets zu kürzen.

Tipp: Konzentrieren Sie sich auf Kostenarten mit hohem Einsparpotenzial, beispielsweise Lieferantenkonditionen, Lagerbestände oder den Energieverbrauch.

3. Echtzeit-Kontrolle mit Cockpit- und Dashboard-Funktionen

Früher mussten Kostenauswertungen oft aus langen Listen und Tabellen herausgelesen werden – zeitaufwendig und fehleranfällig. Heute bieten Cockpit- und Dashboard-Tools einen schnellen Überblick:

  • Grafische Darstellungen von Kennzahlen [z. B. Liquidität, Fixkostenquote, EBIT (Earnings Before Interest and Taxes; auf Deutsch: Gewinn vor Zinsen und Steuern)]
  • Ampelfarben und Trendpfeile zur schnellen Einschätzung
  • Drilldown-Funktion für Detailanalyse

Das ermöglicht Ad-hoc-Entscheidungen und frühzeitiges Gegensteuern – ein entscheidender Vorteil bei volatilen Märkten.

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4. Vom Kostenmanagement zur Wettbewerbsstärke

Ein effektives Kostenmanagement ist weit mehr als nur eine reine Kontrolle der Ausgaben: Es ist eine strategische Säule für den langfristigen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Durch gut gesteuerte Kosten entstehen finanzielle Freiräume, die Investitionen in Wachstum ermöglichen, beispielsweise in neue Maschinen oder innovative Technologien.

Eine optimierte Kostenstruktur verschafft zudem mehr Flexibilität bei der Preisgestaltung und bei Angeboten gegenüber Kunden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist dies ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Darüber hinaus sorgt ein durchdachtes Kostenmanagement in Phasen von Engpässen, wie Materialknappheit oder unvorhergesehenen Marktschwankungen, für mehr Sicherheit. Unternehmen, die ihre Kosten bewusst steuern, verbessern somit ihre Rentabilität und ihre Widerstandskraft und legen den Grundstein für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Zusammengefasst: So sollten KMU beim Kostenmanagement vorgehen

  1. Bestehende Kostenstruktur analysieren – mit Unterstützung durch eine geeignete Finanzsoftware
  2. Kostentransparenz schaffen – durch Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
  3. Dashboards nutzen – für tägliche Kennzahlenkontrolle
  4. Maßnahmen priorisieren – basierend auf Einsparwirkung und Umsetzbarkeit
  5. Ergebnisse regelmäßig überwachen – und Prozesse stetig verbessern

Fazit

Ein professionelles Kostenmanagement ist für KMU der Schlüssel zu mehr Liquidität, höheren Gewinnen und echten Handlungsspielräumen. Moderne Finanzbuchhaltungssoftware ermöglicht diesen Prozess so einfach, automatisiert und flexibel wie nie zuvor.

Betriebsnummer beantragen – jetzt einfacher mit KI
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Betriebsnummer beantragen – jetzt einfacher mit KI

Die Beantragung einer Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist jetzt einfacher: Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) lässt sich die wirtschaftliche Tätigkeit eines Unternehmens schnell und präzise angeben, ohne dass man sich mühsam durch zahlreiche Kategorien klicken muss.

5 Min. Lesezeit

Wenn Arbeitgeber eine Betriebsnummer beantragen, müssen sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten einer Kategorie des amtlichen Ordnungssystems des Statistischen Bundesamtes zuordnen. Diese sogenannte Klassifikation der Wirtschaftszweige dient dazu, wirtschaftliche Aktivitäten systematisch und einheitlich zu ordnen und zu strukturieren. Dadurch ist es möglich, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu vergleichen, beispielsweise für amtliche Statistiken, wirtschaftswissenschaftliche Analysen, Steuererhebungen oder die Darstellung von Branchentrends.

Seit Juli 2025 übernimmt eine speziell entwickelte KI der Bundesagentur für Arbeit einen Großteil der Zuordnungsarbeit. Arbeitgeber müssen nur noch eine kurze Beschreibung ihres Tätigkeitsfeldes eingeben, anschließend schlägt die KI automatisch passende Kategorien vor. Wie das Ganze funktioniert, erklärt dieser Beitrag.

Was ist eine Wirtschaftsunterklasse (WUKL) und warum ist sie wichtig?

Die Wirtschaftsunterklasse (WUKL) ist die präziseste Gliederungsstufe der amtlichen Wirtschaftsklassifikation des Statistischen Bundesamtes. Sie beschreibt sehr genau, womit sich ein Unternehmen beschäftigt – von Softwareentwicklung über Handwerk bis hin zu Dienstleistungen für die Energiewende.

Eine korrekte Zuordnung ist entscheidend für:

  • richtige Meldungen zur Sozialversicherung,
  • passende Förderprogramme für die verschiedenen Branchen,
  • Einhaltung rechtlicher Vorgaben,
  • transparente Wirtschaftsdaten für Vergleiche und Statistiken.

Ab November 2025 stehen 983 verschiedene Unterklassen zur Verfügung, sodass eine noch exaktere Einordnung möglich ist.

Vom manuellen Auswahlverfahren zur KI-Unterstützung

Seit 2019 können Arbeitgeber über den Betriebsnummern-Service der BA die Betriebsnummer online beantragen. Bisher mussten sie sich durch hunderte Auswahlfelder klicken, was besonders für innovative Geschäftsmodelle eine Herausforderung war.

Seit Juli 2025 genügt eine kurze Freitextbeschreibung, die von einer KI analysiert wird. Daraufhin schlägt die KI die fünf passendsten Wirtschaftsunterklassen vor, aus denen der Arbeitgeber die korrekte auswählt.

Wie funktioniert die KI und welche Vorteile bringt sie KMU?

Die KI basiert auf einem modernen Sprachmodell, das natürliche Sprache versteht und mit dem Wissen der Klassifikation der Wirtschaftszweige trainiert wurde. Sie erkennt branchenspezifische Schlüsselbegriffe und ordnet das Unternehmen präzise zu. Dabei lernt sie durch Nutzerfeedback, das anonymisiert gespeichert wird.

Vorteile für Arbeitgeber:

  • Weniger Bürokratie – mühsames Klicken entfällt
  • Fehlerreduktion – fundierte Vorschläge minimieren falsche Einordnungen
  • Zeitersparnis – schnelle und intuitive Bearbeitung
  • Förderung von Innovation – die KI lernt kontinuierlich mit neuen Geschäftsbereichen

Mensch und KI – ein starkes Team

Obwohl die KI präzise arbeitet, liegt die finale Entscheidung immer beim Arbeitgeber. In Spezialfällen kann die KI beispielsweise noch nicht jeden innovativen Betrieb perfekt zuordnen. Eine abschließende menschliche Kontrolle bleibt daher sinnvoll. Um dauerhaft hohe Qualität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, prüft die Bundesagentur für Arbeit die Vorschläge stichprobenartig.
Auch Datenschutz und kontinuierliche Lernfähigkeit der KI sind wichtige Aspekte, die überwacht und verbessert werden.

Digitalisierung erleichtert die Verwaltung im Mittelstand

Mithilfe des KI-Verfahrens reduziert die Bundesagentur für Arbeit die Bürokratie und vereinfacht, beschleunigt und modernisiert Prozesse für mittelständische Unternehmen. Das bedeutet mehr Zeit für das Kerngeschäft, weniger Verwaltungsaufwand und eine flexible Technologie, die mit den Anforderungen des Unternehmens wächst. Durch die Zusammenarbeit von Mensch und KI wird die Beantragung der Betriebsnummer effizient, fehlerfrei und zukunftsfähig – genau das, was moderne Unternehmen benötigen.

Die Phasen der Teamentwicklung und abzuleitende Maßnahmen
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Die Phasen der Teamentwicklung und abzuleitende Maßnahmen

In diesem Beitrag klären wir, was Teamentwicklung im Unternehmenskontext bedeutet – und warum sie in Zeiten von Agilität und Digitalisierung unverzichtbar ist. Anschließend führen wir durch die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman und zeigen, wie sie zeitlich und inhaltlich ineinandergreifen. Zum Schluss erhältst du konkrete Methoden für Führungskräfte und HR-Teams – und ihren Mehrwert fürs Arbeitsklima.

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Teams, die gut zusammenarbeiten, entscheiden schneller, innovieren häufiger und liefern bessere Ergebnisse. Strukturierte Teamentwicklung verbessert Kommunikation, reduziert Konflikte und erhöht die Zufriedenheit. Aus der Praxis wissen wir: Regelmäßige Workshops und ehrliche Feedback-Runden stärken den Zusammenhalt messbar.

In diesem Beitrag klären wir, was Teamentwicklung im Unternehmenskontext bedeutet – und warum sie in Zeiten von Agilität und Digitalisierung unverzichtbar ist. Anschließend führen wir durch die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman und zeigen, wie sie zeitlich und inhaltlich ineinandergreifen. Zum Schluss erhältst du konkrete Methoden für Führungskräfte und HR-Teams – und ihren Mehrwert fürs Arbeitsklima.

Definition: Was ist Teamentwicklung?

Teamentwicklung ist kein einmaliges Teambuilding-Event, sondern ein langfristiger, strategischer Prozess. Ziel ist es, die kooperative Leistungsfähigkeit eines Teams systematisch zu stärken – von der Analyse der Teamdynamik bis zur Umsetzung und Überprüfung passender Maßnahmen.

Unternehmen greifen dafür oft auf etablierte Modelle wie das Tuckman-Phasenmodell zurück und kombinieren sie mit auf die Teamzusammensetzung zugeschnittenen Ansätzen. Zentrale Bausteine sind:

  • Diagnostik: Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale identifizieren.
  • Strategische Planung: Gemeinsame Ziele festlegen und ein Maßnahmen-Set definieren, das Zusammenarbeit wirksam verbessert.
  • Interventionen: Workshops, Coaching & Co., um Kommunikationsbarrieren abzubauen und Rollen zu klären.
  • Nachhaltigkeit: Wirkung regelmäßig überprüfen, Feedback einholen und Maßnahmen iterativ anpassen.

Die Ziele der Teamentwicklung

Teamentwicklung bringt weit mehr als ein reines Produktivitätsplus. Richtig umgesetzt, stärkt sie zentrale Rahmenbedingungen für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden:

  • Agilität steigern:
    Teams, die kontinuierlich an ihrer Zusammenarbeit arbeiten, reagieren flexibler auf Marktveränderungen. So können sie Trends schneller aufnehmen und in echten Mehrwert übersetzen.
  • Psychologische Sicherheit aufbauen:
    Vertrauen entsteht, wenn Fehler offen angesprochen werden dürfen – ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Diese Sicherheit motiviert, Neues auszuprobieren und Risiken einzugehen.
  • Unternehmenskultur stärken:
    Geteilte Werte und gemeinsame Visionen schweißen Teams zusammen. Wer sich als aktiver Mitgestalter erlebt, identifiziert sich stärker mit dem Unternehmen und bleibt langfristig.
  • Resilienz fördern:
    Stabile Teams sind widerstandsfähiger in Krisenzeiten. Statt auseinanderzufallen, meistern sie Herausforderungen gemeinsam und gestärkt.
  • Wissensaustausch ermöglichen:
    Teamentwicklung verhindert „Wissensinseln“. Erfahrungen werden geteilt, Wissen proaktiv weitergegeben – im Sinne einer lernenden Organisation.
  • Talente binden und entwickeln:
    Investitionen in Teamentwicklung signalisieren Wertschätzung. Mitarbeitende fühlen sich gehört und gefördert – ein entscheidender Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Retention.

Die 5 Teamentwicklungsphasen nach Tuckman

Bruce Tuckman beschreibt fünf Phasen, die jedes Team auf dem Weg zu echter Leistungsfähigkeit durchläuft. Das Modell zeigt: Teamentwicklung ist ein dynamischer Zyklus, in dem Teams immer wieder an verschiedenen Punkten ansetzen und sich weiterentwickeln.

Phase 1: Forming – Orientierungsphase

  • Inhalt: Die Teammitglieder lernen sich kennen und klären erste Erwartungen. Rollen, Aufgaben und Grundlagen der Zusammenarbeit werden vorsichtig abgesteckt.
  • Charakteristik: Höflichkeit, Zurückhaltung und noch wenig Vertrauen.
  • Dauer: Je nach Teamgröße und Aufgabenkomplexität oft einige Wochen.

Phase 2: Storming – Konflikt- und Reibungsphase

  • Inhalt: Unterschiedliche Charaktere, Arbeitsweisen und Interessen prallen aufeinander. Erste Konflikte oder Machtkämpfe treten auf.
  • Charakteristik: Spannungen und Unsicherheiten sind normal – entscheidend ist, dass Konflikte konstruktiv gelöst werden.
  • Dauer: Häufig mehrere Monate, abhängig von Konfliktbereitschaft und Moderation.

Phase 3: Norming – Konsolidierungsphase

  • Inhalt: Das Team entwickelt gemeinsame Regeln, Werte und Prozesse. Vertrauen wächst, die Zusammenarbeit wird strukturierter.
  • Charakteristik: Rollen sind geklärt, gegenseitige Wertschätzung prägt die Zusammenarbeit.
  • Dauer: Ebenfalls mehrere Monate, bis stabile Strukturen etabliert sind.

Phase 4: Performing – Leistungsphase

  • Inhalt: Das Team arbeitet effizient, selbstorganisiert und zielorientiert zusammen. Jeder kann sich auf die anderen verlassen.
  • Charakteristik: Hohe Produktivität, Eigenverantwortung und Kreativität. Auch komplexe Aufgaben werden souverän gemeistert.
  • Dauer: Kann langfristig anhalten – wenn das Team kontinuierlich an seiner Weiterentwicklung arbeitet.

Phase 5: Adjourning – Auflösungsphase

  • Inhalt: Bei projektbezogenen Teams endet die Zusammenarbeit. Ergebnisse werden reflektiert, Erfolge gefeiert und neue Perspektiven vorbereitet.
  • Charakteristik: Gemischte Gefühle – zwischen Stolz und Wehmut.
  • Dauer: Meist wenige Wochen, bis die Neuorientierung abgeschlossen ist.

Die sogenannte Teamuhr visualisiert diesen Prozess und zeigt, dass Teams auch nach Jahren in frühere Phasen zurückfallen können – zum Beispiel, wenn neue Mitglieder dazukommen.

Methoden der Teamentwicklung

Es gibt nicht die eine Methode, die immer funktioniert. Vielmehr braucht es eine Kombination aus unterschiedlichen Ansätzen, die zum Team, zur Aufgabe und zur Unternehmenskultur passen. Wichtig ist, Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Coaching & Mentoring

Individuelles Coaching unterstützt Mitarbeitende bei persönlichen Herausforderungen. Mentoring-Programme fördern zusätzlich den Austausch zwischen erfahrenen Kolleg:innen und Berufseinsteigenden – ein echter Boost für Wissenstransfer und Zusammenarbeit.

Workshops

Ob Kommunikation, Konfliktmanagement oder Feedback: Interaktive Workshops mit Rollenspielen, Fallstudien und Gruppendiskussionen helfen, Theorie direkt in die Praxis zu übertragen.

Teambuilding-Aktivitäten

Outdoor-Events oder gemeinsame Aktivitäten abseits des Arbeitsplatzes sind kein Ersatz für Teamentwicklung, können aber ein wertvolles Signal für Zusammenhalt und Vertrauen setzen.

Reflexionsrunden

Strukturiertes Feedback – z. B. in 360-Grad-Formaten oder moderierten Gruppenrunden – gibt Teams Klarheit über Stärken und Potenziale. Das steigert Transparenz und stärkt das Wir-Gefühl.

Hybride Ansätze

Oft ist es sinnvoll, klassische Maßnahmen mit agilen Methoden wie Scrum oder Design Thinking zu verbinden. So entstehen innovative Arbeitsformen, die gleichzeitig Struktur und Flexibilität bieten.

Beispiele für Teamentwicklung in der Praxis

Beispiel 1: Mittelständisches Produktionsunternehmen

Ein Produktionsunternehmen bringt erfahrene Fachkräfte und junge Talente aus unterschiedlichen Abteilungen in einem Arbeitskreis zusammen. Ziel: bestehende Prozesse kritisch hinterfragen.
In der Anfangsphase treffen eingefahrene Routinen auf frische Ideen – was zu hitzigen Diskussionen führt. Durch regelmäßige Feedbackrunden und moderierte Workshops gelingt es jedoch, gemeinsame Regeln zu entwickeln. So entsteht nach und nach eine einheitliche Arbeitsweise, die sowohl das Wissen der „alten Hasen“ als auch die Innovationskraft der Nachwuchskräfte vereint.

Beispiel 2: Internationaler Konzern mit virtuellen Teams

Ein global agierender Konzern startet ein Kick-off für neu zusammengesetzte, virtuelle Teams. Unterschiedliche Zeitzonen, Kulturen und Arbeitsweisen prallen aufeinander. Moderierte Diskussionen und digitale Feedback-Formate helfen, diese Hürden zu überwinden.
Das Ergebnis: Trotz physischer Distanz etabliert sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der Feedback-Kultur und klare Kommunikationsregeln den Grundstein für langfristigen Erfolg legen.

Fazit: Teamentwicklung ist ein Dauerprozess

Teamentwicklung ist weit mehr als das bloße Abarbeiten von Phasen oder das Anwenden eines theoretischen Modells. Sie ist ein kontinuierlicher Lernprozess – geprägt von Kommunikation, Feedback und dem Mut, Konflikte konstruktiv anzugehen.
Das Modell nach Tuckman bietet dabei eine hilfreiche Orientierung, ersetzt aber nicht die individuelle Arbeit am Miteinander.

Gerade in Zeiten von hybriden Arbeitsmodellen, Fachkräftemangel und steigender Veränderungsgeschwindigkeit ist Teamentwicklung ein zentraler Erfolgsfaktor. Sie stärkt nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch Unternehmenskultur, Resilienz und Mitarbeiterbindung. Führungskräfte sind hier gefragt, den Rahmen zu schaffen: für ehrlichen Austausch, für Fehlerkultur – und für ein gemeinsames „Wir“.

Teamentwicklung FAQ

Wie entwickelt sich eine Gruppe zu einem Team?
Ein Team entsteht, wenn Menschen nicht nur nebeneinander arbeiten, sondern aktiv ihre Zusammenarbeit gestalten – durch klare Rollen, gemeinsame Werte, offene Kommunikation und Vertrauen.

Warum ist Teamentwicklung so wichtig?
Weil sie die Basis für Produktivität, Innovationskraft und Mitarbeiterzufriedenheit ist. Teams, die gut eingespielt sind, lösen Probleme schneller und tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

Welche Methoden eignen sich für Teamentwicklung?
Workshops, Coaching, Mentoring, Feedbackrunden oder Teambuilding-Aktivitäten – wichtig ist, dass Maßnahmen zu den Bedürfnissen des Teams passen und regelmäßig überprüft werden.

Was ist die größte Herausforderung bei der Teamentwicklung?
Die Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und gemeinsamen Zielen. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsstile müssen in Einklang gebracht werden – und das gelingt nur mit Geduld, klarer Führung und einer offenen Fehlerkultur.

DMS Software - Warum ein Dokumentenmanagementsystem besser ist als Explorer und Co.
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DMS Software - Warum ein Dokumentenmanagementsystem besser ist als Explorer und Co.

Die effiziente Verarbeitung, Speicherung und Verwaltung digitaler Geschäftsdokumente ist für Unternehmen heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Viele kleinere Firmen setzen jedoch noch immer auf eine einfache Dokumentenablage im Dateisystem, beispielsweise im Windows-Explorer. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Vorteile ein professionelles Dokumentenmanagementsystem (DMS) bietet: von der GoBD-konformen Archivierung bis hin zur Integration in digitale Geschäftsprozesse.

5 Min. Lesezeit

Was ist ein Dokumentenmanagementsystem (DMS)?

Dokumentenmanagement bedeutet, aus unstrukturierten Dokumenten strukturierte, durchsuchbare Informationen zu machen. Ein Dokumentenmanagementsystem ist jedoch weit mehr als eine digitale Ablage:

  • Es speichert und verwaltet Dokumente in einer Datenbank.
  • Es ermöglicht eine gezielte Suche nach Dokumenten anhand von Schlagworten, Inhalten oder Metadaten.
  • Zudem unterstützt es die revisionssichere Archivierung und erfüllt die Anforderungen der GoBD und DSGVO.

Im Gegensatz dazu bietet ein herkömmliches Dateisystem wie der Windows-Explorer lediglich einfache Speicher- und Ordnerstrukturen. Eine intelligente Verwaltung wie automatische Verschlagwortung, Versionierung, Workflow-Management oder Integration in digitale Geschäftsprozesse ist im klassischen Dateisystem nicht oder nur sehr schwer möglich. Darüber hinaus sind Standard-Dateisysteme in Bezug auf Datenschutz und Schutz vor Datenverlust ohne zusätzliche Maßnahmen wie Backups, Verschlüsselung oder Rechteverwaltung deutlich unsicherer als DMS-Software.

DMS Software vs. Dateisystem – der direkte Vergleich

Anforderung: Die Lösung kann Dateien …

DMS Software

Herkömmliches Dateisystem (z.B. mit Windows-Explorer)

speichern

unbegrenzt skalierbar und ausfallsicher speichern

mit mobilen Endgeräten verwalten und bearbeiten

nach geschäftsspezifischen Kriterien filtern

revisionssicher archivieren, z.B. mit Löschschutz

leicht wiederfinden (auch PDFs anhand von Textteilen)

mit Schlagwörtern versehen

versionieren

ja, aber aufwendig

in Workflows einbinden, z.B. die Freigabe und Verarbeitung von Eingangsrechnungen

freigeben für Externe über einen Link

  • passwortgeschützter Link
  • Link mit Verfallsdatum
  • Link, der Downloads verbietet oder einschränkt

freigeben für Interne (mit Lese- und/oder Schreibrecht)

  • Nutzerprofile (Rechteverwaltung)

Dateifreigaben sind möglich
Keine Nutzerrechteverwaltung

für die Zusammenarbeit (Kollaboration) verfügbar machen

verknüpfen mit Geschäftsprozessen, z.B. Projekte, virtuelle Akten, Buchungen usw.

GoBD-konform verwalten

kommentieren

mit Lesebestätigung versehen (z.B. Dokumentation der Kenntnisnahme von Sicherheitsunterweisungen)

mit Verfahrensdokumentation speichern

Integration in Geschäftsprozesse – der Schlüssel zur Digitalisierung

Ein großer Vorteil professioneller DMS-Software ist die nahtlose Einbindung in Geschäftsprozesse. Über Schnittstellen können Dokumente direkt mit Business-Apps und ERP-Systemen verknüpft werden. Das bedeutet:

  • Angebote lassen sich automatisch zu Aufträgen und Rechnungen weiterführen.
  • Dokumente werden GoBD-konform archiviert und in der Verfahrensdokumentation dokumentiert.
  • Die Ablage wird zur Single Source of Truth – alle Nutzer arbeiten immer mit der aktuellen Version.

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Cloud-DMS oder On-Premises – was ist besser?

Bei der Wahl des Dokumentenmanagementsystems spielt der Datenschutz eine zentrale Rolle.

  • On-Premises-Lösungen speichern Dokumente auf eigenen Servern und sind oft die erste Wahl für maximale Datensicherheit. Über sichere VPN-Verbindungen können Nutzer auch außerhalb des physischen Standorts auf alle Funktionen und Dokumente des DMS zugreifen.
  • Cloud-DMS bieten Flexibilität und ortsunabhängigen Zugriff über das Internet, müssen jedoch DSGVO-konform sein. Darauf ist vor allem dann zu achten, wenn der Cloudanbieter seinen Sitz außerhalb der EU hat.

Fazit: DMS-Software schlägt Dateisystem

Ein professionelles Dokumentenmanagementsystem (DMS) ist weit mehr als eine einfache Ablage im Dateisystem. Es sorgt für maximale Dokumentensicherheit und gewährleistet einen hohen Standard beim Datenschutz. Durch die GoBD-konforme Archivierung werden gesetzliche Anforderungen zuverlässig erfüllt. Die effiziente Dokumentenverwaltung wird durch Funktionen wie OCR-gestützte Suche, gezielte Schlagwortvergabe und komfortable Versionierung entscheidend verbessert.

Zudem lässt sich ein DMS nahtlos in bestehende digitale Geschäftsprozesse integrieren, was Abläufe beschleunigt und die Zusammenarbeit optimiert. Damit wird das Dokumentenmanagement zu einem zentralen Motor der digitalen Transformation im Unternehmen. Kurz gesagt: DMS Software spart wertvolle Zeit, minimiert den Suchaufwand und macht Ihr Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und zukunftssicher.

Verification of Payee (VoP): Empfängerüberprüfung für sichere SEPA-Überweisungen ab Oktober 2025
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Verification of Payee (VoP): Empfängerüberprüfung für sichere SEPA-Überweisungen ab Oktober 2025

Ab Oktober 2025 tritt mit der Verification of Payee (VoP) eine neue EU-Vorgabe in Kraft, die den SEPA-Zahlungsverkehr sicherer machen soll. Künftig müssen Banken prüfen, ob der Name des Zahlungsempfängers exakt zur angegebenen IBAN passt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um SEPA-Betrug zu verhindern und Fehlüberweisungen zu vermeiden. In diesem Beitrag erfahren kleine und mittlere Unternehmen (KMU), welche Änderungen sich durch die Empfängerüberprüfung ergeben, wie das VoP-Ampelsystem funktioniert und welche konkreten Maßnahmen jetzt notwendig sind.

5 Min. Lesezeit

Worum geht es bei der Verification of Payee (VoP) im SEPA-Zahlungsverkehr?

Ab dem 9. Oktober 2025 sind alle Banken im SEPA-Zahlungsraum dazu verpflichtet, eine Empfängerüberprüfung durchzuführen, bevor sie eine SEPA-Überweisung freigeben.

Bei der sogenannten Verification of Payee (VoP) wird der angegebene Kontoinhabername mit der zugehörigen IBAN verglichen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Sicherheit bei SEPA-Überweisungen zu erhöhen. Das Ziel besteht darin, SEPA-Betrug zu verhindern und Fehlüberweisungen zu reduzieren.

Hinweis: Die technische Infrastruktur für den Abgleich von IBAN und Name wird bereits am 5. Oktober 2025 aktiviert, also vier Tage vor Inkrafttreten der gesetzlichen Pflicht.

Wer ist von der VoP-Empfängerüberprüfung im SEPA-Zahlungsverkehr betroffen?

Die Verification of Payee ist für alle Unternehmen, die SEPA-Überweisungen senden oder empfangen, verpflichtend – unabhängig von der genutzten Software oder dem Übermittlungsweg. Insbesondere für KMU, die viele Lieferanten, internationale Partner oder ein großes Zahlungsvolumen haben, bringt die SEPA-Überweisung spürbare Vorteile und mehr Sicherheit.

Warum wird die Verification of Payee eingeführt?

Die VoP-Empfängerüberprüfung soll Fehlerüberweisungen und betrügerische Transaktionen bereits vor der Ausführung stoppen.

Gerade beim Authorized Push Payment Fraud, bei dem Unternehmen auf gefälschte Kontodaten hereinfallen, kann der Abgleich von IBAN und Name den Schaden verhindern.

Das VoP-Ampelsystem bei SEPA-Überweisungen

Nach Einreichung der Zahlung zeigt die Bank typischerweise eines der folgenden Ergebnisse an:

Ergebnis

Bedeutung

Interpretation

Match

Name und IBAN stimmen überein.

Grüne Ampel – Zahlung kann normal freigegeben werden.

Close-Match

Leichte Abweichung; Bank gibt ggf. den korrekten Empfängernamen zurück.

Gelbe Ampel – Prüfung/Manuelle Bestätigung empfohlen; wie streng vorgegangen wird, entscheidet die Bank.

No-Match

Keine Übereinstimmung; korrekter Name wird nicht zurückgegeben.

Rote Ampel – Auftraggeber trägt das Risiko bei Freigabe; manuelle Nachprüfung dringend empfohlen.

So bereiten sich KMU auf die VoP-Pflicht vor

Stammdatenpflege für fehlerfreie SEPA-Überweisungen

  • Alle Lieferanten- und Kundendaten müssen so angepasst werden, dass sie exakt mit dem offiziellen Kontoinhabernamen übereinstimmen.
  • Um Close Match oder No Match zu vermeiden, ist eine einheitliche Schreibweise des eigenen Unternehmensnamens auf allen Bankkonten erforderlich.

Commercial Name korrekt hinterlegen

  • Für die VoP-Prüfung kann neben dem offiziellen Firmennamen auch ein sogenannter Commercial Name (auf Deutsch: Handelsname oder Handelsbezeichnung) verwendet werden.
  • Der Commercial Name sollte eindeutig, im Geschäftsverkehr bekannt und vorab mit der Bank abgestimmt worden sein.

Kunden über korrekten Empfängernamen informieren

  • Rechnungen sollten um einen entsprechenden Hinweis ergänzt werden, damit Kunden bei der Prüfung der IBAN den korrekten Empfängernamen verwenden und es zu keinen Zahlungsverzögerungen kommt.

Interne Prozesse für Close Match und No Match festlegen

  • Es muss definiert werden, wie bei Warnmeldungen – insbesondere im SEPA-instant-payments-Verfahren (Echtzeitüberweisung) – reagiert wird, um Risiken zu minimieren und SEPA-Betrug zu verhindern.

Was Arbeitgeber bei der Entgeltabrechnung beachten müssen

Arbeitgeber müssen ab Oktober 2025 bei allen Lohn- und Gehaltszahlungen zwingend sicherstellen, dass der Name des Arbeitnehmers exakt mit dem bei der Bank hinterlegten Kontoinhabernamen übereinstimmt. Bereits kleine Abweichungen, etwa Tippfehler, Namenszusätze oder ein Namenswechsel, können dazu führen, dass Zahlungen verzögert oder gar nicht ausgeführt werden.

  • Arbeitgeber sollten daher rechtzeitig alle Personalstammdaten überprüfen und regelmäßig mit den Mitarbeitenden abgleichen, ob die Bankverbindung und der dazugehörige Vor- und Nachname korrekt und aktuell geführt werden.
  • Bei Abweichungen zwischen Name und IBAN erhalten Arbeitgeber vor der Ausführung der Zahlung eine Rückmeldung der Bank (Close Match oder No Match) und können entscheiden, ob die Überweisung dennoch ausgeführt werden soll. Bei einer Freigabe trotz Warnhinweis trägt der Arbeitgeber das Risiko eines Zahlungsverlusts.
  • Bei der Einreichung von Sammelüberweisungen über das EBICS-Verfahren können Unternehmen grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie eine Empfängerprüfung durchführen möchten (Opt-In) oder darauf verzichten wollen (Opt-Out). Diese Wahlmöglichkeit gilt allerdings nur für Sammeldateien mit mindestens zwei Überweisungen. Bei Dateien mit nur einer Überweisung ist die Empfängerprüfung eigentlich verpflichtend. Aufgrund praktischer Umsetzbarkeitsprobleme hat die BaFin jedoch eine Übergangsregelung beschlossen: Bis auf Weiteres wird auch bei Einzelüberweisungen in Sammeldateien der Verzicht auf die Empfängerprüfung (Opt-Out) geduldet. Diese Duldung soll Firmenkunden Zeit geben, ihre Systeme an die neue Pflicht anzupassen.

Wichtig: Der Abgleich zwischen Empfängername und IBAN erfolgt ausschließlich durch die Banken im Rahmen der Verification of Payee (VoP). Entgeltabrechnungsprogramme können diesen Abgleich nicht eigenständig durchführen, da sie keinen Zugriff auf die hinterlegten Bankdaten und die Validierungsdienste der Banken haben.

Wer haftet bei Fehlüberweisungen?

Hier gelten die folgenden Grundsätze:

  • Match: Bank haftet bei Fehlüberweisung.
  • Close Match: Auftraggeber haftet.
  • No Match: Auftraggeber haftet.
  • Opt-out bei Sammelüberweisungen: Auftraggeber haftet.

Merke: VoP reduziert Risiken, ersetzt aber nicht die Sorgfaltspflicht des Auftraggebers. Insbesondere bei gelben oder roten Warnungen ist Vorsicht geboten.

Checkliste für KMU zur SEPA-Überweisung

  • Sämtliche Stammdaten prüfen und ggf. aktualisieren
  • Einheitlichen Firmennamen bei allen Banken verwenden
  • Ggf. einen Commercial Name festlegen und mit der Bank abstimmen
  • Rechnungen mit exaktem Empfängernamen versehen
  • Prozesse für CloseMatch und No Match definieren
  • Kunden und Lieferanten frühzeitig informieren

Fazit

Mit der Einführung der Verification of Payee (VoP) am 9. Oktober 2025 ändert sich der Ablauf von SEPA-Überweisungen. Die verpflichtende Empfängerüberprüfung sorgt dafür, dass der Abgleich von IBAN und Name vor der Zahlungsfreigabe automatisch erfolgt. Dadurch werden Unternehmen effektiv gegen SEPA-Betrug geschützt und vor finanziellen Verlusten und unnötigen Rückabwicklungen bewahrt.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutet dies jedoch auch, dass sie ihre internen Abläufe, Kundendaten und Kommunikationsprozesse rechtzeitig anpassen müssen. Eine gründliche Stammdatenpflege, die korrekte Hinterlegung des offiziellen Firmennamens oder eines passenden Commercial Name sowie eine proaktive Information von Kunden und Lieferanten sind entscheidend, um Probleme mit Close Match oder No Match zu vermeiden.

Effiziente Fertigungsplanung für KMU
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Effiziente Fertigungsplanung für KMU

Viele mittelständische Fertigungsunternehmen kämpfen mit komplexen Produktionsprozessen und steigenden Kundenanforderungen. Die cloudbasierte Lösung "Production Planning & Control" von ISTOS bringt im Zusammenspiel mit der Warenwirtschaftssoftware Suiteify Commercial classic Transparenz, Echtzeitdaten und digitale Übersicht in die Fertigungsplanung.

5 Min. Lesezeit

Im Bereich der Fertigungsplanung sehen sich viele mittelständische Fertigungsunternehmen mit der Herausforderung konfrontiert, komplexe Aufträge effektiv zu organisieren und zu steuern. Eine präzise Produktionssteuerung ist dabei entscheidend, um eine optimale Ressourcenauslastung zu gewährleisten und die Liefertermintreue sicherzustellen. Die cloudbasierte Planungslösung „Production Planning & Control“ der ISTOS GmbH, einem Unternehmen der DMG-MORI-Gruppe und Lösungspartner von Suiteify, hilft Unternehmen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Cloudbasierte Produktionsplanung mit Integration in die Warenwirtschaft

Die Produktionsplanung Software von ISTOS steht als integrierte Zusatzlösung zur Warenwirtschaftssoftware „Suiteify Commercial classic“ von Suiteify optional zur Verfügung. Durch die enge Verzahnung der Systeme ist eine automatisierte Synchronisation ERP-seitig möglich, wodurch papier- und Excel-basierte Planungsprozesse ersetzt werden. So können alle Daten zu Fertigungsaufträgen in Echtzeit zwischen der Warenwirtschaftssoftware und dem Planungssystem via API ausgetauscht werden. Das reduziert den Planungsaufwand erheblich und erhöht die Übersichtlichkeit.

Funktionen der ISTOS Planungslösung

Das Planungssystem „Production Planning & Control“ besteht aus drei aufeinander abgestimmten Anwendungen:

  • Das Planning Board fungiert als intuitives Tool für die manuelle Produktionsplanung und ersetzt traditionelle Planungsinstrumente durch eine übersichtliche Visualisierung – unter anderem in Form eines Gantt-Diagramms, das die Maschinenbelegung und Mitarbeiterplanung erleichtert.
ISTOS Planning Board zur Fertigungsplanung
  • Mit dem Production Feedback erhalten Maschinenbediener und Management Echtzeitrückmeldungen zum aktuellen Fertigungsstatus aller Aufträge.
ISTOS Production Feedback zur Fertigungsplanung
  • Ergänzend bietet das Production Cockpit ein individuell anpassbares Produktionsdashboard, das die relevanten Produktionsprozesse auf einen Blick darstellt.

Vorteile der digitalen Fertigungsplanung

Die Kombination aus der Planungslösung von ISTOS und Suiteify Commercial classic ermöglicht mehr Transparenz hinsichtlich Rüstzeiten, Durchlaufkosten sowie vorhandener Kapazitäten. Die dadurch gesteigerte Planungssicherheit unterstützt Unternehmen dabei, frühzeitig auf mögliche Engpässe und Terminkonflikte zu reagieren und so die Fertigungsoptimierung schrittweise voranzutreiben. Besonders wichtig ist dies für die Aufrechterhaltung der Liefertermintreue, die direkten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat.

Sofort einsetzbar und wartungsfrei durch Cloud-Technologie

Die webbasierte Lösung wird als Cloud-Service angeboten. Anwender von Suiteify Commercial classic können somit sofort von der Software profitieren, ohne dass eine aufwändige Installation oder Wartung erforderlich ist. Ein einfacher Internetzugang genügt, um die volle Funktionalität der digitalen Produktionsplanung zu nutzen. Dies macht die Anwendung besonders attraktiv für kleine und mittlere Unternehmen.

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10 Gründe, warum ERP-Projekte scheitern
ERP & Finance

10 Gründe, warum ERP-Projekte scheitern

Immer wieder kommt es vor, dass Unternehmen die Einführung einer Software für Enterprise Resource Planning (ERP) abbrechen oder aber mit dem Ergebnis später unzufrieden sind. Dabei sind es meist die gleichen vermeidbaren Fehler, die ERP-Projekte scheitern lassen. Dieser Beitrag listet sie auf und gibt Tipps zur Fehlervermeidung.

5 Min. Lesezeit

Wozu brauchen Sie ein ERP-System? Diese Frage klingt banal, aber sie trifft den Kern des Problems, dessentwegen ERP-Projekte scheitern. Um die Frage zu beantworten, müssen Sie Ihre Prozesse und Anforderungen genauestens kennen, inklusive der Erwartungen der Endanwender und Führungskräfte. Und das ist erst der Anfang. Sie müssen minutiös planen, hervorragend kommunizieren, den richtigen Partner wählen und immer schön agil bleiben. Doch lesen Sie selbst: Hier sind zehn Gründe, warum ERP-Projekte scheitern können – und praxisnahe Tipps, wie Sie diese Hürden meistern können.

1. Unklare Zielsetzung lässt ERP-Projekte scheitern

Hier kommen wir direkt auf die Eingangsfrage zurück: das große „Warum“. Prozesse optimieren, wettbewerbsfähig bleiben, Kosten sparen – all diese oft gehörten Antworten sind viel zu abstrakt. Schauen Sie deshalb genau hin: Wo wird doppelte Arbeit getan, an welchen Stellen hakt es, wo sitzt der Schmerz? Möchten Sie den Einkauf und die Warenwirtschaft besser koordinieren? Den Angebots- und Auftragsprozess automatisieren? Bessere Forecasts erstellen, um Fehlentscheidungen zu minimieren? Wo immer es möglich ist, sollten Sie sogenannte SMARTe Ziele definieren: spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch, terminiert. Also beispielsweise: „Ich will die Durchlaufzeit von Angebots- und Auftragsprozessen in sechs Monaten um 20 Prozent senken.“ Rechnen Sie aus, welche Vorteile Ihnen das bringt und erstellen Sie ein Lastenheft.

2. Prozesse nicht richtig aufgenommen

Prozesse durchziehen Ihr gesamtes Unternehmen: Marketing und Kundenakquisition, Angebote und Aufträge, Einkauf und Verkauf, Personalwesen, Lager, Produktion, Logistik, Buchführung und Rechnungslegung, Entscheidungsfindung und Berichtswesen. Ein ERP-System wird im Idealfall die meisten Prozesse integrieren und abbilden. Dies ermöglicht eine höhere Arbeitseffizienz und Transparenz.

Damit das gelingt, müssen Sie Ihre Prozesse genau aufzeichnen und analysieren. Dazu benötigen Sie tiefe Einblicke in die einzelnen Funktionen. Aber einen Prozess, den Sie nicht kennen, können Sie auch nicht optimieren, geschweige denn in einer Software abbilden. Viele ERP-Projekte scheitern daran, dass diese grundlegende Arbeit nicht oder nur oberflächlich im Vorfeld geleistet wurde.

3. Die Verschwendungsarten nicht richtig identifiziert

Das Lean Management kennt innerhalb der Wertschöpfungskette Verschwendung in den folgenden Bereichen:

  • Transport – Produkte und Materialien werden unnötig hin- und herbewegt.
  • Bestände – Sie halten überflüssige Vorräte.
  • Bewegung – Ihre Mitarbeiter machen am Arbeitsplatz überflüssige Bewegungen oder legen unnötige Wege zurück.
  • Wartezeit – Ein Teilprozess kann nicht starten, weil der Vorläuferprozess nicht fertig ist.
  • Überproduktion – Sie stellen mehr Produkte und Leistungen her als benötigt werden.
  • Falsche Technologie/Prozesse – Im Lager oder in der Administration laufen Dinge zu kompliziert oder mit vorsintflutlichen Methoden ab.
  • Ausschuss/Nacharbeit – Die Qualität stimmt nicht; ein Teil Ihrer Arbeit muss später aussortiert oder mühsam korrigiert werden.

Jedes Unternehmen hat einen oder mehrere dieser Mängel. Die gute Nachricht ist: All diese Probleme lassen sich mit einem ERP-System in den Griff bekommen und beheben. Aber zuvor müssen Sie sie richtig identifizieren, notfalls gegen den Widerstand der Beschäftigten, die sich nicht gern bei Fehlern erwischen lassen.

4. Mangelnde Unterstützung durch die Führungsebene

Es ist extrem wichtig, dass die Geschäftsführung das ERP-Projekt unterstützt. Manche Führungskräfte machen sich über die Digitalisierung Illusionen; sie halten ein ERP-System für ein Allheilmittel. Andere wiederum zögern und fragen, wozu das gut sein soll, ob es nicht auch eine Nummer kleiner oder billiger geht, und überhaupt: Wir haben das immer schon so gemacht, never change a running system.

Egal, welche dicken Bretter Sie bohren müssen: Tun Sie es! Wenn Sie die ersten beiden Punkte beachtet, Prozessmängel erkannt, mögliche Verbesserungen identifiziert und ein Lastenheft erstellt haben, dann haben Sie gute Argumente. Informieren Sie Ihre Führungsebene genau über das, was möglich und nötig ist, und erklären Sie, wie ein ERP-System gerade die Unternehmensführung in ihren Entscheidungen unterstützt.

5. Kritik wird nicht gehört

Viele ERP-Projekte scheitern, weil eine Person oder ein kleiner Kreis das Projekt als ihr „Baby“ betrachten und sich nicht hineinreden lassen wollen. Doch jeder, vom Chef bis zum Pförtner, hat Einblicke in seinen Bereich und weiß genau, was gut funktioniert und was nicht. Profitieren Sie von diesem spezifischen Wissen! Kritik und Vorschläge verdienen Wertschätzung. So gewinnen Sie die Sympathie der Beteiligten für das ERP-Projekt.

6. Mangelnde Einbindung der Anwender ins ERP-Projekt

Es sind die Menschen in Ihrem Unternehmen, die mit der ERP-Software arbeiten werden. Diese Menschen müssen Sie frühzeitig mit ins Boot holen. Es gibt im Lean Management den Begriff „Gemba“. Das japanische Wort bedeutet sinngemäß: Gehen Sie zum Ort des Geschehens und sehen Sie selbst nach. Holen Sie sich aus allen Unternehmensfunktionen Input: Über welche Missstände klagen die Menschen, welche Entlastungen wünschen sie sich? Die Mitarbeitenden, die tagtäglich mit Doppelarbeit und fehleranfälligen Prozessen kämpfen, sind Ihre wertvollste Informationsquelle: Lassen Sie sich alles genau schildern und werben Sie für die Software, die den Betroffenen letztlich Erleichterung bringen soll.

In der Implementierungsphase werden Ihnen diese Mitarbeitenden abermals wertvolles Feedback geben, um Feineinstellungen an der ERP-Lösung vorzunehmen und maximalen Gewinn herauszuholen.

7. Anforderungen der Zukunft nicht berücksichtigt

Um das Scheitern Ihres ERP-Projekts zu vermeiden, sollten Sie auch einen Blick in die Zukunft werfen. Werden Sie in absehbarer Zeit eine Auslandsniederlassung eröffnen? Dann benötigen Sie eine mehrsprachige Lösung. Werden Sie einen Konkurrenten übernehmen? Dann müssen Sie in der Software mehrere Gesellschaften abbilden können. Werden Sie die Art Ihrer Produkte oder Geschäftsmodelle ändern? Werden Sie wachsen? Dann muss Ihre ERP-Software horizontal und vertikal skalierbar sein. Achten Sie darauf, dass Ihr ERP-Projekt nicht nur das Heute berücksichtigt.

8. Auswahl des falschen Softwareanbieters

Der Markt für ERP-Software ist unübersichtlich. Manche Anbieter, insbesondere die jungen und unerfahrenen, aber mitunter besonders preisgünstigen, versprechen mehr, als sie halten können. Suchen Sie deshalb einen ERP-Anbieter, der bereits erfolgreich mit anderen, vergleichbaren Unternehmen Ihrer Branche zusammengearbeitet hat. Fragen Sie nach Referenzkunden.

Ihr ERP-Anbieter soll langfristig Ihr Partner sein. Davon hängt ein Gutteil Ihres Geschäftserfolgs ab. Kann er die Software für Sie konfigurieren, Ihre Mitarbeiter schulen und Ihre Anforderungen langfristig abdecken? Bietet er alle Module an, die Sie benötigen? Wie ist der Service für Bestandskunden? Können Schnittstellen für die Integration in Ihre bestehende Softwarelandschaft programmiert werden?

9. Fehlplanung beim Kosten- und Zeitrahmen des ERP-Projekts

Häufig werden Budgets und Zeitrahmen festgelegt, bevor überhaupt feststeht, welche Leistungen erbracht werden sollen. Deshalb eilt ERP-Projekten häufig der Ruf voraus, den Kosten- und Zeitrahmen regelmäßig zu sprengen.

Haben Sie jedoch einen genauen Überblick über Ihre Anforderungen, Prozesse und Prioritäten, sollten Sie mit einem erfahrenen Softwareanbieter einen realistischen Zeitplan für die Einführung Ihrer neuen Software erarbeiten. So erhalten Sie bereits im Vorfeld eine ziemlich genaue Vorstellung von den Kosten. Damit bleiben Ihnen böse Überraschungen erspart.

10. Mangelnde Agilität bei der ERP-Einführung

Bei einer komplexen Softwareeinführung ist der Projektplan nicht in Stein gemeißelt. Im Rahmen der Einführung tauchen oft Herausforderungen oder neue Anforderungen auf. Für manche davon müssen Sie gemeinsam mit dem Serviceteam Ihres Softwareanbieters eine Lösung finden. Solche Situationen sind ganz normal.

Gehen Sie deshalb agil an die Softwareeinführung heran: Immer ein Prozess, immer ein Modul nach dem anderen – immer nach dem Motto „Plan-Do-Check-Act”. So können Sie die Funktionalitäten bei der Implementierung optimal justieren und aufeinander abstimmen.

Wichtig ist, dass Sie klare Prioritäten bei den Anforderungen setzen. Nachdem Sie die Must-haves abgearbeitet haben, kommen die weniger wichtigen Punkte an die Reihe.

Fazit

Im Wesentlichen scheitern viele ERP-Projekte an drei Faktoren: Planungsmängel, Kommunikationsmängel und die falsche Wahl des Softwareanbieters. Holen Sie daher alle Beteiligten mit ins Boot, zeichnen Sie Prozesse und Anforderungen genau auf und definieren und priorisieren Sie Ihre Ziele. Wählen Sie außerdem einen Softwareanbieter, der über die nötige Erfahrung verfügt und eine skalierbare ERP-Lösung bietet. Dann kann nichts mehr schiefgehen.

GoBD und Archivierung: Warum digitales Dokumentenmanagement so wichtig ist
ERP & Finance

GoBD und Archivierung: Warum digitales Dokumentenmanagement so wichtig ist

Jedes Unternehmen muss steuerlich relevante Belege fürs Finanzamt aufbewahren. Die Herausforderung besteht darin, die wachsende Zahl von digitalen Dokumenten so zu archivieren, wie die GoBD es vorschreiben: im Originalformat und unveränderbar. Ohne elektronisches Dokumentenmanagement lässt sich diese Anforderung kaum erfüllen.

5 Min. Lesezeit

Ein erheblicher Teil der geschäftlichen Korrespondenz vollzieht sich mittlerweile in digitaler Form – Tendenz: steigend. Dabei entstehen laufend steuerlich relevante Belege. Um diese effizient gemäß den GoBD aufzubewahren, benötigen Unternehmen digitales Dokumentenmanagement – oder genauer: ein Dokumentenmanagementsystem (DMS).

Elektronische Steuerbelege müssen digital aufbewahrt werden

Immer mehr Unternehmen erstellen und erhalten beispielsweise elektronische Rechnungen, die im Originalformat zu archivieren sind. Es reicht nicht aus, das digitale Dokument auf Papier auszudrucken und abzuheften.

Aber auch Unternehmen, die die Rechnungsdaten in ihren internen Systemen digital erfassen, verhalten sich keineswegs automatisch GoBD-konform. Häufig werden steuerlich relevante elektronische Dokumente nämlich auf den Firmenrechnern lediglich in einer herkömmlichen Ordnerstruktur als Word-, Excel- oder einfache PDF-Dateien ablegt. Diese Vorgehensweise ist zwar prinzipiell zulässig, doch müssen bei einer Ablage im Dateisystem zusätzliche Maßnahmen zum Zugriffsschutz und zur Unveränderbarkeit der Daten ergriffen und dokumentiert werden. Dies dürfte in der Praxis eher selten der Fall sein, denn der Aufwand dafür ist hoch.

In vielen Fällen haben die Firmen zudem keine schriftliche Verfahrensdokumentationen für die Rechnungsbearbeitung und -archivierung, obwohl die GoBD dies ausdrücklich verlangen. Bei der nächsten Betriebsprüfung könnte das für die Steuerpflichtigen zum Problem werden.

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Dokumentenmanagement erleichtert revisionssichere Archivierung

Wer seine digitalen Steuerbelege mit möglichst geringem Aufwand GoBD-konform archivieren möchte, setzt am besten ein spezielles System für das Dokumentenmanagement (DMS) ein.

Ein in die Workflows der ERP-Software integriertes DMS schafft die technischen Voraussetzungen für eine revisionssichere Archivierung im Sinne der GoBD, der Abgabenordnung (AO) und des Handelsgesetzbuchs (HGB):

  • Elektronische Ausgangsrechnungen werden beim Versand automatisch mit einem Index versehen (zum Beispiel: Belegnummer, Zuordnung zu Stammdaten, Dokumentenart) und im Archiv gespeichert. Auch andere originär elektronische oder digitalisierte (gescannte) Belege, etwa Eingangsrechnungen, werden vom DMS indexiert und in einer definierten Struktur archiviert.
  • Das System protokolliert sämtliche Änderungen und Dokumentenversionen – das ursprüngliche Dokument bleibt im Original erhalten. Damit erfüllen die Benutzer die Vorgaben der GoBD zur Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit.
  • Ein differenziertes Berechtigungssystem verhindert darüber hinaus, dass Unbefugte auf das digitale Archiv zugreifen. Dies trägt dazu bei, die Integrität und Authentizität der Inhalte zu schützen.

GoBD-Checkliste für Dokumentenmanagementsysteme

Leitfaden elektronische Archivierung und GoBD

Einsatz eines DMS kann Betriebsprüfung beschleunigen

Ein digitales Dokumentenmanagement erleichtert nicht nur die rechtskonforme Belegarchivierung, sondern auch die Bereitstellung von Daten bei einer Betriebsprüfung. Anstatt sich mühsam durch Berge von Papierakten zu wühlen, greift der Prüfer direkt im DMS auf die steuerlich relevanten Informationen zu. Welche Bereiche des Archivsystems der Amtsträger dabei einsehen darf, legt der Steuerpflichtige durch entsprechende Einstellungen selbst fest. In Verbindung mit einer Verfahrensdokumentation, aus der hervorgeht, wie das Unternehmen die Ordnungsvorschriften der GoBD umsetzt, lässt sich das Prozedere bei Betriebsprüfungen mithilfe eines Dokumentenmanagement-Systems somit verkürzen.

Bedeutung von digitalem Dokumentenmanagement wird zunehmen

Für den Einsatz eines DMS spricht des Weiteren, dass die Digitalisierung in den kommenden Jahren immer mehr Geschäftsprozesse betreffen wird. Dadurch wird auch der Anteil der Belege, die ausschließlich in elektronischer Form vorliegen, weiter steigen. Wer da den Überblick behalten und seine Daten zugleich gemäß den rechtlichen Vorgaben verwalten und archivieren will, benötigt ein elektronisches Dokumentenmanagementsystem.

Ein DMS hält den Benutzern durch automatisierte Archivierungsprozesse den Rücken frei und erhöht die Effizienz. Dadurch haben Management und Buchhaltung mehr Zeit, sich mit den inhaltlichen und organisatorischen Aspekten ihrer Buchführung zu befassen. Und das ist auch notwendig, denn für die Ordnungsmäßigkeit der gesamten Buchführung ist auch nach den GoBD keine Software, sondern weiterhin allein der Steuerpflichtige verantwortlich.

ERP-Schulung: Wie Ihr Unternehmen optimal davon profitiert
ERP & Finance

ERP-Schulung: Wie Ihr Unternehmen optimal davon profitiert

Viele Firmen nutzen im Alltag nur einen Bruchteil der Funktionen ihrer ERP-Software. Damit verschenken sie wertvolle Effizienzpotenziale. Eine ERP-Schulung im Unternehmen kann dies ändern. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es dabei ankommt.

5 Min. Lesezeit

Das ERP-System wurde erfolgreich installiert und läuft – Projekt abgeschlossen? Nicht ganz, ein zentraler Schritt fehlt noch: die ERP-Schulung. Denn ohne eine optimale Nutzung bleibt das Potenzial einer Software für Enterprise Resource Planning (ERP) in den Startlöchern stecken. Im Folgenden erläutern wir, wie Ihre Anwender die nötigen Kenntnisse erlernen, um die ERP-Software gewinnbringend für Ihr Unternehmen einzusetzen. Wir starten mit der wahrscheinlich wichtigsten Frage für Sie.

Warum ist eine ERP-Schulung für Ihr Unternehmen sinnvoll?

Sie wünschen sich Mitarbeiter, die ihre Aufgaben mithilfe digitaler Lösungen effizient erledigen und sich dabei wohlfühlen – auch weil Sie wissen, wie viel es kostet, wenn dies nicht der Fall ist. Schließlich steht und fällt der Erfolg einer Software mit den bedienerischen Fähigkeiten der Anwender. Das gilt im Besonderen für ein ERP-System, mit dem man wichtige geschäftliche Prozesse im Unternehmen steuert – von der Finanzbuchhaltung über die Warenwirtschaft bis zur Produktion.

Vorteile für Ihr Unternehmen

Falls der Fach- und Arbeitskräftemangel im Mittelstand Sie bisher noch nicht belastet – schon bald könnte es auch Ihren Betrieb treffen. Umso wichtiger ist es, die Automatisierung von Geschäftsprozessen mithilfe digitaler Systeme voranzutreiben. Und das macht die Ausbildung und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter im Bereich ERP-Systeme zu einem zentralen Baustein Ihres Unternehmenserfolgs.

  • Durch eine erfolgreiche ERP-Einführung verbessern und beschleunigen Sie zahlreiche Prozesse, etwa die Auftragsabwicklung.
  • Je effektiver Ihre Anwender die ERP-Software einsetzen, desto größer ist der Effizienzsteigerungseffekt für Ihr Unternehmen.
  • Von einer ERP-Schulung profitieren dabei indirekt alle Beschäftigten, weil die Teilnehmer ihr neues Know-how weitergeben können.
  • Darüber hinaus steigert der Unternehmenserfolg Ihre Attraktivität als Arbeitgeber, was Ihnen im Wettbewerb um Fachkräfte zugutekommt.

Vorteile für Ihre Mitarbeiter

Eine frühzeitige ERP-Schulung im Unternehmen kann dazu beitragen, eventuelle Ängste und Vorbehalte gegenüber der ERP-Software zu verringern. Doch es gibt noch weitere Vorteile, von denen Ihre Mitarbeiter bei einer Weiterbildung in Sachen ERP profitieren:

  • Die neu erlernten Fähigkeiten verbessern das Qualifikationsprofil und steigern das Selbstvertrauen.
  • Durch eine effektivere Nutzung des ERP-Systems gewinnen die Anwender im Arbeitsalltag Zeit, weil Routinearbeiten durch automatisierte Prozesse ersetzt werden.
  • Außerdem stärkt eine gemeinsame ERP-Schulung das Wir-Gefühl in den Fachabteilungen.

Was müssen Sie vor, während und nach einer ERP-Schulung beachten?

Eine ERP-Schulung nützt Ihrem Unternehmen, wie oben dargelegt, in mehrfacher Hinsicht. Damit die Weiterbildung ein voller Erfolg wird, sollten Sie frühzeitig die folgenden Fragen beantworten:

  • Wer führt die ERP-Schulung Ihrer Anwender durch?
  • Wo und wie soll das ERP-Seminar stattfinden?
  • Wie können Sie die Durchführung einer ERP-Schulung noch effektiver gestalten?
  • Was ist bei der Nachbereitung einer ERP-Schulung zu beachten?

Wer übernimmt die Schulung Ihrer ERP-Anwender?

Es ist eine Grundsatzentscheidung: Wollen Sie Ihre Anwender über Key-User oder durch externe Experten schulen lassen? Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile.

ERP-Weiterbildung über Key-User innerhalb Ihres Unternehmens

Wie funktioniert die ERP-Schulung Ihrer Anwender mithilfe von Key-Usern? Die Antwort: in zwei Schritten. Als erstes erfolgt die Weiterbildung der Key-User. Dies geschieht bereits während der Einführung der ERP-Software, damit die Key-User den gesamten Prozess besser einschätzen können. Im Anschluss an die Implementierung sollen die gewonnenen Erkenntnisse dann an Ihre Anwender im Unternehmen weitergegeben werden.

Vorteile:

  • Niedrigere Kosten für die ERP-Schulung
  • Eine größere Nähe zwischen Key-Usern und Anwendern
  • Weniger „Widerstand“ bei den Anwendern

Nachteile:

  • Arbeitsaufwand für Ihre Key-User
  • Möglicherweise unzureichende Expertise bei den Key-Usern – vor allem im Vergleich zu externen Experten

ERP-Schulung durch einen externen Experten

Neben der geringeren zeitlichen Belastung der Beschäftigten (Key-User) sprechen die folgenden Vorteile dafür, bei der ERP-Schulung auf einen externen Experten zu setzen:

  • Umfangreiches Fachwissen des Dozenten
  • Anwendung bewährter Lernmethoden, damit Einsteiger in die ERP-Software möglichst effektiv die Inhalte vermittelt bekommen
  • Erfahrung im Umgang mit Problemen bei der Vermittlung von Inhalten
  • Eröffnung neuer Perspektiven durch den Blick von außen

Dabei gilt: Je intensiver vorab der Austausch mit dem ERP-Anbieter ist, desto mehr profitieren Ihr Unternehmen und Ihre Teilnehmer von der ERP-Schulung. So kann im Vorwege bereits eine Analyse der zu schulenden Gruppe stattfinden. Auf diese Weise können die Teilnehmer, basierend auf Ihren Kompetenzen, verschiedenen Lernteams zugeordnet und die Hilfestellungen an die individuellen Bedürfnisse der Anwender angepasst werden. Außerdem können bereits vorhandene unternehmensspezifische Problemsituationen angesprochen und die ERP-Schulung gezielt darauf ausgerichtet werden. Je näher die ERP-Schulung an den jeweiligen Anwendern und deren Praxis anknüpft, desto erfolgsversprechender ist das ERP-Training.

Wo und wie soll die Schulung stattfinden?

Doch es ist nicht nur entscheidend, wer Ihre Anwender schult, sondern auch wo und wie. Wollen Sie die ERP-Schulung lieber in Präsenz im Unternehmen, beim Hersteller oder digital stattfinden lassen? Wünschen Sie eine Gruppenschulung oder eine Einzelbetreuung? Die passende Lösung hängt hier stark von Ihrem Unternehmen und den verfügbaren Rahmenbedingungen ab: Handelt es sich zum Beispiel um die Einarbeitung in eine neues ERP-System oder lediglich in die neue Version einer bereits genutzten ERP-Software?

Gerade zu Beginn bietet sich für die Vermittlung der Grundlagen eine Gruppenschulung an, zum Beispiel vor Ort beim Hersteller der ERP-Software. Im Idealfall ist die Gruppe nicht größer als 15 Personen, damit auf einzelne Fragen von Anwendern optimal eingegangen werden kann. Im Anschluss an die zentrale Einführung eignet sich dann eine digitale Einzelbetreuung in Form von Online-Schulungen gut zur Vertiefung. Dabei lassen sich individuelle Fragen beantworten und Probleme gezielt lösen.

Wie können Sie die Durchführung einer ERP-Schulung noch effektiver gestalten?

Neben dem Ort ist auch die Art der ERP-Schulung von Bedeutung. Welche Unterlagen und technischen Hilfsmittel werden benötigt? Können diese ausreichend bereitgestellt werden? Soll die ERP-Schulung häppchenweise in den Alltag der Anwender integriert werden oder bevorzugen Sie Ganztagesveranstaltungen? Wichtig ist hier immer, dass Sie eine Überforderung Ihrer Anwender vermeiden und immer wieder auf einen hohen Praxisbezug der ERP-Schulung achten. Da hat es Vorteile die ERP-Schulung auf digitalem Weg in den Alltag Ihrer Teilnehmer zu integrieren. Nur so bleiben Ihre Anwender auch motiviert bei der Sache. Eine Schlüsselrolle für den Erfolg der ERP-Schulung hat dabei auch die Nachbereitung.

Was ist bei der Nachbereitung zu beachten?

Oft wird unterschätzt, wie wichtig die Nachbereitung für eine erfolgreiche Schulung ist – und wie viel Zeit Sie hier besser vorab einplanen. Wir klären Sie gerne auf.

Wieviel Zeit können die Teilnehmer der ERP-Weiterbildung in die Nachbereitungszeit investieren?

Eine ERP-Schulung kostet viel Konzentration und braucht daher vor allem auch Zeit, um die nötigen Kompetenzen zu erlernen und zu festigen. Das gilt allerdings nicht nur für den ERP-Kurs selbst, sondern insbesondere für eine erfolgreiche Nacharbeitung und Verinnerlichung der Kompetenzen. So sollten Sie ungefähr dreimal so viel Zeit für die Nachbereitung einplanen, wie für die ERP-Schulung selbst, damit die Lerninhalte auch wirklich auf höchstem Niveau umgesetzt werden können. Nur, wenn Sie Ihren Anwendern auch den nötigen Raum geben, werden Sie von einer ERP-Schulung auch wirklich optimal profitieren können.

Was bei der Nachbereitung des ERP-Kurses nicht fehlen sollte

Neben der einzuplanenden Zeit für die Nachbereitung sollten Sie auch Wert darauflegen, dass die Teilnehmer der ERP-Schulung die Unterlagen der Weiterbildung gezielt an Ihr Unternehmen anpassen, umso zukünftigen Mitarbeitern einen optimalen Einstieg in die ERP-Software zu ermöglichen. Wichtig ist hier dann vor allem auch, dass der Zugriff auf dieses Nachschlagewerk für alle Anwender jederzeit möglich ist. So können auftretende Probleme noch schneller gelöst werden. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf sind Sie optimal für die ERP-Schulung in Ihrem Unternehmen gerüstet.

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