Blog

Fachkräfte

Fachkräfte finden und halten – Strategien, die auch ohne großes Recruiting-Budget funktionieren.

SOKA-BAU: Neue Beitragspauschale für Angestellte ab April 2021
Branchen

SOKA-BAU: Neue Beitragspauschale für Angestellte ab April 2021

Die SOKA-BAU hat im Rahmen der Anpassung des Tarifvertrags über das Sozialkassenverfahren zum 01. April 2021 eine neue monatliche Beitragspauschale in Höhe von 18 Euro für Angestellte eingeführt. Diese bundesweit einheitliche Pauschale dient der Finanzierung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft. Sie soll die Ausbildungskapazitäten sichern und damit langfristig dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenwirken.

5 Min. Lesezeit

Für welche Arbeitnehmer ist die Beitragspauschale zu zahlen?

Die Beitragspauschale ist für alle technischen und kaufmännischen Angestellten sowie für nicht-gewerbliche Poliere mit einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis nach SGB VI zu entrichten.

Nicht zu zahlen ist die Pauschale für:

  • kaufmännische geringfügig Beschäftigte (§ 8 SGB IV)
  • ruhende Arbeitsverhältnisse (z. B. Elternzeit, Pflegezeit)
  • ngestellte in Dienstpflicht (z. B. freiwilliger Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst)
  • Auszubildende

Höhe der Beitragspauschale

  • Monatspauschale: 18,00 € bei durchgehendem Beschäftigungsverhältnis
  • Tagespauschale: 0,90 € je Beschäftigungstag (maximal 18,00 € pro Monat)

Diese Regelung stellt sicher, dass auch Teilmonate fair abgerechnet werden.

Zeitpunkt und Zahlungsfälligkeit

Die Beitragspauschale fällt erstmals ab April 2021 an. Aufgrund der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) des VTV ist sie für die Abrechnungsmonate April, Mai und Juni 2021 jedoch erst zum 28. August 2021 fällig. Säumniszuschläge erhebt die SOKA-BAU bis zu diesem Termin nicht.

Ab Juli 2021 ist die Pauschale dann regelmäßig zum 28. des Folgemonats zu entrichten.

Vorzeitige Zahlung – was passiert?

Zahlt ein Betrieb die Beitragspauschale vor Fälligkeit (28.08.2021), wird der Betrag von SOKA-BAU vorerst einbehalten und automatisch zugeordnet.

  • Betriebe ohne Angestellte oder zu hohe Beträge werden automatisch erstattet.
  • Unternehmen können zu viel gezahlte Beiträge selbst zurückfordern.
E-Learning im Homeoffice: Chancen für Bauunternehmen in der Krise
Branchen

E-Learning im Homeoffice: Chancen für Bauunternehmen in der Krise

Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsalltag vieler Bauunternehmen stark verändert. Persönliche Meetings und Bewegungsfreiheit sind eingeschränkt, Leerläufe entstehen. Um den Betrieb trotzdem am Laufen zu halten und die Zeit sinnvoll zu nutzen, sind digitale Lösungen gefragt. Die BRZ-Akademie empfiehlt: Treffen Sie sich online und setzen Sie auf E-Learning, um Ihre Mitarbeitenden fit für die Zukunft zu machen.

5 Min. Lesezeit

Es geht auch digital: Weiterbildung im Baubetrieb

Die Digitalisierung erweist sich gerade in der Krise als überlebenswichtig. Bauunternehmen, die bereits erste Schritte unternommen haben, können ihre Prozesse einfacher fortführen. Doch auch für alle anderen gilt: Nutzen Sie Leerläufe, um sich und Ihre Teams zu qualifizieren. „E-Learning bietet hier ideale Ansatzpunkte, um später gestärkt und zukunftsorientiert aus der Krise herauszugehen“, betont Johannes Trienekens, Leiter der BRZ-Akademie. Ob Wissenslücken schließen oder neue Methodenkompetenzen erlernen – digitales Lernen ermöglicht es, auf dem Laufenden zu bleiben.

Digital lernen mit der BRZ-Akademie

Web-Seminare sind Live-Schulungen, bei denen Teilnehmende über eine Webanwendung direkt mit Fachreferenten verbunden sind. Fragen lassen sich per Live-Chat stellen und sofort klären. Die Inhalte konzentrieren sich auf praxisnahe Themen wie Urlaubsberechnung in der Baulohnabrechnung oder Verrechnungssätze für Gerätekosten. Die Dauer beträgt in der Regel 45 Minuten plus Fragezeit.

Online-Schulungen sind zeitunabhängig verfügbar und bestehen meist aus mehreren Lerneinheiten. Nach Registrierung können Teilnehmende die Inhalte jederzeit abrufen und wiederholen. Zwischentests helfen, das Gelernte zu überprüfen.

Von Profis für Profis

Die Schulungen werden von erfahrenen Fachreferenten geleitet, die sowohl über langjährige Baupraxis als auch über umfassendes Wissen in Bausoftware und digitalen Prozessen verfügen. Sie vermitteln praxisnahes Wissen für den direkten Einsatz im Baubetrieb.

Nicht warten, jetzt starten!

Für die Teilnahme benötigen Ihre Mitarbeitenden lediglich einen PC oder ein Notebook, eine Internetverbindung und optional Kopfhörer oder Lautsprecher. Ob im Homeoffice oder im Büro – so können Baubetriebe jetzt Zeit und Leerläufe effektiv nutzen. Die BRZ-Akademie empfiehlt: Starten Sie noch heute mit E-Learning und rüsten Sie Ihr Unternehmen für die Zeit nach der Krise. Den Überblick über alle E-Learning-Angebote von BRZ finden Sie hier.

Retention Management mit Strategie: Mitarbeitende langfristig binden
HR & Payroll

Retention Management mit Strategie: Mitarbeitende langfristig binden

In diesem Blogartikel zeigen wir dir, wie du ein Retention-Programm systematisch aufbaust – von der Definition über strategische Ziele bis hin zu konkreten Maßnahmen. Wir geben Beispiele aus der Praxis, führen dich durch eine sechsstufige Strategieentwicklung und zeigen, wie du mit Suiteify HR ein datengetriebenes Ökosystem für langfristige Mitarbeiterzufriedenheit etablierst.

5 Min. Lesezeit

Retention ist längst mehr als nur ein Mittel, um Fluktuationskosten zu senken. Heute gilt Mitarbeiterbindung als zentraler Treiber für nachhaltiges Wachstum: Wer sich im Unternehmen gut aufgehoben fühlt, bleibt nicht nur länger, sondern bringt auch eigene Ideen und Impulse ein. Vertrauen in die Organisation schafft Loyalität – und sorgt dafür, dass Teams stabil bleiben.

Gehaltserhöhungen oder Boni allein reichen dafür nicht. Entscheidend ist ein Arbeitsumfeld, das von klaren Karrierepfaden, echtem Feedback und Wertschätzung geprägt ist. Nur so bleibt wertvolles Wissen im Unternehmen und geht nicht mit jedem Wechsel verloren. Retention Management ist deshalb keine Kür, sondern eine strategische und menschliche Notwendigkeit.

In diesem Blogartikel zeigen wir dir, wie du ein Retention-Programm systematisch aufbaust – von der Definition über strategische Ziele bis hin zu konkreten Maßnahmen. Wir geben Beispiele aus der Praxis, führen dich durch eine sechsstufige Strategieentwicklung und zeigen, wie du mit Suiteify HR ein datengetriebenes Ökosystem für langfristige Mitarbeiterzufriedenheit etablierst.

Eine Definition von Retention Management

Retention

Der Begriff „Retention“ leitet sich vom englischen to retain (behalten, bewahren) ab. Im Unternehmenskontext beschreibt er, wie lange Mitarbeitende im Betrieb bleiben – und warum. Dabei geht es nicht nur um bloße Verweildauer, sondern um die aktive Gestaltung eines Umfelds, in dem Talente wachsen können.

Retention lässt sich sowohl quantitativ messen – etwa durch durchschnittliche Betriebszugehörigkeit oder jährliche Fluktuationsraten – als auch qualitativ, zum Beispiel über den Grad der Identifikation mit Unternehmenswerten oder Engagement-Indizes. Ein modernes Verständnis berücksichtigt zudem, dass Motivation individuell ist: Jede:r Mitarbeitende bringt eigene Treiber und Bedürfnisse mit.

Retention Management

Retention Management ist der strategische Prozess, mit dem Unternehmen gezielt Mitarbeiter:innen binden und fördern. Dazu gehört die Identifikation kritischer Positionen und High Potentials, die Analyse von Abwanderungsrisiken und die Entwicklung passender Maßnahmen.

Anstatt erst auf Kündigungen zu reagieren, setzt modernes Retention Management früh an: mit strukturiertem Onboarding, kontinuierlichem Feedback, individuellen Lern- und Entwicklungspfaden sowie klaren Karrieremodellen. Ziel ist es, Know-how im Unternehmen zu halten und gleichzeitig eine Kultur zu schaffen, in der Mitarbeitende ihr volles Potenzial entfalten können.

__wf_reserved_inherit

Die Ziele im HR-Management

Retention Management wirkt auf mehreren Ebenen – von kurzfristigen Effizienzgewinnen bis hin zu einer nachhaltig starken Unternehmenskultur. Typische Ziele lassen sich in drei Bereiche gliedern:

1. Operative Ziele

Fluktuation senken: Ziel ist eine Abwanderungsquote deutlich unter dem Branchendurchschnitt (z. B. < 10%).

Kosten sparen: Weniger Recruiting- und Onboarding-Aufwand durch höhere Mitarbeiterbindung – etwa 20 % geringere externe Rekrutierungskosten.

Schneller produktiv: Onboarding so optimieren, dass neue Mitarbeitende schneller ihre volle Leistung erbringen (verkürzte Time-to-Productivity).

2. Strategische Ziele

Employer Branding stärken: Als attraktiver Arbeitgeber Talente binden und gleichzeitig neue gewinnen – durch gelebte Arbeitskultur statt Hochglanzbroschüren.

Wissen sichern: Kritisches Know-how in Schlüsselpositionen halten, um gefährliche Wissenslücken zu vermeiden.

Führungspipelines aufbauen: High-Potential-Programme entwickeln, die künftige Führungskräfte gezielt vorbereiten.

3. Kulturelle Ziele

Engagement fördern: Ein hoher Engagement-Index (> 75 % positiv) zeigt, dass Mitarbeitende motiviert und aktiv eingebunden sind.

Feedback-Kultur etablieren: Regelmäßige Rückmeldungen und ein konstruktiver Umgang mit Fehlern (Trial & Error) werden zum festen Bestandteil der Arbeit.

Ownership stärken: Mitarbeitende übernehmen Verantwortung für Projekte und Ergebnisse – was intrinsische Motivation und Eigeninitiative fördert.

Wichtig: Retention Management ist kein „Entweder-oder“, sondern immer ein Mix aus operativen, strategischen und kulturellen Zielen. Nur wenn alle Ebenen zusammenspielen, entsteht echte und nachhaltige Mitarbeiterbindung.

Beispiele für Retention-Management-Maßnahmen

1. Mentorship-Zirkel

Erfahrene Mitarbeitende begleiten Nachwuchstalente in kleinen, thematisch fokussierten Gruppen. In monatlichen Treffen bearbeiten die Zirkel praxisnahe Fragestellungen, zum Beispiel zur internen Kommunikation. Die Rotation der Teilnehmenden verhindert Wissensinseln und stärkt gleichzeitig das Wir-Gefühl durch bereichsübergreifenden Austausch.

2. Echtzeit-Feedback mit Pulse Surveys

Statt einmal im Jahr Feedback einzuholen, werden kurze Mini-Umfragen wöchentlich per App oder Intranet verschickt – in wenigen Sekunden beantwortet. Themen wie Teamstimmung, Workload, Arbeitgeberimage oder Work-Life-Balance wechseln regelmäßig. So entstehen Live-Daten, die sofort visualisiert werden. Bei sinkender Zufriedenheit kann zeitnah mit Workshops oder gezieltem Coaching reagiert werden.

3. Karrierepfade mit Kompetenz-Framework

Für jede Funktion wird ein mehrstufiges Kompetenzmodell entwickelt – vom „Einsteiger“ bis zum „Experten“. Jede Stufe ist mit klaren Lernmodulen verknüpft: E-Learning, Micro-Trainings oder projektbezogene Aufgaben. Mitarbeitende sehen ihren aktuellen Status im Self-Service-Portal und wissen jederzeit, welche nächsten Schritte möglich sind. Führungskräfte begleiten den Prozess als Sparringspartner und stellen sicher, dass Fortschritte konsequent verfolgt werden.

4. Peer-to-Peer Recognition

Über eine interne Recognition-App vergeben Kolleg:innen Punkte und Abzeichen für besondere Leistungen, kreative Ideen, Teamgeist oder soziales Engagement. Jede Anerkennung wird mit einem kurzen Kommentar sichtbar gemacht – Wertschätzung wird so im ganzen Unternehmen erlebbar. Zusätzlich werden regelmäßig „Mitarbeitende des Monats“ aus Mitarbeitersicht ausgezeichnet, etwa mit Gutscheinen oder Benefits.

__wf_reserved_inherit

6 Schritte für eine erfolgreiche Retention-Strategie

1. Analyse als Basis

Bevor konkrete Maßnahmen starten, braucht es eine solide Datenbasis. Kombiniere Fluktuationsraten nach Abteilungen mit qualitativen Erkenntnissen aus Exit-Interviews, Stay-Interviews und Engagement-Surveys. Visualisiere die Ergebnisse in Heatmaps oder Trendlinien – so erkennst du früh, wo Abwanderungsrisiken bestehen und wo gezielt Handlungsbedarf ist.

2. Mitarbeitende segmentieren

Nicht alle Mitarbeitenden lassen sich mit denselben Maßnahmen binden. Erstelle Personas für verschiedene Gruppen wie Junior-Fachkräfte, Spezialist:innen, High Potentials oder Führungskräfte. Halte ihre Motivatoren, Herausforderungen und Karriereziele fest. Beispiel: Fachkräfte brauchen klare Aufstiegspfade und gezielte Weiterbildung.

3. Employer Value Proposition (EVP) schärfen

Auf Basis der Analyse definierst du ein klares Arbeitgeberversprechen für jede Zielgruppe. Was macht dein Unternehmen unwiderstehlich? Lernkultur, außergewöhnliche Work-Life-Balance oder Benefits wie Sabbaticals und Workations? Wichtig: Kommuniziere die EVP intern (HR, Führungskräfte) und extern (Karriereseiten, Stellenausschreibungen, LinkedIn).

4. Maßnahmen-Baukasten entwickeln

Erstelle ein flexibles Toolkit, das sich je nach Persona und Bereich anpassen lässt. Beispiele:

Onboarding-Booster: Workshops, Buddy-Systeme, 90-Tage-Pläne

Lernangebote: Micro-Learning, Learning Circles, externe Zertifizierungen

Wellbeing-Initiativen: Gesundheits-Checks, psychologische Beratung, Sportförderung

Recognition: Peer-to-Peer-Anerkennung, Events für besondere Leistungen

Alumni-Netzwerk: Ehemalige durch Events oder projektweise Zusammenarbeit einbinden

5. Pilotieren und skalieren

Starte mit einem Pilotsegment, z. B. einer Abteilung mit hoher Fluktuation. Lege Erfolgskriterien fest (+10 % Engagement-Score, –15 % Fluktuation). Sammle Feedback, optimiere Maßnahmen und dokumentiere Best Practices. Danach skalierst du die erfolgreichen Elemente unternehmensweit – unterstützt durch Change-Management und gezielte Schulungen.

6. Monitoring und kontinuierliche Anpassung

Ein dynamisches KPI-Cockpit ist das Herzstück deiner Retention-Strategie. Es zeigt dir in Echtzeit: Fluktuationsraten, Engagement-Trends, Skill-Gaps oder Teilnahmequoten an Programmen. Definiere Schwellenwerte (z. B. Zufriedenheit < 70 % in einem Team) und nutze automatische Alerts. Ergänze regelmäßige Retrospektiven auf Management- und Team-Ebene, um Maßnahmen laufend zu optimieren.

Wie Suiteify HR die Mitarbeiterbindung stärkt

Suiteify HR ist eine modulare HR-Suite, die Unternehmen dabei unterstützt, Talente zu gewinnen, zu entwickeln und langfristig zu halten. Der Vorteil: Mitarbeiterbindung beginnt nicht erst im laufenden Arbeitsverhältnis, sondern schon beim Recruiting und Onboarding. Durch strukturiertes Bewerbermanagement reduzierst du die Absprungrate, und ein standardisiertes Onboarding steigert nachweislich die Zufriedenheit neuer Kolleg:innen.

Funktionen, die Mitarbeiterbindung spürbar stärken:

  • Bewerbermanagement:Top-Kandidat:innen per Multi-Channel-Posting ansprechen.
  • Onboarding: StandardisierteEinarbeitung mit automatischen Checklisten.
  • Mitarbeitergespräche &360°-Feedback: Digitale Gesprächsplanung, Vorlagen und Feedback aus mehrerenPerspektiven.
  • Lernmanagement: ZentraleWeiterbildung und individuelle Lernpfade machen Karrierechancen sichtbar.
  • Skill- &Kompetenzmanagement: Klare Übersicht über Fähigkeiten und Anforderungen,inklusive Kompetenzprofile.
  • Potenzialanalysen: z. B. per9-Felder-Matrix für systematische Nachfolgeplanung.
  • Nachfolgemanagement:Automatische Identifikation interner Nachfolger:innen.

Dank der nahtlosen Vernetzung aller Module begleitet Suiteify HR den gesamten Employee Lifecycle – und unterstützt dich dabei, Fachkräfte nachhaltig ans Unternehmen zu binden.

Fazit: Retention ist mehr als Zahlen

Retention Management bedeutet nicht nur, Kündigungen zu vermeiden. Es ist ein strategischer Prozess, der datenbasierte Analysen, individuelle Entwicklungsangebote und automatisierte (KI-)Prozesse verbindet – vom ersten Kontakt bis zur laufenden Bewertung möglicher Abwanderungsrisiken. Statt Symptome wie sinkendes Engagement zu behandeln, gilt es, die Ursachen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

Die technologische Basis dafür liefert dir Suiteify HR: Eine durchgängige Plattform, die alle relevanten Daten in Echtzeit bündelt, Feedback- und Entwicklungszyklen orchestriert und personalisierte Lern- und Karrierepfade ermöglicht. So stärkst du deine Wettbewerbsfähigkeit im War for Talent – und machst deine Mitarbeitenden zum Motor für nachhaltiges Wachstum.

Retention Management FAQ

Was ist der Retention-Prozess im HR-Management?

Retention Management ist ein zyklischer Prozess. Er startet mit der Analyse von Fluktuations- und Engagement-Daten, gefolgt von der Segmentierung der Mitarbeitenden in Personas und der Schärfung der Employer Value Proposition (EVP). Darauf aufbauend werden Maßnahmen wie Onboarding, Mentoring oder Lernpfade zunächst pilotiert und anschließend sinnvoll im gesamten Unternehmen ausgerollt.

Warum ist Retention Management wichtig?

Es sichert personelle Kontinuität und hält strategisch wichtiges Know-how im Unternehmen. Gleichzeitig steigert es die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, stärkt die Loyalität und schafft eine stabile Unternehmenskultur – ein entscheidender Erfolgsfaktor in Zeiten des Fachkräftemangels.

Was ist die Retention-Rate von Mitarbeitenden?

Die Retention-Rate zeigt, wie viele Mitarbeitende über einen bestimmten Zeitraum im Unternehmen bleiben. Beispiel: Start mit 100 Mitarbeitenden, 20 Neueinstellungen im Zeitraum und 5 Abgänge. Damit bleiben 75 % der ursprünglichen Belegschaft erhalten.

Was macht ein Retention Manager?

Ein Retention Manager sorgt dafür, dass Mitarbeitende nicht nur gewonnen, sondern langfristig gebunden werden. Die Rolle verbindet Daten, Strategie und Kultur: Aus Kennzahlen und Feedback werden konkrete Handlungsfelder abgeleitet, die gemeinsam mit Fach- und Führungskräften umgesetzt werden – von Entwicklungsprogrammen bis zu gelebter Unternehmenskultur. Der Erfolg zeigt sich nicht in Einzeltaktiken, sondern in nachhaltig erlebbarer Mitarbeiterbindung.

Factoring gegen Zahlungsausfälle: Wie KMU ihre Liquidität sichern können
ERP & Finance

Factoring gegen Zahlungsausfälle: Wie KMU ihre Liquidität sichern können

Zahlungsausfälle gehören zu den größten Risiken für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie gefährden nicht nur den laufenden Geschäftsbetrieb, sondern können im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens bedrohen. Eine Lösung, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist Factoring. Doch was genau verbirgt sich dahinter - und lohnt sich Factoring für KMU?

5 Min. Lesezeit

Was ist Factoring?

Beim Factoring verkauft ein Unternehmen seine offenen Forderungen aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen an einen externen Dienstleister, einen sogenannten Factor. Dieser zahlt in der Regel sofort einen großen Teil des Rechnungsbetrags aus (in der Regel 80 bis 90 Prozent). Damit erhält das Unternehmen sofort Liquidität, während der Factor das Ausfallrisiko übernimmt und das Debitorenmanagement inklusive Mahnwesen und Inkasso abwickelt.

Wie schützt Factoring vor Zahlungsausfällen?

Ein zentrales Element des Factorings ist der Ausfallschutz. Zahlt der Kunde die Rechnung nicht, übernimmt der Factor in vielen Fällen das Risiko – je nach gewähltem Modell. Das bedeutet: kein Zahlungsausfall für das Unternehmen, mehr Planbarkeit und gesicherte Liquidität.

Die wichtigsten Vorteile von Factoring für KMU

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ergeben sich durch Factoring zahlreiche Vorteile:

Schutz vor Zahlungsausfällen → Das sogenannte „echte Factoring“ beinhaltet die vollständige Übernahme des Delkredere-Risikos durch den Factor. Kommt es zu einem Zahlungsausfall, trägt nicht mehr das KMU, sondern der Factoring-Anbieter das Risiko. Das sorgt für Planungssicherheit und schützt vor finanziellen Engpässen.

Verbesserung der Liquidität → Anstatt Wochen oder Monate auf Zahlungseingänge warten zu müssen, steht das Geld innerhalb von 24–48 Stunden zur Verfügung. Das sichert die Liquidität und ermöglicht Investitionen aus dem laufenden Geschäft, die Deckung der laufenden Kosten und die Nutzung von Skonti bei Lieferanten.

Entlastung der Buchhaltung → Viele Factoring-Anbieter übernehmen auf Wunsch auch das Debitorenmanagement inklusive Mahnwesen. Dies entlastet vor allem kleine Unternehmen, die ihre Buchhaltung ausgelagert haben. (Lesen Sie, warum sich das Buchhaltung selber machen für KMU auszahlt.)

Bessere Bonität → Factoring verbessert die Eigenkapitalquote, da Forderungen aus der Bilanz verschwinden und Liquidität zugeführt wird. Das kann die Bonität erhöhen, das Bankrating verbessern und dadurch neue Finanzierungsspielräume eröffnen.

Nachteile und Risiken

  • Kosten: Die Dienstleistung ist nicht kostenlos. Es fallen Gebühren und Zinsen an – je nach Anbieter, Bonität und Rechnungsvolumen.
  • Kundenbeziehung: Beim offenen Factoring wissen die Kunden, dass ein externer Dienstleister involviert ist. Das kann, je nach Branche, sensibel sein.
  • Vertragsbindung: Manche Anbieter verlangen Mindestumsätze oder langfristige Verträge.

Tipp

Für KMU mit kleineren Volumina eignet sich vor allem das Inhouse-Factoring. Dabei behält das Unternehmen das Mahnwesen, während die Finanzierung und Risikoübernahme beim Factor liegen.

Auch das so genannte Ausschnitts-Factoring oder flexible Einzelfactoring, bei dem nur ausgewählte Forderungen verkauft werden, ist eine Möglichkeit für KMU.

Für wen lohnt sich Factoring?

Factoring eignet sich besonders für KMU, die:

  • hohe Außenstände haben
  • regelmäßig mit Zahlungsverzögerungen zu kämpfen haben
  • schnell wachsen und mehr Liquidität benötigen
  • das Risiko von Zahlungsausfällen minimieren wollen
  • das eigene Personal im Bereich Buchhaltung und Mahnwesen entlasten wollen

Factoring per Schnittstelle: So funktioniert die Integration in die Buchhaltungssoftware

Moderne Buchhaltungs- oder ERP-Systeme wie zum Beispiel die Lösungen von Suiteify bieten Schnittstellen an, über die Factoring-Anbieter direkt angebunden werden können. Ein typischer Workflow sieht dann wie folgt aus:

  1. Die Ausgangsrechnungen und Debitorendaten werden direkt aus der Buchhaltungssoftware an den Factoring-Anbieter übertragen.
  2. Der Factoring-Anbieter übernimmt die Rechnungen, prüft sie und zahlt den vereinbarten Betrag aus. Gleichzeitig werden alle relevanten Buchungen (Forderungsausbuchung, Gebühren, Zahlungseingang) automatisiert in das Buchhaltungssystem zurückgespielt.
  3. Die Buchhaltungssoftware erhält automatisch Zahlungsavise und kann offene Posten abgleichen. Das erleichtert die Abstimmung und sorgt für aktuelle Finanzdaten in Echtzeit.

Vorteile der Integration

  • Weniger manuelle Arbeit, da Rechnungen, Zahlungen und Gebühren automatisch verbucht werden
  • Schnellere Arbeitsabläufe in der Buchhaltung
  • Fehlervermeidung durch automatisierten Datenaustausch
  • Schnellere Auszahlung und aktueller Überblick über Forderungen und Zahlungsströme

Fazit: Strategisches Werkzeug gegen Zahlungsausfälle

Der Verkauf von Forderungen an spezialisierte Dienstleister bietet KMU gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten einen wirksamen Schutz vor Zahlungsausfällen, sorgt für sofortige Liquidität und entlastet die Verwaltung. Die Übertragung des Ausfallrisikos auf den Factor ermöglicht die Konzentration auf das Kerngeschäft und die Nutzung neuer Wachstumschancen. Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Finanzen stabil halten und gleichzeitig ihre Prozesse effizienter gestalten wollen, sollten Factoring daher in Erwägung ziehen.

Warum fachbereichsspezifische Schulungen im Bau wichtig sind
Branchen

Warum fachbereichsspezifische Schulungen im Bau wichtig sind

Im Baugewerbe entscheidet die richtige Weiterbildung darüber, wie wettbewerbsfähig und zukunftssicher ein Unternehmen ist. Fachbereichsspezifische Schulungen, die exakt auf die Aufgaben und Wissensstände der Mitarbeitenden abgestimmt sind, steigern Effizienz, Qualität und Mitarbeiterbindung. Dieser Artikel zeigt, warum spezialisierte Schulungen für Bauunternehmen unverzichtbar sind.

5 Min. Lesezeit

Relevanz der Schulungen fördern

Fachbereichsspezifische Schulungen sorgen dafür, dass Lerninhalte direkt auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zugeschnitten sind. Das spart Zeit und macht Weiterbildungen praxisorientiert. Anstatt alle Mitarbeitenden einer Abteilung gemeinsam zu schulen, ist es sinnvoll, z. B. Lohnbuchhaltung, Finanzbuchhaltung und Controlling getrennt fortzubilden. Laut einer aktuellen Studie halten 88,7 % der Befragten kontinuierliche Weiterbildung für entscheidend, um langfristig erfolgreich zu bleiben.¹

Fehlerminimierung und Qualitätssicherung

Gezielte Schulungen reduzieren Fehler und sichern die Qualität – besonders in technisch komplexen Bereichen. So verhindern baubetriebliche Schulungen für Baustellenmanagement und Bauausführung kostspielige Planungsfehler. Laut Studie sind 55,3 % der Beschäftigten besonders motiviert, wenn sie das Gelernte direkt anwenden können.¹

Motivation und Mitarbeiterbindung

Fachbereichsspezifische Schulungen zeigen Mitarbeitenden, dass ihre Entwicklung gefördert wird. Das stärkt Motivation, Loyalität und Mitarbeiterbindung. Besonders Bereiche wie die Lohnbuchhaltung, die ständig mit neuen gesetzlichen und tariflichen Regelungen konfrontiert sind, profitieren davon. Laut Studie sind 88,2 % der Beschäftigten motivierter, wenn Weiterbildung aktiv vom Arbeitgeber unterstützt wird.¹

Differenzierung von Schulungstypen

Bei der Planung von Weiterbildungen sollten Unternehmen unterscheiden:

  • Fachschulungen vermitteln theoretische Grundlagen (z. B. Arbeitszeitgesetz oder aktuelle Tarifänderungen in einer Baulohn-Fachschulung).
  • Anwenderschulungen fokussieren sich auf den Praxiseinsatz, z. B. die effiziente Nutzung von Lohnsoftware.

Diese Differenzierung hilft, Lernziele klar zu definieren und den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.

Fazit

Gezielt ausgewählte Schulungen, abgestimmt auf Fachbereich und Wissensstand, steigern Effizienz, Qualität und Motivation in Bauunternehmen. Investitionen in spezialisierte Weiterbildungen erhöhen nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. 86,3 % der Befragten gehen laut Studie davon aus, dass kontinuierliche Weiterbildung künftig noch wichtiger wird.¹

Quelle:

1 Internationale Hochschule, Studie „Lebenslanges Lernen“

Schulungsformate im Vergleich: Präsenz, Online oder Webseminar
Branchen

Schulungsformate im Vergleich: Präsenz, Online oder Webseminar

In der modernen Arbeitswelt ist lebenslanges Lernen unverzichtbar. Sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer müssen das passende Schulungsformat wählen, um Wissen effizient zu erweitern. Doch welches Format eignet sich am besten? In diesem Beitrag vergleichen wir Präsenzschulung, Onlineschulung und Webseminar und zeigen deren Stärken und Einsatzmöglichkeiten.

5 Min. Lesezeit

Präsenzschulung: Lernen mit direkter Interaktion

Die klassische Präsenzschulung findet vor Ort in einem Seminarraum statt. Ein Referent leitet durch das Programm, während die Teilnehmer gemeinsam lernen und sich austauschen.

Merkmale:

  • Direkte Interaktion: Fragen können sofort gestellt und diskutiert werden. Das Networking mit anderen Teilnehmenden fördert den Lerneffekt.
  • Strukturierter Ablauf: Ein fester Zeitplan und die Präsenz des Referenten bieten Orientierung und Motivation.
  • Praktische Übungen: Übungen vor Ort ermöglichen direktes Feedback.
  • Hohe Verbindlichkeit: Feste Zeiten und Orte helfen, das Lernen vom Arbeitsalltag zu trennen.

Onlineschulung: Flexibel und selbstbestimmt

Bei einer Onlineschulung erfolgt das Lernen komplett digital. Inhalte sind meist vorab aufgezeichnet und können im eigenen Tempo bearbeitet werden.

Merkmale:

  • Flexibilität: Lernen ist jederzeit und überall möglich – ideal für volle Terminkalender.
  • Kostenersparnis: Keine Reise- oder Übernachtungskosten.
  • Selbstbestimmtes Lernen: Themen können wiederholt oder übersprungen werden.
  • Geringe Einstiegshürde: Ein Internetzugang und passende Hardware genügen.

Webseminare: Interaktive Mischung aus Präsenz und Online

Webseminare (auch als „Webinare“ bekannt) kombinieren die Vorteile von Präsenz- und Onlineformaten. Sie finden live zu festen Terminen statt und ermöglichen Austausch in Echtzeit.

Merkmale:

  • Interaktivität: Live-Fragen und Diskussionen mit dem Referenten sind möglich.
  • Ortsunabhängigkeit: Teilnahme von überall aus – nur eine stabile Internetverbindung ist nötig.
  • Zeitersparnis: Keine Anreise und kürzere Dauer (oft ca. 45 Minuten) machen Webseminare effizient.
  • Virtuelle Interaktion: Flexible Teilnahme aus dem Home-Office oder unterwegs ohne Anreise.

Fazit: Das richtige Format wählen

Jedes Schulungsformat hat seine Stärken:

  • Präsenzschulungen bieten persönlichen Austausch und feste Strukturen.
  • Onlineschulungen ermöglichen maximale Flexibilität und Kostenersparnis.
  • Webseminare verbinden Interaktivität mit Ortsunabhängigkeit.

Wählen Sie das Format, das am besten zu Ihrem Lernstil, Ihrer Zeitplanung und Ihrem Thema passt. Unternehmen können auch eine Kombination einsetzen, um Weiterbildung effizient und abwechslungsreich zu gestalten.