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Beiträge zu Automatisierung, KI, Cloud und digitalen Arbeitsprozessen.

Digitale Transformation trifft Uhrmachertradition: NOMOS Glashütte am Puls der Zeit
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Digitale Transformation trifft Uhrmachertradition: NOMOS Glashütte am Puls der Zeit

Die digitale Transformation ist schon lange nicht mehr nur ein Thema für die Industrie und Großkonzerne. Auch traditionsreiche Manufakturbetriebe sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, handwerkliche Qualität mit modernen, effizienten Prozessen zu verbinden. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist NOMOS Glashütte. Die renommierte Uhrenmanufaktur nutzt bereits seit den frühen 1990er-Jahren Lösungen von Suiteify und zeigt damit, wie sich Digitalisierung und Tradition erfolgreich vereinen lassen.

5 Min. Lesezeit

Glashütte – Wiege der deutschen Uhrmacherkunst

Ein Ort mit Geschichte und Zukunft

Die Stadt Glashütte im sächsischen Osterzgebirge wird nicht umsonst als „Kleine Schweiz“ bezeichnet. Seit über 175 Jahren steht sie für höchste Uhrmacherkunst und Präzision. Mehrere international bekannte Manufakturen sind hier ansässig, darunter eine der bedeutendsten: NOMOS Glashütte.

Das Unternehmen wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung von Roland Schwertner gegründet und hat sich auf hochwertige mechanische Armbanduhren spezialisiert. Heute sind NOMOS-Zeitmesser weltweit für ihre klare Designsprache, ihre Präzision und ihre hohe Fertigungstiefe bekannt.

NOMOS Glashütte: Handwerk mit hoher Wertschöpfung

Bis zu 95 Prozent Fertigungstiefe in Glashütte

Damit eine Uhr offiziell als „Glashütter Uhr“ bezeichnet werden darf, müssen mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung vor Ort erfolgen. NOMOS Glashütte übertrifft diese Vorgabe deutlich, denn die hauseigene Fertigungstiefe liegt bei bis zu 95 Prozent.

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Digitale Transformation als kontinuierlicher Prozess

Offen für neue Technologien

Trotz seiner tief verwurzelten Handwerkstradition zeigt sich NOMOS offen für Innovationen. Die Digitalisierung wird nicht als Bruch mit der Vergangenheit, sondern als konsequente Weiterentwicklung verstanden. Jens Körner: „Digitalisierung ist bei uns ein fortschreitender Prozess – und Suiteify (ehemals HS - Hamburger Software; die Red.) spielt dabei eine zentrale Rolle."

Suiteify: Partner seit der ersten Stunde

Über 30 Jahre Vertrauen und Kontinuität

NOMOS Glashütte ist Anwender der ersten Stunde. Bereits 1992 startete das Unternehmen mit dem Vorgänger der heutigen Warenwirtschaftssoftware Suiteify Commercial classic. Seitdem wurde die Softwarelandschaft kontinuierlich erweitert.

„Wir arbeiten seit über 30 Jahren erfolgreich mit ein und demselben Softwareanbieter zusammen. Im Prinzip können wir über jede Uhr exakt nachvollziehen, wann und wo sie verkauft wurde“, betont Jens Körner.

Heute nutzt NOMOS nahezu das gesamte Suiteify-Lösungsportfolio – von der Finanzbuchhaltung über die Warenwirtschaft bis hin zum Personalwesen.

Ort mit Tradition: Seit 1845 erlernen Menschen in Glashütte das Uhrmacherhandwerk.

Durchgängige Prozesse von der Fertigung bis zur Montage

Produktionsplanung (PPS)

NOMOS Glashütte hat auf der Suiteify-Plattform mehrere Datenbanken angelegt. Dabei sind Fertigung und Montage in einer Datenbank zusammengefasst. NOMOS bezeichnet diesen Bereich als PPS-Bereich, der die Produktionsplanung umfasst.

Über eine Schnittstelle senden die Anwender die Fertigungsaufträge aus der Suiteify Commercial classic an die CNC-Bearbeitungszentren. So gelangen die Arbeitspläne samt Stückzahlen, Stücklisten und Steuerungsanweisungen direkt auf die Monitore im Shopfloor oder in gedruckter Form in die Hände der Werker.

Digitale Montageaufträge und Qualitätssicherung

In einem zweiten Schritt stellt das Warenwirtschaftssystem die Montageaufträge bereit. Die Monteure erhalten ihre Pickzettel unmittelbar auf ihr Tablet und können die Teile im Lager konfektionieren.

Über die Software ist jederzeit nachvollziehbar, wie viele Montageaufträge sich gerade im Umlauf befinden. Sobald ein Auftrag erledigt wurde, erhält die Verwaltung über Suiteify Commercial classic eine Rückmeldung und die Daten gehen automatisch an die Qualitätssicherung.

Automatisierte Bestellprozesse im Vertrieb

Vom Händlerportal bis zum Webshop

Der Verkauf erfolgt über eine separate Datenbank. Früher erreichten die Bestellungen NOMOS Glashütte telefonisch oder per Fax. Heute erfolgt dies über ein Händlerportal, über das auch Ersatzteile oder Werbeartikel angefordert werden können.

Via Schnittstelle werden die Bestellungen automatisch an Suiteify Commercial classic übergeben. Einkauf und Verkauf wissen somit jederzeit, welche Produkte konfektioniert und ausgeliefert werden können.

Über eine spezielle Software ist außerdem ein Datenaustausch mit dem Webshop möglich. Hierzu werden die Daten auf einem eigenen Server zwischengelagert. So können Bestellmengen und Lagerbestände miteinander abgeglichen werden.

„Gemeinsam mit dem Suiteify-Support haben wir eine API-Schnittstelle an den Webshop-Server angebunden“, sagt Jens Körner. „Darüber können wir beispielsweise Daten in Echtzeit austauschen, weitere Tools einbinden oder Auswertungen durchführen.“Dokumentenmanagement und papierlose Zukunft

Von Hand schwarzpoliert: Perfekter Glanz für Sperrklinkenfedern

Dokumentenmanagement und papierlose Zukunft

Schritt für Schritt zum digitalen Archiv

Das Suiteify DMS classic (DMS) ist bereits serverseitig installiert und wird aktuell für die digitale Personalakte genutzt. Langfristig sollen alle Unternehmensbereiche folgen.

„Wir wollen alle Daten digital verfügbar machen und weg vom Papier – vor allem, was den Belegfluss anbelangt. Hier nehmen wir aber auch auf unsere Fachhändler Rücksicht. Die sind oftmals noch nicht so weit und greifen lieber auf unsere Händler-Website zurück“, erläutert IT-Leiter Körner.

Individuell angepasst – und dennoch Standard

Erweiterungen ohne Wartungsrisiko

In den vergangenen Jahrzehnten wurden softwareseitig verschiedene Individualanpassungen umgesetzt. Ein Beispiel hierfür ist der Uhrenverleih. „Wird eine Uhr zunächst verliehen, dann wird das bei uns im Belegfluss mit abgebildet“, erläutert der IT-Leiter.

Wichtig dabei ist, dass alle Erweiterungen bei Versionswechseln sauber in den Standard integriert wurden und daher vollständig updatefähig sind.

„Früher hatten wir etliche solcher benutzerdefinierten Felder, vieles wurde aber mit der Zeit in den Anwendungsstandard übernommen. Die Experten von Suiteify sind schon bestrebt, auf die Anforderungen ihrer Kunden zu achten und die Software dementsprechend weiterzuentwickeln“, so Jens Körner.

Fazit: Digitale Transformation und Tradition passen zusammen

NOMOS Glashütte beweist eindrucksvoll, dass sich Digitalisierung und handwerkliche Tradition in einem Manufakturbetrieb nicht ausschließen. Mit seinem langjährigen Partner gelingt es dem Unternehmen, Prozesse effizient zu gestalten, Transparenz zu schaffen und gleichzeitig höchste Qualitätsansprüche zu erfüllen. So bleibt NOMOS Glashütte der Tradition verpflichtet und zugleich am Puls der Zeit.

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Förderprogramme zur Digitalisierung: Geld für Software und Beratung
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Förderprogramme zur Digitalisierung: Geld für Software und Beratung

Der digitale Wandel eröffnet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vielfältige Möglichkeiten, ihre Geschäfts­prozesse zu optimieren und wettbewerbs­fähiger zu werden. Im Mittelstand fehlen jedoch häufig die finanziellen Ressourcen für Investitionen, etwa für die An­schaffung moderner ERP-Software. Öffentliche Förder­programme unterstützen KMU bei der Digitalisierung.

5 Min. Lesezeit

Die Digitalisierung verändert die Wirtschaft tiefgreifend: Produktions- und Innovationzyklen werden kürzer, bestehende Märkte umgekrempelt und neue geschaffen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und künftige Absatzmöglichkeiten zu erschließen, benötigen kleine und mittlere Unternehmen effiziente elektronische Geschäftsprozesse mit Datenvernetzung.

In vielen mittelständischen Betrieben mangelt es jedoch an zukunftsfähigen digitalen Systemen: Das Informationsmanagement beispielsweise erfolgt noch mithilfe von Aktenordnern, die Rechnungsstellung ist papiergebunden, und Fertigungsunternehmen organisieren die Produktion mit Tabellenkalkulationsprogrammen.

Dabei haben die meisten Mittelständler Umfragen zufolge längst erkannt, dass elektronische Lösungen wie ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) oder ein System zur Planung und Steuerung der Produktion (PPS) mit Analyse und Vernetzung der Produktionsdaten die Abläufe nachhaltig optimieren.

Dennoch sind viele KMU in Bezug auf die Digitalisierung ihrer betrieblichen Prozesse im Rückstand. Dies hat praktische Gründe: Vor allem kleinere Betriebe verfügen oft nicht über die finanziellen Mittel, um moderne elektronische Systeme anzuschaffen. Zudem haben sie meist keine IT-Abteilung und somit kein entsprechendes Know-how im Haus.

Finanzspritzen für Digitalisierung in KMU

Die Politik möchte die Finanzierungs- und Beratungslücken im Bereich Digitalisierung schließen. Auf Bundes- und Länderebene gibt es mittlerweile zahlreiche Förderprogramme, die KMU bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten finanziell unterstützen.

Die Förderung kann in Form eines Zuschusses oder eines zinsverbilligten Kredits bzw. Darlehens in Kooperation mit Förderbanken erfolgen.

Besonders begehrt sind Zuschüsse, da es sich hierbei um nicht rückzahlbare Zuwendungen handelt – je nach Förderprogramm können Beträge in bis zu fünfstelliger Höhe gewährt werden. Was konkret gefördert wird, hängt von den jeweiligen Programmrichtlinien ab und lässt sich nicht pauschal definieren.

Unübersichtliches Förderangebot

Das richtige Förderprogramm für ein Digitalisierungsvorhaben zu finden, ist angesichts der komplexen Förderlandschaft in Deutschland keine leichte Aufgabe. Auf Bundesebene sind die Möglichkeiten überschaubar:

  • Das Programm ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW) ist im Juli 2025 ausgelaufen und wird durch neue, weiterentwickelte Programme (ERP-Förderkredit Digitalisierung und ERP-Förderkredit Innovation) ersetzt. Diese bieten die drei unterschiedliche Förderstufen (Basis-, LevelUp- und HighEnd-Förderung) mit steigenden Zinsvergünstigungen und Förderzuschüssen.
  • Das Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“, das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung unterstützte, ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen.
  • Zudem gab es bis Ende 2024 das Förderprogramm „go-digital“. Es richtete sich an KMU und Handwerksbetriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern und unter 20 Millionen Euro Bilanzsumme, wurde inzwischen jedoch eingestellt.

Auf Länderebene ist das Förderangebot schwerer zu überblicken. Jedes Bundesland hat eigene Förderprogramme, die sich hinsichtlich Schwerpunkt­setzung, Richtlinien und Förderumfang unterscheiden. In einigen Ländern beschränkt sich die Unterstützung auf Zuschüsse zu den Unternehmensberaterkosten bei Digitalisierungsprojekten oder auf Digitalisierungskredite und Darlehen. Andere Länder wiederum bezuschussen auch die Anschaffung von vorhabensspezifischer Hard- und Software. Bei manchen Programmen kommen nur bestimmte Branchen oder besonders innovative Unternehmen in den Genuss einer Förderung. Einen Überblick mit weiterführenden Links gibt der Blogbeitrag Fördermittel für Digitalisierung – diese Programme unterstützen KMU.

Fördermöglichkeiten zur Digitalisierung rechtzeitig prüfen

Fest steht: Es lohnt sich für KMU in jedem Fall, die Fördermöglichkeiten zu prüfen. Besonders in kleineren Betrieben kann ein Zuschuss den entscheidenden Anstoß für die Einführung einer digitalen Lösung geben, die die Effizienz steigert und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Wichtig: Hat ein Projekt zum Zeitpunkt der Antragsstellung bereits begonnen, ist oft keine Förderung mehr möglich. Außerdem sind die Fördertöpfe nach der öffentlichen Bekanntmachung meist schon innerhalb weniger Wochen leer. Daher gilt es, frühzeitig zu handeln.

Eine gute Informationsquelle zu Förderprogrammen und Finanzhilfen bietet die Förderdatenbank des Bundes. Auf den Internetseiten der einzelnen Programme finden sich detaillierte Informationen und Kontaktadressen. Darüber hinaus informieren Behörden wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, aber auch Projektträger und unabhängige Informationsstellen über die verfügbaren Fördermöglichkeiten.

Cloud-Technologie vs. lokale IT-Systeme: Wo sind Ihre Daten sicherer?
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Cloud-Technologie vs. lokale IT-Systeme: Wo sind Ihre Daten sicherer?

Die Frage, ob Cloud-Systeme sicherer als lokale Server sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr hängt es von zahlreichen Faktoren ab – von der Vertrauenswürdigkeit des Anbieters über die Implementierung bis hin zur laufenden Wartung. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die zentralen Aspekte, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

5 Min. Lesezeit

Warum Cloud-Anbieter oft höhere Sicherheit bieten

Cloud-Anbieter investieren enorme Ressourcen in Sicherheitsmaßnahmen – weit mehr, als die meisten mittelständischen Unternehmen allein aufbringen könnten. Sie setzen auf modernste Verschlüsselungstechnologien, mehrstufige Zugriffskontrollen und eine kontinuierliche Systemüberwachung. Ein eigener Stab an Sicherheitsexperten kümmert sich ausschließlich um den Schutz der Kundendaten.

Zusätzlich sorgen regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches dafür, dass bekannte Schwachstellen schnell geschlossen werden. Während in lokalen Systemen Updates manchmal verzögert eingespielt werden, geschieht dies in professionellen Cloud-Umgebungen automatisiert und zuverlässig.

Zertifizierte Sicherheit: Standards und Audits

Ein weiterer Vorteil: Seriöse Cloud-Anbieter müssen strenge Vorgaben erfüllen und lassen sich regelmäßig prüfen. Dazu gehören unter anderem:

  • ISO 27001 – internationaler Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme
  • BSI C5 – der deutsche Anforderungskatalog des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik speziell für Cloud-Dienstleister
  • GDPR/DSGVO-Konformität – Sicherstellung des Datenschutzes nach europäischem Recht
  • Diese Zertifizierungen garantieren, dass die Systeme nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch höchsten Anforderungen entsprechen.

Redundanz und Ausfallsicherheit

Während ein lokaler Server bei einem Hardwaredefekt schnell zum Problem wird, speichern Cloud-Anbieter Daten mehrfach und an verschiedenen Standorten. Diese Redundanz sorgt dafür, dass selbst im Fall eines Ausfalls die Daten weiterhin verfügbar bleiben. Moderne Cloud-Infrastrukturen bieten zudem Notfallpläne und automatische Umschaltungen auf Ersatzsysteme – ein Sicherheitsniveau, das lokal nur mit hohem Aufwand erreichbar wäre.

Cloud-Sicherheit durch konsequente Prozesse

Ein großer Teil der Sicherheit ergibt sich nicht allein aus der Technik, sondern aus den Prozessen:

  • Rund-um-die-Uhr-Monitoring durch spezialisierte Sicherheitsteams
  • Automatisierte Erkennung und Abwehr von Angriffen in Echtzeit
  • Zugriffsmanagement, das genau regelt, wer welche Daten sehen und bearbeiten darf
  • Transparenz durch regelmäßige Audits und Berichte

Diese Maßnahmen sind in professionellen Cloud-Umgebungen Standard und reduzieren das Risiko von Datenlecks oder Angriffen erheblich.

Fazit: Cloud-Server sind meist sicherer als lokale Systeme

Lokale Server bieten zwar die volle Kontrolle, erfordern aber gleichzeitig hohes Fachwissen und ständige Pflege, um auf dem gleichen Sicherheitsniveau zu bleiben wie moderne Cloud-Dienste. Für die meisten Unternehmen ist es nahezu unmöglich, diese Standards dauerhaft in Eigenregie sicherzustellen.

Cloud-Anbieter hingegen kombinieren Technologie, Expertise, Redundanz und zertifizierte Prozesse – und können dadurch ein Sicherheitsniveau garantieren, das lokale Systeme oft nicht erreichen.

Das bleibt im Kopf: Professionelle Cloud-Server sind in aller Regel sicherer als lokale IT-Systeme – vorausgesetzt, sie werden verantwortungsvoll genutzt und richtig konfiguriert.

Digitalisierung in der Lohnabrechnung: Vorteile für Steuerkanzleien
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Digitalisierung in der Lohnabrechnung: Vorteile für Steuerkanzleien

Die Digitalisierung hat die Lohnabrechnung in den letzten Jahren grundlegend verändert – und der Wandel ist längst nicht abgeschlossen. Digitale Lösungen eröffnen Steuerkanzleien völlig neue Möglichkeiten: effizientere Betreuung von Mandanten, automatisierte Arbeitsprozesse und höchste Transparenz, Sicherheit sowie Compliance. Gerade im Bauhaupt- und Baunebengewerbe dominieren nach wie vor viele manuelle Tätigkeiten die Lohnabrechnung. Dabei stehen längst digitale Werkzeuge bereit, die spürbare Entlastung bringen: von der elektronischen Zeiterfassung über strukturierte Datenübermittlung bis hin zu Self-Service-Portalen, digitalen Archiven und KI-gestützten Assistenten. Mehr zu diesen Tools erfahren Sie in diesem Blogartikel.

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Digitale Zeiterfassung direkt von der Baustelle

Mit einer digitalen Lösung erfüllen Mandanten ihre Pflicht zur Arbeitszeiterfassung direkt vor Ort – mobil, intuitiv und rechtssicher. Die erfassten Stunden fließen strukturiert in die Lohnabrechnung ein. Für Kanzleien bedeutet das: weniger Rückfragen, weniger Erfassungsfehler und eine deutlich effizientere Bearbeitung von Arbeitszeiten und Fehlzeiten.

Übermittlung von Stamm- und Bewegungsdaten: Strukturierte Zusammenarbeit

Ein digitales Serviceportal fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Kanzlei, Mandant und Dienstleister. Prozesse wie Ein- und Austritte, Krankmeldungen oder Sofortmeldungen werden standardisiert erfasst und direkt in die Lohnsoftware übernommen. Begleitdokumente wie Verträge oder AU-Bescheinigungen werden automatisch revisionssicher archiviert – jederzeit abrufbar.

Self-Service-Portal für Mitarbeitende: Komfort und Zeitersparnis

Über ein Mitarbeiterportal haben Mitarbeitende der Mandanten eigenständig Zugriff auf ihre Lohnunterlagen – von Abrechnungen über Lohnsteuerbescheinigungen bis hin zu Urlaubsnachweisen. Rückfragen und manuelles Versenden entfallen, da alle Dokumente digital bereitgestellt werden. Auch persönliche Mitteilungen lassen sich schnell und diskret übermitteln.

So profitieren alle Seiten gleichermaßen: Kanzlei, Mandanten und deren Mitarbeitende.

Digitales Archiv: Revisionssichere Langzeitarchivierung

Ein Online-Archiv ermöglicht die DSGVO-konforme Aufbewahrung lohnrelevanter Dokumente für mindestens zehn Jahre. Die integrierte digitale Personalakte ersetzt die Papierablage vollständig. Steuerberater:innen behalten jederzeit den Überblick und greifen bei Bedarf schnell auf Unterlagen oder Auswertungen zu – ein klarer Effizienzgewinn für jede Kanzlei.

KI-gestützter Lohnassistent: Unterstützung rund um die Uhr

Ein besonders innovativer Baustein ist der KI-gestützte Lohnassistent. Er beantwortet häufige Fragen zur Lohnabrechnung auf Basis einer umfangreichen Wissensdatenbank – rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. So wird das Kanzleiteam entlastet und gleichzeitig der Service für Mandanten verbessert.

Zukünftig übernehmen diese Assistenten noch mehr Aufgaben und können perspektivisch große Teile der Lohnabrechnung eigenständig abwickeln – während Sie als Kanzlei die Prozesse steuern, überwachen und gezielt eingreifen.

Fazit: Mehr Effizienz. Weniger Aufwand. Bessere Betreuung

Die Digitalisierung der Lohnabrechnung ist weit mehr als ein technischer Fortschritt. Sie bietet Steuerkanzleien eine echte Chance, Prozesse zu modernisieren, Mandanten effizienter zu betreuen und sich klar vom Wettbewerb abzuheben. Besonders im Baugewerbe bringt die digitale Transformation konkrete Vorteile: weniger Aufwand, mehr Sicherheit und eine spürbare Entlastung für alle Beteiligten.

Betriebssystem-Update: So bleibt Ihr Windows fit für die Zukunft
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Betriebssystem-Update: So bleibt Ihr Windows fit für die Zukunft

Der Support für ältere Windows-Versionen wie Windows 7 oder Windows Server 2008 ist bereits im Januar 2020 ausgelaufen. Spätestens seitdem zeigt sich: Unternehmen, die rechtzeitig auf aktuelle Betriebssysteme umgestiegen sind, profitieren von mehr IT-Sicherheit, Stabilität und Kompatibilität. Auch heute gilt: Mit Blick auf das Supportende von Windows 10 im Oktober 2025 sollten Betriebe frühzeitig handeln und rechtzeitig planen. Dieser Artikel fasst zusammen, warum aktuelle Betriebssysteme entscheidend sind, wie Sie Ihr System prüfen können und welche Rolle Ihr Software-Anbieter dabei spielt.

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Warum aktuelle Betriebssysteme so wichtig sind

Eine aktualisierte Software trägt maßgeblich zur IT-Sicherheit bei und hilft Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Vernachlässigte Updates führen hingegen schnell zu Sicherheitslücken. Wer denkt „es läuft ja alles“, geht ein hohes Risiko ein. Ohne Sicherheitsupdates steigt die Wahrscheinlichkeit für Hackerangriffe und Datenverluste deutlich.

Darüber hinaus ist es wichtig, nicht nur das Betriebssystem, sondern auch die eingesetzten Anwendungen im Blick zu behalten. Ein Windows-Update allein reicht nicht aus, wenn beispielsweise ein Browser oder Fachprogramm schon seit Jahren keine Updates mehr erhält.

Windows-Version prüfen – so geht’s

Ob Sie noch ein veraltetes Betriebssystem nutzen, können Sie leicht herausfinden:

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Arbeitsplatz“ oder „Dieser PC“.
  • Wählen Sie „Eigenschaften“.
  • Dort sehen Sie die aktuelle Version Ihres Systems.

So lässt sich schnell feststellen, ob Handlungsbedarf besteht.

Was Software-Anbieter jetzt beachten sollten

Auch Ihr Software-Anbieter ist verpflichtet, Betriebssysteme regelmäßig zu prüfen und anzupassen. Besonders im Zusammenhang mit gesetzlichen Anforderungen – wie der elektronischen Übermittlung von Steuer- und Lohndaten über ELSTER – spielt das eine Rolle.

Sobald Microsoft den Support für eine Betriebssystemversion einstellt, passen auch wichtige Schnittstellen wie die ELSTER-Programmbibliothek (ERiC) ihre Anforderungen an. Das bedeutet: Mit dem nächsten Update könnte Ihre aktuelle Software-Version auf einem veralteten Betriebssystem nicht mehr lauffähig sein.

Daher sollten Software-Anbieter ihre Kunden frühzeitig informieren und beim Umstieg aktiv unterstützen – von der Auswahl bis zur Installation des neuen Systems.

Vorteile von Cloud-Lösungen und automatischen Updates

Wer mit Cloud-Lösungen arbeitet, muss sich um viele dieser technischen Details weniger kümmern. Im Rechenzentrum des Anbieters erfolgen Updates und Anpassungen automatisch. Das bedeutet:

  • Höhere Datensicherheit
  • Weniger Investitionen in eigene IT-Infrastruktur
  • Entlastung durch zentralen Support

Für viele Unternehmen ist die Cloud daher eine zukunftssichere Option, um Software und Betriebssysteme automatisch aktuell zu halten.

Fazit: Zukunftssicher bleiben

Der Blick zurück auf Windows 7 zeigt: Wer den Umstieg verschleppt, riskiert Sicherheitslücken, Softwareprobleme und rechtliche Schwierigkeiten. Unternehmen sollten deshalb proaktiv prüfen, welche Betriebssysteme im Einsatz sind, und rechtzeitig mit dem Software-Anbieter einen Wechsel vorbereiten.

So bleibt die IT nicht nur sicher und funktionsfähig, sondern auch zukunftsfähig – gerade mit Blick auf das nächste große Supportende von Windows 10 im Jahr 2025.

GoBD und Digitalisierung: Was Bauunternehmen jetzt wissen müssen
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GoBD und Digitalisierung: Was Bauunternehmen jetzt wissen müssen

Die Digitalisierung ist unumstritten eine der aktuellen Herausforderungen der Baubranche. Viele Produktions- und Geschäftsprozesse werden heute mit Hilfe spezialisierter Software erledigt. Mobiles Arbeiten, digitales Dokumentenmanagement oder Cloud-Computing sind nur drei Beispiele für die bereits stattfindende digitale Transformation. Die Digitalisierung bauwirtschaftlicher Prozesse kann ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Sie ermöglicht kostengünstiges und effizientes Arbeiten. Gleichzeitig sind mit der Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse eindeutige gesetzliche Regelungen verbunden. Ziel dieser Regelungen ist die Sicherstellung der Rechtssicherheit Ihrer Daten und Prozesse für Steuer- oder Wirtschaftsprüfungen. Und im Detail sind diese Anforderungen und Regelungen in den GoBD geregelt.

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Was sind GoBD?

GoBD ist die Abkürzung für Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff.

Das bereits 2014 vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlichte Schreiben löst die bis dato geltenden Grundsätze GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) und GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) ab.

Laut Aussage des BMF fassen die GoBD „die Anforderungen der Finanzverwaltung an eine IT-gestützte Buchführung praxisgerecht zusammen und sorgen für die für die Unternehmen wichtige Rechtsklarheit.“

Kurz zusammengefasst: Die GoBD liefern die rechtlichen Anforderungen an steuerrelevante digitale Unternehmensprozesse.

Neueste Änderungen seit Juli 2025

Mit Wirkung vom 14. Juli 2025 traten Änderungen in Kraft, die für Bauunternehmen relevant sind.
Haufe.de News und Fachwissen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:

  • Bei der Archivierung von E-Rechnungen reicht der strukturierte Teil (z. B. XML-Daten) aus. Der menschenlesbare Teil (z. B. PDF-Form) muss nur dann aufbewahrt werden, wenn er steuerlich relevante Zusatzinformationen enthält.
  • Es ist nicht mehr verpflichtend, eine bildhafte Kopie der Ausgangsrechnung (z. B. PDF) aufzubewahren, sofern jederzeit ein inhaltlich identisches Mehrstück erzeugt werden kann.
  • Zahlungsnachweise von Zahlungsdienstleistern müssen nur dann archiviert werden, wenn sie als Buchungsbeleg verwendet werden oder relevant sind zur Abgrenzung zwischen baren und unbaren Geschäftsvorfällen.
  • Die Anforderungen an den Datenzugriff (insbesondere der mittelbare Zugriff, auch „Z2“) wurden präzisiert: Die Finanzbehörden können verlangen, dass Daten maschinell ausgewertet werden oder in maschinell auswertbaren Formaten bereitstehen.
  • Verfahrensdokumentation und Archivierungssysteme sollten so gestaltet sein, dass Formatkonvertierungen zulässig sind, wenn sie verlustfrei sind und dokumentiert sind. OCR-Verfahren und volltextrecherchbare PDFs sind erlaubt, wenn die Originalinformationen erhalten bleiben.

Anforderungen in der Bauwirtschaft

Die fortschreitende Digitalisierung der Kernbereiche des Baugewerbes kann nicht nur Arbeitsprozesse vereinfachen, sondern auch die Effizienz eines Unternehmens steigern. Digitales Bauen mit BIM, E-Rechnungen, die digitale Zeiterfassung oder die Digitalisierung der Dokumentenwelt – vom E-Mail-Verkehr bis zur E-Bilanz – machen den kompetenten Umgang mit computergestützten Daten unverzichtbar.

Gerade um die Chancen der Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil nutzen zu können, ist es wichtig, die rechtlichen Anforderungen an digitale Geschäftsprozesse genau zu kennen.

Revisionssicherheit: Was das bedeutet

Unter dem Begriff der Revisionssicherheit lassen sich die zehn zentralen rechtlichen Anforderungen der GoBD an IT-gestützte Geschäftsprozesse zusammenfassen:

  • Ordnungsmäßigkeit
  • Vollständigkeit
  • Sicherheit des Gesamtverfahrens
  • Schutz vor Veränderung und Verfälschung
  • Sicherung vor Verlust
  • Nutzung nur durch Berechtigte
  • Einhaltung der Aufbewahrungsfristen
  • Dokumentation des Verfahrens
  • Nachvollziehbarkeit
  • Prüfbarkeit

Diese Grundsätze gelten für alle digitalen Geschäftsprozesse. Zwar beschränkt sich der Geltungsbereich der GoBD auf steuerrelevante Daten, jedoch ist dieser Begriff weit gefasst und umfasst beispielsweise die Lohnstundenerfassung oder die Dokumentation zur Herleitung eines Auftrags. Auch Daten aus der Geräteabrechnung, die in die Bewertung unfertiger Baustellen einfließen, sind betroffen.

Dokumentenmanagementsysteme (DMS) in der Praxis

Ein gutes DMS unterstützt Bauunternehmen, alle GoBD-Anforderungen zu erfüllen. Es sollte Funktionen bieten wie Rechteverwaltung, Versionskontrolle, automatisierte Fristenüberwachung, sichere Speicherung, Zugriffsprotokolle und die Möglichkeit, strukturierte Datenformate zu verwenden. Nur Software alleine reicht nicht – wichtig ist auch, wie Prozesse im Unternehmen organisiert sind.

Beispiele aus Bauunternehmen

Ein typisches Beispiel sind Zeiterfassung und E-Rechnung. Bei der mobilen Zeiterfassung ist relevant, dass:

  • die Datenerfassung korrekt und vollständig erfolgt,
  • die Dateien archiviert werden,
  • Daten bei Bedarf in die Finanzbuchhaltung überführt werden, ohne Informationsverlust.

Bei E-Rechnungen müssen Unternehmen prüfen, ob sie ein hybrides Format nutzen und ob der PDF-Teil archiviert werden muss. Auch Ausgangsrechnungssysteme sollten so gewählt werden, dass sie strukturierte Datenformate ermöglichen.

Fazit

Die Digitalisierung bietet Bauunternehmen viele Vorteile – effizientere Abläufe, schnellere Reaktion, bessere Übersicht. Aber damit einhergeht Pflicht und Verantwortung: Die GoBD wurden zuletzt im Juli 2025 angepasst. Bauunternehmen sollten jetzt prüfen, ob ihre Systeme, Prozesse und Dokumentenmanagementlösungen den neuen Anforderungen entsprechen – insbesondere bei E-Rechnungen, Datenformaten, Aufbewahrungsorten und Verfahrensdokumentation. Wer das frühzeitig angeht, ist rechtlich auf der sicheren Seite und profitiert zugleich von modernisierten Prozessen.

FAQs

Was zählt als steuerlich relevant unter den GoBD?

Steuerlich relevante Daten sind alle Unterlagen, die für die Besteuerung Bedeutung haben – z. B. Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Buchungsbelege, Zeiterfassungsdaten, Geräteabrechnungen, E-Mail-Korrespondenz, wenn sie für Buchführung oder Besteuerung relevant sind.

Wie lang müssen die Daten aufbewahrt werden?

GoBD und Abgabenordnung schreiben vor, dass digitale Unterlagen mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO). In bestimmten Fällen kann die Frist verlängert werden, z. B. bei Steuerverfahren oder offenen Schätzungen.

Ist es erlaubt, E-Rechnungen ausschließlich als PDF zu archivieren?

Wenn es sich um hybride E-Rechnungen handelt, reicht der archivierbare „strukturierte Teil“ (z. B. XML) aus, sofern dieser alle relevanten Informationen enthält. Der menschenlesbare Teil (z. B. PDF) muss nur archiviert werden, wenn in ihm steuerlich relevante Zusatzinformationen stehen.

Darf der Server außerhalb Deutschlands oder der EU stehen?

Nur unter bestimmten Bedingungen. Speicher innerhalb der EU sind erlaubt, sofern Datenzugriff sichergestellt ist. Außerhalb der EU ist eine ausdrückliche behördliche Genehmigung notwendig.

Muss die Verfahrensdokumentation regelmäßig aktualisiert werden?

Ja. Mit den aktuellen GoBD-Änderungen (z. B. von Juli 2025) müssen Unternehmen ihre Dokumentationen überprüfen und bei Bedarf anpassen. Diese Dokumentation ist essenziell, um im Fall einer Betriebsprüfung alle Prozesse nachvollziehbar darzustellen.

Quellen

Bundesministerium der Finanzen (BMF): GoBD – 2. Änderung, Schreiben vom 14. Juli 2025

Bundesministerium der Finanzen (BMF): GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung

Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen & wirksam schützen
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Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen & wirksam schützen

Ob Ransomware, Phishing oder unsichere Privatgeräte im Baustellenalltag: Die Baubranche steckt mitten in der Digitalisierung und wird damit zunehmend zum Ziel von Cyberkriminellen. Wir zeigen, welche Angriffsarten Bauunternehmen besonders bedrohen, warum gerade der Mittelstand oft unterschätzt wird und mit welchen konkreten Maßnahmen sich Daten, Projekte und Mitarbeitende wirksam schützen lassen.

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Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen und wirksam schützen

Cyberangriffe gehören inzwischen zu den größten Bedrohungen für Unternehmen aller Branchen – auch für Bauunternehmen. Gerade die Baubranche, die sich mitten in der Digitalisierung befindet, ist ein attraktives Ziel für Hacker. Veraltete Systeme, ungeschulte Mitarbeitende und der Einsatz privater Geräte (BYOD) bieten Angreifern ideale Einstiegspunkte. Wer seine IT-Sicherheit nicht aktiv schützt, riskiert Datenverlust, Produktionsausfälle und teure Erpressungsversuche durch Ransomware.

Arten von Cyberangriffen und ihre Folgen

Cyberangriffe sind vielfältig und entwickeln sich ständig weiter. Die wichtigsten Angriffsmethoden, die auch Bauunternehmen betreffen, sind:

Malware und Ransomware
Schadsoftware (z. B. Viren oder Trojaner) infiziert Systeme, zerstört Daten oder verschlüsselt sie. Ransomware fordert anschließend Lösegeld, um den Zugriff wieder freizugeben.

Phishing
Täuschend echte E-Mails oder Webseiten fordern Mitarbeiter auf, Passwörter einzugeben oder schädliche Anhänge zu öffnen. Laut BSI zählt Phishing weiterhin zu den häufigsten Angriffsarten.

Passwort-Cracking
Cyberkriminelle nutzen automatisierte Verfahren, um Passwörter zu knacken. Schwache oder mehrfach verwendete Kennwörter machen es ihnen besonders leicht.

Distributed Denial of Service (DDoS)
Webseiten oder Online-Systeme werden mit Anfragen überlastet, bis sie ausfallen. Das kann Baustellen-Managementsysteme oder Online-Portale lahmlegen.

Social Engineering & PICNIC
Oft sind es nicht technische Lücken, sondern menschliche Fehler, die Angriffe ermöglichen. Der Begriff PICNIC („Problem in Chair, not in Computer“) beschreibt, dass ungeschulte Mitarbeitende oft unbeabsichtigt Sicherheitslücken öffnen – z. B. durch das unkritische Anklicken von Links oder Pop-ups.

Warum die Baubranche besonders gefährdet ist

Digitalisierung im Aufbau
Viele Bauunternehmen setzen neue Software ein, aber IT-Sicherheitsstandards sind noch nicht überall etabliert.

BYOD-Risiko
Private Smartphones und Tablets werden oft für Unternehmensdaten genutzt und sind häufig unzureichend gesichert (BYOD = Bring your own device)

Hohe Personalfluktuation
Bei wechselnden Teams ist es schwer, einen einheitlichen Sicherheitsstandard aufrechtzuerhalten.

Wertvolle Projektdaten
Baupläne, Kalkulationen und Vertragsinformationen sind für Wirtschaftsspionage attraktiv.

Erpressungsgefahr
Ransomware-Angriffe können Bauprojekte lahmlegen und hohe Lösegeldforderungen nach sich ziehen

Das BSI stellt fest, dass vor allem mittelständische Unternehmen häufig glauben, „zu klein“ für Hacker zu sein. Doch gerade diese Betriebe sind aufgrund begrenzter IT-Sicherheitsressourcen besonders anfällig.

Handlungsempfehlungen für Bauunternehmen

Mitarbeiterschulung

Alle Beschäftigten sollten regelmäßig zu IT-Sicherheit und Phishing-Erkennung geschult werden.
Tipp: Interaktive Awareness-Trainings und Phishing-Simulationen helfen, das Sicherheitsbewusstsein zu stärken.

Sicherheitsstandards einführen

  • Aktuelle Antivirenlösungen (z. B. Microsoft Defender)
  • Regelmäßige Updates & Patches
  • Nutzung von starken Passwörtern und Mehr-Faktor-Authentifizierung

BYOD klar regeln

Private Geräte sollten nur mit strikten Sicherheitsvorgaben (z. B. Mobile-Device-Management) zugelassen werden.

Backups & Notfallpläne

Regelmäßige, verschlüsselte Backups schützen vor Datenverlust. Ein Notfallplan definiert das Vorgehen bei einem Angriff (z. B. Kommunikation, Wiederherstellung).

Externe Sicherheitsexperten einbinden

Gerade mittelständische Bauunternehmen profitieren von IT-Sicherheitsaudits und individuell abgestimmten Schutzkonzepten.

Fazit

Cyberangriffe sind längst kein Randthema mehr – auch nicht für die Baubranche. Gerade weil viele Bauunternehmen ihre Digitalisierung noch aufbauen, sind sie ein attraktives Ziel für Hacker. Angriffe wie Ransomware, Phishing oder Social Engineering können Projekte lahmlegen, sensible Daten gefährden und hohe Kosten verursachen.Die gute Nachricht: Mit aktueller Technik, klaren Sicherheitsrichtlinien und vor allem gut geschulten Mitarbeitenden lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Wer regelmäßig Backups erstellt, seine IT-Infrastruktur schützt und im Ernstfall einen Notfallplan hat, ist Hackern einen entscheidenden Schritt voraus.

Tipp: IT-Sicherheit ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Bauunternehmen sollten ihre Schutzsysteme und Schulungen regelmäßig überprüfen und an neue Bedrohungen anpassen.

FAQ: Cyberangriffe im Baugewerbe

Warum ist die Baubranche ein Ziel für Hacker?

Weil Bauunternehmen wertvolle Projektdaten besitzen und oft über unzureichend geschützte IT-Infrastrukturen verfügen.

Wie häufig sind Ransomware-Angriffe auf Unternehmen?

Laut BSI-Lagebericht 2024 ist Ransomware weiterhin die größte Bedrohung für Unternehmen aller Branchen.

Reicht Antivirensoftware als Schutz aus?

Nein. Notwendig sind zusätzlich Firewalls, sichere Passwörter, regelmäßige Schulungen und aktuelle Backups.

Was bedeutet PICNIC in der IT-Sicherheit?

„Problem in Chair, not in Computer“ beschreibt, dass menschliche Fehler oft Ursache von Sicherheitsvorfällen sind.

Wie können kleine Bauunternehmen IT-Sicherheit umsetzen?

Durch einfache Maßnahmen wie regelmäßige Updates, Nutzung von Cloud-Diensten mit hohen Sicherheitsstandards und externe IT-Sicherheitsberatung.

Datensicherung für kleine Unternehmen: Tipps und Maßnahmen
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Datensicherung für kleine Unternehmen: Tipps und Maßnahmen

In der heutigen digitalen Welt spielt der Schutz von Daten nicht nur für große Unternehmen eine zentrale Rolle. Auch kleine Unternehmen werden zunehmend Ziel von Cyberangriffen oder können durch technische Defekte, menschliches Versagen oder Naturkatastrophen wertvolle Daten verlieren. Dieser Artikel erklärt, warum eine regelmäßige Datensicherung so wichtig ist und wie man ein effektives Datensicherungskonzept erstellt.

5 Min. Lesezeit

Digitale Informationen gehören zu den wertvollsten Ressourcen eines Unternehmens. Stellen Sie sich vor, Jahresumsatzzahlen, Kundenkontakte oder wichtige Projektunterlagen sind plötzlich verschwunden – ein Szenario, das vor allem für kleine Unternehmen schnell zum Albtraum werden kann. Während große Unternehmen über IT-Abteilungen und Notfallpläne verfügen, stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft vor der Herausforderung, mit begrenzten Ressourcen einen effektiven Schutz ihrer digitalen Werte zu gewährleisten.

Warum ist Datensicherung so wichtig?

  • Schutz vor Datenverlust: Technische Defekte, menschliches Versagen oder Cyberangriffe können jederzeit zu Datenverlust führen.
  • Geschäftskontinuität: Im Falle eines Datenverlusts können Sie mit einem Backup schnell wieder arbeitsfähig sein.
  • Rechtliche Anforderungen: In vielen Branchen gibt es gesetzliche Vorschriften zur Aufbewahrung und Sicherung von Daten.
  • Kundenzufriedenheit: Der Verlust von Kundendaten kann das Vertrauen in Ihr Unternehmen nachhaltig schädigen.
  • Kostenersparnis: Die Wiederherstellung verlorener Daten ohne Backup kann sehr teuer werden – wenn sie überhaupt möglich ist..

Wie erstellt man ein Konzept zur Datensicherung für kleine Unternehmen?

Ein durchdachtes Datensicherungskonzept ist die Grundlage für den Schutz von Unternehmensdaten. Hier sind die wichtigsten Schritte zur Erstellung eines solchen Konzepts:

1. Analyse der Anforderungen

Bevor mit der Erstellung eines Datensicherungskonzeptes begonnen wird, sollten die individuellen Anforderungen des Unternehmens analysiert werden:

  • Welche Daten sind geschäftskritisch?
  • Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten?
  • Wie hoch ist das Risiko eines Datenverlusts?

2. Festlegung der Backup-Strategie

Es gibt verschiedene Methoden der Datensicherung, die je nach Bedarf kombiniert werden können:

  • Vollständiges Backup: Eine komplette Sicherung aller Daten. Sie ist umfassend, aber zeit- und speicherintensiv.
  • Inkrementelles Backup: Es werden nur die seit dem letzten Backup geänderten Daten gesichert. Effizient, aber die Wiederherstellung dauert länger.
  • Differenzielles Backup: Eine Kombination aus vollständigem und inkrementellem Backup, bei der alle seit dem letzten Vollbackup geänderten Daten gesichert werden.

3. Festlegung der Speicherorte

Die Wahl des richtigen Speicherortes ist entscheidend:

  • Lokale Speicherlösungen: Externe Festplatten oder sogenannte NAS-Systeme (Network Attached Storage) bieten schnellen Zugriff, sind aber anfällig für Diebstahl oder physische Beschädigung. Bewahren Sie daher Sicherungskopien an verschiedenen Orten auf, um vor Diebstahl, Feuer oder anderen lokalen Katastrophen geschützt zu sein.
  • Cloud-Speicherung: Sicher, flexibel und oft DSGVO-konform, erfordert jedoch eine stabile Internetverbindung.
  • Hybride Lösung: Eine Kombination aus lokaler und Cloud-Speicherung bietet maximale Sicherheit.

4. Backup-Frequenz festlegen

Die Häufigkeit der Datensicherung hängt von der Dynamik des Geschäftsbetriebs ab:

  • Tägliche Sicherungen für geschäftskritische Daten
  • Wöchentliche oder monatliche Sicherungen für weniger relevante Informationen

5. Verschlüsselung der Backups

Achten Sie darauf, dass Ihre Backups verschlüsselt sind, insbesondere wenn Sie Cloud-Dienste nutzen oder Ihre Daten extern speichern.

6. Automatisierung der Datensicherung für kleine Unternehmen

Für viele kleine und mittlere Unternehmen stellt die konsequente und korrekte Sicherung aller wichtigen Daten eine Herausforderung dar. Um die potenziell schwerwiegenden Folgen versäumter oder fehlerhafter Backups zu vermeiden, empfiehlt sich der Einsatz eines Backup-Tools mit Automatisierungsfunktion. Diese Funktion ermöglicht die Durchführung von Datensicherungen nach einem vordefinierten Zeitplan ohne manuelles Eingreifen. Dies reduziert den Arbeitsaufwand und minimiert das Risiko menschlicher Fehler.

7. Regelmäßige Überprüfung und Tests

Eine Datensicherung ist nur dann effektiv, wenn sie auch im Ernstfall funktioniert. Sie sollten daher regelmäßig überprüfen, ob Sie Ihre Daten aus den Backups wiederherstellen können.

8. Dokumentation und Schulung

Dokumentieren Sie Ihr Backup-Verfahren und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden in der Durchführung von Backups und der Wiederherstellung von Daten im Notfall. Sensibilisieren und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden auch, um versehentliches Speichern oder Löschen von Daten zu vermeiden

Was sollte ein Datensicherungskonzept für kleine Unternehmen enthalten?

  • Verantwortlichkeiten: Wer ist für die Durchführung und Überwachung der Backups zuständig?
  • Inventar der zu sichernden Systeme und Daten: Eine detaillierte Liste aller zu sichernden Daten und Systeme.
  • Backup-Zeitplan: Wann und wie oft werden welche Daten gesichert?
  • Sicherungsmethoden und -technologien: Welche Tools und Technologien werden eingesetzt?
  • Aufbewahrungsrichtlinien: Wie lange werden Backups aufbewahrt?
  • Wiederherstellungsverfahren: Schritte zur Wiederherstellung von Daten im Notfall
  • Sicherheitsmaßnahmen: Wie werden die Backups geschützt (z.B. Verschlüsselung)?
  • Testplan: Wie und wann werden Wiederherstellungstests durchgeführt?
  • Notfallplan: Vorgehen bei Datenverlust oder Systemausfall
  • Dokumentation und Aktualisierung: Wie wird das Konzept dokumentiert und aktualisiert?

Fazit

Regelmäßige Datensicherung ist für kleine Unternehmen nicht optional, sondern essenziell. Ein gut durchdachtes und konsequent umgesetztes Datensicherungskonzept kann im Ernstfall den Unterschied zwischen einer kurzen Betriebsunterbrechung und einem existenzbedrohenden Datenverlust ausmachen. Investieren Sie Zeit und Ressourcen in die Entwicklung und Umsetzung eines soliden Backup-Plans – Ihr Unternehmen wird es Ihnen danken.

Künstliche Intelligenz in HR: Grundlagen, Chancen, Risiken und ethische Fragen
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Künstliche Intelligenz in HR: Grundlagen, Chancen, Risiken und ethische Fragen

KI verändert Recruiting, Personalentwicklung und Workforce Management und bringt neben Effizienzgewinnen auch Risiken wie Algorithmen-Bias mit sich. Der Beitrag ordnet ein, was KI in der Personalarbeit heute leistet, wo ihre Grenzen liegen und worauf Unternehmen bei der Einführung ethisch und praktisch achten sollten.

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Künstliche Intelligenz verändert Recruiting, Personalentwicklung und Workforce Management, bietet dabei aber nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch Risiken wie Algorithmen-Bias und offene ethische Fragen. Dieser Artikel ordnet ein, was KI in der Personalarbeit heute schon leistet, wo ihre Grenzen liegen und worauf Unternehmen bei der Einführung achten sollten.

Nach einer Erhebung eines großen deutschen Softwareherstellers haben 38 Prozent der Personalverantwortlichen KI-Lösungen bereits evaluiert oder implementiert, um die Prozesseffizienz in ihrem Unternehmen zu verbessern. Neuere Studien zeichnen ein uneinheitliches Bild: Während eine Erhebung von DGFP und Boston Consulting Group aus dem Jahr 2026 berichtet, dass drei Viertel der HR-Abteilungen in Deutschland generative KI zumindest in ausgewählten Bereichen einsetzen (DGFP), kommt eine Bitkom-Befragung aus dem Jahr 2024 zu dem Ergebnis, dass bislang nur eine Minderheit der Personalabteilungen KI aktiv nutzt (Bitkom).

Klar ist: Das Interesse ist groß, die Meinungen dazu gehen jedoch weit auseinander. Für die einen ist KI ein Forschungsfeld, das dem Menschen Arbeit abnimmt und sogar helfen kann, größere gesellschaftliche Probleme zu lösen. Andere befürchten den Wegfall von Arbeitsplätzen oder sorgen sich um die Kontrolle über selbstständig lernende Systeme. Diese Polarisierung sorgt für eine starke mediale Präsenz des Themas, auch im Personalwesen.

Wie künstliche Intelligenz funktioniert und was sie heute schon kann

Neuronale Netze bilden die technische Basis für künstliche Intelligenz. Das Prinzip stammt aus der Natur: Im menschlichen Gehirn ermöglicht erst die Verbindung von Nervenzellen, den Neuronen, Lernprozesse und Intelligenz. Künstliche neuronale Netze versuchen, dieses Prinzip nachzubilden. Das dient zwei Zielen. Zum einen soll die Forschung helfen, die Funktionsweise des menschlichen Gehirns besser zu verstehen. Zum anderen überträgt sie eine von der Natur bereits gefundene Lösungsstrategie auf technische Probleme, ein Ansatz, der unter dem Begriff Bionik auch in anderen Forschungsbereichen verfolgt wird. Am Ende steht dabei eine höhere Leistungsfähigkeit von Maschinen.

Für die Personalarbeit ist das relevant, weil ein tieferes Verständnis der im Gehirn ablaufenden Prozesse auch hilft, menschliche Motivation und Lernverhalten besser zu verstehen. Darauf aufbauend lassen sich optimale Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung gestalten. Neben dem Wissenserwerb übernehmen KI-Systeme bereits heute eigenständig Arbeiten, etwa die Begleitung von Bewerbungsverfahren oder die Durchführung von Performance-Analysen.

Trotz dieser Fortschritte ist KI aktuell zweckgebunden und nicht universell einsetzbar. Sie kommt beispielsweise in der automatisierten Kommunikation bei Anhörungsverfahren zu Verkehrsdelikten zum Einsatz oder tritt im japanischen Brettspiel Go gegen menschliche Gegner an. Ähnlich zweckgebunden agierte ein System, das als Jury die Fotos hunderttausender Teilnehmer eines Online-Schönheitswettbewerbs bewertete. Eine KI, die im Brettspiel Go erfolgreich ist, würde bei einer Schönheitskonkurrenz oder bei Verkehrsanhörungen schnell an ihre Grenzen stoßen. Ebenso wenig ließe sie sich unverändert auf Personaldaten oder Bewerbungen übertragen.

Die Suche nach einer sogenannten AGI, einer artificial general intelligence, die die verschiedensten Aufgaben gleichermaßen bewältigen kann, ist weiterhin nicht abgeschlossen. Forscher stoßen dabei auf das Problem des catastrophic forgetting: Überträgt eine KI eine bekannte Lösungsstrategie auf ein neues Problem, überschreibt sie dabei häufig die vorherigen Verbindungen in ihrem neuronalen Netz. Das Forschungslabor DeepMind, seit 2014 Teil von Alphabet und nach eigenen Angaben mit rund 150 Veröffentlichungen zum Thema Weltmarktführer im Bereich künstliche Intelligenz, arbeitet an Systemen, die ursprüngliche Informationen gezielt gegen Löschen und Überschreiben sichern und damit den Grundstein für selbstständig lernende KI legen. Anwendungen von Forschungsergebnissen sind längst im Einsatz: Die Übersetzungssoftware Google Translate nutzt Deep Learning, um ihre Ergebnisse eigenständig zu verbessern, und auch in der Medizin erstellt KI heute selbstständig Gutachten.

Anwendungsbereiche in der Personalarbeit

KI-Anwendungen haben in der Praxis bereits mehrere feste Einsatzfelder gefunden:

  • Predictive HR Analytics zur Vorhersage von Mitarbeiterfluktuation, Leistung und Potenzial
  • Natural Language Processing zur automatisierten Analyse von Bewerbungsunterlagen und Mitarbeiterfeedback
  • Chatbots zur Beantwortung von HR-Anfragen und zur Unterstützung von Onboarding-Prozessen

Besonders in der Rekrutierung zeigt sich der Nutzen KI-gestützter Talentakquise:

Rekrutierungsschritt KI-Anwendung
Stellenausschreibung Optimierung von Stellenanzeigen für bessere Auffindbarkeit und Ansprache der gewünschten Zielgruppe
Bewerberscreening Automatisierte Vorauswahl anhand von Qualifikationen und Erfahrungen
Interviews KI-gestützte Videointerviews mit Analyse von Mimik, Gestik und Sprache

Die HR-Expertin Dr. Katharina Schiederig beschreibt den Nutzen so: „Der Einsatz von KI in der Rekrutierung ermöglicht es uns, schneller die besten Talente zu finden und einzustellen. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass der Prozess fair und unvoreingenommen abläuft.“ 

Auch im Talentmanagement und in der Personalentwicklung bietet KI Potenzial: Durch die Analyse von Leistungsdaten und Feedback lassen sich individuelle Entwicklungspläne erstellen und passende Weiterbildungsmaßnahmen empfehlen. In der Personalplanung ermöglicht Predictive Analytics genaue Vorhersagen zum Personalbedarf, weil KI-Systeme historische Daten und verschiedene Einflussfaktoren analysieren. Das unterstützt die strategische Planung ebenso wie das operative Workforce Management, etwa bei der Optimierung von Schichtplänen.

Vorteile für HR-Prozesse

KI steigert die Effizienz von HR-Abläufen auf mehreren Ebenen. Sie automatisiert Routineaufgaben wie die Auswahl von Bewerbern oder die Terminplanung und entlastet damit das HR-Team für strategische Aufgaben. Durch Datenanalyse in der Personalplanung erkennt sie Muster in großen Datenmengen, die für Menschen unsichtbar bleiben, etwa bei der Suche nach Top-Talenten oder bei der Vorhersage von Fluktuation. „KI ist nicht dazu da, den Menschen zu ersetzen, sondern ihn zu unterstützen und zu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen“, lautet ein zentraler Grundsatz für den verantwortungsvollen Einsatz. Darüber hinaus ermöglicht KI eine personalisierte Mitarbeitererfahrung: Sie erkennt individuelle Bedürfnisse aus vorhandenen Daten und kann so maßgeschneiderte Weiterbildung anbieten und bei der Karriereplanung unterstützen.

Herausforderungen bei der Einführung

Die Integration von KI in bestehende HR-Prozesse bringt praktische Hürden mit sich. Change Management ist dabei zentral: Mitarbeitende müssen mit den Zielen und Auswirkungen der neuen Technologie vertraut gemacht und im Umgang mit KI-Systemen geschult werden. Die technische Integration in die bestehende HR-Software erfordert funktionierende Schnittstellen und eine hohe Datenqualität. Und nicht zuletzt bestehen Vorbehalte und Widerstände bei HR-Fachleuten und Mitarbeitenden, denen sich nur mit Transparenz, Aufklärung und einem schrittweisen Vorgehen begegnen lässt.

Herausforderung Maßnahmen
Change Management Schulungen, Kommunikation, Einbindung der Mitarbeitenden
Technische Integration Schnittstellen, Datenflüsse, Kompatibilität prüfen
Datenqualität Datenbereinigung, Standardisierung, Pflege
Akzeptanz Transparenz, Aufklärung, schrittweise Einführung

Diese Punkte lassen sich nur gemeinsam lösen: Technische, organisatorische und menschliche Faktoren müssen gleichermaßen berücksichtigt werden, wenn KI in HR tatsächlich einen Mehrwert schaffen soll.

Risiken: Bias, Datenschutz und Vertrauen

Neben den Chancen bestehen konkrete Risiken. Ein zentrales Problem ist der Algorithmen-Bias. KI-Systeme, die mit alten oder unausgewogenen Daten trainiert wurden, können bestehende Vorurteile wiederholen und bei der Auswahl von Bewerbenden zu Ungerechtigkeiten führen, von denen bestimmte Gruppen besonders betroffen sind. Um dem entgegenzuwirken, sollten Führungskräfte und Entwickler die Entscheidungslogik der KI nachvollziehbar halten, regelmäßige Audits durch interdisziplinäre Teams durchführen und prüfen, ob ein System Kandidatinnen und Kandidaten systematisch aufgrund von Geschlecht, Alter oder Herkunft benachteiligt. Ergänzend lassen sich spezielle Tools zur Erkennung und Reduktion von Bias einsetzen.

Der Datenschutz ist ein weiterer wichtiger Punkt, denn KI-Systeme verarbeiten sensible Mitarbeiterdaten. Ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt, dass 78 Prozent der Befragten den Schutz personenbezogener Daten bei KI-Anwendungen im HR-Bereich als sehr wichtig einstufen. Datenschutz sollte deshalb bereits bei der Entwicklung von KI-Lösungen fest eingeplant sein. Pseudonymisierung sensibler Daten und die verschlüsselte Speicherung personenbezogener Daten verhindern Rückschlüsse auf einzelne Personen, und KI-Systeme sollten so konfiguriert sein, dass unnötige Datenerfassungen von vornherein vermieden werden.

Schließlich hängt der Erfolg von KI im Personalwesen von der Akzeptanz der Belegschaft ab. Unklare Entscheidungen oder Unsicherheit im Umgang mit der Technologie führen schnell zu Widerstand.

Risikokategorie Beschreibung Mögliche Auswirkungen
Algorithmen-Bias Verzerrungen durch vorurteilsbehaftete Trainingsdaten Diskriminierung, unfaire Entscheidungen
Datenschutzverletzungen Unsachgemäßer Umgang mit Mitarbeiterdaten Rechtliche Konsequenzen, Vertrauensverlust
Mangelnde Akzeptanz Skepsis und Widerstand der Belegschaft Geringe Nutzung, Konfliktpotenzial

Um diese Risiken zu vermindern, muss die Belegschaft früh einbezogen werden. Offene Kommunikation und ein verantwortungsbewusster Einsatz der Systeme schaffen die Grundlage dafür, das Potenzial von KI im Personalwesen tatsächlich zu nutzen.

Das Problem der Black Box und die Suche nach Transparenz

Je komplexer und leistungsfähiger KI-Systeme werden, desto schwerer wird es, ihre Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen. Bei Übersetzungen mag ein solcher Kontrollverlust noch zu verschmerzen sein, bei sensiblen Anwendungen wie medizinischen Diagnosen bereitet er vielen Kritikern Sorgen. Die Systeme werden zu sogenannten Black Boxes, bei denen Eingabe und Ergebnis erkennbar bleiben, die internen Abläufe für Menschen aber verborgen sind.

Dass KI-Systeme dabei durchaus aggressives Verhalten zeigen können, belegt ein von WIRED beschriebenes Experiment des Teams von DeepMind. In zwei unterschiedlichen Computerspielen sollten die getesteten KI-Systeme Ressourcen anhäufen. Waren diese reichlich vorhanden, sammelten die Systeme einfach nebeneinander. Herrschte Knappheit, legten sie dagegen aggressives Verhalten an den Tag. Leistungsstärkere KI griff dabei deutlich schneller zu aggressiven Methoden, weil sie in der Lage war, komplexere Strategien zu entwickeln.

Parallel arbeiten Forschungseinrichtungen daran, die Denkabläufe von KI-Systemen sichtbar zu machen. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und ein Team der TU Berlin verfolgen dazu einen Ansatz, der einer Magnetresonanztomografie für das menschliche Gehirn ähnelt: Bei der sogenannten Layer-wise Relevance Propagation (LRP) werden die Lösungsfindungsprozesse einer KI rückwärts durchlaufen, um sie sichtbar zu machen. Eine solche Rückwärtsbetrachtung gibt es beim menschlichen Denken nicht, sie erlaubt aber Rückschlüsse auf die Funktionsweise der untersuchten Systeme.

Ethische Leitplanken für den Einsatz von KI in HR

Der Einsatz von KI in HR-Prozessen wirft neben technischen auch ethische Fragen auf. Klare Richtlinien sind Voraussetzung dafür, das Vertrauen der Mitarbeitenden zu gewinnen.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit stehen dabei im Zentrum: Mitarbeitende müssen wissen, wie KI-Systeme zu ihren Entscheidungen kommen. Dazu gehören eine klare Kommunikation über Algorithmen und Daten, das Offenlegen von Entscheidungskriterien, Einblicke in die eingesetzten Systeme und die Möglichkeit, KI-Entscheidungen anzufechten.

Fairness und Gleichbehandlung sind eine weitere Voraussetzung. Algorithmen dürfen keine Diskriminierung fördern. Trainingsdaten müssen deshalb sorgfältig ausgewählt und Algorithmen regelmäßig auf Fairness geprüft und angepasst werden. Eine diversitätsorientierte Gestaltung der Systeme hilft dabei, Benachteiligungen zu vermeiden.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Mitarbeiterdaten ist eine ethische Pflicht, die über die reine Einhaltung von Datenschutzbestimmungen hinausgeht. Mitarbeitende sollten ihre Daten einsehen, korrigieren oder löschen können. Daten müssen vor Missbrauch geschützt werden und dürfen nur so lange gespeichert bleiben, wie es notwendig ist.

Ethischer Grundsatz Umsetzung in der Praxis
Transparenz und Nachvollziehbarkeit Offenlegung der Entscheidungskriterien, Einblick in Algorithmen, Möglichkeit zur Anfechtung
Fairness und Gleichbehandlung Sorgfältige Auswahl und Prüfung der Trainingsdaten, regelmäßige Fairness-Tests, diversitätsorientierte Gestaltung
Verantwortungsvoller Umgang mit Daten Einhaltung des Datenschutzes, Transparenz über Datennutzung, Rechte der Mitarbeitenden wahren, Datensicherheit gewährleisten

Der ethische Einsatz von KI in HR ist kein Nice-to-have, sondern ein Must-have. Nur wenn wir die Würde und die Rechte der Mitarbeiter respektieren, können wir das volle Potenzial der Technologie ausschöpfen. Ethische Richtlinien sind daher unverzichtbar, um Vertrauen und Akzeptanz zu fördern, und Unternehmen, die solche Standards konsequent umsetzen, profitieren davon langfristig.

Empfehlungen für die Einführung von KI in HR-Prozessen

Die Einführung von KI in HR-Prozesse braucht sorgfältige Planung. Am Anfang steht eine präzise Zieldefinition: Welche HR-Prozesse sollen durch KI verbessert werden, und welche Ergebnisse werden angestrebt? Eine genaue Analyse des Status quo bildet dafür die Grundlage.

Bei der Auswahl geeigneter KI-Lösungen und Anbieter zählen Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Integrierbarkeit, Datenschutz und Sicherheit sowie Support und Weiterentwicklung zu den wichtigsten Bewertungskriterien.

Der Erfolg von KI in HR hängt zugleich von der Akzeptanz der Mitarbeitenden ab. Sie sollten früh einbezogen werden, durch transparente Kommunikation, gezielte Schulungen und einen partizipativen Ansatz, der Ängste mindert und Vertrauen aufbaut. Change Management ist das A und O bei der Einführung von KI in HR. Ohne die Mitarbeiter geht es nicht. Ein strukturiertes Change Management umfasst eine klare Roadmap, regelmäßige Feedbackschleifen und eine Kultur des lebenslangen Lernens. 

Der Erfolg von KI-Projekten im Personalwesen hängt zudem von der engen Zusammenarbeit zwischen HR, IT und Data Science ab. Interdisziplinäre Teams aus HR-Expertinnen, IT-Spezialisten und Datenwissenschaftlerinnen sind Voraussetzung dafür, dass passende und effektive KI-Lösungen entstehen.

Fallbeispiele aus der Praxis

Mehrere Unternehmen setzen KI bereits erfolgreich in der Personalarbeit ein. Die Deutsche Telekom nutzt Algorithmen in der Rekrutierung, um passende Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Das spart Zeit und verbessert die Qualität der Einstellungen: Die Stellenbesetzung erfolgt 25 Prozent schneller, die Qualität der Einstellungen liegt 15 Prozent höher, und die Kosten pro Einstellung sinken um zehn Prozent.

Die Allianz fördert die Mitarbeiterentwicklung mit einem System, das Fähigkeiten analysiert und passende Weiterbildungen vorschlägt. Eine Befragung der Mitarbeitenden zeigt eine hohe Zustimmung zu diesem Ansatz:

Aussage Zustimmung
Ich fühle mich in meiner Entwicklung unterstützt. 82 %
Die vorgeschlagenen Maßnahmen passen zu meinen Zielen. 78 %
Ich kann meine Stärken besser einbringen. 75 %

IBM setzt KI für die Personalplanung ein, um frühzeitig auf Bedarf reagieren zu können. Ein Verantwortlicher beschreibt den Effekt so: „Dank der KI-basierten Personalplanung können wir schneller auf Veränderungen reagieren und sicherstellen, dass wir immer die richtigen Fähigkeiten an Bord haben. Das ist ein enormer Mehrwert für unser Unternehmen.“

Ausblick: Wie sich KI im Personalwesen weiterentwickelt

Ein vielversprechender Trend ist die emotionale KI, die Stimmungen erkennt und darauf reagiert. HR-Systeme können damit besser auf individuelle Bedürfnisse eingehen, etwa durch die Erkennung von Stressfaktoren und die Bereitstellung passender Unterstützungsmaßnahmen, personalisierte Weiterbildungsempfehlungen auf Basis von Interessen und Fähigkeiten sowie ein verbessertes Mitarbeiterengagement durch gezielte Kommunikation und Feedback.

Bereich KI-Anwendung Nutzen
Flexible Arbeitsmodelle Intelligente Schichtplanung Optimierung von Arbeitszeiten und Ressourceneinsatz
Kollaboration Virtuelle Assistenten Unterstützung bei Projektmanagement und Kommunikation
Mitarbeiterentwicklung Personalisierte Lernpfade Gezielte Förderung von Fähigkeiten und Karrierezielen

HR-Fachleute werden sich künftig verstärkt mit Technologie, Daten und dem Zusammenspiel mit dem Menschen auseinandersetzen müssen. Dazu zählen Kompetenzen im Verständnis von KI-Algorithmen und Datenarchitekturen, in der Datenanalyse und im Umgang mit Ethik, Compliance und Change Management. Microsoft-CEO Satya Nadella bringt die Entwicklung auf den Punkt: „KI wird die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten, lernen und mit anderen interagieren. Jedes Unternehmen wird zu einem KI-Unternehmen werden, nicht weil sie es können, sondern weil sie es müssen.“

Gleichzeitig bleibt die Forschung an der Transparenz von KI-Systemen wichtig. Kritiker werden weiterhin um Arbeitsplätze bangen und die Selbstständigkeit lernender Systeme als mögliche Bedrohung wahrnehmen. Fortschritte bei der Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen, wie sie etwa die Forschung zu Layer-wise Relevance Propagation zeigt, sollen dazu beitragen, dass KI ihren Nutzen entfalten kann, ohne bestehende Probleme lediglich zu verlagern. KI wird die Personalarbeit dabei nicht ersetzen, sondern unterstützen und verbessern.

Häufige Fragen zu künstlicher Intelligenz in HR

Wie verbreitet ist der Einsatz von KI in deutschen HR-Abteilungen? 

Die Angaben dazu variieren je nach Studie deutlich. Eine Erhebung eines großen deutschen Softwareherstellers zeigt, dass 38 Prozent der Personalverantwortlichen KI-Lösungen bereits evaluiert oder implementiert haben. Eine Studie von DGFP und Boston Consulting Group aus dem Jahr 2026 kommt zu dem Ergebnis, dass drei Viertel der HR-Abteilungen generative KI zumindest in ausgewählten Bereichen einsetzen, während eine Bitkom-Befragung aus dem Jahr 2024 nur eine Minderheit aktiver Nutzer feststellt.

Was ist die technische Grundlage künstlicher Intelligenz? 

Künstliche neuronale Netze bilden die technische Basis. Sie orientieren sich am Prinzip des menschlichen Gehirns, in dem erst die Verbindung von Nervenzellen Lernprozesse und Intelligenz ermöglicht. Dieser bionische Ansatz überträgt eine von der Natur gefundene Lösungsstrategie auf technische Probleme.

In welchen HR-Bereichen kommt KI heute bereits zum Einsatz? 

Zu den festen Einsatzfeldern zählen Predictive HR Analytics zur Vorhersage von Mitarbeiterfluktuation, Leistung und Potenzial, Natural Language Processing zur automatisierten Analyse von Bewerbungsunterlagen und Mitarbeiterfeedback sowie Chatbots zur Beantwortung von HR-Anfragen und zur Unterstützung von Onboarding-Prozessen. Auch im Recruiting, im Talentmanagement und im Workforce Management wird KI eingesetzt.

Was ist eine Artificial General Intelligence (AGI) und warum ist sie noch nicht erreicht? 

Eine AGI ist eine künstliche Intelligenz, die verschiedenste Aufgaben gleichermaßen bewältigen kann. Forscher stoßen dabei auf das Problem des catastrophic forgetting: Überträgt eine KI eine bekannte Lösungsstrategie auf ein neues Problem, überschreibt sie dabei häufig die vorherigen Verbindungen in ihrem neuronalen Netz. Forschungslabore wie DeepMind arbeiten an Systemen, die ursprüngliche Informationen gezielt gegen Löschen und Überschreiben sichern.

Was bedeutet Algorithmen-Bias im HR-Kontext? 

KI-Systeme, die mit alten oder unausgewogenen Daten trainiert wurden, können bestehende Vorurteile wiederholen und bei der Auswahl von Bewerbenden zu Ungerechtigkeiten führen, von denen bestimmte Gruppen besonders betroffen sind. Um dem entgegenzuwirken, sollten die Entscheidungslogik der KI nachvollziehbar gehalten, regelmäßige Audits durch interdisziplinäre Teams durchgeführt und Tools zur Erkennung und Reduktion von Bias eingesetzt werden.

Welche Rolle spielt Datenschutz beim Einsatz von KI in HR? 

Eine zentrale Rolle, da KI-Systeme sensible Mitarbeiterdaten verarbeiten. Ein Bericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt, dass 78 Prozent der Befragten den Schutz personenbezogener Daten bei KI-Anwendungen im HR-Bereich als sehr wichtig einstufen. Pseudonymisierung und verschlüsselte Speicherung personenbezogener Daten sollen Rückschlüsse auf einzelne Personen verhindern.

Was versteht man unter dem Black-Box-Problem bei KI-Systemen? 

Je komplexer und leistungsfähiger KI-Systeme werden, desto schwerer wird es, ihre Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen. Bei solchen Black Boxes bleiben Eingabe und Ergebnis erkennbar, die internen Abläufe jedoch für Menschen verborgen. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und ein Team der TU Berlin verfolgen mit der Layer-wise Relevance Propagation (LRP) einen Ansatz, um solche Entscheidungsprozesse rückwärts sichtbar zu machen.

Welche ethischen Grundsätze gelten für den Einsatz von KI in HR-Prozessen?

Zentral sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit, Fairness und Gleichbehandlung sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Mitarbeiterdaten. Das umfasst die Offenlegung von Entscheidungskriterien, die Möglichkeit zur Anfechtung von KI-Entscheidungen, regelmäßige Fairness-Tests der Algorithmen sowie das Recht der Mitarbeitenden, ihre Daten einzusehen, zu korrigieren oder löschen zu lassen.