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Ökobilanz-Pflicht: Was auf die Baubranche zukommt – und wie BIM dabei hilft
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Ökobilanz-Pflicht: Was auf die Baubranche zukommt – und wie BIM dabei hilft

Die Ökobilanz wird zur Pflicht. Was bisher freiwillig war oder nur für zertifizierungswillige Bauherren relevant schien, wird in den kommenden Jahren zur gesetzlichen Anforderung für einen wachsenden Teil der Bauprojekte in Deutschland und Europa. Wer jetzt nicht vorbereitet ist, wird sich mit teuren Nacharbeiten, fehlenden Fachkräften und verpassten Optimierungschancen konfrontiert sehen. Und wer BIM bereits einsetzt, hat einen entscheidenden Vorsprung – wenn er ihn richtig nutzt.

5 Min. Lesezeit

Warum die Ökobilanz-Pflicht kommt – und was sie bedeutet

Die EU-Taxonomie, die Novelle der Gebäuderichtlinie (EPBD) und nationale Regelwerke wie das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) in Deutschland senden ein klares Signal: Die Bewertung von Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes wird zur Standardanforderung. Für öffentliche Bauten ist das in Teilen bereits Realität. Für den privaten und gewerblichen Neubau rückt es in greifbare Nähe.

Die Grundlogik dahinter ist einfach: CO₂-Absenkpfade funktionieren nur dann, wenn man weiß, wo man steht. Wer den CO₂-Fußabdruck eines Gebäudes nicht kennt, kann ihn nicht gezielt reduzieren. Deshalb werden Benchmarks eingeführt – Anforderungswerte für Treibhausgasemissionen, die in regelmäßigen Abständen verschärft werden, bis ein Gebäude bis 2050 klimaneutral geplant und betrieben werden kann.

Das klingt abstrakt. In der Praxis bedeutet es: Wer heute plant, baut für eine Welt, in der die Ökobilanz kein freiwilliges Add-on ist, sondern ein zentrales Planungsdokument – vergleichbar mit dem Energieausweis heute.

Graue Energie: Das unterschätzte CO₂-Problem im Gebäudebau

Die öffentliche Debatte um Energie und Gebäude dreht sich fast ausschließlich um den Betrieb: Heizung, Warmwasser, Kühlung. Diese Betriebsemissionen sind wichtig, aber sie erzählen nur die halbe Geschichte.

Die andere Hälfte ist die graue Energie: der CO₂-Aufwand, der bei der Herstellung, dem Transport und dem Einbau von Baumaterialien entsteht, sowie bei Instandhaltung, Rückbau und Entsorgung. Bei einem gut gedämmten Neubau nach heutigem Standard machen diese Herstellungsemissionen bereits mehr als die Hälfte der Gesamtemissionen über den Lebenszyklus aus. Bei besonders energieeffizienten Gebäuden kann der Anteil noch deutlich höher liegen.

Das hat eine weitreichende Konsequenz: Wer nur auf Betriebsenergie optimiert, optimiert an der falschen Stelle. Eine vollständige Lebenszyklusbetrachtung,  – von der Rohstoffgewinnung bis zum Rückbau,  – ist der einzige Weg, Gebäude wirklich klimafreundlich zu planen.

Der Rebound-Effekt: Wenn mehr Dämmung nicht mehr hilft

Mehr Dämmung war lange die Standardantwort auf steigende Energieeffizienzanforderungen. Doch dieser Ansatz stößt an eine physikalische und an eine rechnerische Grenze.

Bis zu einem gewissen Punkt senkt zusätzliche Dämmung die betriebsbedingten Emissionen spürbar. Darüber hinaus stehen die Herstellungsemissionen der Dämmmaterialien jedoch nicht mehr im Verhältnis zur erzielten Einsparung. Der Netto-Effekt: Ab einer bestimmten Dämmstärke wird ein Gebäude durch mehr Dämmung in seiner Gesamtbilanz schlechter, nicht besser. Dieser Rebound-Effekt ist messtechnisch belegt und hat in der Fachwelt dazu geführt, dass die reine Optimierung auf den U-Wert – also die Dämmwirkung der Gebäudehülle – als Leitgröße zunehmend hinterfragt wird.

Die Konsequenz für die Planung: Nicht der maximal erreichbare Effizienzwert ist das Ziel, sondern die optimale Gesamtbilanz über den Lebenszyklus. Das ist eine andere Frage – und sie braucht andere Werkzeuge.

Ökobilanz in der Praxis: Was es wirklich kostet

Eine Umfrage der DGNB bei 62 Anbietern von Gebäudeökobilanzen hat die größten Kostentreiber bei der Erstellung identifiziert. Das Ergebnis ist ernüchternd, aber nicht überraschend: Der größte Aufwand entsteht nicht bei der eigentlichen Berechnung, sondern bei der Datenbeschaffung. Mengenermittlung, Baustoffrecherche, Datenaufbereitung – das kostet Zeit und damit Geld.

Hinzu kommt ein Fachkräfteproblem. Ökobilanzierung ist eine Spezialdisziplin, die an deutschen Hochschulen und in der Berufsausbildung bisher kaum verankert ist. Weiterbildungsangebote gibt es, doch die Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken, der entsteht, wenn Ökobilanzen zur Pflicht werden. Schätzungen gehen von bis zu 100.000 Ökobilanzen pro Jahr allein in Deutschland aus – eine Zahl, die mit dem aktuellen Expertenstamm nicht zu bewältigen ist.

Die Lösung liegt in der Digitalisierung des Prozesses. Und hier kommt BIM ins Spiel.

BIM als Schlüssel: Wie digitale Modelle die Ökobilanz vereinfachen

Building Information Modeling ist nicht nur ein Werkzeug für effizientere Planung und bessere Koordination zwischen Gewerken. Es ist auch die Grundlage für eine deutlich effizientere Ökobilanzierung.

Ein BIM-Modell enthält die Mengeninformationen, die für eine Ökobilanz gebraucht werden – Bauteilaufbauten, Materialmengen, Flächen und Volumen. Wer diese Daten sauber pflegt, kann sie direkt in Ökobilanz-Software einspeisen und spart damit den aufwändigsten Teil des Prozesses: die manuelle Mengenermittlung.

Der entscheidende Vorteil liegt allerdings nicht nur in der Zeitersparnis. BIM-basierte Ökobilanzierung ermöglicht es, die CO₂-Wirkung von Planungsentscheidungen in Echtzeit zu bewerten,  – bereits in frühen Leistungsphasen, wenn Änderungen noch wenig kosten. Wer erst am Ende der Entwurfsplanung feststellt, dass das gewählte Tragwerksystem das CO₂-Budget sprengt, hat ein teures Problem. Wer das in der Konzeptphase weiß, hat eine Chance zur Optimierung.

Ein Praxisbeispiel: Tragwerksoptimierung mit echter CO₂-Wirkung

Am Beispiel eines Bürogebäudes lässt sich zeigen, wie groß die Hebelwirkung früher Entscheidungen ist. Untersucht wurden drei Tragwerksvarianten: maximaler Holzeinsatz, maximaler Betoneinsatz und eine hybride Lösung. Das Ergebnis war nicht das, was viele intuitiv erwartet hätten.

Der maximale Holzeinsatz führte zwar zu den geringsten CO₂-Emissionen bei den Tragwerksemissionen, war aber gleichzeitig die teuerste Variante. Die reine Betonkonstruktion lag erwartungsgemäß höher bei den Emissionen, aber deutlich günstiger in den Kosten. Die hybride Lösung landete in beiden Dimensionen im Mittelfeld und erwies sich bei genauerer Analyse als die wirtschaftlichste Lösung innerhalb des vorgegebenen CO₂-Budgets.

Das zeigt: Die Antwort auf die Frage „Welcher Baustoff ist am nachhaltigsten?" ist immer projektspezifisch. Und sie lässt sich nur beantworten, wenn man das Gebäude früh, vollständig und digital durchrechnet.

Fazit: Früh anfangen, gezielt optimieren

Die Ökobilanz-Pflicht kommt. Wer darauf wartet, bis sie gesetzlich verankert ist, verliert wertvolle Zeit. Die Branche braucht jetzt zweierlei: Fachkompetenz im Bereich Lebenszyklusanalyse und digitale Prozesse, die diese Kompetenz skalierbar machen.

Wer BIM konsequent einsetzt, hat einen echten Vorteil: bessere Datengrundlagen, frühzeitige Erkenntnisse, effizientere Planung. Und die Fähigkeit, nicht erst am Ende zu wissen, ob ein Gebäude seine Klimaziele erreicht sondern schon dann, wenn noch etwas zu ändern ist.

Was die Zoll-Razzia auf Baustellen für die Lohnabrechnung bedeutet – 5 Dinge, die Bauunternehmen jetzt checken sollten
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Was die Zoll-Razzia auf Baustellen für die Lohnabrechnung bedeutet – 5 Dinge, die Bauunternehmen jetzt checken sollten

Im März 2026 standen 3.200 Zöllnerinnen und Zöllner gleichzeitig auf deutschen Baustellen. Was steckt dahinter – und was sollten Bauunternehmen daraus mitnehmen?

5 Min. Lesezeit

Hintergrund zur bundesweiten Finanzkontrolle

Es war keine spontane Aktion: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls führt regelmäßig koordinierte Schwerpunktprüfungen durch – und die Baubranche steht dabei traditionell ganz oben auf der Liste. Im März 2026 waren bundesweit rund 3.200 Einsatzkräfte gleichzeitig auf Baustellen unterwegs. Geprüft wurde, ob Beschäftigte ordnungsgemäß angemeldet sind, ob Mindestlöhne eingehalten werden, ob Arbeitsgenehmigungen vorliegen – und ob Sozialleistungen zu Recht bezogen werden.

Die Zahlen aus dem Vorjahr zeigen, warum die Branche so stark im Fokus steht: Rund 60 Prozent der gesamten festgestellten Schadenssumme des Jahres 2025 entfielen auf das Baugewerbe. Über 10.000 Strafverfahren wurden allein in diesem Bereich eingeleitet. Und die Konsequenzen können gravierend sein: Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Dortmund verurteilte einen Bauunternehmer zu knapp drei Jahren Haft – wegen vorenthaltener Arbeitsentgelte in über 50 Fällen, Gesamtschaden knapp 2,7 Millionen Euro.

Doch was bedeutet das konkret für den Alltag eines Bauunternehmens? Wir haben die fünf wichtigsten Punkte zusammengestellt – nicht als Checkliste für den Worst Case, sondern als Orientierung für eine solide, zukunftsfähige Aufstellung.

1. An- und Abmeldungen: Der unterschätzte Dauerjob

Die Anmeldung zur Sozialversicherung ist keine einmalige Aufgabe – sie ist ein laufender Prozess. Jede neue Kraft muss korrekt und rechtzeitig angemeldet sein, jeder Austritt korrekt abgemeldet. Klingt überschaubar, wird aber im Baugewerbe schnell zur Herausforderung: wechselnde Belegschaften, Saisonkräfte, Subunternehmer – die Fluktuation ist hoch, der Verwaltungsaufwand entsprechend.

Hinzu kommt: Wer als Generalunternehmer Subunternehmer einsetzt, trägt unter Umständen eine Mitverantwortung dafür, dass auch deren Beschäftigte ordnungsgemäß angemeldet sind. Die FKS prüft die gesamte Kette – nicht nur den Auftragnehmer vor Ort.

2. Sofortmeldepflicht: Keine Sekunde zu spät

Für bestimmte Beschäftigungsformen gilt im Baugewerbe die Sofortmeldepflicht – eine der strengsten Regelungen im deutschen Sozialversicherungsrecht. Die Anmeldung muss noch vor Aufnahme der Beschäftigung erfolgen, spätestens beim tatsächlichen Arbeitsbeginn. Nicht am Ende der Woche, nicht nach der Probearbeit – sondern unmittelbar vorher.

Steht ein Zöllner auf der Baustelle und eine neu eingesetzte Kraft ist noch nicht im System, ist das erklärungsbedürftig. Und aus einer Erklärung kann schnell ein Ordnungswidrigkeitsverfahren werden.

3. Mindestlohn: Mehr als eine Zahl

Im Baugewerbe gilt nicht einfach der gesetzliche Mindestlohn. Auf Basis der Tarifverträge – allen voran dem Bundesrahmentarifvertrag Bau (BRTV) – gibt es branchenspezifische Mindestlöhne, die je nach Tätigkeit und Lohngruppe variieren. Diese Löhne müssen nicht nur gezahlt, sondern auch nachgewiesen werden können: durch lückenlose Stundenaufzeichnungen, Lohnabrechnungen und Zahlungsnachweise.

Die FKS prüft nicht nur, ob der Mindestlohn auf dem Papier stimmt – sondern ob er tatsächlich und vollständig ausgezahlt wurde. Differenzen zwischen vereinbartem und tatsächlich geleistetem Stundenlohn sind ein häufiger Ansatzpunkt für weiterführende Ermittlungen.

4. Ausländische Beschäftigte: Mehrere Ebenen im Blick behalten

Auf vielen Baustellen arbeiten Beschäftigte aus dem EU-Ausland oder aus Drittstaaten. Hier greift ein eigenes Regelwerk: Liegen die erforderlichen Aufenthaltstitel und Arbeitsgenehmigungen vor? Wurden entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer korrekt beim Zoll angemeldet – Stichwort A1-Bescheinigung und Entsendemeldung? Sind die im Herkunftsland geltenden Sozialversicherungsregelungen dokumentiert?

Die Anforderungen sind komplex und ändern sich regelmäßig. Wer hier nicht aktuell ist, riskiert Verstöße, die nicht böswillig, aber dennoch teuer sind.

5. Dokumentation: Im Ernstfall zählt jede Sekunde

Die FKS prüft nicht nur im Büro – sie beginnt auf der Baustelle, mit direkten Befragungen der Beschäftigten. Wer keine Auskunft geben kann oder will, weckt Misstrauen. Wer relevante Unterlagen nicht sofort vorlegen kann, gerät unter Druck.

Das bedeutet: Arbeitszeitnachweise, Lohnabrechnungen, Anmeldebestätigungen und Genehmigungen sollten nicht irgendwo im Ordner schlummern, sondern jederzeit abrufbar sein – idealerweise digital und strukturiert. Denn die Prüfung vor Ort ist oft nur der Auftakt: Auffälligkeiten können tiefgreifende Ermittlungen auslösen, die sich über Monate hinziehen.

Fazit: Prüfdruck wird nicht nachlassen

Die Schwerpunktprüfungen der FKS sind kein Ausnahmezustand – sie sind fester Bestandteil einer langfristigen Strategie zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Für Bauunternehmen bedeutet das: Die Frage ist nicht ob der Zoll kommt, sondern wann.

Die gute Nachricht: Wer alle Pflichten rund um den Baulohn zuverlässig im Griff hat – An- und Abmeldungen, Sofortmeldungen, Nachweise, Dokumentation – muss eine Prüfung nicht fürchten. Das klingt simpel, ist in der Praxis aber aufwendig. Denn der Baulohn bringt weit mehr mit sich als die reine Abrechnung. Viele Bauunternehmen entscheiden sich deshalb, diese Aufgaben an einen spezialisierten Partner auszulagern – und gewinnen damit nicht nur Sicherheit, sondern auch wertvolle Zeit für ihr Kerngeschäft.

Alle Zahlen und Fakten basieren auf der offiziellen Statistikveröffentlichung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie der Pressemitteilung der Generalzolldirektion vom 10. März 2026. Die erste Bilanz der FKS finden Sie hier: Zoll online - Pressemitteilungen - Zoll überprüft das Baugewerbe - erste Bilanz der bundesweiten Schwerpunktprüfung

Nachhaltigkeit und Massivbau: Eine Spurensuche
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Nachhaltigkeit und Massivbau: Eine Spurensuche

Der Massivbau steht unter Druck. Beton, Kalksandstein und Ziegel gelten als CO₂-intensive Baustoffe – und das zu Recht. Doch das Bild ist differenzierter, als die öffentliche Debatte oft vermuten lässt. Wer genau hinschaut, findet im mineralischen Bauen echte Nachhaltigkeitsargumente: Langlebigkeit, Recyclingfähigkeit, thermische Masse und eine Industrie, die das Tempo in Sachen Dekarbonisierung deutlich erhöht hat. Eine Spurensuche.

5 Min. Lesezeit

Nachhaltigkeit: Was bedeutet das eigentlich beim Bauen?  

Nachhaltigkeit ist eines der meistbenutzten Wörter der Bauwirtschaft – und gleichzeitig eines der unschärfsten. Wer Nachhaltigkeit im Massivbau ernsthaft diskutieren will, muss zunächst klären, worüber er eigentlich spricht.

Im Kern geht es um drei Dimensionen: den Energieaufwand bei der Herstellung eines Baustoffs (der sogenannte graue Energieanteil), den Betrieb eines Gebäudes über seine gesamte Lebensdauer – und was am Ende damit passiert, wenn das Gebäude nicht mehr gebraucht wird. Alle drei Phasen zusammen ergeben die tatsächliche Ökobilanz. Wer nur auf eine schaut, zieht die falschen Schlüsse.

Das ist der Ausgangspunkt für eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Massivbau – und die fällt differenzierter aus, als die vereinfachte öffentliche Debatte oft vermuten lässt.

Das CO₂-Problem im Massivbau – und wie groß es wirklich ist

Beton und Zement sind für einen erheblichen Teil der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Das ist unbestritten. Die Bauwirtschaft insgesamt verursacht rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und einen signifikanten Anteil der Treibhausgasemissionen – ein Großteil davon entfällt auf Herstellung und Betrieb von Gebäuden.

Und doch lohnt ein genauerer Blick. Nicht jeder mineralische Baustoff ist gleich emissionsintensiv. Und nicht jede Emissionsrechnung berücksichtigt, was ein Gebäude über seine gesamte Lebensdauer leistet – oder was beim Rückbau mit dem Material geschieht.

Ein Vergleich macht das deutlich: Das Empire State Building in New York wurde in den 1930er-Jahren errichtet. Eine spätere Analyse ergab, dass für eine grundlegende energetische Sanierung des Gebäudes im Wesentlichen zwei Maßnahmen ausreichten – neue Fenster und eine Neujustierung der Klimaanlagentechnik. Die Substanz selbst war nach fast einem Jahrhundert noch vollständig intakt und nutzbar. Ein Neubau wäre in keiner Ökobilanz besser gefahren.

Zement: Der größte Hebel und die größten Fortschritte  

Zement ist der Treiber des CO₂-Problems im Massivbau – und gleichzeitig der Bereich, in dem am intensivsten an Lösungen gearbeitet wird.

Das Emissionsproblem beim Zement hat zwei Ursachen: Erstens die Prozesswärme, die für den sogenannten Brennvorgang benötigt wird. Zweitens – und das ist der schwerer lösbare Teil – die chemische Reaktion selbst: Beim Erzeugen von Zementklinker aus Kalkstein wird CO₂ freigesetzt, das über Jahrmillionen im Gestein gebunden war. Dieser sogenannte Prozessemissionsanteil macht rund zwei Drittel der Gesamtemissionen aus und lässt sich durch Energieeffizienz allein nicht eliminieren.

Hier kommen zwei Technologien ins Spiel, die in den letzten Jahren erheblich an Reife gewonnen haben:
Klinkersubstitution: Durch den Einsatz von Zusatzstoffen wie Hüttensand, Flugasche oder kalzinierten Tonen lässt sich der Klinkeranteil im Zement deutlich reduzieren – ohne die Festigkeitseigenschaften zu gefährden. Die Zementindustrie hat den durchschnittlichen Klinkergehalt in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten bereits erheblich gesenkt. Weitere Potenziale werden erschlossen.

Carbon Capture and Storage (CCS): Die verbleibenden Prozessemissionen lassen sich langfristig nur durch das Abscheiden und Speichern von CO₂ neutralisieren. Deutschland hat mit einem Bundestagsbeschluss den rechtlichen Rahmen geschaffen, CO₂ unter der Erde zu speichern – zunächst vorwiegend offshore, unter bestimmten Bedingungen auch an Land. Das ist ein relevanter Schritt, dessen Wirkung sich allerdings erst mittel- bis langfristig entfalten wird. Die smartere Variante wäre Carbon Capture and Utilization, also das abgeschiedene CO2 wieder als Rohstoff zu verwenden, z.B. in der chemischen Industrie.

Kalksandstein, Ziegel, Beton: Der Stand der Dinge

Jeder mineralische Baustoff hat sein eigenes Nachhaltigkeitsprofil – und seine eigenen Baustellen.

Kalksandstein teilt mit Zement das Grundproblem: Hier wird Kalk eingesetzt, der bei der Herstellung CO₂ freisetzt. Gleichzeitig besticht Kalksandstein durch hohe Rohdichte, guten Schallschutz und Langlebigkeit – Eigenschaften, die in der Gesamtökobilanz erheblich ins Gewicht fallen. Hinzu kommt die Fähigkeit klimaschädliche Treibhausgase zu binden. Diese Recarbonatisierung setzt sofort nach dem Herstellungsprozess ein und setzt sich in der Nutzung von Gebäuden weiter fort.

Ziegel wird gebrannt – was Energie erfordert, aber in seiner Zusammensetzung keine prozessbedingten CO₂-Emissionen wie beim Kalk erzeugt. Der Fokus liegt hier auf der Dekarbonisierung des Brennprozesses durch grünen Wasserstoff oder Elektrothermie. Erste Pilotprojekte laufen, eine flächendeckende Umsetzung ist noch Zukunftsmusik – aber die Richtung ist klar. Eine nicht für alle Anwendungen geeignete Variante könnte ein Kaltziegel aus Rezyklat sein, der ohne den energieintensiven Brennvorgang auskommt.

Beton ist der mengenmäßig bedeutendste Baustoff der Welt. Sein CO₂-Fußabdruck ist direkt an den Zementgehalt geknüpft – und damit direkt beeinflussbar durch Klinkersubstitution, optimierte Mischungsverhältnisse mit Alternativstoffen im Beton und konstruktive Materialeffizienz. Beton hat zudem eine oft übersehene Eigenschaft: Er rekarbonatisiert, ähnlich wie der Kalksandstein, im Laufe seines Lebens, das heißt, er nimmt über Jahrzehnte CO₂ aus der Luft wieder auf – ein kleiner, aber realer Beitrag zur Klimabilanz.  

Langlebigkeit als unterschätzter Nachhaltigkeitsfaktor

Der größte Nachhaltigkeitsvorteil des Massivbaus wird in der öffentlichen Debatte am häufigsten übersehen: Langlebigkeit.

Gründerzeitgebäude in deutschen Großstädten stehen seit 130, 150 Jahren – und sind strukturell noch immer in hervorragendem Zustand. Sie wurden nicht für Jahrzehnte gebaut, sondern für Generationen. Und genau das ist der Maßstab, an dem sich nachhaltiges Bauen messen lassen muss: nicht nur die Emissionen beim Bau, sondern die Gesamtemissionen über die gesamte Nutzungsdauer.

Ein Gebäude, das 200 Jahre steht, hat – trotz höherem initialem CO₂-Aufwand beim Bau – über seine Lebensdauer eine fundamental andere Bilanz als ein Gebäude, das nach 30 oder 40 Jahren abgerissen wird. Massivbau ist, wenn er gut geplant und ausgeführt ist, im Kern die nachhaltigste Bauweise überhaupt – weil er funktioniert, solange man ihn lässt.

Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Sinne auch: Wir wollen heute wieder Gebäude errichten, die Jahrhunderte halten. Das ist keine Romantik – das ist ökonomische und ökologische Vernunft.

Urban Mining: Was steckt wirklich drin?

Urban Mining – die gezielte Rückgewinnung von Baustoffen aus dem Gebäudebestand – wird oft als Schlüsselstrategie für die Kreislaufwirtschaft im Bau genannt. Die Grundidee ist richtig: Gebäude sind Materiallager, die wir im Rückbau wieder erschließen können.

Für den Massivbau ist das Bild jedoch nüchtern. Mineralische Baustoffe wie Beton, Kalksandstein oder Ziegel lassen sich gut recyceln.

Das bedeutet: Urban Mining ist im mineralischen Bereich ein wichtiger, aber in seiner Wirkung begrenzter Hebel – und keinesfalls ein Freifahrtschein, auf Langlebigkeit zu verzichten. Im Gegenteil: Es wäre mehr als unvernünftig, ein gut erhaltenes Gebäude abzureißen, nur um an sein Material zu kommen. Die Substanz zu erhalten ist immer vorzuziehen.

Fazit: Nicht alles ist nachhaltig – aber die Industrie macht Tempo

Eine ehrliche Bilanz des Massivbaus klingt so: Im mineralischen Bereich ist noch nicht alles nachhaltig. Das CO₂-Problem bei der Herstellung ist real, der Weg zur vollständigen Dekarbonisierung ist noch nicht abgeschlossen. Das ist die unbequeme Wahrheit.

Die gute Nachricht: Die Industrie ist dran – und sie macht Tempo. Klinkersubstitution, CCS-Technologien, alternative Brennverfahren, neue Zementformulierungen: Die Innovationsdichte in der mineralischen Baustoffindustrie war selten höher als heute. Wer den Massivbau pauschal als gestrigen Baustoff abschreibt, übersieht, wie viel sich in kurzer Zeit bewegt hat.

Und wer Nachhaltigkeit ernsthaft betreiben will, kommt an einer zentralen Erkenntnis nicht vorbei: Der nachhaltigste Bau ist der, der so lange steht, dass man gar nicht erst über seinen Nachfolger nachdenken muss.

Die neue DNA des Bauens: Qualität, Wissen und der Mut zum Umdenken
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Die neue DNA des Bauens: Qualität, Wissen und der Mut zum Umdenken

Die Baubranche steht vor einem Wissensparadoxon: Noch nie waren so viel Erfahrung und so viel Praxiswissen verfügbar wie heute – und trotzdem häufen sich Bauschäden, steigen Sanierungskosten, scheitern gut gemeinte Modernisierungen. Das Problem liegt nicht im fehlenden Wissen. Es liegt darin, wie dieses Wissen angewendet wird. Oder eben nicht. Was es braucht, ist ein grundlegender Wandel in der Denk- und Planungskultur des Bauens – eine neue DNA.

5 Min. Lesezeit

Was wir wissen – und was wir daraus machen

Bauen in Deutschland war nie wissensärmer als heute – diese These klingt provokant, aber sie trifft einen Nerv. Nicht weil Fachkompetenz fehlt., sondern weil das vorhandene Wissen zu selten dort ankommt, wo es gebraucht wird: in der konkreten Planungs- und Baupraxis.

Wissen im Bauwesen hat drei Dimensionen. Erstens: das Wissen darüber, was funktioniert. Gebäude, die seit über 200 Jahren stehen – ohne Normen gebaut, aber mit tiefem Materialverständnis und handwerklicher Erfahrung – belegen eindrucksvoll, was gutes Bauen leisten kann. Zweitens: das Wissen darüber, was nicht funktioniert. Bauschäden und Fehlsanierungen sind keine bloßen Versagensereignisse, sondern wertvolle Erkenntnisquellen. Drittens – und das ist die schwierigste Kompetenz – das Wissen, beides voneinander zu unterscheiden. Genau diese Urteilsfähigkeit wird im Berufsalltag immer seltener eingesetzt.

Das Resultat: Eine Branche, die weiß, wie es geht, aber zunehmend Entscheidungen trifft, die am Wissen vorbeigehen – weil Förderprogramme, Haftungsdruck oder Normkonformität den Takt vorgeben, nicht das fachliche Urteil.

Wenn Sanierung zum Schaden wird

Ein konkretes Beispiel: Ein älteres Mehrfamilienhaus mit leicht feuchtem Keller. Der alte Heizkessel hatte die Feuchtigkeit über Jahrzehnte im Gleichgewicht gehalten – nicht perfekt, aber funktional. Dann erfolgt eine energetische Modernisierung auf KfW-40-Niveau: neue Heizung, gedämmte Kellerdecke, thermische Entkopplung des Gebäudes. Auf dem Papier saniert, zukunftsfähig, förderfähig. In der Realität: ein halbes Jahr später deutlich ausgeprägtere Feuchteschäden als zuvor.

Was hier passiert ist, ist kein Einzelfall. Es ist das Ergebnis einer Ziellogik, die ausschließlich auf Energieeffizienz ausgerichtet ist – und dabei vergisst, das Gebäude als Gesamtsystem zu betrachten. Der Startpunkt war falsch gesetzt: nicht „Was braucht dieses Gebäude?", sondern „Wie viel Förderung können wir holen?" Energetische Modernisierung muss besser sein als das, was sie ersetzt. Wenn das Ergebnis eine Verschlechterung ist, ist im Planungsprozess etwas grundlegend schiefgelaufen.

Was die Zahlen sagen: Schäden, Kosten, Trends  

Die Datenlage ist eindeutig. Die durchschnittlichen Regulierungskosten bei Gebäudeschäden haben sich von 2013 bis 2024 nahezu verdoppelt – nicht allein wegen steigender Lohn- und Materialkosten, sondern auch wegen zunehmender Baukomplexität und einer Planungskultur, die oft mehr auf Normkonformität als auf Systemverständnis setzt.

Besonders aufschlussreich: In Bereichen wie der Sockelabdichtung, in denen sich an Normen und Produkten kaum etwas verändert hat, ist die Mängelquote auf einem Höchststand. Das Wissen ist vorhanden,  wird aber nicht konsequent eingesetzt. Bei Extremwetterschäden zeigt sich zudem, dass es sich häufig um Schäden ohne Mangel handelt: Das Gebäude entsprach den Normen, und wurde trotzdem beschädigt. Das führt zu einer zentralen Frage: Sind unsere Normen noch zeitgemäß oder brauchen wir ein grundlegend anderes Mindset beim Planen?

Effizienz allein reicht nicht

Ein zentrales Problem der vergangenen Jahrzehnte war die Fokussierung auf einen einzigen Parameter: Energieeffizienz. Fast alles – Förderprogramme, Zertifizierungen, politische Ziele – drehte sich um den Energiebedarf. Studien belegen: Die enormen Dämmmengen, die eingebaut wurden, haben oft nicht den erhofften Effekt auf den tatsächlichen Energieverbrauch. Gleichzeitig wurde kaum berücksichtigt, wie viel eingebettetes CO₂ in diesen Materialien steckt.

Hinzu kommt eine Planungskultur zwischen zwei Extremen: Auf der einen Seite eine Haftungsmentalität, die dazu führt, mehr zu bauen als nötig – nicht, weil es bautechnisch sinnvoll ist, sondern um das Haftungsrisiko zu minimieren. Auf der anderen Seite eine Perfektionserwartung, wonach jede Abweichung sofort als Mangel gilt, selbst wenn das Gebäude einwandfrei funktioniert. Zwischen diesen Extremen liegt ein breiter Graubereich, den die Branche wieder stärker gestalten muss: pragmatisch, fachkundig, zielorientiert.

Die neue DNA: Was zukunftsfähiges Bauen wirklich bedeutet

Zukunftsfähiges Bauen lässt sich in einem Dreiklang zusammenfassen: Suffizienz, Effizienz, Konsistenz – in genau dieser Reihenfolge.

Suffizienz bedeutet: zuerst fragen, was wirklich gebraucht wird. Nicht das Maximum, sondern das Notwendige. Wer die Planung mit dieser Frage beginnt, vermeidet Übermaß – und damit unnötigen Ressourcenverbrauch, unnötige Kosten und unnötige Fehlerquellen.

Effizienz bleibt wichtig – aber sie muss dem richtigen Ziel dienen. Nicht als Selbstzweck, sondern als Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts.

Konsistenz bedeutet, dass alle Maßnahmen auf ein klar definiertes Ziel einzahlen: Welches Gebäude brauchen wir, damit es in 50, 100 oder 150 Jahren noch einen Wert hat?

Vor Recycling steht Wiederverwendung. Vor Wiederverwendung steht Langlebigkeit. Und vor Langlebigkeit steht die richtige Entscheidung am Anfang des Planungsprozesses. Resilienz – gegen Überflutung, Hitze, Schlagregen – darf dabei kein Add-on sein, sondern muss von Beginn an ins Konzept einfließen.

Fazit: Vom Bauen zu Baumeistern  

Der Begriff „Baumeister" trägt mehr in sich, als es auf den ersten Blick scheint. Er vereint technisches Können, Materialwissen, Urteilsvermögen und Verantwortung – gegenüber dem Gebäude, seinen Nutzern und der Zeit. Schon lange bevor es Normen gab, bauten Baumeister Gebäude, die Jahrhunderte überdauern.

Das bedeutet nicht, dass die Branche zurück in die Vergangenheit soll. Es bedeutet, dass sie sich auf das besinnen muss, was sie wirklich kann, und dann mutig nach vorne geht. Wenn etwas nicht funktioniert, sollten wir nicht auf den nächsten Normenentwurf warten, sondern jetzt handeln, umdenken und es besser machen.

Nachhaltiges Bauen ist kein Zertifikat und kein Förderprogramm. Es ist eine Haltung – gegenüber dem Gebäude, gegenüber dem Wissen, gegenüber der Verantwortung. Wer diese Haltung konsequent lebt, baut zukunftsfähig.

KI-Unterstützung zur Digitalisierung von Bestandsimmobilien
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KI-Unterstützung zur Digitalisierung von Bestandsimmobilien

Bestandsimmobilien und Digitalisierung – passt das überhaupt zusammen? Während Neubauten oft schon digital geplant werden, stehen viele Altbauten noch ganz am Anfang. Wie gelingt der Weg vom Aktenordner zum digitalen Zwilling? Der Erfahrungsbericht aus der Praxis zeigt, wie Digitalisierung in bestehenden Gebäuden wirklich funktioniert – und warum Daten, Geduld und ein langer Atem entscheidend sind.

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Von der Vision zur Realität

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens ins Büro und Ihre KI begrüßt Sie: „Guten Morgen, Laura. Ich habe über Nacht alle Energiesysteme überprüft. Im Raum 2051 gibt es eine Störung, der Techniker ist schon informiert. Ich wünsche Ihnen einen effizienten Tag.“ Klingt nach Zukunftsmusik? Noch ja – denn in der Realität beginnt die Digitalisierung von Bestandsimmobilien oft viel bodenständiger und mit ganz anderen Herausforderungen.  

Die Ausgangslage: Bestandsimmobilien und ihre Geschichte

Viele Bestandsimmobilien sind Jahrzehnte alt, ihre Geschichte ist oft nur bruchstückhaft dokumentiert. Am Beispiel einer Immobilie in München wird deutlich: Wer eine Immobilie digitalisieren will, muss sich erst einmal mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen – von alten Bauakten bis zu Familiengeschichten. Die Immobilie, um die es geht, ist seit Generationen im Familienbesitz und umfasst heute 7.500 Quadratmeter und 130 Stellplätze. Die Historie reicht bis in die 1980er Jahre zurück, als die ersten Gebäude errichtet wurden.

Daten, Daten, Daten – der Schlüssel zum Erfolg

Der Weg zur Digitalisierung beginnt mit Daten. Ob Betonproben, Baupläne oder Zeitstrahlen: Erst wenn alle verfügbaren Informationen gesammelt, sortiert und digitalisiert sind, entsteht ein solides Fundament. Das bedeutet auch, sich durch Aktenberge zu arbeiten, Dokumente zu scannen und die Daten sinnvoll zu strukturieren. In der Praxis heißt das: 270 Aktenordner aus dem Keller holen, alles einscannen lassen und plötzlich 80 Gigabyte an digitalen Daten auf dem Server haben. Doch damit ist es nicht getan – die Daten müssen sortiert, zugeordnet und in die richtigen Systeme eingepflegt werden. Ohne das Wissen und die Erfahrung der Menschen, die das Gebäude begleitet haben, bleibt das Modell unvollständig.  

Digitalisierung in der Praxis: Vom Papier zum Modell

Mit modernen Scanning-Technologien und BIM-Tools lassen sich auch ältere Gebäude digital erfassen. Punktwolken, digitale Modelle und LOD-Tabellen helfen, den Bestand präzise abzubilden. Doch die Digitalisierung ist kein Selbstläufer: Es braucht Zeit, Know-how und oft auch externe Unterstützung. In einem Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Digitales wurde ein Laserscan aller Räume durchgeführt, um ein BIM-Kit-Modell zu erstellen. Die Herausforderung: Die Zuordnung der gescannten Daten zu den richtigen Bauteilen, Statikunterlagen und Plänen. Hier ist Teamarbeit gefragt – und oft sind es die Menschen mit dem besten Überblick, die den entscheidenden Beitrag leisten.  

Intelligente Systeme und smarte Technik

Ein ERP-System verknüpft Verwaltung, Technik, Betriebswirtschaft und Recht. Smarte Messsysteme wie Smart Metering ermöglichen eine präzise Verbrauchserfassung und helfen, Kosten zu sparen. Automatische Beschattung, Heizungs- und Lüftungssteuerung sowie die Integration von Wetterdaten zeigen, wie digitale Technik den Alltag effizienter macht – auch in älteren Gebäuden. Ein Beispiel: Die Beschattungsanlage reagiert nicht nur auf Sonneneinstrahlung, sondern erkennt auch Föhnwetterlagen in München und passt sich entsprechend an. Heizungs- und Lüftungssysteme sind heute mit Smart Metern ausgestattet und kommunizieren direkt mit dem Smartphone des Technikers. So können Störungen frühzeitig erkannt und behoben werden.  

Forschung und Innovation: Sensorik und Energieeffizienz

Innovative Forschungsprojekte, etwa mit Universitäten, bringen neue Impulse: Sensoren an Fassaden messen Energieeffizienz und helfen, Sanierungsbedarf frühzeitig zu erkennen. In einem aktuellen Projekt werden an einer großen Glasfassade Sensoren angebracht, um über eineinhalb Jahre hinweg Daten zu sammeln. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu optimieren und den richtigen Zeitpunkt für eine Sanierung zu bestimmen. Solche Projekte zeigen, wie Digitalisierung und Forschung Hand in Hand gehen und nachhaltige Entwicklung fördern.

Fazit: Fundament für kommende Generationen

Die Digitalisierung von Bestandsimmobilien ist ein Prozess, der Zeit, Engagement und Offenheit für Neues erfordert. Es gibt Rückschläge, technische Hürden und manchmal auch Frust. Doch wer Vergangenheit und Gegenwart geschickt verbindet, schafft ein solides Fundament – nicht nur aus Beton, sondern auch aus Daten. Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen und Schritt für Schritt vorzugehen. Die Erfahrung zeigt: Ohne die Vergangenheit geht es nicht. Alte Pläne, Erfahrungswissen und Dokumente sind unverzichtbar, um ein vollständiges digitales Abbild zu schaffen. Gleichzeitig braucht es Mut, neue Technologien auszuprobieren und bestehende Prozesse zu hinterfragen.  

Transformation im Mauerwerksbau: Wie Digitalisierung, Vorfertigung und KI die Branche revolutionieren
Branchen

Transformation im Mauerwerksbau: Wie Digitalisierung, Vorfertigung und KI die Branche revolutionieren

Die Baubranche steht vor einem gewaltigen Umbruch: Digitalisierung, Vorfertigung und Künstliche Intelligenz verändern den Mauerwerksbau grundlegend. Was bedeutet das für Bauunternehmen, Fachkräfte und Bauherren? Moderne Technologien machen nicht nur Prozesse effizienter und nachhaltiger, sie definieren auch das Berufsbild des Maurers neu. Die Transformation im Mauerwerksbau hat längst begonnen.

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Die Baustelle der Zukunft – ein Live-Experiment

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer modernen Baustelle und bitten Ihre Sprachassistentin: „Hey Siri, zeig uns doch bitte, wie du ein Haus mauerst.“ Was wie ein Scherz klingt, ist der Auftakt zu einer tiefgreifenden Transformation im Mauerwerksbau. Die Digitalisierung hält Einzug – und mit ihr Chancen und Risiken, die wir als Bauunternehmer aktiv gestalten müssen.

Chancen und Risiken: KI als Gamechanger

Künstliche Intelligenz (KI) kann heute schon erstaunlich viel: Fehler und Mängel auf Baustellen automatisch erkennen, Bauvorschriften prüfen, Normen abgleichen. Doch was passiert, wenn KI Fehler entdeckt, die wir selbst übersehen hätten? Plötzlich stehen wir vor der Herausforderung, nicht nur zu bauen, sondern auch zu prüfen, zu dokumentieren und uns zu rechtfertigen. Das kostet Zeit – und Zeit ist auf der Baustelle bekanntlich Geld.

Warum Transformation? Der Wandel im Berufsbild

Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Und Maurer von heute sind längst nicht mehr die noch in den 1990er Jahren, im „Werner-Beinhart! -Film“ dargestellten Typen mit Bierflasche auf der Baustelle. Sie sind smart, gehen ins Fitnessstudio und wollen stolz von ihren Projekten erzählen. Mauern ist keine Knochenarbeit mehr: Dank Vorfertigung entstehen ganze Wände im Werk – maßgenau, trocken, wetterunabhängig und automatisiert. Ein Beispiel: In Landsberg am Lech wurden rund 200 Wohnungen mit vorgefertigten Massivbauteilen errichtet – keine einzige Ziegelwand wurde vor Ort gemauert. Stattdessen wurden bis zu 1.000 Quadratmeter Wandelemente pro Woche montiert – präzise, effizient und in Rekordzeit.

Lean Construction: Effizienz durch Prozessintelligenz

Kostengünstiger bauen heißt heute: Prozesse kennen, steuern und in Echtzeit monitoren. Lean Construction bedeutet: keine überflüssigen Gerätschaften, kein unnötiges Material, bis zu 90 % weniger Kranbewegungen. Das Ergebnis: mehr Produktivität, weniger Lärm, höhere Qualität und geringere Kosten. Wetter spielt kaum noch eine Rolle – Vorfertigung minimiert Witterungseinflüsse und sichert einen kontinuierlichen Baufortschritt

Nachhaltigkeit: Mehr als nur das richtige Material

Nachhaltigkeit im Bau ist mehr als Langlebigkeit und Klimafreundlichkeit. Es geht um Architektur, die Generationen überdauert und flexibel nutzbar bleibt. Gebäude müssen heute nicht nur im Winter warm, sondern im Sommer auch kühl bleiben – und das gelingt im Mauerwerksbau ganz natürlich, ohne energieintensive Klimaanlagen. Klimaresilienz wird zur neuen Norm: Unsere Gebäude müssen Extremwetter besser standhalten und Schäden minimieren.

Digitalisierung und Robotik: Der nächste Schritt

Wer besser bauen will, muss digital bauen. Modellbasiertes Planen (BIM) und durchgängige Daten sichern Qualität, vermeiden Fehler und machen Bauprozesse transparent – noch bevor der erste Stein gesetzt wird. Roboter übernehmen präzise Aufgaben, fertigen Bauteile millimetergenau und reduzieren Abfall auf ein Minimum. In modernen Werken laufen viele Prozesse bereits vollautomatisch – von der Planung bis zur Produktion.

Praxisbeispiel: Vom digitalen Zwilling zum fertigen Gebäude

Mit CAD-Software wird der digitale Zwilling eines Gebäudes in produzierbare Bauteile zerlegt. Jedes Teil wird optimiert, Abfall minimiert und das, was übrig bleibt, zu neuen Steinen recycelt. Fenster, Türen, Elektroleitungen – alles kann im Werk unter optimalen Bedingungen eingebaut werden. Das Ergebnis: höchste Präzision, Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Jeder Stein, jede Wand ist digital dokumentiert.

KI in der Praxis: Automatisierung und Qualitätskontrolle

Die Zukunft ist bereits da: Automatisierte Mörtelkonsistenzregelungen, Qualitätsprüfung per Bilderkennung oder Laserscan, intelligente Algorithmen für Materialflüsse und Bauablaufplanung. KI prüft Modelle und Ausführungsdetails gegen aktuelle Normen – und schafft so die Basis für noch mehr Automatisierung und Effizienz.

Fazit: Transformation als Gemeinschaftsaufgabe

Mit der Verlagerung der Baustellenprozesse ins Werk und der Digitalisierung aller Abläufe schaffen wir nicht nur mehr Effizienz, sondern auch attraktivere und sicherere Arbeitsplätze. Die Transformation im Mauerwerksbau ist kein Selbstzweck – sie ist die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit: Fachkräftemangel, Klimawandel, steigende Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit.

Digitalisierung bedeutet Vernetzung. Vernetzung heißt Kommunikation. Kommunikation eröffnet grenzenlose Möglichkeiten. Deshalb optimieren wir unser System stetig weiter, um den Mauerwerksbau nachhaltig zu transformieren.

HR-Probleme: Die größten Herausforderungen im Personalmanagement und wie du sie löst
HR & Payroll

HR-Probleme: Die größten Herausforderungen im Personalmanagement und wie du sie löst

HR-Probleme wie diese kennen viele Unternehmen, denn HR-Teams stehen heute unter Druck wie selten zuvor: Fachkräftemangel, hohe Erwartungshaltungen, neue Arbeitsmodelle, mehr administrativer Aufwand und gleichzeitig der Wunsch nach strategischer HR-Arbeit. Viele Unternehmen merken erst spät, wie sehr ineffiziente Prozesse, fehlende Transparenz und unklare Verantwortlichkeiten HR blockieren. Die gute Nachricht: Die meisten HR-Herausforderungen lassen sich lösen, wenn du sie erkennst und systematisch angehst.

5 Min. Lesezeit

Eine Führungskraft fragt nach dem aktuellen Urlaubsstand ihres Teams. Die Personalabteilung wühlt sich durch Excel-Listen. Und das Onboarding der neuen Kollegin? Kommt nicht weiter voran, weil niemand weiß, wer welche Aufgabe übernimmt.

HR-Probleme wie diese kennen viele Unternehmen, denn HR-Teams stehen heute unter Druck wie selten zuvor: Fachkräftemangel, hohe Erwartungshaltungen, neue Arbeitsmodelle, mehr administrativer Aufwand und gleichzeitig der Wunsch nach strategischer HR-Arbeit. Viele Unternehmen merken erst spät, wie sehr ineffiziente Prozesse, fehlende Transparenz und unklare Verantwortlichkeiten HR blockieren. Die gute Nachricht: Die meisten HR-Herausforderungen lassen sich lösen, wenn du sie erkennst und systematisch angehst.

Dieser Artikel zeigt dir die sieben häufigsten Probleme im Personalmanagement, gibt dir konkrete Lösungsansätze und erklärt, wie digitale Tools den Unterschied machen.

Was sind HR-Probleme und warum entstehen sie?

HR-Probleme sind Herausforderungen, die eine effiziente, faire und strategische Personalarbeit erschweren. Sie reichen von administrativem Chaos über mangelnde Mitarbeiterbindung bis hin zu fehlender Datenbasis für Entscheidungen. Die Ursachen sind sehr vielfältig: Oft wachsen Unternehmen schneller als ihre HR-Strukturen. Das führt dazu, dass Prozesse, die bei 30 Mitarbeitenden noch funktionierten, bei 150 zusammenbrechen. Dazu kommen veraltete Tools, fehlende Digitalisierung und eine HR-Abteilung, die operativ so überlastet ist, dass strategische Arbeit auf der Strecke bleibt.

Ein weiterer Grund: HR wird in vielen Unternehmen noch als reine Verwaltungsfunktion gesehen. Dabei ist gutes Personalmanagement längst ein Must-have geworden. Wer hier nicht investiert, verliert seine Talente an Arbeitgeber, die moderner aufgestellt sind.

Kurz gesagt: Die Abteilung Human Resources weiß, was getan werden muss. Allerdings fehlt oft die Infrastruktur, um es effizient umzusetzen.

Die häufigsten HR-Probleme und wie du sie löst

Im Folgenden zeigen wir dir die sieben größten HR-Herausforderungen, welche konkreten Auswirkungen sie in der Praxis haben und wie du sie in den Griff bekommst.

1. Fachkräftemangel und Recruiting-Schwierigkeiten

Das Problem trifft fast alle Branchen: Offene Stellen bleiben monatelang unbesetzt und qualifizierte Bewerbungen sind rar. Die Folge: Bestehende Teams übernehmen einen Haufen an Mehrarbeit, Projekte verzögern sich, die Wettbewerbsfähigkeit leidet.

Praxisbeispiel: Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen sucht seit acht Monaten eine:n Ingenieur:in für die Konstruktion. Die Fachabteilung arbeitet am Limit, Aufträge werden abgelehnt.

Lösungen: Überprüfe deine Stellenanzeigen auf Attraktivität und Reichweite. Nutze Active Sourcing über LinkedIn und in Fachportalen. Baue eine Arbeitgebermarke auf, die zeigt, warum dein Unternehmen ein guter Arbeitsplatz ist. Digitale HR-Workflows beschleunigen hier den Bewerbungsprozess und verbessern zudem die Candidate Experience.

2. Hohe Fluktuation und mangelnde Mitarbeiterbindung

Wenn gute Leute gehen, geht Know-how verloren. Neue Mitarbeitende einzuarbeiten kostet Zeit und Geld – Schätzungen gehen von sechs bis neun Monatsgehältern pro Stelle aus. Hohe Fluktuation ist ein Warnsignal für tieferliegende Probleme.

Praxisbeispiel: Ein Dienstleistungsunternehmen verliert jährlich 25 Prozent seiner Belegschaft. Exit-Gespräche zeigen: Mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten und fehlende Wertschätzung sind die Hauptgründe.

Lösungen: Führe regelmäßige Feedbackgespräche und Mitarbeiterbefragungen durch. Investiere in Mitarbeiterentwicklung und Bindung. Schaffe transparente Karrierewege und erkenne die Leistung jeder Personen sichtbar an. Datenbasierte Analysen helfen dir, Kündigungsrisiken frühzeitig zu erkennen.

3. Ineffiziente HR-Prozesse und administrativer Aufwand

Urlaubsanträge per E-Mail, Krankmeldungen auf Papier, Personalakten in Ordnern: Manuelle Prozesse fressen Zeit und sind fehleranfällig. HR-Teams verbringen zu viel Zeit mit Verwaltung statt mit strategischer Arbeit.

Praxisbeispiel: Die Personalleitung eines Handelsunternehmens mit 200 Mitarbeitenden schätzt, dass 60 Prozent der Arbeitszeit für administrative Aufgaben draufgehen – genau die Zeit, die für Personalentwicklung fehlt.

Lösungen: Digitalisiere wiederkehrende Prozesse. Self-Service-Portale ermöglichen Mitarbeitenden, Urlaubsanträge, Adressänderungen oder Gehaltsabrechnungen selbst einzusehen und zu verwalten. Das entlastet das gesamte HR-Team spürbar.

Lesetipp: HR-Software für den Mittelstand: Vergleich der besten Tools

4. Fehlende Datengrundlage für Entscheidungen

Viele HR-Abteilungen arbeiten noch mit Bauchgefühl, statt sich auf Fakten zu berufen. Wie hoch ist die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit? Welche Abteilungen haben die höchste Krankenquote? Ohne Daten bleiben solche Fragen unbeantwortet.

Praxisbeispiel: Ein Unternehmen plant Gehaltsanpassungen, hat aber keinen Überblick über die aktuelle Gehaltsstruktur nach Abteilung und Seniorität. Die Entscheidungen wirken willkürlich und sorgen für Unmut.

Lösungen: Baue ein HR-Reporting auf, das relevante Kennzahlen automatisch erfasst. HR Analytics und People Data helfen dir, fundierte Entscheidungen zu treffen und Trends frühzeitig zu erkennen.

5. Mangelhaftes Onboarding neuer Mitarbeitender

Die ersten Wochen entscheiden, ob neue Kolleg:innen bleiben oder schnell wieder gehen. Ein chaotischer Start hinterlässt einen schlechten Eindruck und verzögert die Produktivität.

Praxisbeispiel: Eine neue Mitarbeiterin startet – aber der Laptop ist nicht eingerichtet, der Zugang zum System fehlt und niemand hat Zeit für eine Einführung. Nach drei Monaten kündigt sie.

Lösungen: Erstelle einen strukturierten Onboarding-Plan mit klar definierten Verantwortlichkeiten. Digitale Checklisten und automatisierte Workflows stellen hierbei sicher, dass auch nichts vergessen wird. Das sorgt für einen professionellen ersten Eindruck und zudem für eine schnellere Einarbeitung.

6. Compliance-Probleme und rechtliche Unsicherheiten

Arbeitsrecht, Datenschutz, Arbeitszeitgesetz: HR muss viele Vorschriften einhalten. Fehler können teuer werden, etwa durch Bußgelder, Nachzahlungen oder gar Rechtsstreitigkeiten.

Praxisbeispiel: Ein Unternehmen führt keine lückenlose Zeiterfassung. Bei einer Prüfung werden Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz festgestellt.

Lösungen: Nutze digitale Systeme, die Compliance-Anforderungen automatisch abbilden – von der Arbeitszeiterfassung bis zur DSGVO-konformen Datenspeicherung. Regelmäßige Schulungen halten HR und Führungskräfte auf dem aktuellen Stand.

7. Generationenkonflikte und veränderte Erwartungen

Vier Generationen arbeiten heute mit unterschiedlichen Werten, Kommunikationsstilen und Erwartungen an Arbeit zusammen. Das führt zu Reibungen und Missverständnissen.

Praxisbeispiel: Ältere Führungskräfte erwarten Anwesenheit im Büro, jüngere Mitarbeitende fordern flexible Remote-Arbeit. Der Konflikt eskaliert und belastet das Teamklima.

Lösungen: Entwickle eine Unternehmenskultur, die Vielfalt wertschätzt. Flexible Arbeitsmodelle, klare Kommunikationsregeln und generationenübergreifende Teams helfen, Brücken zu bauen. Das HR-Team kann hier wunderbar als Vermittler agieren.

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Zukünftige HR-Herausforderungen: Was kommt auf Unternehmen zu?

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Neben den bestehenden Problemen zeichnen sich auch neue HR-Herausforderungen der Zukunft ab.

  • Künstliche Intelligenz und Automatisierung: Das schnelle Fortschreiten von KI verändert Jobprofile und Qualifikationsanforderungen. HR muss Mitarbeitende auf neue Rollen vorbereiten und zeitgleich die Ängste vor Technologie adressieren. Wie das gelingen kann und was für Unternehmen wichtig ist, findest du im Artikel KI in HR: Chancen, Risiken und ethische Aspekte.
  • Hybride Arbeitsmodelle: Remote Work ist gekommen, um zu bleiben. HR muss Strukturen schaffen, die Zusammenarbeit auch über Distanz ermöglichen; und zwar ohne dass Unternehmenskultur und Teamgefühl leiden.
  • Demografischer Wandel: Die Babyboomer gehen in Rente und die jüngeren Generationen kommen nach. Wissenstransfer, Nachfolgeplanung und altersgerechte Arbeitsgestaltung sind demnach zentrale Themen.
  • Mentale Gesundheit: Stress, Burnout und psychische Belastungen nehmen zu. Unternehmen, die hier präventiv handeln und unterstützende Angebote machen, bauen nicht nur Vertrauen auf, sondern binden Mitarbeitende auch langfristig.
  • Skills-Gap und lebenslanges Lernen: Qualifikationen veralten schneller als früher. HR muss kontinuierliche Weiterbildung fördern und eine Lernkultur etablieren.

HR-Prozesse optimieren – kompakte Strategien & Best Practices

Die Lösung vieler HR-Probleme beginnt mit optimierten Prozessen.

  • Prozesse standardisieren: Definiere klare Abläufe für wiederkehrende Aufgaben wie Onboarding, Urlaubsanträge oder Leistungsbeurteilungen. Standards reduzieren Fehler und sparen Zeit.
  • Automatisierung nutzen: Routineaufgaben wie Erinnerungen, Genehmigungen oder Reportings lassen sich automatisieren. Das gibt HR-Teams Freiraum für strategische Arbeit.
  • Self-Service einführen: Mitarbeitende und Führungskräfte können viele Aufgaben selbst erledigen – von der Stammdatenänderung bis zur Urlaubsplanung. Das entlastet HR und erhöht die Zufriedenheit.
  • Daten nutzen: Kennzahlen helfen, Probleme früh zu erkennen und Maßnahmen zu steuern. Ein gutes HR-Reporting ist die Basis für evidenzbasierte Entscheidungen.
  • Feedback einholen: Regelmäßige Befragungen zeigen, wo es hakt, bevor Probleme eskalieren.

Digitale Unterstützung für HR-Probleme: Warum Software hilft

Viele HR-Probleme entstehen durch manuelle und nicht durchdachte Prozesse. HR-Software schafft hier Abhilfe, indem sie Daten zentralisiert, Abläufe automatisiert und die notwendige Transparenz schafft.

Eine moderne HR-Plattform wie Suiteify verbindet alle relevanten Bereiche: von der digitalen Personalakte über Zeitwirtschaft und Recruiting bis hin zu Performance Management und Payroll. Das Ergebnis: weniger Reibungsverluste, bessere Datenqualität und mehr Zeit für die Arbeit mit Menschen.

Vorteile einer integrierten HR-Software:

  • Zentrale Plattform statt Insellösungen
  • Echtzeit-Einblicke für datengestützte Entscheidungen
  • Automatisierte Workflows für wiederkehrende Prozesse
  • Integration in bestehende Systeme wie DATEV oder ERP
  • DSGVO-konforme Datenspeicherung

Für einen Überblick über führende Lösungen empfehlen wir den HR-Software Vergleich: Die führenden Anbieter für digitale Personalverwaltung.

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Praxistipps zur Einführung neuer HR-Prozesse

Neue Prozesse und Tools einzuführen ist ein Change-Projekt. Mit diesen Tipps gelingt die Umsetzung:

  1. Bestandsaufnahme machen: Welche Prozesse laufen gut, wo gibt es Probleme? Analysiere den Status quo, bevor du Veränderungen planst.
  1. Ziele definieren: Was soll sich konkret verbessern? Messbare Ziele helfen, den Erfolg zu bewerten.
  1. Stakeholder einbinden: Beziehe Führungskräfte und Mitarbeitende früh ein. Akzeptanz entsteht durch Beteiligung.
  1. Schrittweise vorgehen: Starte mit einem Pilotbereich, sammle Erfahrungen und rolle dann aus.
  1. Schulungen anbieten: Neue Tools bringen nur etwas, wenn sie genutzt werden. Investiere in Training und Support.
  1. Erfolge sichtbar machen: Kommuniziere, was sich verbessert hat. Das motiviert und schafft Vertrauen für weitere Veränderungen.

Einen detaillierten Leitfaden findest du im Artikel HR-Software implementieren: In 7 Schritten neue Systeme einführen.

Fazit & Ausblick: Zukunftstrends für HR

HR-Probleme beeinflussen Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit und letztlich den Unternehmenserfolg. Doch mit den richtigen Strategien und digitalen Tools lassen sich die meisten Herausforderungen im Handumdrehen lösen. Die Zukunft von HR liegt in der Verbindung von Mensch und Technologie. Automatisierung übernimmt hierbei repetitive Aufgaben, während HR-Teams sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Top-Talente finden, sie entwickeln und binden. Datenbasierte Entscheidungen ersetzen Bauchgefühl und flexible Arbeitsmodelle werden zur Normalität.

Unternehmen, die ihre HR-Prozesse jetzt modernisieren, verschaffen sich einen Vorsprung im Wettbewerb um die besten Köpfe. Der erste Schritt: die eigenen Probleme erkennen und systematisch angehen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was sind die größten HR-Herausforderungen in Unternehmen heute?

Die größten HR-Herausforderungen sind der Fachkräftemangel, die Bindung von Mitarbeitenden, ineffiziente Prozesse und fehlende Daten für fundierte Entscheidungen. Hinzu kommen Compliance-Anforderungen und der Umgang mit veränderten Erwartungen verschiedener Generationen an Arbeit.

Welche neuen HR-Herausforderungen kommen in Zukunft auf Unternehmen zu?

Künstliche Intelligenz verändert Jobprofile und erfordert neue Qualifikationen. Hybride Arbeitsmodelle müssen strukturiert umgesetzt werden. Der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel, während mentale Gesundheit und lebenslanges Lernen an Bedeutung gewinnen.

Welche Rolle spielt Digitalisierung bei aktuellen HR-Herausforderungen?

Digitalisierung ist ein zentraler Hebel, um HR-Probleme zu lösen. HR-Software automatisiert Routineaufgaben, schafft Transparenz durch zentrale Daten und ermöglicht Self-Service für Mitarbeitende. Das entlastet HR-Teams und verbessert die Qualität von Entscheidungen.

Lohnabrechnung 2026: Die Änderungen im Überblick
HR & Payroll

Lohnabrechnung 2026: Die Änderungen im Überblick

Zum Jahreswechsel 2026 ändern sich zentrale Werte in der Lohnabrechnung: Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro, die Minijob-Grenze auf 603 Euro monatlich beziehungsweise 7.236 Euro jährlich. Der Beitrag fasst diese und weitere Änderungen zusammen, darunter Midijob-Übergangsbereich, Mindestausbildungsvergütung und Beitragsbemessungsgrenzen.

5 Min. Lesezeit

Zum Jahreswechsel ändern sich zahlreiche Werte, die direkt in Ihre Lohnabrechnung einfließen: Mindestlohn, Minijob-Grenze, Beitragsbemessungsgrenzen, Sachbezugswerte und mehr. Dieser Beitrag fasst zusammen, was ab 2026 gilt, und zeigt Ihnen anhand einer Checkliste, was Sie jetzt prüfen sollten.

Mindestlohn 2026: Das müssen Sie als Arbeitgeber wissen

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das betrifft alle geringfügig und regulär Beschäftigten und wirkt sich direkt auf Ihre Lohnkosten und Ihre Stundenplanung aus. Zum 1. Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro vorgesehen.

Minijob-Grenze 2026: Neue Verdienstobergrenze

Da Mindestlohn und Minijob-Grenze miteinander gekoppelt sind, steigt die monatliche Verdienstgrenze zum 1. Januar 2026 auf 603 Euro. Die jährliche Höchstgrenze liegt damit bei 7.236 Euro. Prüfen Sie die Arbeitszeitmodelle Ihrer Minijobber, damit diese die Grenze bei der Lohnabrechnung 2026 nicht versehentlich überschreiten.

Auch der Übergangsbereich für Midijobs verschiebt sich entsprechend: Er reicht ab Januar 2026 von 603,01 Euro bis 2.000 Euro monatlich. In diesem Bereich bleiben für Beschäftigte reduzierte Sozialabgaben möglich.

Mindestausbildungsvergütung 2026 für Azubis

Im Jahr 2026 beträgt die Mindestausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr 724 Euro. In den folgenden Lehrjahren steigt die Vergütung um 18, 35 beziehungsweise 40 Prozent gegenüber dem ersten Lehrjahr. Tarifliche Abweichungen sind in einzelnen Branchen möglich.

Beitragsbemessungsgrenzen 2026 in der Sozialversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenzen legen fest, bis zu welchem Einkommen Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Für die Lohnabrechnung 2026 gelten bundeseinheitlich folgende Werte:

Versicherungszweig Monatlich Jährlich
Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 € 69.750 €
Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450 € 101.400 €
Knappschaftliche Rentenversicherung 10.400 € 124.800 €

Zusätzlich gilt die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie beträgt 6.450 Euro pro Monat beziehungsweise 77.400 Euro pro Jahr.

Beitragssätze 2026: Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung

Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt bei 14,6 Prozent, während der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf 2,9 Prozent steigt. Der tatsächliche Zusatzbeitrag hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab und kann davon abweichen. Prüfen Sie ihn daher für jede Kasse einzeln.

In der Pflegeversicherung bleibt der Beitragssatz bei 3,6 Prozent, der Zuschlag für Kinderlose bei 0,6 Prozent und der Abschlag für Eltern ab dem zweiten Kind bei 0,25 Prozent je Kind, maximal 1 Prozent.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung (2,6 Prozent), zur Rentenversicherung (18,6 Prozent) und die Insolvenzgeldumlage (0,15 Prozent) bleiben unverändert.

Diese Werte legt die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026 fest, die der Bundesrat am 21. November 2025 bestätigt hat.

Grundfreibetrag 2026: Steuerliche Entlastung für Beschäftigte

Der Grundfreibetrag steigt im Jahr 2026 auf 12.348 Euro, für Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner auf 24.696 Euro. Diese Werte legt das Steuerfortentwicklungsgesetz fest.

Durch die Anhebung gegenüber den Werten aus 2025 (12.096 Euro beziehungsweise 24.192 Euro) bleiben höhere Einkommen steuerfrei. Das führt zu geringeren Lohnsteuerabzügen und höheren Nettolöhnen Ihrer Beschäftigten. Die Anpassung erfolgt automatisch in der Lohnabrechnung ab Januar 2026.

Verpflegungsmehraufwand und Sachbezugswerte 2026

Für Verpflegung gelten ab 2026 folgende Sachbezugswerte:

Mahlzeit Monatlich Kalendertäglich
Frühstück 71,00–71,10 € 2,37 €
Mittag- oder Abendessen 137,00–137,10 € 4,57 €
Vollverpflegung 345,00 € 11,50–11,51 €

Der bundeseinheitliche Wert für eine freie Unterkunft (inklusive Heizung und Beleuchtung) beträgt monatlich 285 Euro, täglich 9,50 Euro. Abweichend davon können Sie den ortsüblichen Mietpreis ansetzen, wenn der Tabellenwert unbillig ist. Aus Verpflegung und Unterkunft ergibt sich damit insgesamt ein Sachbezugswert von 630 Euro im Monat.

Bei Gemeinschaftsunterkünften gelten abgestufte Abschläge von bis zu 60 Prozent bei Mehrfachbelegung. Diese müssen Sie bei mehreren Minderungen addieren.

Die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen im Inland bleiben unverändert: 14 Euro ab acht Stunden, 28 Euro bei 24 Stunden und 14 Euro für An- und Abreisetage. Für Auslandsdienstreisen hat das Bundesministerium der Finanzen die neuen Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten ab dem 1. Januar 2026 mit Schreiben vom 5. Dezember 2025 veröffentlicht. Änderungen gegenüber den bis Ende 2025 geltenden Werten sind darin fett gekennzeichnet. Prüfen Sie die für Ihre Reiseländer maßgeblichen Beträge direkt anhand dieser Übersicht, bevor Sie Ihre Reisekostenrichtlinie aktualisieren.

Zudem entfällt auf der Lohnsteuerbescheinigung 2026 die bisherige Zeile 28. Durch die angehobene Beitragsbemessungsgrenze steigen außerdem die steuerlichen und sozialversicherungsfreien Höchstbeträge im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung.

Entfernungspauschale steigt 2026

Ab dem 1. Januar 2026 gilt die Entfernungspauschale („Pendlerpauschale“) dauerhaft mit 0,38 Euro pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Das ist für Lohnsteuerfragen bei Fahrkostenzuschüssen und für die private Steuererklärung Ihrer Beschäftigten relevant.

Betriebsveranstaltungen 2026: Freibetrag weiterhin 110 Euro

Der Freibetrag für Betriebsveranstaltungen bleibt bei 110 Euro je Mitarbeiter und Veranstaltung. Überschreiten Sie diesen Wert, versteuern Sie den Mehrbetrag wie bisher pauschal mit 25 Prozent. Das ist besonders bei der Planung von Weihnachtsfeiern und Firmenevents wichtig.

Kinderkrankengeld: Mehr Tage für Eltern

Ab 2026 gelten folgende Regelungen zum Kinderkrankengeld:

  • 15 Arbeitstage je Elternteil und Kind,
  • 30 Arbeitstage für Alleinerziehende.

Bei mehreren Kindern beträgt der Anspruch insgesamt höchstens 35 Arbeitstage je Elternteil beziehungsweise 70 Arbeitstage für Alleinerziehende pro Kalenderjahr. Eltern erhalten Kinderkrankengeld auch, wenn sie ihr krankes Kind ins Krankenhaus begleiten. Diese Tage rechnen Sie nicht auf den übrigen Anspruch an. Voraussetzung ist eine ärztliche Bescheinigung.

Dienstwagen 2026: Steuerliche Förderung für Elektromobilität

Für rein elektrische Dienstwagen gilt weiterhin eine steuerliche Begünstigung. Bis zum 31. Dezember 2030 ziehen Sie bei Fahrzeugen mit einem Bruttolistenpreis von maximal 100.000 Euro nur ein Viertel des Listenpreises zur Berechnung des geldwerten Vorteils heran. Für Beschäftigte mit einem E-Dienstwagen bleibt das Modell damit attraktiv.

Die pauschalen Erstattungen für Ladekosten von Elektro- und Hybridfahrzeugen laufen zum 1. Januar 2026 aus. Prüfen Sie deshalb Ihre internen Regelungen zur Erstattung von Ladekosten, etwa über die Reisekostenabrechnung oder individuelle Vereinbarungen, und passen Sie diese an die Lohnabrechnung 2026 an.

Sofortmeldepflicht im Friseur- und Kosmetikgewerbe

Ab dem 1. Januar 2026 zählen Friseur- und Kosmetikbetriebe zu den sofortmeldepflichtigen Branchen nach § 28a SGB IV. Für neue Beschäftigungsverhältnisse ist damit bereits vor Aufnahme der Tätigkeit eine Sofortmeldung an die Sozialversicherung erforderlich. Passen Sie Ihre Onboarding-Prozesse, Checklisten für neue Mitarbeitende und Ihre Lohnabrechnungssoftware entsprechend an, um Bußgelder wegen verspäteter Meldungen zu vermeiden.

Aktivrente 2026: Steuerfreier Hinzuverdienst im Rentenalter

Die Aktivrente ist zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf am 15. Oktober 2025 auf den Weg gebracht, der Bundestag beschloss ihn am 5. Dezember 2025, der Bundesrat stimmte am 19. Dezember 2025 zu.

Beschäftigte, die die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht haben und sozialversicherungspflichtig weiterarbeiten, können bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen. Das gilt unabhängig davon, ob sie bereits eine Rente beziehen oder den Rentenbezug aufschieben. Nicht begünstigt sind Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit, aus einem Beamtenverhältnis, als Abgeordnete oder aus Minijobs.

Für Sie als Arbeitgeber ändert sich beim Ablauf wenig: Die Aktivrente muss nicht beantragt werden, Sie berücksichtigen den Freibetrag automatisch in der Lohnabrechnung. Der Freibetrag lässt sich immer nur in einem Beschäftigungsverhältnis pro Monat nutzen. Auf den Hinzuverdienst bis 2.000 Euro fällt keine Lohnsteuer an, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind aber weiterhin fällig. Wer mehr als 2.000 Euro hinzuverdient, versteuert den übersteigenden Betrag regulär.

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Häufige Fragen zur Lohnabrechnung 2026

Wie hoch ist der Mindestlohn 2026? 

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Zum 1. Januar 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro vorgesehen.

Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026? 

Die Minijob-Grenze steigt zum 1. Januar 2026 auf 603 Euro monatlich beziehungsweise 7.236 Euro jährlich. Der Übergangsbereich für Midijobs reicht von 603,01 Euro bis 2.000 Euro monatlich.

Welche Beitragsbemessungsgrenzen gelten 2026? 

Für die Kranken- und Pflegeversicherung gelten 5.812,50 Euro monatlich beziehungsweise 69.750 Euro jährlich, für die Renten- und Arbeitslosenversicherung 8.450 Euro monatlich beziehungsweise 101.400 Euro jährlich und für die knappschaftliche Rentenversicherung 10.400 Euro monatlich beziehungsweise 124.800 Euro jährlich.

Ändern sich die Beitragssätze der Sozialversicherung 2026? 

Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt bei 14,6 Prozent, der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt auf 2,9 Prozent. Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie die Insolvenzgeldumlage bleiben in ihren Beitragssätzen unverändert.

Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026? 

Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro, für Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner auf 24.696 Euro.

Was ist die Aktivrente und wer kann sie nutzen? 

Die Aktivrente ist zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Sie erlaubt sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht haben, bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuzuverdienen. Selbstständige, Beamtinnen und Beamte, Abgeordnete und Minijobber sind davon ausgenommen.

Was ändert sich bei Sachbezugswerten und Reisekosten 2026? 

Die Sachbezugswerte steigen auf 345 Euro für freie Verpflegung und 285 Euro für freie Unterkunft, insgesamt 630 Euro monatlich. Die Inlandspauschalen für Verpflegungsmehraufwand bleiben unverändert. Die Auslandsreisepauschalen hat das Bundesministerium der Finanzen mit Schreiben vom 5. Dezember 2025 für 2026 neu veröffentlicht.

Stand: August 2026. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine rechtliche oder steuerliche Beratung im Einzelfall. Prüfen Sie insbesondere die Auslandsreisepauschalen und die individuellen Zusatzbeiträge Ihrer Krankenkasse vor der Umsetzung anhand der amtlichen Quellen. Ziehen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung oder Ihr Lohnbüro hinzu.

Die Bedeutung von Jour fixe: Frequenz, Regeln, Vorteile & Agenda-Vorlage
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Die Bedeutung von Jour fixe: Frequenz, Regeln, Vorteile & Agenda-Vorlage

Ein strukturierter Regeltermin bringt (Projekt-)Beteiligte auf einen Wissensstand – wir zeigen, wie du den Jour fixe richtig planst und umsetzt.

5 Min. Lesezeit

Struktur statt Dauerstress: Warum ein Jour fixe so wertvoll ist

Im Arbeitsalltag geht oft vieles gleichzeitig: E-Mails prasseln rein, das Diensthandy klingelt, Dokumente warten auf Rückmeldung – und die To-dos stapeln sich. Wer soll da noch den Überblick behalten?

Ein regelmäßiger Jour fixe kann hier die nötige Struktur liefern. Er schafft Raum für Austausch, ohne Prokrastination zu fördern. Zu einem festen Zeitpunkt – ob vor Ort oder digital – kommen alle Beteiligten zusammen, um sich über offene Fragen, aktuelle Aufgaben und nächste Schritte abzustimmen.

Das Ziel: Missverständnisse vermeiden, den Informationsstand vereinheitlichen und den Arbeitsprozess effizienter gestalten.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was genau ein Jour fixe ist
  • Wie häufig er stattfinden sollte
  • Welche Rahmenbedingungen wichtig sind
  • Welche Vorteile ein gut geplanter Jour fixe bietet

Und: Eine Agenda-Vorlage für deinen nächsten Termin

Was ist ein Jour fixe?

Der Begriff Jour fixe stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich „fester Tag“. Gemeint ist ein regelmäßig stattfindendes Meeting – mit einem klar definierten Teilnehmendenkreis und einem festen Zeitrahmen.

Im Gegensatz zu spontanen Besprechungen oder E-Mail-Kommunikation bietet der Jour fixe einen verbindlichen Rahmen für den Austausch. Im Mittelpunkt stehen Status-Updates:

  • Wie ist der aktuelle Stand?
  • Wo hakt es?
  • Welche Entscheidungen müssen getroffen werden?

Ein Jour fixe schafft Struktur – besonders in Teams, die auf Distanz arbeiten oder stark ausgelastet sind.

Die wichtigsten Merkmale:

  • Fester Rhythmus: Termin, Uhrzeit und Teilnehmende stehen im Voraus fest und ändern sich nur selten.
  • Relevante Personen: Es nehmen nur diejenigen teil, die direkt involviert oder verantwortlich sind.
  • Agenda: Die Tagesordnung wird vorab geteilt, damit sich alle gezielt vorbereiten können.

Das Ziel: Alle sind informiert, Zuständigkeiten sind geklärt, und niemand geht im Projektgeschehen unter.

Wie oft sollte ein Jour fixe stattfinden?

Die passende Frequenz hängt stark vom Projekt oder Team ab. Eine wöchentliche Abstimmung eignet sich zum Beispiel für Projekte mit hohem Tempo oder engen Feedbackzyklen – wie etwa bei Marketingkampagnen.

Ist der Aufgabenbereich dagegen langfristiger angelegt oder die Beteiligung externer Partner nur in größeren Abständen möglich, kann auch ein zweiwöchentlicher Rhythmus sinnvoll sein.

Diese 4 Faktoren beeinflussen die Frequenz:

  1. Dringlichkeit und Komplexität der Themen
    → Je mehr sich Prioritäten verschieben oder Deadlines nähern, desto häufiger sollte der Austausch stattfinden.
  2. Verfügbarkeit der Beteiligten
    → Viele Beteiligte mit vollen Kalendern? Dann ist ein realistischer Takt entscheidend.
  3. Vielfalt der Themen
    → Bei stark unterschiedlichen Aufgaben im Team kann ein regelmäßiger Jour fixe helfen, den Fokus zu wahren.
  4. Kommunikationskultur im Unternehmen
    → In selbstorganisierten Teams sollte der Jour fixe flexibel gedacht werden – zu viel Struktur kann hier kontraproduktiv sein.

Praxisguide: So planst du deinen Jour fixe erfolgreich

Agenda-Vorlage für deinen Regeltermin

Ein Jour fixe bringt Klarheit und Struktur – aber nur, wenn er gut vorbereitet ist. Die folgende Agenda bietet dir eine bewährte Basis, die du je nach Teamgröße, Thema und Projektdynamik flexibel anpassen kannst.

Agenda-Vorlage

1. Begrüßung & Organisatorisches (ca. 5 Min.)

  • Wer ist anwesend – wer fehlt?
  • Wer übernimmt das Protokoll? (Alternativ: Nutzung eines KI-Tools)
  • Funktioniert die Technik? Wird aufgezeichnet?

2. Rückblick & To-dos (ca. 15 Min.)

  • Welche Aufgaben wurden im letzten Termin vergeben?
  • Was ist erledigt, was offen? Wer ist verantwortlich?
  • Welche Ergebnisse liegen vor?
  • Wo gibt es Herausforderungen, die das Team gemeinsam lösen kann?

3. Aktuelle Themen & Entscheidungen (ca. 20–30 Min.)

  • Thema A: Vorstellung, Diskussion, Entscheidung, Aufgabenverteilung
  • Thema B: Statusupdate, Anpassungen, nächste Schritte
  • Thema C: Überblick, Bewertung, Handlungsbedarf

Tipp: Nutze separate Folien oder ein geteiltes Dokument – das schafft Klarheit für alle.

4. Nächste Schritte & Aufgabenverteilung (ca. 10–15 Min.)

  • Welche To-dos wurden heute definiert?
  • Wer übernimmt was – bis wann?
  • Welche Kanäle werden für Rückfragen genutzt?

5. Sonstiges & offene Fragen (ca. 10 Min. oder nach Bedarf)

  • Raum für spontane Punkte oder Themen, die nicht auf der Agenda standen
  • Nicht dringende Punkte auf die nächste Runde verschieben

6. Abschluss & Terminbestätigung (ca. 5 Min.)

  • Feedback zum Ablauf: Was lief gut? Was kann besser werden?
  • Nächsten Termin fixieren (Datum, Uhrzeit, Ort oder Link)
  • Verabschiedung

Vorbereitung ist alles

  • Agenda vorab verschicken: Mindestens 24 Stunden vorher – ideal mit Links zu Unterlagen
  • Dokumente zentral ablegen: Berichte, Zahlen, Präsentationen – alles im geteilten Ordner mit klarer Benennung

Regeln für einen produktiven Jour fixe

Ein Jour fixe bringt nur dann echten Mehrwert, wenn er gut moderiert ist – und alle sich an ein paar klare Spielregeln halten:

Pünktlichkeit

  • Start ist Start: Wer zu spät kommt, verpasst den Kontext.
  • Vorbereitung zählt: Agenda & Unterlagen vor dem Termin sichten.
  • Abwesenheit rechtzeitig melden: Am besten mit kurzem Update per Mail oder Chat.

Rollen klar verteilen

  • Moderator:in: Führt durch das Meeting, achtet auf Zeit und Struktur.
  • Protokollant:in: Hält Beschlüsse, Aufgaben und Fristen schriftlich fest – Versand innerhalb von 24 Stunden.
  • Teilnehmende: Konzentrieren sich auf die Agenda und bringen relevante Infos mit.

Fokussierung

  • Keine Abschweifungen: Off-Topic-Themen werden notiert und separat behandelt.
  • Rederegeln beachten: Ausreden lassen, keine Unterbrechungen.
  • Bei Online-Meetings: Mikro stummschalten, wenn man nicht spricht.

Protokoll & Nachbereitung

Strukturvorgabe:

  1. Datum & Uhrzeit
  2. Teilnehmende & Abmeldungen
  3. Rückblick auf offene Punkte
  4. Neue Beschlüsse
  5. To-dos inkl. Zuständigkeiten & Fristen
  6. Herausforderungen & Risiken
  7. Sonstiges

Nachverfolgung:
Jede:r aktualisiert bis zur nächsten Runde den Status der eigenen Aufgaben.

Ordnung bei Unterlagen

  • Versionierung: Dokumente, die im Meeting verändert werden, sollten mit Datum abgespeichert werden.

Eskalationen & externe Gäste

  • Kritische Themen: Ausgegliederte Arbeitsgruppen statt Eskalation im Jour fixe
  • Externe: Nur einladen, wenn ihr Input für das aktuelle Meeting wirklich relevant ist

Feedback nicht vergessen

Nach einigen Meetings lohnt sich eine kurze Evaluation:

  • Ist die Dauer angemessen?
  • Passt die Frequenz?
  • Sind Themen gut aufgeteilt?

Ergebnisse solltest du direkt in die weitere Planung einfließen lassen – statt sie im Feedback-Ordner versauern zu lassen.

Vorteile eines Jour fixe

Ein Jour fixe ist mehr als ein Kalendereintrag – er ist ein Werkzeug für Klarheit, Abstimmung und Verbindlichkeit.
Was er bringt:

Transparenz im Projektstand
Frühzeitiges Erkennen von Risiken
Klare Verantwortlichkeiten
Stärkeres Teamgefühl
Raum für Erfolge & offene Punkte

Typische Stolperfallen – und wie du sie vermeidest

Auch ein Jour fixe kann scheitern, wenn ...

❌ ... zu viele Personen teilnehmen
→ Nur einladen, wer aktiv beteiligt ist – alle anderen erhalten das Protokoll.

❌ ... es keine Agenda gibt
→ Ohne Plan wird’s chaotisch.

❌ ... Schuldige gesucht statt Lösungen gefunden werden
→ Fokus auf Ursachen, nicht auf Schuld.

❌ ... Diskussionen ausufern
→ Zeitlimits pro Thema einhalten.

❌ ... Monologe überhandnehmen
→ Alle sollten zu Wort kommen – nicht nur Einzelne.

❌ ... das Protokoll fehlt
→ Keine Mitschrift = keine Verbindlichkeit.

Fazit: Aus Routine echten Mehrwert machen

Ein Jour fixe ist dann wirkungsvoll, wenn er klar strukturiert, gut vorbereitet und moderiert abläuft. Er hilft, aus Einzelwissen ein gemeinsames Verständnis zu machen, Entscheidungen transparent zu treffen – und Projektziele gemeinsam zu erreichen.

Wichtig dabei: Nicht der Termin ist das Ziel, sondern der Nutzen, den er für euer Team bringt. Struktur, Klarheit, Feedback und Verantwortlichkeit sind die entscheidenden Zutaten.

Oder wie Trainerin Teresa Stockmeyer es treffend formuliert:
„Es gibt kein Patentrezept für gute Meetingroutinen – aber auch keinen Grund, auf Eingebung zu hoffen.“

FAQ: Häufige Fragen zum Jour fixe

Wie kann man Jour fixe noch nennen?

Ein Jour fixe kann auch folgendermaßen benannt werden:

  • Statusmeeting
  • Regeltermin
  • Regelmäßige Abstimmungsrunde

Mit all diesen Bezeichnungen wird transportiert, dass es sich um einen festen, wiederkehrenden Termin handelt. Nur am Rande erwähnt, gibt es übrigens allerlei falsche Schreibweisen wie zum Beispiel „Jour fix“, „Jeur fix“, „Jourfixe“, „Joure fix“oder sogar „Schur fix“.

Welche Beispiele gibt es für fixe Termine?

  • WöchentlicheTeambesprechung (beispielsweise jedenMontag um 9 Uhr)
  • MonatlicherJour fixe (Regelkommunikation zurLage am ersten Werktag)
  • Besprechungzum Quartalsabschluss (Budget für das Quartal)
  • Jährliches Mitarbeitergespräch

Wie lange dauert ein Jour fixe?

Beim Jour fixe sprechen wirtypischerweise von einer ausgedehnteren Form der Kommunikation, die zwischen 30 und 60 Minuten inAnspruch nehmen kann.

Empfehlungen von der Redaktion

Interview: Wann lohnt sich Baulohn-Outsourcing für einen Baubetrieb?
Branchen

Interview: Wann lohnt sich Baulohn-Outsourcing für einen Baubetrieb?

Viele Bauunternehmen überlegen, die Baulohnabrechnung auszulagern. Gründe sind fehlendes Fachwissen, Personalmangel oder der Wunsch nach mehr Sicherheit und Flexibilität. Doch lohnt sich der Schritt wirklich? Thomas Barwitz, Leiter Lohnservice mit über 40 Jahren Erfahrung im Baugewerbe, gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Vollservice.

5 Min. Lesezeit

Warum entscheiden sich Bauunternehmen für den Vollservice?

Thomas Barwitz: „Im Regelfall gibt es im eigenen Unternehmen niemanden, der den Baulohn beherrscht. Man möchte auch kein spezielles Know-how aufbauen, sondern sich auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren. Kosten sind meist nicht der Hauptgrund.“

Spart Outsourcing wirklich Kosten?

Thomas Barwitz: „Unter Berücksichtigung des Risikos von Krankheitsfällen oder Personalausfällen lässt sich eine Kosteneinsparung errechnen. Dennoch sollten Kosten nicht der Hauptgrund sein. Wichtiger sind Flexibilität und Sicherheit.“

Ab wie vielen Mitarbeitern lohnt sich der Vollservice?

Thomas Barwitz: „Grundsätzlich ab einem Mitarbeiter. Die meisten Kunden liegen zwischen 10 und 20 Arbeitnehmern. Auch bei größeren Betrieben steigt die Tendenz zum Outsourcing.“

Wie erkläre ich meinen Mitarbeitern Outsourcing, ohne Ängste zu schüren?

Thomas Barwitz: „Oft gibt es im Betrieb schlicht niemanden, der den Lohn macht. In kleineren Firmen übernimmt das häufig die Ehefrau des Unternehmers. In größeren Unternehmen fallen Mitarbeiter aus Altersgründen oder wegen Elternzeit weg. Die verbleibenden Beschäftigten sind meist froh, wenn Bereiche ausgelagert werden.
Outsourcing mit dem Ziel des Personalabbaus ist sehr selten.“

Wie viele Lohnmitarbeiter können eingespart werden?

Thomas Barwitz: „Das hängt von der Unternehmensgröße ab. Kleine Betriebe sparen meist keine Stelle, weil es keine gibt.
Bei etwa 100 Beschäftigten kann eine bisher teilweise eingesetzte Lohnkraft entfallen. Firmen, die demnächst Personal durch Rente verlieren, denken daher oft über Vollservice nach.“

Wie lange dauert die Umstellung auf Vollservice?

Thomas Barwitz: „Betriebe mit 1–20 Beschäftigten können innerhalb eines Tages umgestellt werden.
Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten benötigen oft bis zu zwei Wochen, abhängig von der Datenaufbereitung und der Möglichkeit zur elektronischen Datenübernahme.“

Welche Aufgaben sollten intern bleiben?

Thomas Barwitz: „Die Personalverwaltung sollte intern bleiben. Dazu gehören Einstellungen, Arbeitsverträge, Zeugnisse und die direkte Kommunikation mit Mitarbeitern. Für den Vollservice wird ein zentraler Ansprechpartner im Unternehmen benötigt.“

Wie finde ich den richtigen Partner für die Baulohnabrechnung?

Thomas Barwitz: „Wählen Sie einen Spezialisten mit Branchenkenntnis. Prüfen Sie die gegenseitigen Erwartungshaltungen, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.“

Warum setzen viele Bauunternehmen auf den Suiteify-Vollservice?

Thomas Barwitz: „Wir haben uns seit Jahrzehnten auf die Baulohnabrechnung spezialisiert und ein tiefes Know-how aufgebaut. Besonders Betriebe mit 10–30 Mitarbeitern profitieren, weil der Aufbau eigenen Fachwissens oft zu teuer oder unmöglich ist. Bei größeren Unternehmen hilft die Flexibilität: Wenn Schlüsselpersonal ausfällt (z. B. Rente, Elternzeit), kann Vollservice temporär einspringen.“

Fazit: Vollservice – eine Frage von Sicherheit und Effizienz

Baulohn-Outsourcing ist für viele Bauunternehmen eine echte Entlastung. Kostenersparnisse können entstehen, entscheidend sind jedoch Sicherheit, Fachwissen und Flexibilität. Wer sich für den Vollservice entscheidet, profitiert von zuverlässiger Abrechnung und kann interne Ressourcen auf andere wichtige Unternehmensbereiche lenken.

Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen & wirksam schützen
Digitalisierung & KI

Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen & wirksam schützen

Ob Ransomware, Phishing oder unsichere Privatgeräte im Baustellenalltag: Die Baubranche steckt mitten in der Digitalisierung und wird damit zunehmend zum Ziel von Cyberkriminellen. Wir zeigen, welche Angriffsarten Bauunternehmen besonders bedrohen, warum gerade der Mittelstand oft unterschätzt wird und mit welchen konkreten Maßnahmen sich Daten, Projekte und Mitarbeitende wirksam schützen lassen.

5 Min. Lesezeit

Cyberangriffe im Baugewerbe: Risiken verstehen und wirksam schützen

Cyberangriffe gehören inzwischen zu den größten Bedrohungen für Unternehmen aller Branchen – auch für Bauunternehmen. Gerade die Baubranche, die sich mitten in der Digitalisierung befindet, ist ein attraktives Ziel für Hacker. Veraltete Systeme, ungeschulte Mitarbeitende und der Einsatz privater Geräte (BYOD) bieten Angreifern ideale Einstiegspunkte. Wer seine IT-Sicherheit nicht aktiv schützt, riskiert Datenverlust, Produktionsausfälle und teure Erpressungsversuche durch Ransomware.

Arten von Cyberangriffen und ihre Folgen

Cyberangriffe sind vielfältig und entwickeln sich ständig weiter. Die wichtigsten Angriffsmethoden, die auch Bauunternehmen betreffen, sind:

Malware und Ransomware
Schadsoftware (z. B. Viren oder Trojaner) infiziert Systeme, zerstört Daten oder verschlüsselt sie. Ransomware fordert anschließend Lösegeld, um den Zugriff wieder freizugeben.

Phishing
Täuschend echte E-Mails oder Webseiten fordern Mitarbeiter auf, Passwörter einzugeben oder schädliche Anhänge zu öffnen. Laut BSI zählt Phishing weiterhin zu den häufigsten Angriffsarten.

Passwort-Cracking
Cyberkriminelle nutzen automatisierte Verfahren, um Passwörter zu knacken. Schwache oder mehrfach verwendete Kennwörter machen es ihnen besonders leicht.

Distributed Denial of Service (DDoS)
Webseiten oder Online-Systeme werden mit Anfragen überlastet, bis sie ausfallen. Das kann Baustellen-Managementsysteme oder Online-Portale lahmlegen.

Social Engineering & PICNIC
Oft sind es nicht technische Lücken, sondern menschliche Fehler, die Angriffe ermöglichen. Der Begriff PICNIC („Problem in Chair, not in Computer“) beschreibt, dass ungeschulte Mitarbeitende oft unbeabsichtigt Sicherheitslücken öffnen – z. B. durch das unkritische Anklicken von Links oder Pop-ups.

Warum die Baubranche besonders gefährdet ist

Digitalisierung im Aufbau
Viele Bauunternehmen setzen neue Software ein, aber IT-Sicherheitsstandards sind noch nicht überall etabliert.

BYOD-Risiko
Private Smartphones und Tablets werden oft für Unternehmensdaten genutzt und sind häufig unzureichend gesichert (BYOD = Bring your own device)

Hohe Personalfluktuation
Bei wechselnden Teams ist es schwer, einen einheitlichen Sicherheitsstandard aufrechtzuerhalten.

Wertvolle Projektdaten
Baupläne, Kalkulationen und Vertragsinformationen sind für Wirtschaftsspionage attraktiv.

Erpressungsgefahr
Ransomware-Angriffe können Bauprojekte lahmlegen und hohe Lösegeldforderungen nach sich ziehen

Das BSI stellt fest, dass vor allem mittelständische Unternehmen häufig glauben, „zu klein“ für Hacker zu sein. Doch gerade diese Betriebe sind aufgrund begrenzter IT-Sicherheitsressourcen besonders anfällig.

Handlungsempfehlungen für Bauunternehmen

Mitarbeiterschulung

Alle Beschäftigten sollten regelmäßig zu IT-Sicherheit und Phishing-Erkennung geschult werden.
Tipp: Interaktive Awareness-Trainings und Phishing-Simulationen helfen, das Sicherheitsbewusstsein zu stärken.

Sicherheitsstandards einführen

  • Aktuelle Antivirenlösungen (z. B. Microsoft Defender)
  • Regelmäßige Updates & Patches
  • Nutzung von starken Passwörtern und Mehr-Faktor-Authentifizierung

BYOD klar regeln

Private Geräte sollten nur mit strikten Sicherheitsvorgaben (z. B. Mobile-Device-Management) zugelassen werden.

Backups & Notfallpläne

Regelmäßige, verschlüsselte Backups schützen vor Datenverlust. Ein Notfallplan definiert das Vorgehen bei einem Angriff (z. B. Kommunikation, Wiederherstellung).

Externe Sicherheitsexperten einbinden

Gerade mittelständische Bauunternehmen profitieren von IT-Sicherheitsaudits und individuell abgestimmten Schutzkonzepten.

Fazit

Cyberangriffe sind längst kein Randthema mehr – auch nicht für die Baubranche. Gerade weil viele Bauunternehmen ihre Digitalisierung noch aufbauen, sind sie ein attraktives Ziel für Hacker. Angriffe wie Ransomware, Phishing oder Social Engineering können Projekte lahmlegen, sensible Daten gefährden und hohe Kosten verursachen.Die gute Nachricht: Mit aktueller Technik, klaren Sicherheitsrichtlinien und vor allem gut geschulten Mitarbeitenden lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Wer regelmäßig Backups erstellt, seine IT-Infrastruktur schützt und im Ernstfall einen Notfallplan hat, ist Hackern einen entscheidenden Schritt voraus.

Tipp: IT-Sicherheit ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Bauunternehmen sollten ihre Schutzsysteme und Schulungen regelmäßig überprüfen und an neue Bedrohungen anpassen.

FAQ: Cyberangriffe im Baugewerbe

Warum ist die Baubranche ein Ziel für Hacker?

Weil Bauunternehmen wertvolle Projektdaten besitzen und oft über unzureichend geschützte IT-Infrastrukturen verfügen.

Wie häufig sind Ransomware-Angriffe auf Unternehmen?

Laut BSI-Lagebericht 2024 ist Ransomware weiterhin die größte Bedrohung für Unternehmen aller Branchen.

Reicht Antivirensoftware als Schutz aus?

Nein. Notwendig sind zusätzlich Firewalls, sichere Passwörter, regelmäßige Schulungen und aktuelle Backups.

Was bedeutet PICNIC in der IT-Sicherheit?

„Problem in Chair, not in Computer“ beschreibt, dass menschliche Fehler oft Ursache von Sicherheitsvorfällen sind.

Wie können kleine Bauunternehmen IT-Sicherheit umsetzen?

Durch einfache Maßnahmen wie regelmäßige Updates, Nutzung von Cloud-Diensten mit hohen Sicherheitsstandards und externe IT-Sicherheitsberatung.

Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber steigt ab 2024 deutlich an
HR & Payroll

Ausgleichsabgabe für Arbeitgeber steigt ab 2024 deutlich an

Ab 2024 müssen Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten, die keinen einzigen Menschen mit schweren Beeinträchtigungen (gesetzlich: schwerbehinderte Menschen) einstellen, eine deutlich höhere Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Unternehmensgröße und der Zahl der nicht besetzten Pflichtarbeitsplätze. Ziel der Regelung ist es, die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stärker zu fördern und Arbeitgeber zur Erfüllung der gesetzlichen Beschäftigungsquote anzuhalten.

5 Min. Lesezeit

Wer ist von der höheren Ausgleichsabgabe betroffen?

Die Ausgleichsabgabe müssen alle Unternehmen mit mehr als 20 Arbeitsplätzen zahlen, wenn sie die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote von schwerbehinderten Menschen nicht erfüllen. Sie dient als Ausgleich, um die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben zu sichern.

Staffelung nach Unternehmensgröße

20 bis 39 Beschäftigte

Unternehmen in dieser Größenordnung müssen mindestens eine schwerbehinderte Person beschäftigen. Für jeden nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz fällt ab 2024 eine Ausgleichsabgabe von 210 Euro pro Monat an.

40 bis 59 Beschäftigte

In Betrieben mit 40 bis 59 Arbeitsplätzen müssen mindestens zwei schwerbehinderte Menschen beschäftigt werden. Für jeden nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz wird eine Ausgleichsabgabe von 410 Euro pro Monat fällig.

60 und mehr Beschäftigte

Ab 60 Beschäftigten gilt die allgemeine gesetzliche Quote: Mindestens 5 % der Arbeitsplätze müssen mit schwerbehinderten Personen besetzt sein. Für jeden nicht erfüllten Quotenplatz beträgt die Ausgleichsabgabe ab 2024 monatlich 720 Euro.

Ab wann ist die Abgabe zu zahlen?

Die erhöhte Ausgleichsabgabe wird erstmals im Jahr 2025 fällig. Sie bezieht sich dann auf die Pflichtverletzungen des Jahres 2024. Unternehmen sollten ihre Personalplanung daher rechtzeitig prüfen, um unnötige Zusatzkosten zu vermeiden.

Fazit

Die Anhebung der Ausgleichsabgabe stellt für viele Unternehmen eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Gleichzeitig verfolgt sie das klare Ziel, die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stärker zu fördern. Betriebe sollten daher frühzeitig prüfen, ob sie ihrer gesetzlichen Beschäftigungspflicht nachkommen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden und einen aktiven Beitrag zur Inklusion im Arbeitsleben zu leisten.

Interview: Wie KI die Baubranche verändert – Suiteify-Experte im Gespräch
Branchen

Interview: Wie KI die Baubranche verändert – Suiteify-Experte im Gespräch

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als eine der spannendsten technologischen Entwicklungen unserer Zeit – auch für die Bauwirtschaft. Sie verspricht, Prozesse effizienter zu machen, Kosten zu senken und Fachkräfte zu entlasten. Doch wie groß ist das Potenzial tatsächlich und welche Herausforderungen bringt die Integration mit sich? Im Interview erklärt Henrik Brockschmidt, Suiteify-Experte für die Organisation von Kernprozessen in Baubetrieben, wie KI heute schon eingesetzt wird, welche Chancen sich für Bauunternehmen ergeben und warum Suiteify eine zukunftssichere Plattform darstellt.

5 Min. Lesezeit

Können Sie erklären, wie künstliche Intelligenz die Effizienz von Bauprojekten verbessern kann?                                                

Henrik Brockschmidt: „Künstliche Intelligenz zeichnet sich dadurch aus, dass sie Dinge, die für den Menschen aufwendig sind, schnell und trotzdem effizient erledigen kann. Die Rede ist von der Analyse und dem Vergleich von großen Datensätzen. KI bietet demnach eine Entlastung bei repetitiven Aufgaben, die leicht automatisiert werden können. Grundsätzlich wird es entscheidend bleiben, das Know-how der Kalkulatoren in durch die KI nutzbare Datenbestände zu überführen.“

In welchen Bereichen der baubetrieblichen Prozesse sehen Sie das größte Potenzial für KI-Anwendungen?         

Henrik Brockschmidt: „Die KI-Kalkulation von Suiteify setzt zum Beispiel bei der Bepreisung von DA83-Anfragedateien an. Diese ist darauf trainiert worden, die zu bepreisenden Positionen mit den im eigenen Fundus befindlichen Quell- bzw. Musterprojekten abzugleichen. Da dieser Prozessschritt sehr zeitaufwendig ist, sahen wir ihn prädestiniert, die Kalkulatoren durch die Implementierung von KI zu entlasten. Die User der KI-Kalkulation in der Cloudlösung Suiteify Operations Construction erreichen so mithilfe dieser semantischen Langtextanalyse eine Zeitersparnis von mindestens 50 %.  Der Kalkulations-Assistent ist auch darauf trainiert zu erkennen, dass zum Beispiel „HLZ“ das Gleiche bedeutet wie „Hochlochziegel“. Ebenso kann er eine Unterscheidung zwischen „Baumfällarbeiten“ und „Baumischabfälle entsorgen“ vornehmen, obwohl diese viele identische Zeichen besitzen.“  

Wie können auch kleinere Baufirmen von KI profitieren? 

Henrik Brockschmidt: „Die KI-Technologie in Suiteify Operations Construction wird über Internetbrowser aufgerufen, das bedeutet, alle – insbesondere auch kleinere Betriebe –, die beispielweise keine umfassende IT-Infrastruktur aufbauen möchten, profitieren von den Vorteilen. Mit dem KI-Assistenten bieten wir ein standardisiertes Werkzeug, das KI nutzt, um einen zeitaufwendigen Arbeitsprozess effizienter zu gestalten.“  

Was sind die größten Herausforderungen bei der Integration von KI in bestehende Bauprozesse?  

Henrik Brockschmidt: „Die Einführung von KI unterscheidet sich nicht von anderen Veränderungen in der Organisation unserer Kunden. Deshalb ist auch hier die Herausforderung identisch: Ist die Technologie implementiert, muss sie von den Mitarbeitenden angenommen werden. Gerade in diesem Punkt unterstützt Suiteify seine Kunden umfassend. Wir Consultants fungieren dabei im Einführungsprozess sozusagen als Change Manager unserer Kunden.“

Können Sie einige Beispiele nennen, wie KI bereits erfolgreich in Bauprojekten eingesetzt wurde?

Henrik Brockschmidt:Unser Claim ‚52 % Zeitersparnis in der Kalkulation‘ bezieht sich auf den Prozessschritt der Bepreisung von Anfrage-Leistungsverzeichnissen (DA83). Diese Leistung wurde von unseren Kunden bereits wiederholt bestätigt.“

Wie verändert KI die Art und Weise, wie Bauprojekte kalkuliert und umgesetzt werden?

Henrik Brockschmidt:Routinearbeiten werden beschleunigt und automatisiert, wodurch die Fachkräfte in der Kalkulation Zeit gewinnen. Die gewonnene Zeit können Sie nutzen, um ihr Know-how strategisch einzusetzen. Zum Beispiel, um sich bei interessanten Anfragen ausgiebiger um die entscheidenden A-Positionen zu kümmern.“

Gibt es bestimmte Bauprojekte oder -arten, die besonders von der Implementierung von KI profitieren könnten?  

Henrik Brockschmidt: „Für den Einsatz von KI-Technologie innerhalb der Baubranche sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Wir von Suiteify haben gerade erst begonnen, künstliche Intelligenz und die Baubranche zusammenzuführen. Dabei haben wir bereits einige Anregungen in die weitere Entwicklung einfließen lassen, die uns Kunden aus dem Betrieb der KI-Kalkulation heraus gemacht haben. Dieses Feedback ist entscheidend für uns, damit wir unsere Lösungen weiterhin zielgerichtet an den Kundenbedürfnissen ausrichten.“  

Warum ist Suiteify das richtige Mittel, um den steigenden Anforderungen der Baubranche gerecht zu werden?  

Henrik Brockschmidt: „Wie Sie sehen, ist Suiteify mit Suiteify genau der richtige Partner, um Ihre Bauprojektprozesse mit den neuesten Technologien zu verbinden. Bauprojekte entstehen dezentral. Alle Projektbeteiligten müssen unabhängig von Ort und Zeit eng vernetzt und sicher zusammenarbeiten.  Cloudtechnologie und durchgängige digitale Prozesse sind dafür aus meiner Sicht zwingend erforderlich. Suiteify ist als zukunftssichere, offene Anwendungsplattform konzipiert. Mit den Suiteify-Anwendungen sowohl für die kaufmännischen als auch für die bautechnischen Aufgaben bleiben Baubetriebe damit am Puls der Zeit und haben im Wettbewerb die Nase vorn.“

BG BAU empfiehlt: Hygienevorschriften am Bau
Branchen

BG BAU empfiehlt: Hygienevorschriften am Bau

Maskenpflicht, Händewaschen, Desinfektion: In Zeiten von Corona ist die strikte Einhaltung von Hygieneregeln auf Baustellen und im Baubüro unerlässlich. Die BG BAU hat dazu klare Empfehlungen veröffentlicht, um Bauunternehmen praxisnahe Hilfestellung im Alltag zu bieten.

5 Min. Lesezeit

Hygieneregeln auf Baustellen und im Baubüro

Nasen-Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe gehören längst zum Alltag. Insbesondere auf Baustellen sind sie entscheidend für die Gesundheit der Beschäftigten. Die BG BAU informiert in ihrer Broschüre „Einhaltung räumlicher und hygienischer Anforderungen auf Baustellen“ über die Arbeitsstättenregel (ASR A4.1). Diese definiert u. a. Ausstattungsvorgaben für Dusch- und Waschplätze, Pausen- und Umkleideräume, Toiletten sowie deren Reinigung.

Sanitäre Anlagen: Anforderungen und Abstände

Beispiele aus den Vorgaben:

  • Toiletten müssen sich in der Nähe des Arbeitsplatzes befinden – maximal 100 Meter oder fünf Minuten Fußweg entfernt.
  • Vor Toiletten muss es Möglichkeiten geben, die Schutzausrüstung abzulegen.

Mund-Nasen-Schutz richtig verwenden

  • Alle Beschäftigten sollten Masken tragen, die Nase und Mund vollständig bedecken – auch bei Besprechungen.
  • Vor dem Auf- und Absetzen: Hände gründlich mit Seife waschen.
  • Maske von hinten an den Gummibändern auf- und abnehmen; die Bänder müssen straff sitzen.
  • Masken spätestens nach einem Tag bei maximal 60 °C waschen.
  • Trotz Maske ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Arbeitsschutzstandard für die Bauwirtschaft

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht. Die BG BAU setzt diese Vorgaben praxisnah für Baubetriebe um. Die Standards definieren Schutzmaßnahmen und geben Hinweise zur Organisation der Arbeit während der Pandemie. Unternehmen, die sich daran orientieren, erfüllen die rechtlichen Anforderungen an den Arbeitsschutz.

Bund übernimmt coronabedingte Mehrkosten

Am 23. Juni 2020 haben das BMVI und das BMI die Rahmenbedingungen für die Übernahme coronabedingter Mehrkosten veröffentlicht. Diese gelten für:

  • Bundeshochbau
  • Bundesfernstraßenbau
  • Bundeswasserstraßenbau

Bauunternehmen können gegen Nachweis Mehrkosten geltend machen, etwa für:

  • Zusätzliche Wasch-, Dusch- und Wohncontainer
  • Hygienemittel und Schutzanzüge
  • Zusätzliche Fahrzeuge für den täglichen Personentransport

Die Verbände HDB, ZDB und BVMB erwarten, dass auch die Deutsche Bahn diese Regelungen im Schienenbau anwenden wird.

KI im Bauhandwerk: Machen ist wie wollen, nur krasser
Branchen

KI im Bauhandwerk: Machen ist wie wollen, nur krasser

Das Handwerk steht vor riesigen Herausforderungen: Fachkräftemangel, digitale Überforderung und immer komplexere Schnittstellen. Doch statt zu jammern, heißt es jetzt: Machen! Dieser Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) und innovative Formate wie Hackathons das Handwerk stärken und warum Menschlichkeit dabei wichtiger denn je bleibt.

5 Min. Lesezeit

Handwerk im Wandel – zwischen Fachkräftemangel und Digitalisierung

Im deutschen Handwerk fehlen aktuell über 230.000 Fachkräfte, und die Lage wird sich verschärfen: Zehn Millionen „Boomer“ gehen in Rente – so viel KI können wir gar nicht einsetzen, um das aufzufangen. Gleichzeitig wächst der digitale Druck: Immer mehr Schnittstellen, BIM, Chatbots, Clouds – und das alles on top zu den eigentlichen Aufgaben. Kein Wunder, dass viele im Handwerk an ihre Grenzen stoßen. Die Digitalisierung bringt nicht nur Chancen, sondern auch eine Flut an Anforderungen, die den Alltag oft komplizierter machen, statt ihn zu erleichtern.

Die Realität im Handwerk: Zu viele Tools, zu wenig Schnittstellen

Handwerksbetriebe nutzen oft 10 bis 13 verschiedene digitale Tools, die kaum miteinander vernetzt sind. Schnittstellen? Fehlanzeige! Wer soll das alles bauen? In keinem Meisterkurs lernt man, wie man digitale Systeme integriert. Die Folge: Überforderung und Ineffizienz. Hinzu kommt die Flut an digitalen Nachrichten – und damit auch jede Menge Ablenkung. In Deutschland werden jährlich 60 Milliarden Euro durch digitale Ablenkung verbrannt. Die Realität: Viele Handwerker fühlen sich von der Digitalisierung überrollt und wünschen sich oft einfachere, praxistaugliche Lösungen.

Warum KI-Projekte oft scheitern

78 % der KI-Projekte im Handwerk scheitern. Der Grund: KI wird oft falsch gedacht und umgesetzt. Die Realität der Betriebe wird nicht ausreichend berücksichtigt, und die Kompetenzen fehlen. Es reicht nicht, einfach noch ein Tool oder einen Chatbot draufzusetzen. Es braucht Lösungen, die wirklich zum Alltag passen. KI muss so gestaltet sein, dass sie die Menschen unterstützt – und nicht noch mehr Komplexität schafft. Viele Projekte scheitern, weil sie an den Bedürfnissen der Anwender vorbeigehen.

Kompetenzen neu denken: Hackathons als Brückenbauer

Hier setzen innovative Formate wie Hackathons an. In diesen Veranstaltungen treffen Handwerker auf Coder, Designer und digitale Denker. Gemeinsam werden in 48 Stunden praxisnahe Lösungen entwickelt – mit viel Pizza, Bier und echtem Austausch. So entstehen KI-Betriebssysteme, Assistenten und Tools, die Handwerkern wirklich helfen. Das Ziel: Technologie so einfach machen, dass sie im Alltag funktioniert. Die Hackathons bringen Menschen zusammen, die sonst nie miteinander arbeiten würden – und genau daraus entstehen die besten Ideen.

Praxisbeispiele: KI, die wirklich hilft

  • Ein Schweizer Startup hat eine App entwickelt, mit der Handwerker einfach ins Handy sprechen – egal in welcher Sprache. Die KI wandelt das Gesprochene in Aufgaben um und verteilt sie automatisch. So wird aus WhatsApp-Kommunikation ein echter Workflow
  • KI-Karten zeichnen Gespräche auf und erstellen automatisch Protokolle – ideal für Baubesprechungen. So geht keine Information mehr verloren, und die Dokumentation wird zum Kinderspiel.
  • KI-Brillen ermöglichen es Meistern, Lehrlinge aus der Ferne zu unterstützen und Baustellen zu dokumentieren, ohne die Hände zu benutzen. Datenschutz bleibt dabei ein Thema, aber Lösungen werden gemeinsam entwickelt. Die Brille kann sogar Videostreams übertragen und so den Austausch zwischen Meister und Lehrling erleichtern.
  • 360-Grad-Kameras auf Baustellen erstellen digitale Modelle, die von KI ausgewertet werden – auch ohne BIM. So wird Baustellendokumentation einfach und effizient. Die KI erkennt automatisch Menschen und verpixelt sie, um Datenschutz zu gewährleisten. Gleichzeitig werden die Aufnahmen mit Grundrissen verknüpft, sodass ein dreidimensionales Abbild der Baustelle entsteht.

Mensch und Maschine: Zusammenarbeit auf Augenhöhe

KI kann Wissen speichern, Prozesse automatisieren und sogar Roboter anlernen. Doch entscheidend bleibt: Die Technik muss so einfach sein, dass sie Handwerkern wirklich hilft – und nicht noch mehr Komplexität schafft. Projekte zeigen, dass die besten Lösungen gemeinsam mit den Menschen im Betrieb entwickelt werden. Nur so entsteht echter Mehrwert. Die digitale Kopie des Handwerkers – das „virtuelle Wir“ – kann Wissen skalieren und in die Ausbildung integrieren. So bleibt das Know-how erhalten und wird für kommende Generationen nutzbar gemacht.

Herausforderungen und Learnings

Die Digitalisierung im Handwerk ist kein Selbstläufer. Es braucht Zeit, Engagement und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Technische Hürden, Datenschutz und die Angst vor Veränderung sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Doch wer offen bleibt und ins Machen kommt, wird belohnt: mit mehr Effizienz, weniger Fehlern und zufriedeneren Mitarbeitenden. Wichtig ist, die Menschen mitzunehmen und ihnen die Angst vor der Technik zu nehmen. Nur dann kann Digitalisierung wirklich gelingen.

Fazit: Mehr Machen, weniger Wollen

Das Handwerk braucht keine weiteren digitalen Luftschlösser, sondern praktische Lösungen. Hackathons, KI-Baukästen und einfache Tools zeigen, wie Digitalisierung gelingen kann. Entscheidend ist, ins Machen zu kommen, Kompetenzen zu teilen und Menschlichkeit zu bewahren. Denn am Ende zählt, dass Handwerker Handwerker bleiben – unterstützt von Technik, aber nicht ersetzt. Die Zukunft des Handwerks ist digital – aber sie bleibt menschlich.

Jahreswechsel Lohnabrechnung: Fristen und Aufgaben im Überblick
HR & Payroll

Jahreswechsel Lohnabrechnung: Fristen und Aufgaben im Überblick

Der Jahreswechsel bringt für Personalabteilungen und Lohnbuchhaltungen jedes Jahr zusätzlichen Aufwand mit sich. Besonders in der Lohnabrechnung gibt es feste Fristen und Aufgaben, die unbedingt eingehalten werden müssen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen und reibungslose Prozesse sicherzustellen. In diesem Beitrag erhalten Sie einen klaren Überblick über alle wichtigen Aufgaben und Stichtage – vom Lohnsteuerjahresausgleich über Sozialversicherungsmeldungen bis hin zu Unfallversicherung und betrieblicher Altersvorsorge.

5 Min. Lesezeit

Lohnsteuerjahresausgleich

Nach § 42b Abs. 1 Satz 2 EStG sind alle Unternehmen, die am 31. Dezember mindestens zehn steuerpflichtige Mitarbeiter beschäftigen, verpflichtet, einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen. Dieser erfolgt in der Regel im Rahmen der Dezember-Lohnabrechnung.

⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres

Elektronische Lohnsteuerbescheinigung

Gemäß § 41b Abs. 1 Satz 2 EStG in Verbindung mit § 93c Abs. 1 Nr. 1 AO müssen Arbeitgeber eine Lohnsteuerbescheinigung erstellen. Sie enthält alle relevanten Beschäftigungsdaten, Sozialversicherungsbeiträge, Lohnersatzleistungen (z. B. Kurzarbeitergeld) und den steuerpflichtigen Bruttolohn. Mit der Abrechnung Dezember wird diese Bescheinigung gedruckt, archiviert und dem Arbeitnehmer ausgehändigt.

⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres

Jahresmeldung an die Sozialversicherung

Nach § 10 Abs. 1 DEÜV sind Jahresmeldungen für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung erforderlich. Suiteify erstellt diese Meldungen automatisch mit dem Monatsabschluss / DEÜV-Hauptmeldelauf Januar 2026.
Eine Kopie wird üblicherweise den Mitarbeitern ausgehändigt.

⇒ Frist: bis zum 15. Februar des Folgejahres

Unfallversicherung: UV-Jahresmeldung und Lohnnachweis

Für die Unfallversicherung sind zwei Meldungen notwendig:

  • UV-Jahresmeldung (§ 28a Abs. 2a SGB IV)
    Diese Meldung mit dem Grund 92 wird mit dem Monatsabschluss Dezember 2025 automatisch erzeugt und versendet.
  • Lohnnachweis (§ 165 Abs. 1 Satz 1 SGB VII)
    Nach dem Monatsabschluss 12/2025 wird der UV-Lohnnachweis archiviert. Vor Freigabe sollten alle Gefahrtarifstellen, Arbeitsstunden und Entgelte überprüft werden, bevor der Lohnnachweis an die zuständige Berufsgenossenschaft gesendet wird.

⇒ Meldefrist: bis zum 16. Februar des Folgejahres

Weitere Arbeiten zum Jahreswechsel

  • Resturlaub prüfen:
    Überprüfen Sie offene Urlaubsansprüche aus dem Vorjahr und informieren Sie Ihre Mitarbeiter.
    ⇒ Frist: frühzeitig vor dem Jahresende und erneut vor dem 31. März des Folgejahres
  • Abstimmung und Abschluss der Lohnkonten:
    Stimmen Sie alle Lohn- und Gehaltskonten ab und schließen Sie diese ab, bevor Sie ins neue Kalenderjahr wechseln.
    ⇒ Frist: bis zum 31. Dezember des aktuellen Jahres
  • Betriebliche Altersvorsorge:
    Melden Sie nach dem Jahreswechsel die Beiträge an die Versorgungseinrichtung, falls Beiträge aus versteuertem oder verbeitragtem Entgelt finanziert wurden (§ 5 (3) LStDV).
    ⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres

Fazit

Der Jahreswechsel ist für Personal- und Lohnabteilungen eine entscheidende Phase, in der keine Fristen versäumt werden dürfen. Vom Lohnsteuerjahresausgleich über Sozialversicherungs- und Unfallversicherungsmeldungen bis hin zur betrieblichen Altersvorsorge – eine sorgfältige Planung spart Zeit, reduziert Fehler und stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.

Interview: Online-Schulungen im Bau – flexibel und praxisnah lernen
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Interview: Online-Schulungen im Bau – flexibel und praxisnah lernen

Digitale Weiterbildung ist längst auch in der Baubranche angekommen. Mit Online-Schulungen bietet die Suiteify-Akademie ein Format, das maximale Flexibilität ermöglicht: Teilnehmende bestimmen selbst, wann, wo und wie schnell sie lernen – und erhalten am Ende ein Zertifikat. Im Gespräch erklärt Johannes Trienekens, Leiter der Suiteify-Akademie, die Vorteile, den Ablauf und für wen sich das Angebot besonders eignet.

5 Min. Lesezeit

Online-Schulung oder Web-Seminar – was genau ist der Unterschied?

Johannes Trienekens:„Bei beiden Varianten handelt es sich um E-Learning-Angebote, also digitale Wissensvermittlung. Für die Teilnahme ist lediglich ein Internetzugang erforderlich – ob im Büro, unterwegs oder zu Hause.

Web-Seminare dauern in der Regel 45 Minuten und behandeln aktuelle Themen aus der Baupraxis, zum Beispiel den Umgang mit standardisierten Formblättern oder die Einstellung von Auszubildenden.

Online-Schulungen hingegen decken deutlich komplexere Inhalte ab, etwa die Baulohn-Grundlagen. Diese lassen sich nicht in einer kurzen Einheit erklären, sondern erfordern mehrere Kurseinheiten, die individuell und im eigenen Tempo absolviert werden können.“

Was bedeutet das konkret für die Teilnehmenden?

Johannes Trienekens: „Ein Web-Seminar findet zu einem festen Termin statt, zum Beispiel am Freitag um 9 Uhr. Bei Online-Schulungen entscheidet jeder selbst, wann er welche Einheit absolviert – während der Arbeitszeit, am Wochenende oder abends. Das macht das Lernen deutlich flexibler.“

Gibt es auch eine Lernzielkontrolle?

Johannes Trienekens: „Ja. Jede Einheit endet mit einer kleinen Aufgabe: Fragen beantworten oder Berechnungen durchführen. Die Teilnehmenden erhalten sofort Feedback, ob die Antworten korrekt sind.“

Muss man erst alles richtig beantworten, bevor es weitergeht?

Johannes Trienekens: „Nein, gezwungen wird niemand. Zwar bauen manche Schulungen inhaltlich aufeinander auf, aber jede kann auch unabhängig absolviert werden. Wir beobachten aber die Lernergebnisse: Wenn jemand Schwierigkeiten hat oder Inhalte mehrfach wiederholt, bieten wir gezielt Unterstützung an.“

Gibt es eine Betreuung durch Experten?

Johannes Trienekens: „Ja, jederzeit. Fragen können per E-Mail gestellt werden und werden zeitnah beantwortet – während der regulären Arbeitszeiten. Wenn es komplexer wird, klären wir das telefonisch.“

Für wen eignen sich die Online-Schulungen besonders?

Johannes Trienekens: „Für alle, die keine Zeit für Präsenzseminare haben, aber vertieftes Wissen benötigen. Das gilt für Geschäftsführer genauso wie für Lohnbuchhalter oder Auszubildende.“

Welche Online-Schulungen bieten Sie aktuell an?

Johannes Trienekens: „Als erste Schulung haben wir „Lohnkostentransparenz in drei Schritten“ gestartet. Hier lernen die Teilnehmenden:

  • mit welchen Kosten ein Bauunternehmen bei verschiedenen Beschäftigtentypen rechnen muss,
  • wie der Kalkulationslohn zur Preisfindung ermittelt wird,
  • welche Funktionen die Suiteify-Lohnabrechnung zur Kontrolle der Lohnkosten bietet.

Dazu gibt es ein Excel-Tool, das die Berechnung von Lohn- und Gehaltskosten unterstützt. Übungen helfen, den Lernerfolg zu überprüfen.“

Und welche Schulungen folgen?

Johannes Trienekens: „Ab April bieten wir die Schulung „Baulohn Grundlagen“ an. Sie umfasst 15 Einheiten, die aufeinander aufbauen.“

Warum gleich 15 Einheiten?

Johannes Trienekens: „Der Baulohn ist eine der komplexesten Entgeltabrechnungen überhaupt. Mit der Online-Schulung vermitteln wir strukturiertes, praxisnahes Wissen für Neu- und Wiedereinsteiger, aber auch für alle, die ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Wichtig: Die Inhalte sind softwareunabhängig – wer die Grundlagen beherrscht, kann diese in jeder Lösung anwenden.“

Präsenzseminar oder E-Learning – was bevorzugen Sie persönlich?

Johannes Trienekens: „Ich selbst schätze den direkten Kontakt in Präsenzseminaren sehr. Aber ich sehe auch die Vorteile des digitalen Lernens: effizient, flexibel und zukunftsorientiert. Deshalb bin ich überzeugt, dass E-Learning die Weiterbildung der Zukunft ist.“

Fazit:

Mit den Suiteify-Online-Schulungen erhalten Bauunternehmen maximale Flexibilität, praxisnahes Wissen und Expertenunterstützung – jederzeit und überall verfügbar.