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Beiträge zu Personalmanagement, Recruiting, Zeitwirtschaft und Lohnabrechnung.

Geändertes Nachweisgesetz: Was müssen Arbeitgeber beachten?
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Geändertes Nachweisgesetz: Was müssen Arbeitgeber beachten?

Das deutsche Nachweisgesetz (NachweisG) verpflichtet Arbeitgeber, die Bedingungen eines Arbeitsvertrags aufzuzeichnen und dem Beschäftigten die Niederschrift auszuhändigen. Zum 1. August 2022 wurde das NachweisG novelliert und um wesentliche Punkte ergänzt. Im Frühjahr 2024 hat der Gesetzgeber nochmals Hand angelegt und sich von allzu strengen Formvorgaben verabschiedet. Die wichtigsten Fragen zum Nachweisgesetz beantworten die Fachanwälte Dr. Volker Vogt und Iven Fischer in diesem Gastbeitrag.

5 Min. Lesezeit

Es war das Thema für viele Arbeitgeber im Sommer 2022 – und es bleibt ein ständiger Begleiter in der arbeitsrechtlichen Beratung: das „neue“ Nachweisgesetz. Nachdem die Gesetzesnovelle zum 1. August 2022 in Kraft getreten war, hat sie einiges durcheinandergewirbelt. Wir stellen hier die wesentlichen Änderungen vor und geben Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber. Und wir haben auch Gutes zu berichten: Jedenfalls bei den Formvorgaben ist der Gesetzgeber auf dem Weg, sich von allzu strengen Vorgaben zu verabschieden.

Was regelt das Nachweisgesetz?

Das Nachweisgesetz dient dazu, Arbeitnehmer über die wesentlichen Inhalte des Arbeitsverhältnisses zu informieren. Der Hintergrund dieses Gesetzes ist die EU-Richtlinie über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, besser bekannt als „Arbeitsbedingungen-Richtlinie“.

Ziel dieses europäischen Rechtsaktes ist es, Arbeitnehmer in der immer weiter flexibilisierten Arbeitswelt, die sich mit teilweise prekären Arbeitsverhältnissen zunehmend auf digitalen Plattformen abspielt (sogenannte Gig-Economy), zu stärken. Daher müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten beispielsweise über die Höhe des Arbeitsentgelts, die Pflicht zur Leistung von Überstunden und die Voraussetzungen von deren Anordnung informieren – und zwar bereits bei Abschluss des Arbeitsvertrags, spätestens jedoch, wenn der Arbeitnehmer nachfragt. Hierdurch soll die Transparenz für Arbeitnehmer erhöht werden.

Welche Änderungen im Nachweisgesetz greifen seit August 2022?

Zum 1. August 2022 wurde das Nachweisgesetz, das in anderer Form bereits seit Längerem besteht, erheblich erweitert:

  • Es gelten nun angepasste Informationspflichten des Arbeitgebers.
  • Eine weitere Neuerung sind erheblich verkürzte Fristen zur Vorlage einer Information über die im Gesetz genannten wesentlichen Aspekte des Arbeitsverhältnisses.
  • Auch muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nun über Änderungen der wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich informieren. Diese Information muss dem Arbeitnehmer spätestens am Tag des Wirksamwerdens der Änderung vorliegen.
  • Zudem droht dem Arbeitgeber nun pro Verstoß gegen das Nachweisgesetz ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2.000 Euro.

Über welche Arbeitsbedingungen muss ein Nachweis geführt werden?

Das Nachweisgesetz regelt umfassend, über welche „wesentlichen Vertragsinhalte“ der Arbeitgeber die Arbeitnehmer informieren muss. Hierzu zählen neben Name und Anschrift der Vertragsparteien jetzt auch neue Angaben, wie beispielsweise der Hinweis auf die Kündigungsmodalitäten oder die Art und Weise sowie Fälligkeit und Höhe der einzelnen Gehaltsbestandteile.

Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, empfiehlt sich für Arbeitgeber der Blick in § 2 Nachweisgesetz. Dort wird aufgeführt, welche Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen.

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In welcher Form ist der Nachweis vom Arbeitgeber nunmehr zu führen?

Das Nachweisgesetz sah hier seit dem 1. August 2022 strenge Schriftform vor. Dies bedeutete, dass über sämtliche genannten wesentlichen Vertragsinhalte auf einem verkörperten Dokument, welches durch beide Vertragsparteien eigenhändig unterzeichnet wurde, informiert werden musste. Doch hier hat der Gesetzgeber im Frühjahr 2024 auf die berechtigte Kritik an dieser aus der Zeit gefallenen Vorgabe reagiert.

Künftig soll die elektronische Form genügen. Das bedeutet, es genügt eine dauerhaft speicherbare Dokumentation, in der die Person des Erklärenden genannt ist und die auf Wunsch des Mitarbeiters auch ausgedruckt werden können muss. Tinte und Papier braucht künftig also – zum Glück – keiner mehr.

An den zwei Arten der Durchführung (modi operandi), um den Anforderungen des Nachweisgesetzes zu genügen, ändert sich dadurch jedoch nicht viel:

  1. Das Nachweisgesetz lässt es zu, dass über die wesentlichen Vertragsbedingungen via Arbeitsvertrag informiert wird. Dies bietet sich insbesondere bei statischen Arbeitsverhältnissen an. In diesem Fall können die wesentlichen Vertragsbedingungen – von denen im Übrigen einige, wie etwa der Urlaubsanspruch oder die Vergütungshöhe ohnehin arbeitsvertraglich geregelt sein werden – ebenfalls in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden. Die gesetzliche Neuerung sorgt nun dafür, dass auch eine schlichte elektronische Vereinbarung – etwa via E-Mail – genügt, um die Vorgaben zu erfüllen.
  2. Für Arbeitsverhältnisses hingegen, die sich häufig ändern oder bei denen sich die Konditionen im Wandel befinden, kann es sich anbieten, die Arbeitsbedingungen in einem gesonderten Informationsblatt aufzunehmen. Hierbei wird künftig die elektronische Form genügen.  Auch haben zahlreiche Arbeitgeber ihre Personalabteilung inzwischen digitalisiert, weshalb Arbeitsverträge inzwischen häufig nur noch elektronisch vorgehalten werden. In diesem Fall könnte dann etwa ein PDF zur Verfügung gestellt werden.

Welche Fristen muss der Arbeitgeber einhalten?

Hier sieht das Nachweisgesetz ein dreistufiges Modell vor:

  • Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis nach dem 1. August 2022 aufgenommen wurde, haben hinsichtlich einiger Vertragsinhalte zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, spätestens am Tag der ersten Arbeitsleistung ein Anrecht auf Information über die wesentlichen Vertragsinhalte. Für andere Angaben hat der Arbeitgeber grundsätzlich sieben Kalendertage Zeit.
  • Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis bereits vor dem 1. August 2022 bestand, haben hingegen Anspruch auf eine Bereitstellung der wesentlichen Vertragsinhalte nach dem Nachweisgesetz erst dann, wenn sie dies beim Arbeitgeber geltend machen. Hier hat der Arbeitgeber dann sieben Tage Zeit, die entsprechenden schriftlichen Informationen vorzulegen. Dazu wird künftig eine E-Mail ausreichen.
  • Über Änderungen der wesentlichen Vertragsbedingungen im laufenden Arbeitsverhältnis muss der Arbeitgeber spätestens im Zeitpunkt informieren, in dem diese Änderungen in Kraft treten.

Was droht dem Arbeitgeber bei Verstößen gegen das Nachweisgesetz?

Verstöße gegen das Nachweisgesetz können ein Bußgeld von bis zu 2.000 Euro pro Verstoß auslösen. Hierbei ist jedoch einschränkend anzumerken, dass ein Bußgeld nur bei vorsätzlichen Verstößen greift. Dennoch sollten Arbeitgeber die neuen Vorgaben nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn neben der Tatsache, dass etwa im Rahmen einer Betriebsprüfung auch Verstöße gegen das Nachweisgesetz aufgedeckt werden können, stellt es auch einen Wettbewerbsnachteil im Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte dar, wenn der Arbeitgeber die entsprechenden Informationen nicht vorhält – die Konkurrenz aber schon.

Fazit

Das Nachweisgesetz hat durch die Neuerungen im Sommer 2022 an Bedeutung gewonnen. Im Zuge der Beratung wird schnell deutlich, dass Arbeitsverträge teilweise arg in die Jahre gekommen sind. Oft können die dort geregelten Inhalte aufgrund von Gesetzes- oder Rechtsprechungsänderungen gar nicht mehr durchgesetzt werden. Insoweit empfiehlt es sich, die Pflichten aus dem Nachweisgesetz zum Anlass für eine generelle Überarbeitung der Musterarbeitsverträge zu nehmen.

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Urlaubsanspruch berechnen: Das müssen Sie wissen
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Urlaubsanspruch berechnen: Das müssen Sie wissen

Urlaubs-Anspruch richtig berechnen will gelernt sein: Worauf musst Du als Arbeitgeber beim gesetzlichen Anspruch auf Urlaub unbedingt achten – und wo finden die häufigsten Stolperfallen beim Urlaubs-Anspruch?

5 Min. Lesezeit

Der Urlaubs-Anspruch der Arbeitnehmer ist gesetzlich geregelt. Doch welchen Anspruch auf Urlaub müssen Ihre Arbeitnehmer laut Vertrag haben? Gibt es gesetzliche Unterschiede zwischen Arbeitern, Angestellten und Auszubildenden? Wie lassen sich unterschiedliche Urlaubs-Ansprüche von Ihnen als Arbeitgeber berechnen? Alles zum Thema Urlaub, Gesetz und Urlaubs-Anspruch erfährst Du in diesem Artikel.

Urlaubsanspruch: Definition

Der Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern kann laut Gesetz definiert werden als das Recht auf eine bezahlte Freistellung von der Arbeit. Diese dient der Erholung und dem Erhalt der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer. Dies soll u.a.vorbeugen, dass Mitarbeiter sich häufig krank melden oder "krank" machen. Die Dauer des Urlaubsanspruchs ist gesetzlich festgelegt und das Urlaubs-Gesetz von Land zu Land unterschiedlich.

  • In Deutschland beträgt der gesetzliche Anspruch auf Urlaub pro Jahr 24 Werktage (ausgehend von 6 Werktagen pro Woche). Realiter erhalten viele Arbeitnehmer in der Regel laut Vertrag allerdings bis zu 30 Urlaubstage innerhalb eines Jahres, was bei einer Fünf-Tage-Woche sechs Wochen bezahltem Urlaub entspricht.
  • In der Schweiz haben Arbeitnehmer hingegen Anspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub innerhalb eines Jahres.
  • In Österreich haben Arbeitnehmer derweil innerhalb eines Jahres Anspruch auf 25 Tage bezahlten Urlaub bei einer Fünf-Tage-Woche und Anspruch auf 30 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche, so dass diese also auf insgesamt fünf Kalenderwochen Urlaub während eines Jahres kommen.

In allen Ländern gilt der gesetzliche Urlaubs-Anspruch für Festangestellte genauso wie der Anspruch auf Urlaub für Aushilfen, Saisonkräfte, geringfügig Beschäftigte oder Werkstudenten.

Wie wirkt sich ein Urlaubsanspruch auf die Mitarbeiterbindung aus?

Unternehmen sollten nicht unterschätzen, dass sie mit den Urlaubstagen, die sie ihren Mitarbeitern gewähren, ein erhebliches Motivationstool in den Händen halten. Jeder zusätzliche Urlaubstag, der über den gesetzlichen Mindestanspruch hinausgeht, beflügelt nachweislich die Mitarbeiterbindung. Das kann auch dazu beitragen, dass Mitarbeiter seltener krank sind und sich so seltener krank melden.

Ein Plus an Urlaub und Freizeit ist vielen Fachkräften einiges Wert, wie eine Online-Umfrage des Stellenmarktes meinestadt.de unter 9.252 Fachkräften ergeben hat. Fast ein Viertel der Teilnehmer gab an, dass sie für mehr Freizeit auch mehr Einsatz in der verbleibenden Arbeitszeit zeigen würden. Jeder Fünfte würde sogar auf anderweitige Benefits wie Dienstwagen oder Diensthandy verzichten. Genauso viele würden für mehr Urlaub auch weniger oder kürzere Pausen in Kauf nehmen.

Fast 20 Prozent der Arbeitnehmer verzichten lieber auf Dienstwagen oder Firmenhandy als auf Urlaubstage. - Suiteify

Wie kann ich für meine Mitarbeitenden den Urlaubsanspruch berechnen?

So beliebt Urlaub bei den Arbeitnehmern auch ist, so komplex wird es allerdings, wenn es um die Berechnung des Urlaubs von Mitarbeitern geht. Hier gibt es für Dich als Arbeitgeber so einige gesetzliche Urlaubs-Regeln zu beachten. Nehmen wir zum Beispiel den Urlaubsanspruch von Teilzeitarbeitnehmern laut Gesetz.

Auch, wenn Arbeitnehmer nicht voll arbeiten, haben sie den vollen Urlaubsanspruch. Kommen sie an allen Arbeitstagen zur Arbeit, ist es auch kein Problem, diesen Anspruch auf Urlaub zu berechnen. Für eine Woche Urlaub reicht der Arbeitnehmer bei einer Fünf-Tage-Woche einfach fünf Urlaubstage ein.

Komplexer wird es hingegen, wenn ein Arbeitnehmer nicht an allen Arbeitstagen in der Woche arbeitet. Bei 6 Werktagen pro Woche umfasst der gesetzliche Mindestanspruch 24 Urlaubstage pro Jahr - die meisten Arbeitnehmer haben bei einer Vollzeitbeschäftigung jedoch 5 Arbeitstage in der Woche, wodurch der gesetzliche Mindestanspruch 20 Urlaubstage im Jahr beträgt. Bei Teilzeitkräften fällt der Anspruch entsprechend geringer aus. Dann lässt sich der gesetzliche Anspruch auf Urlaub wie folgt berechnen:

4 Wochen Urlaub (Mindestanspruch) im Jahr x Arbeitstage pro Woche = Urlaubstage pro Kalenderjahr

Aus dieser Berechnung ergibt sich, dass Arbeitnehmer, die einmal pro Woche arbeiten, einen Urlaubs-Anspruch von vier Tagen innerhalb eines Jahres haben. Wer zwei Tage in der Woche arbeitet, dem stehen mindestens acht Urlaubs-Tage im Jahr laut Vertrag zu und wer an drei oder vier Tagen in der Woche arbeitet, hat einen Mindestanspruch auf Urlaub von 12 beziehungsweise 16 Tagen innerhalb eines Jahres.

Kleiner Tipp: Eine manuelle Urlaubsanspruchsberechnung ist mit einer Personalsoftware nicht notwendig. Das Tool ermittelt automatisch den individuellen Urlaubsanspruch jedes Arbeitnehmers – für Voll- und Teilzeitarbeitskräfte.

Anspruch auf Urlaub berechnen im Falle einer Kündigung

Laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist es das Recht eines jeden Arbeitnehmers, bei einer 5-Tage-Woche einen Mindestanspruch in Höhe von 20 Arbeitstagen zu beanspruchen, die als bezahlter Urlaub verbracht werden können und sollen. Fehlzeiten durch Krankheit zählen hier natürlich nicht hinzu.

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und der damit verbundene Mindesturlaub greift natürlich auch im Falle einer unterjährigen Kündigung. Aber was wird dann aus dem Jahresurlaub?

Für jeden vollen Monat der Beschäftigung besteht 1/12 des betrieblich vereinbarten Urlaubsanspruchs. Wird beispielsweise ein Arbeitsverhältnis seitens des Arbeitnehmers zum 30. April gekündigt und hat dieser einen Arbeitsvertrag mit 30 Tagen Urlaub im Jahr, so stehen ihm oder ihr 4/12 davon zu, also 10 Arbeitstage Urlaub. Mit jedem Monat, den Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt sind, erarbeiten sie sich in diesem Beispiel 2,5 Tage Urlaub.

Wenn sich das Arbeitsverhältnis ändert: Urlaubsanspruch bei unterjährigem Start oder Ende des Vertrags

Eine Besonderheit besteht bei unterjährigem Start vom Arbeitsvertrag oder unterjährigem Ausscheiden aus dem Unternehmen: Plant ein Mitarbeiter unterjährig die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses, so greifen Arbeitgeber einfach auf die schon für den Urlaubsanspruch bekannte Berechnung zurück:

(Firmenzugehörigkeit im bestehenden Jahr in Monaten) x (monatlicher Urlaubsanspruch)

Fällt allerdings das Datum in die zweite Jahreshälfte, also verlässt ein Arbeitnehmer nach dem 01.07. den Betrieb und hat von seinem/ihrem Jahresurlaub in diesem Kalenderjahr noch keinen Urlaubstag genommen, so greift der volle Anspruch des Bundesurlaubgesetzes (BUrlG) und statt beispielsweise 7x2,5=17,5 Urlaub stehen die vollen im BUrlG vorgesehenen 20 Tage Urlaub zu. So wird der Mindesturlaub durchgesetzt.  

Diese Regelung gilt für Personen, die nicht in Teilzeit sind, sondern ein Arbeitsverhältnis in Vollzeit, also mit 5 Arbeitstagen pro Woche, wahrnehmen. In Bezug auf Teilzeit muss die Berechnung natürlich entsprechend anteilig ins Verhältnis gesetzt werden.

Auch eine Übertragung des nicht in Anspruch genommenen Jahresurlaubs auf einen anderen Betrieb ist möglich.

Rückstellungen durch Urlaub: Was ist zu beachten?

Zudem können alle Mitarbeitenden den jeweiligen Urlaubsanspruch anhand des Urlaubskontos jederzeit nachvollziehen und einsehen. Das kann von Vorteil sein, denn Mitarbeitende haben so stärker im Blick, ihren Urlaub auch wirklich aufzubrauchen. Und genau so sieht es das Gesetz eigentlich vor (§ 7 des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG)) . Hier heißt es: „Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden.”

Es kommt allerdings immer wieder vor, dass Angestellte ihren Urlaub innerhalb eines Jahres nicht gänzlich in Anspruch nehmen und sich diesen für das kommende Jahr aufheben. Damit entsteht für den Arbeitgeber ein sogenannter Erfüllungsrückstand.

Das Unternehmen muss also den restlichen Urlaub eines Jahres auf das Folgejahr buchen und in seiner Bilanz eine Rückstellung bilden. Hierzu steht im Bundesurlaubsgesetz: „Im Fall der Übertragung muss der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahres gewährt und genommen werden.” Danach verfällt der Anspruch den Urlaub noch einzulösen, wenn keine alternative Vereinbarung getroffen wurde.

Wie sieht der perfekte Urlaubsantrag aus?

Wer Urlaub beantragen will, muss dies schriftlich tun. Der Antrag eines Urlaubs wird von Arbeitgeber zu Arbeitgeber allerdings höchst unterschiedlich gehandhabt.

In manchen Betrieben gibt es eine Liste, in der die Mitarbeiter ihre gewünschten Urlaubstage eintragen können. In anderen Unternehmen schreiben Mitarbeiter einfach eine formlose Mail an die HR-Abteilung mit Daten rund um den Urlaub (z.B. Zeitraum, Vertretung) und in größeren Unternehmen müssen Mitarbeiter laut Vertrag meist schriftliche Anträge ausfüllen.

Laut Gesetz muss der Urlaubsantrag mindestens 14 Tage vor dem Antritt des Urlaubs eingereicht werden. Meist brauchen Unternehmen die folgenden Angaben zum Verbuchen des Urlaubs:

  • Personalnummer
  • Position
  • Anschrift
  • Anzahl der beantragten Urlaubstage
  • Zeitraum des Urlaubs
  • Name der Vertretung während des Urlaubs
  • Name des Vorgesetzten

Urlaubsanspruch berechnen leichtgemacht: Zeitmanagement Tools

HR und der Linienvorgesetzte erhalten automatisch eine Benachrichtigung, dass eine Genehmigung eines Urlaubs erforderlich ist. Diese ist mit einem Klick erteilt und der Arbeitnehmer erhält die Rückmeldung: Urlaub genehmigt. Durch eine Kalenderfunktion ist für den Arbeitgeber bzw. die Führungskraft direkt auf einen Blick ersichtlich, wo sich Urlaub überschneidet und wo es zu Arbeits-Engpässen kommen könnte.

Mit der richtigen Zeiterfassung Software kann selbst das komplexe Thema Urlaubsanspruch sekundenschnell gesetzlich richtig gemanagt werden.

Sachbezüge richtig abrechnen: Die wichtigsten Freigrenzen bei Sachzuwendungen
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Sachbezüge richtig abrechnen: Die wichtigsten Freigrenzen bei Sachzuwendungen

Sachbezüge sind eine attraktive Möglichkeit, Arbeitnehmern eine Anerkennung zukommen zu lassen, ohne dabei Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben zu entrichten. Allerdings ist die korrekte Abrechnung von Sachbezügen in der Praxis aufgrund der Vielzahl an Vorschriften oft eine Herausforderung. Dieser Beitrag erklärt, was ein Sachbezug ist, welche Arten und Freigrenzen bzw. Freibeträge es gibt und wie Arbeitgeber Sachbezüge richtig abrechnen.

5 Min. Lesezeit

Was ist ein Sachbezug?

Sachbezüge sind Leistungen des Arbeitgebers an seine Beschäftigten, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Sie werden zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn gewährt (und nicht stattdessen).
  • Sie bieten keinen unmittelbaren betrieblichen Nutzen, sondern werden aus betrieblicher Veranlassung als Sachleistungen oder in Form von Gutscheinen gewährt.

Der Arbeitnehmer profitiert von einem Sachbezug immer finanziell, auch wenn nicht direkt Geld fließt. Erhalten Mitarbeiter in einem Supermarkt beispielsweise einen Rabatt auf die Produkte des Geschäfts, so zahlen sie an der Kasse weniger. Die Differenz zum ursprünglichen Kauf stellt einen finanziellen Vorteil dar. Deshalb fallen alle Sachbezüge unter die Definition des geldwerten Vorteils. Sachbezüge unterscheidet vom geldwerten Vorteil vor allem die steuerliche Behandlung: Werden bestimmte Freigrenzen eingehalten, entfallen die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge.

Freigrenzen für Sachbezüge

Natürlich dürfen Arbeitgeber Sachbezüge nicht in unbegrenzter Höhe steuer- und sozialabgabenfrei gewähren. Wer Sachbezüge richtig abrechnen will, sollte die folgenden Freigrenzen und Freibeträge kennen:

  • 50-Euro-Freigrenze: Arbeitgeber können Sachbezüge gemäß der Kleinbetragsregelung nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG bis zu 50 Euro pro Mitarbeiter und Monat steuer- und sozialabgabenfrei gewähren. Wird diese Grenze auch nur um einen Cent überschritten, so sind auf den gesamten Betrag Lohnsteuer und Sozialabgaben zu entrichten. Nicht ausgeschöpfte Beträge dürfen zudem nicht auf den nächsten Monat übertragen werden.
  • Anlassbezogene, persönliche Zuwendungen: Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern Geschenke bis zu einem Betrag von 60 Euro pro Anlass zukommen lassen – und das sogar mehrmals im Jahr oder im Monat. Dabei fallen keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben an. Allerdings muss ein persönlicher Anlass des Beschäftigten vorliegen, wie zum Beispiel ein Geburtstag, die Geburt eines Kindes, eine Hochzeit, das Bestehen einer Abschlussprüfung oder ein Arbeitnehmerjubiläum.
  • Weitere Freigrenzen: Der Gesetzgeber legt zudem spezifische Freigrenzen für bestimmte Sachzuwendungen fest, wie etwa für Betriebsfeiern oder betriebliche Gesundheitsförderung, die berücksichtigt werden müssen.

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, bestimmte Sachbezüge zu kombinieren. Zum Beispiel können sie monatlich Tankgutscheine im Wert von 50 Euro ausgeben und zusätzlich anlassbezogene Geschenke bis zu 60 Euro machen.

Achtung: Die Freigrenzen sind stets als Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer zu verstehen.

Arten von Sachbezügen

Ein Sachbezug liegt stets vor, wenn der Arbeitgeber Sachzuwendungen ohne vorrangiges betriebliches Interesse gewährt. Als sogenannte Annehmlichkeiten gelten Leistungen wie die Bereitstellung eines Firmenhandys auch für private Nutzung, die in der Regel steuer- und beitragsfrei sind. Zu den Sachbezügen gehören unter anderem folgende Aufmerksamkeiten:

Sachbezug

Erklärung und Freigrenze

Betriebsveranstaltungen
Pro Mitarbeiter und Veranstaltung bis zu 110 Euro (Freibetrag), maximal zwei Events pro Jahr (z. B. Weihnachtsfeier und Sommerfest)
Kinderbetreuung
Kosten für die Einrichtung eines Betriebskindergartens oder Zahlung eines Zuschusses zu tatsächlich entstandenen Kinderbetreuungskosten, ohne Begrenzung
Betriebliche Gesundheitsförderung
Für betriebliche Gesundheitskurse, Stressprävention, Ernährungsberatung, Nichtraucher-Kurse etc., pro Mitarbeiter und Jahr bis zu 500 Euro
Umzugskosten
Steuerfreier Kostenersatz bis zur zulässigen Höhe nach dem Bundesumzugskostenrecht
Fahrtkosten
  • Tankgutscheine bis zu einer Höhe von 50 Euro monatlich
  • Mit 15 Prozent pauschal versteuerter Zuschuss zu Pkw-Fahrtkosten
  • Barzuschuss maximal bis zur Höhe der Werbungskosten
  • Zuschuss zum Jobticket bis zur Höhe der tatsächlichen Kosten
Verpflegungszuschuss
Essensgutscheine bis 50 Euro; alternativ Versteuerung gewährter verbilligter oder kostenloser Mahlzeiten nach den amtlichen Sachbezugswerten
Unterkunft
Kostenfreie oder vergünstigte Bereitstellung einer Mitarbeiterwohnung, Bewertung mit dem Sachbezugswert von 278 Euro im Monat
Gutscheine
Nur unter bestimmten Voraussetzungen bis 50 Euro pro Monat, insbesondere keine Barauszahlung möglich, auch nicht von Restbeträgen
Arbeitgeberdarlehen
Finanzieller Vorteil durch günstigere Zinsen
Dienstwagen
Volle Versteuerung des geldwerten Vorteils über die 1-Prozent-Regelung oder die Fahrtenbuchmethode

Vorteile von Sachbezügen für Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber nutzen Sachbezüge als Gestaltungsmöglichkeit für die Gehälter ihrer Angestellten. Sie bieten nämlich einige Vorteile:

  • Abgabenfreie Zuwendungen wirkungsvolles Instrument zur Steigerung der Mitarbeitermotivation
  • Einfache Handhabung bei pauschaler Versteuerung
  • Einsparung der Sozialabgaben und/oder der Lohnsteuer
  • Als Betriebsausgabe abzugsfähig
  • Positive Auswirkungen auf das Unternehmensimage

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Sachbezüge richtig abrechnen: So funktioniert’s

Für die korrekte Behandlung von Sachbezügen in der Lohnabrechnung gibt es verschiedene Optionen.

Variante 1: Pauschale Versteuerung

  • 37b EStG ermöglicht Arbeitgebern, Sachbezüge zu pauschalieren. Sobald diese die Freigrenzen übersteigen, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal mit 30 Prozent erheben und abführen. Der Arbeitnehmer zahlt dann keine Lohnsteuer.

Auf den ersten Blick scheint diese Variante aufgrund der steuerlichen Belastung unattraktiv zu sein. Aus zwei Gründen entscheiden sich dennoch viele Unternehmen dafür:

  • Werden Sachzuwendungen pauschal versteuert, entfallen sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer die Beiträge zur Sozialversicherung.
  • Die Lohnabrechnung ist bei der Pauschalversteuerung einfach und übersichtlich, zum Beispiel bei verbilligten Mahlzeiten.

Variante 2: Individualbesteuerung

Alternativ kann sich der Arbeitgeber für die Individualbesteuerung entscheiden. Dabei werden die Sachbezüge in der Lohnbuchhaltung behandelt wie normaler Lohn. Der Gegenwert der Sachzuwendung wird dem Bruttolohn aufgeschlagen. In der Folge erhöhen sich das Steuerbrutto und das Sozialversicherungsbrutto und entsprechend die Sozialabgaben sowie die Lohnsteuer. Sobald das Netto ermittelt ist, muss der Sachbezug wieder abgezogen werden.

Nach dem folgenden Schema lassen sich Sachbezüge richtig abrechnen.

Bruttoentgelt

+ Sachbezug / geldwerter Vorteil

= Gesamtbrutto

– Lohnsteuer

– Kirchensteuer

– Solidaritätszuschlag

– Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung

= Nettoentgelt

– Sachbezug / geldwerter Vorteil

= Auszahlungsbetrag

Der Sachbezug wird lediglich hinzugerechnet, um die korrekte Basis für die Berechnung der Lohnsteuer und Sozialabgaben zu gewährleisten. Würde er nicht anschließend abgezogen, hätte der Arbeitnehmer einen doppelten Vorteil – einmal durch die tatsächliche Sachleistung (z. B. einen Tankgutschein) und dann erneut durch die Auszahlung im Lohn.

In der Praxis stellt die genaue Wertermittlung des geldwerten Vorteils die größte Herausforderung beim Sachbezüge richtig abrechnen dar. Hierbei ist auch der Rabattfreibetrag zu beachten. Bis zu vier Prozent oder 1.080 Euro pro Jahr bleiben als Freibetrag bei vergünstigten Produkten oder Dienstleistungen des Arbeitgebers unberücksichtigt. Typische Beispiele hierfür sind Personalrabatte für Einkäufe im eigenen Geschäft oder vergünstigte Übernachtungen für Hotelpersonal.

Dokumentation der Sachbezüge

Wenn Arbeitgeber Sachbezüge steuerfrei oder pauschalbesteuert gewähren, müssen sie diese detailliert dokumentieren. Hierfür stehen drei Optionen zur Verfügung:

  • Lohnabrechnung: Der Arbeitgeber führt die Sachbezüge in der Lohnabrechnung auf. Obwohl steuerfrei gewährte Sachzuwendungen mit ihrem Wert angegeben werden, werden sie nicht in das Gesamtbrutto einbezogen. Demnach bleibt auch das Nettogehalt unverändert.
  • Lohnkonto: Der Arbeitgeber dokumentiert die gewährten Sachbezüge im Lohnkonto. Hier sollten dann auch Nachweise zur Höhe und zur steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Behandlung vorhanden sein. So kann das Unternehmen nachweisen, dass die 50-Euro-Freigrenze nicht überschritten wurde.
  • Antrag auf Erleichterung: Nutzen Arbeitgeber entsprechende Softwarelösungen, um eine Überschreitung der Freigrenzen auszuschließen, können sie beim Finanzamt einen Antrag auf Erleichterung stellen. Wird dieser genehmigt, müssen sie keine Aufzeichnungen in den Lohnkonten mehr führen.
8 bewährte Wege, um dem Montag mit Freude entgegenzulächeln
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8 bewährte Wege, um dem Montag mit Freude entgegenzulächeln

Hier erfährst Du, wie man die Monday Blues größtmöglich abwehren kann.

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Beinahe jeder Mensch kennt im arbeitsbezogenen Zusammenhang das Gefühl, schon am Wochenende dem Montag mit einem gewissen Unwohlsein ausgeliefert zu sein. Wiewohl das Individuen unterschiedlich betreffen kann und die einen mehr sowie die anderen weniger damit zu kämpfen haben, steckt also eine wahrnehmbare Generalität dahinter.  

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns dementsprechend mit dem Konzept hinter „Monday Blues“ und wollen eine Anleitung geben, wie man schon von vorneherein aktiv dagegen auftritt. Das tun wir, indem zunächst der Begriff der Monday Blues kurz erläutert wird und dann direkt der Übergang zu den einzelnen Lösungsansätzen genommen wird.  

Die Bedeutung von Monday Blues

Eingänglich muss erwähnt werden, dass wissenschaftliche Erkenntnisse keine offensichtlichen Kausalitäten hinsichtlich von Verstimmungen am Ende einer Woche im Wechsel zur neuen (Arbeits-)Woche liefern. Von daher sind allgemeingültige Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Was sich aber durchaus feststellen lässt, ist ein oftmals selbst beobachtbares Gefühlstief an dieser Schnittstelle.

Dieser Effekt geht einher mit Stresssymptomen, Übermüdung und -forderung, Gereiztheit, Lustlosigkeit usw. Wenn man es nicht gerade an sich selbst erlebt, dann womöglich am entnervten Kollegen oder der Kollegin. Die Gründe dafür können vielfältig sein: der erwartbar volle E-Mail-Posteingang, eine Form von Jetlag nach dem Schlafaufholen am Wochenende, eine innere Ungeduld bis zum Eintreffen des darauffolgenden Wochenendes und so fort.  

Das bedeutet jedoch nicht, dass du den Monday Blues schutzlos unterworfen sein musst. Ganz im Gegenteil. Im Folgenden findest du 8 Tipps und Tricks, um mentale Vorsorge zu betreiben.

  1. Plane für die nächste Arbeitswoche
  2. Obwohl es als bequem erscheinen mag, nervige Aufgaben simpel zu verschieben, gilt das Motto „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Zu oft ist uns vorzeitig bewusst, dass wir uns etwas offengelassen haben, dem wir uns unweigerlich zu Wochenbeginn widmen müssen.
  3. Auch ist es gut, am Freitag bereits die Struktur für den Montag zumindest anzudenken und diese unter Umständen derart im Kalender zu vermerken. Damit vermeidest du einmal abgesehen von unvorhergesehenen Situationen eine Angst vor der „Ungewissheit“, welche der Montag auszulösen imstande ist.
  4. Positives Mindset
  5. Auch, wenn es leichter gesagt als getan ist, kann es niemals schaden, den Montag im positiven Licht zu betrachten. Ihn ergo nicht als unangenehmen Tag, sondern vielmehr als wirklichen Start in eine neue Woche mit all ihren spannenden Herausforderungen und erreichbaren Zielen zu interpretieren.
  6. Selbstbelohnung
  7. Ähnlich ist das persönliche „Bonbon“ gelagert, das man sich in Aussicht stellen kann:
    • ein besonderes Frühstück,
    • die Mittagspause im Grünen,
    • eine spaßige Aktivität nach dem Arbeitstag,
    • etc.
  8. Dadurch beginnt man den Montag nicht mit der Hoffnung, dass er hoffentlich möglichst schnell vorübergeht und freut sich stattdessen auf die Zuwendung, die man sich gönnt.
  9. Carpe diem!
  10. Was eine allgemeine Devise sein sollte, gilt für das Wochenende umso mehr. Das Schlafdefizit, welches man unter der Woche akkumuliert, sollte am Samstag und Sonntag möglichst ausgeglichen werden. Ein schwerer Kopf und tiefe Augenlider sind körperliche Ausdrucksarten, welche dir mitteilen: Halt!
  11. Kombiniere die Schlafhygiene mit ausreichend Bewegung untertags, damit du dich topfit fühlst, sobald der Montag ankommt.
  12. Musikhören
  13. Musik ist bekannt dafür, unsere Laune in die eine oder andere Richtung treiben zu können. Nutz das aus, indem du morgens am Beginn des ersten Arbeitstages der Woche motivierende Klänge in dich aufsaugst. „Always Look on the Bright Side of Life“ ist da nur ein Gassenhauer, der dich gleich mit einem Lächeln ins Büro oder Homeoffice transportieren kann.
  14. Pausendisziplin
  15. Der Trott des Arbeitstages führt hin und wieder dazu, dass man Pausen glatt auslässt oder in Versuchung gerät, diese als Zeitverschwendung zu erachten. Als Lüftung unserer Membranen fungieren sie jedoch als unersetzbare „Energieladegeräte“. Nimm deine Pausen ernst und schnapp mitunter auch kurz Frischluft oder genieße ein paar Schritte zum Ausgleich.
  16. Beziehe deine KollegInnen ein
  17. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Auch die Kollegenschaft hat mit den Herausforderungen der Monday Blues zu kämpfen. Wie schön es da sein kann, wenn einen der/die andere zu motivieren weiß und vice versa. Verbringt ein gemeinsames Mittagessen oder tauscht euch in einem Meeting per Kollaborationstool zu euren Befindlichkeiten aus. Ihr werdet sehen: das reale oder virtuelle Schulterklopfen trägt ungemein zu einer positiven Arbeitsatmosphäre bei.
  18. Lass dich rundum inspirieren
  19. Wir verbringen genügend Zeit auf unseren Smartphones, Tablets und Laptops. Und die Welt ist abseits tagespolitischer Unannehmlichkeiten ein Hort voller bezaubernder Geschichten. Ob nun in Form von Videos, Zitaten oder Textergüssen. Bezieh daraus den notwendigen Motivationsbooster, den du vielleicht an diesem einen grauen Montag richtig brauchen kannst.

Das Fazit: Die Gesamteinstellung macht den Montag

Lass dich nicht beirren. Es ist komplett normal, dass selbst unter Anwendung all dieser Tipps die Monday Blues ungnädig sein können. Trotz allem sind wir nur Menschen und als solch komplexe Wesen können wir uns hie und da durch nichts behelfen. Dennoch sollte man nicht vor den negativen Gefühlswallungen resignieren. Es existieren zahlreiche Schritte, welche die mentale Ausgeglichenheit zumindest begünstigen. Damit der Montag in Zukunft nicht mehr „blue“, sondern bunt und facettenreich ist.  

Interview: Fachkräfte entlasten mit Service Rechnungswesen
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Interview: Fachkräfte entlasten mit Service Rechnungswesen

Während die Baubranche weiterhin mit dem Fachkräftemangel kämpft, nehmen sich Dienstleister dieser Herausforderung an und bieten digitale Services zur Entlastung im Rechnungswesen. Suiteify-Experte Erdal Çeç, seit 2017 im Bereich Service Rechnungswesen tätig, kennt die Lage besonders im Mittelstand genau. Im Gespräch erklärt er, für welche Bauunternehmen die Auslagerung der Buchhaltung sinnvoll ist und wie die Zusammenarbeit in der Praxis aussieht.

5 Min. Lesezeit

Für welche Bauunternehmen eignet sich die Auslagerung des Rechnungswesens?

Erdal Çeç:Grundsätzlich kann jedes Bauunternehmen darüber nachdenken, das Rechnungswesen auszulagern. Unsere Erfahrung zeigt, dass es sich besonders für kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Baubetriebe mit 10 bis 100 Mitarbeitern lohnt.“

Vor welchen Herausforderungen stehen diese Unternehmen?

Erdal Çeç: „Viele Betriebe haben parallel zahlreiche Projekte. Dabei ist es entscheidend, stets aktuelle Unternehmenszahlen im Blick zu haben. Gerade in der Baufinanzbuchhaltung fehlt es seit Jahren an qualifiziertem Personal. Digitalisierung wird zwar zunehmend angenommen, doch der Einstieg ist oft schwer. Mit dem Service Rechnungswesen von Suiteify gelingt der Schritt einfach: Wir arbeiten vollständig digital – von Belegen bis zu Auswertungen – und stellen diese in der Cloud zur Verfügung.
So erkennen Kunden Optimierungspotenziale, schaffen Transparenz in ihren Prozessen und gewinnen Sicherheit bei der Kalkulation, auch angesichts Preisschwankungen und Materialkostensteigerungen.“

„Einfach ausgedrückt: Sie senden uns Ihre Belege und wir kümmern uns um den Rest.“

Die Inflation schwebt noch in den Köpfen. Ist eine Besserung in Sicht?

Erdal Çeç: „Die Lage hat sich etwas entspannt, aber längst nicht überall. Der Preisrückgang folgt verzögert. Für Bauunternehmen bleibt daher die Liquiditätsplanung ein zentrales Thema. Transparente Zahlen helfen, Kostensteigerungen früh zu erkennen und schnell gegenzusteuern.“

Wie unterstützt Suiteify konkret im Service Rechnungswesen?

Erdal Çeç: „Wir übernehmen die komplette Finanzbuchhaltung inklusive Betriebsabrechnung. Dazu gehören:

  • Belegbearbeitung (Eingangs- und Ausgangsrechnungen)
  • Bank- und Kassenbuchungen
  • Leistungsabrechnungen
  • Geräteabrechnungen und innerbetriebliche Verrechnungen
  • Zahlungsverkehr inklusive Skontooptimierung
  • Monatsabschlüsse mit Auswertungen
  • Umsatzsteuervoranmeldungen via ELSTER
  • Viele Kunden berichten uns, dass allein durch Skonto-Effekte ein Großteil der Servicekosten wieder ausgeglichen wird.“

Gibt es Besonderheiten bei Suiteify im Vergleich zu anderen Anbietern?

Erdal Çeç: Ja. Wir bieten persönliche Ansprechpartner statt anonymer Hotlines. Je nach Größe des Kundenunternehmens arbeiten auch mehrere Experten parallel. Aufgaben wie Kreditoren- oder Debitorenbuchhaltung, Monatsabschlüsse oder Summen- und Saldenabstimmungen werden dabei klar verteilt.“

Wie sieht diese Aufgabenverteilung dann konkret aus?

Erdal Çeç: Zum Beispiel kann ein Mitarbeiter die Kreditoren und ein anderer die Debitoren buchen. Ein weiterer übernimmt die Monatsabschlüsse, während sich ein anderer um die Abstimmung der Summen- und Saldenlisten kümmert. Außerdem kann die Umsatzsteuervoranmeldung von einem bestimmten Mitarbeiter vorbereitet und nach Freigabe weitergeleitet werden. So ist die Verantwortlichkeit klar verteilt und die Buchhaltung bleibt jederzeit zuverlässig organisiert.“

„Wir bieten eine Rundumbetreuung für unsere Kunden.“

Wie läuft die Zusammenarbeit konkret ab?

Erdal Çeç: „Wir bieten eine Rundumbetreuung vom ersten Gespräch an. Zunächst führt der Vertrieb das erste Gespräch, um die Beweggründe und Erwartungen des Kunden zu verstehen. Entscheidet sich der Kunde für eine Zusammenarbeit, folgt ein ausführliches Organisationsgespräch: Hier lernen wir die Buchhaltung des Kunden im Detail kennen – und der Kunde erfährt, welche Standards und Prozesse wir einsetzen.

Anschließend richten wir die Technik und Datenbanken ein und bereiten die Migration der Buchhaltung vor. Ziel ist es, dass die laufende Buchhaltung ohne Bruch übernommen wird. Ab diesem Zeitpunkt garantieren wir eine vortagesaktuelle Verbuchung: Alles, was uns bis 16 Uhr übermittelt wird, ist spätestens am nächsten Tag um 16 Uhr in der Finanzbuchhaltung verbucht.

Darüber hinaus erhält der Kunde über die Suiteify Analytics jederzeit Zugriff auf seine Geschäftszahlen. Er sieht dort tagesaktuelle Auswertungen und kann auf dieser Grundlage fundierte Entscheidungen für sein Unternehmen treffen.“

Was ist das Beste am Service Rechnungswesen?

Erdal Çeç: „Ganz klar der persönliche Kontakt. Unsere Kunden wissen: Auch wenn Mitarbeiter krank sind oder in Rente gehen, bleibt ihre Buchhaltung sicher und zuverlässig betreut. Das sorgt für Stabilität und eine langfristige Zusammenarbeit.“

Fazit

Das Interview mit Erdal Çeç zeigt: Die Auslagerung des Rechnungswesens ist für Bauunternehmen mehr als nur ein Weg, den Fachkräftemangel abzufedern. Es bedeutet auch Digitalisierung, Transparenz und Sicherheit.
Dank persönlicher Betreuung, moderner Cloud-Lösungen und einem eingespielten Expertenteam bietet der Suiteify Service Rechnungswesen Bauunternehmen die Möglichkeit, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren und gleichzeitig ihre kaufmännischen Prozesse zukunftssicher aufzustellen.

Kostenloses Videotraining

Erfahren Sie im aufgezeichnetes Videotraining mit Erdal Çeç, wie Sie volle Transparenz in den Kennzahlen Ihres Baubetriebes und optimale Flexibilität erhalten.

Zu viel Pflegeversicherung gezahlt? Diese Regelungen zur Erstattung und Verzinsung müssen Arbeitgeber kennen
HR & Payroll

Zu viel Pflegeversicherung gezahlt? Diese Regelungen zur Erstattung und Verzinsung müssen Arbeitgeber kennen

Das sogenannte Wachstumschancengesetz beinhaltet einige Neuerungen, die sich auf die Entgeltabrechnung auswirken. Dazu gehören auch auf den ersten Blick eher unscheinbare Regelungen zur Erstattung und Verzinsung von zu viel gezahlten Beiträgen zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Ein aktuelles Rundschreiben des GKV-Spitzenverbands erläutert nun die Details dieser Regelungen.

5 Min. Lesezeit

Nach zähen Verhandlungen wurde das „Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness“ oder kurz „Wachstumschancengesetz“ am 27. März 2024 im Bundesgesetzblatt verkündet. Es soll für Unternehmen steuerliche Anreize schaffen und auf diesem Wege die deutsche Wirtschaft ankurbeln – über die Auswirkungen auf HR und Entgeltabrechnung haben wir bereits berichtet. Der vorliegende Beitrag widmet sich nun einem speziellen Thema, das ebenfalls in diesem Gesetz behandelt wurde: der Erstattung und Verzinsung von zu viel gezahlten Pflegeversicherungsbeiträgen.

Brennpunkt Pflegeversicherung

Im vergangenen Jahr wurden die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung (PV) neugestaltet, Arbeitnehmer mit berücksichtigungsfähigen Kindern erhalten seitdem nach Kinderanzahl gestaffelte Abschläge auf ihren Beitragsanteil. Diese komplexe Veränderung bedeutet einen erheblichen Mehraufwand bei der Beitragsberechnung und macht ein einheitliches (digitales) Nachweisverfahren mit Blick auf die einzubeziehenden Kinder notwendig. Die rechtlichen Grundlagen für ein solches Verfahren wurden nun im Wachstumschancengesetz geschaffen.

Erstattung und Verzinsung zu viel gezahlter PV-Beiträge

In diesem Zusammenhang wurde nun auch geregelt, wie die Erstattung und Verzinsung zu viel entrichteter Beiträge zur Pflegeversicherung zu erfolgen hat. In der Praxis kommt es nämlich immer wieder vor, dass die arbeitnehmerseitigen Beiträge zu hoch angesetzt sind, weil nicht alle berücksichtigungsfähigen Kinder der betroffenen Beschäftigten einbezogen wurden.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) hat inzwischen ein Rundschreiben veröffentlicht, in welchem wichtige Details zur praktischen Umsetzung der Erstattung und Verzinsung zu viel gezahlter Beiträge erläutert werden.

GKV-Rundschreiben schafft Klarheit bezüglich der Erstattung und Verzinsung von Pflegeversicherungsbeiträgen

Im Rundschreiben wurden die folgenden Punkte geklärt:

1. Digitales Nachweisverfahren und Übergangszeitraum

Das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz von 2023 hat die Berechnung der Pflegeversicherungsbeiträge komplizierter gemacht, indem es die Mitarbeiteranteile gestaffelt hat, je nach Anzahl der Kinder. Ab dem 1. Juli 2025 wird ein neues digitales Nachweisverfahren die Berechnung für Arbeitgeber und Krankenkassen erheblich vereinfachen. Bis dahin gibt es einen Übergangszeitraum. Das bedeutet, dass bis zum 30. Juni 2025 alle Kinder der Mitarbeiter, die berücksichtigt werden sollen, in die Berechnung einbezogen sein müssen.

2. Wann müssen Erstattungen zu viel gezahlter PV-Beiträge verzinst werden?

Arbeitgeber können auf die Erstattung zu viel gezahlter Beiträge zur PV bis zum Start des neuen digitalen Nachweisverfahrens am 1. Juli 2025 warten. Wenn sie sich dafür entscheiden, müssen sie jedoch Zinsen auf die Rückerstattungen zahlen. Werden die Erstattungsansprüche von Beschäftigten hingegen im Übergangszeitraum bis zum 30. Juni 2025 befriedigt, sind in der Regel keine Zinsen zu zahlen.

3. Wie hoch müssen Beitragsrückerstattungen verzinst werden?

Die Faustregel ist einfach: Zu viel Beiträge zur Pflegeversicherung werden ab dem Monat nach der Zahlung bis zum Monat vor der Rückerstattung mit einem Zinssatz von vier Prozent pro Jahr verzinst. Eine separate Beantragung der Verzinsung ist nicht erforderlich.

4. Das digitale Nachweisverfahren

Ab dem 1. Juli 2025 wird ein einheitliches digitales Nachweisverfahren eingeführt, das vorhandene Daten, wie zum Beispiel Informationen der Finanzämter, nutzt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Arbeitgeber und Krankenkassen automatisch über Änderungen in Bezug auf die Elternschaft oder die Anzahl der berücksichtigungsfähigen Kinder informiert werden. Die genauen Schritte des Verfahrens und das zugehörige Meldewesen werden zurzeit ausgearbeitet.

Die Integration von ESG Kriterien in die Payroll Prozesse: Dein Leitfaden für Nachhaltigkeit
HR & Payroll

Die Integration von ESG Kriterien in die Payroll Prozesse: Dein Leitfaden für Nachhaltigkeit

Warum solltest du ESG-Kriterien in die Payroll-Prozesse integrieren? Dieser Artikel zeigt dir, wie die Integration von ESG-Kriterien in die Payroll-Prozesse dazu beiträgt, dein Unternehmen nachhaltiger und zukunftssicherer zu gestalten. Du erfährst die wichtigsten Vorteile, Herausforderungen und Best Practices für eine erfolgreiche Umsetzung.

5 Min. Lesezeit

Warum solltest du ESG-Kriterien in die Payroll-Prozesse integrieren? Dieser Artikel zeigt dir, wie die Integration von ESG-Kriterien in die Payroll-Prozesse dazu beiträgt, dein Unternehmen nachhaltiger und zukunftssicherer zu gestalten. Du erfährst die wichtigsten Vorteile, Herausforderungen und Best Practices für eine erfolgreiche Umsetzung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Integration von ESG-Kriterien in Payroll-Prozesse fördert nicht nur nachhaltige Geschäftspraktiken, sondern steigert auch die Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenswert.
  • Nachhaltige Gehaltsmodelle und transparente Lohnstrukturen verbessern die Mitarbeitermotivation und tragen zur Schaffung einer gerechten Unternehmenskultur bei.
  • Herausforderungen wie Datenschutz und unzureichende technische Infrastruktur müssen überwunden werden, um die Umsetzung von ESG-Kriterien in der Payroll erfolgreich zu gestalten.

Bedeutung von ESG-Kriterien in der Payroll

ESG-Kriterien gewinnen zunehmend an Bedeutung für alle Unternehmensbereiche, einschließlich der Payroll. Unternehmen, die ESG-Kriterien in ihre Gehaltsabrechnungsprozesse integrieren, können effizienter und zukunftssicherer wirtschaften. Die Einhaltung dieser Kriterien wird durch die steigenden Anforderungen von Investoren und Stakeholdern an nachhaltige Geschäftspraktiken verstärkt.

Als Unternehmensleiter solltest du ESG-Compliance als strategische Chance begreifen, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenswert zu steigern. ESG-Kriterien bieten nicht nur die Möglichkeit, ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen, sondern auch Compliance Anforderungen zu erfüllen und das Risiko von Gesetzesverstößen zu minimieren.

Die Integration von ESG-Kriterien in die gesamte Unternehmensstrategie, einschließlich HR-Prozesse wie die Payroll, zeigt Verantwortung und stärkt die Unternehmensmarke. Die verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen erhöhen den Druck auf Unternehmen, ESG-Kriterien zu integrieren.

Nachhaltige Gehaltsmodelle

Nachhaltige Gehaltsmodelle sind ein wesentlicher Bestandteil einer ESG-konformen Unternehmensstrategie. Sie fördern nicht nur die Mitarbeitermotivation und -produktivität, sondern verbessern auch das Image des Unternehmens. Faire Gehaltsstrukturen tragen zu einer inklusiven Unternehmenskultur bei und steigern die Kreativität und Innovation.

Beispiele zeigen, dass Unternehmen durch faire Gehaltsmodelle die Mitarbeiterzufriedenheit um bis zu 15 % steigern können. Regelmäßige Gehaltsüberprüfungen helfen, die Wettbewerbsfähigkeit zu wahren und sicherzustellen, dass die Vergütung mit den Marktbedingungen übereinstimmt. Durch nachvollziehbare und gerechte Vergütungsstrukturen fühlen sich Mitarbeitende wertgeschätzt.

Herausforderungen bei der Umsetzung von ESG-Kriterien in Payroll-Prozesse

Die Umsetzung von ESG-Kriterien in Payroll-Prozesse ist mit verschiedenen Herausforderungen verbunden. Eine der größten Hürden ist der Datenschutz, da sensible Mitarbeiterdaten betroffen sind. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Mitarbeiterdaten gemäß den gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet werden, was oft mit erheblichen technischen und organisatorischen Herausforderungen verbunden ist.

Eine unzureichende technische Infrastruktur kann die Implementierung von ESG-Kriterien im Payroll-Prozess behindern. Viele Unternehmen verfügen nicht über die notwendigen Systeme, um die Integration der erforderlichen ESG-Anforderungen zu ermöglichen. Zudem ist das Bewusstsein für ESG-Kriterien im HR-Bereich oft nicht ausreichend, was die Akzeptanz und Umsetzung dieser Standards erschwert.

Das mangelnde Bewusstsein für die Relevanz von ESG im HR-Bereich führt dazu, dass viele Unternehmen die Bedeutung dieser Kriterien unterschätzen. Datenschutzbedenken und eine unzureichende technische Infrastruktur sind weitere Hürden, die es zu überwinden gilt. Unternehmen müssen daher nicht nur in technische Lösungen investieren, sondern auch das Bewusstsein und Verständnis für ESG-Kriterien fördern.

Best Practices für eine ESG-konforme Payroll

Eine nachhaltige Payroll-Strategie ermöglicht es dir, sowohl ökologische als auch soziale Verantwortung zu übernehmen. Gerechte Vergütung kann dazu beitragen, soziale Spannungen zu reduzieren und die gesamtgesellschaftliche Gerechtigkeit zu fördern.

Eine zuverlässige Berichterstattung im Payroll-Prozess sollte definierte Verantwortlichkeiten, betriebliche Anweisungen, Sicherheit und Automatisierungsmöglichkeiten umfassen.

Digitale Gehaltsabrechnungen

Digitale Gehaltsabrechnungen und papierlose Kommunikation tragen signifikant zum Schritt der Verringerung des ökologischen Fußabdrucks bei, da sie den Papierverbrauch erheblich reduzieren.

Unternehmen, die papierlose Abrechnungen nutzen, sparen jährlich Tonnen von Papier.

Transparente Lohnstrukturen

Transparente und faire Lohnstrukturen sind geschlechts- und herkunftsübergreifend gerecht und können Ungleichheiten verringern. Sie fördern ein gerechteres Arbeitsumfeld in der Gegenwart und tragen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens bei.

Fairness und Ethik in der Vergütungspraxis

Die Implementierung ethischer Grundsätze in der Vergütung kann die Mitarbeiterzufriedenheit und die Bindung an das Unternehmen erheblich steigern. Ethische Vergütungspolicies verbessern nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern fördern auch deren Loyalität gegenüber dem Unternehmen.

Ethische Entlohnung fördert die Loyalität der Mitarbeitenden und kann die Fluktuation im Unternehmen reduzieren. Dies trägt zur langfristigen nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens bei und stärkt die Unternehmensführung.

Technologische Lösungen für ESG-konforme Payroll

Die Implementierung von digitalen Gehaltsabrechnungen kann den administrativen Aufwand erheblich verringern und gleichzeitig die Effizienz steigern. Papierlose Abrechnungen reduzieren nicht nur den Ressourcenverbrauch, sondern verbessern auch die Genauigkeit der Payroll-Prozesse.

Software-Lösungen können ESG-konforme Payroll ermöglichen und Lohntransparenz steigern. Diese Lösungen integrieren sich nahtlos in bestehende ERP-Systeme und ermöglichen es dir, Nachhaltigkeitsmetriken effizient zu verwalten und zu berichten.

Die Rolle der Unternehmensführung

Die Unternehmensführung spielt eine entscheidende Rolle bei der Anpassung der strategischen Ausrichtung an ESG-Vorgaben, insbesondere durch das Berücksichtigen relevanter Standards. ESG-Kriterien sind entscheidend für die Governance, die Steuerung und die Integration von ökologischen und sozialen Standards in Unternehmensstrategien und helfen, operationale und finanzielle Risiken zu minimieren. Diese Transformation unterstützt Unternehmen dabei, sich nachhaltig zu positionieren.

Ein starkes ESG-Profil erhöht die Attraktivität eines Unternehmens für Investoren und andere Stakeholder. Faire Vergütung kann den Ruf eines Unternehmens als Arbeitgeber verbessern, was es einfacher macht, talentierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Gamification-Ansätze zur Förderung nachhaltigen Verhaltens

Gamification-Ansätze in der Payroll könnten nachhaltiges Verhalten fördern. Durch das Einbeziehen spielerischer Elemente in den Arbeitsalltag können Mitarbeitende motiviert werden, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen und das Engagement für ESG-Ziele zu erhöhen.

ESG-Berichterstattungspflichten in der Payroll

Du musst neuen ESG-bezogenen Berichterstattungspflichten nachkommen, wie der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Transparenz und Verantwortlichkeit in Payroll-Prozessen erhöht. Eine klare ESG-Strategie hilft dir, dich nicht nur regulatorischen Anforderungen zu stellen, sondern auch das Vertrauen von Investoren und Kunden zu gewinnen.

Softwarelösungen unterstützen die Erstellung von Berichten gemäß den EU-Vorschriften und vereinfachen so den Compliance-Prozess für Unternehmen. Effektive interne Kontrollsysteme sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit in ESG-bezogenen Berichten, insbesondere in der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Beispiele aus der Praxis

Unternehmen wie IKEA und Tesla sind Vorreiter bei der Integration von ESG-Kriterien in ihre Geschäftsstrategien. IKEA plant, bis 2030 eine vollständige Kreislaufwirtschaft zu erreichen und verwendet umweltfreundliche Materialien in seinen Produkten. Tesla revolutioniert die Automobilindustrie mit Elektromobilität und investiert in nachhaltige Energiequellen wie Solarenergie.

Diese Beispiele zeigen, dass die Integration von ESG-Kriterien positiven Einfluss auf das Unternehmensimage und die Mitarbeitermotivation hat. Unternehmen erkennen zunehmend die Notwendigkeit, ESG-Kriterien in ihre Payroll-Prozesse zu integrieren, um nachhaltiger zu wirtschaften.

Ausblick: Die Zukunft der ESG-Kriterien in der Payroll

Die Zukunft der ESG-Kriterien in der Payroll wird von verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen und steigenden Anforderungen von Investoren und Stakeholdern geprägt sein. Innovative Ansätze wie Gamification in der Payroll könnten nachhaltiges Verhalten fördern und die Integration von ESG-Kriterien weiter vorantreiben.

Du musst deine Strategien kontinuierlich anpassen, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden und deine ESG-Ziele zu erreichen. Dies wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, sondern auch die langfristige Nachhaltigkeit deines Unternehmens sichern.

Fazit

ESG-Kriterien bieten dir die Möglichkeit, nicht nur ethisch zu handeln, sondern auch effizienter und zukunftssicher zu wirtschaften. Payroll-Prozesse spielen hierbei eine Schlüsselrolle, denn sie beeinflussen sowohl die Zufriedenheit der Mitarbeitenden als auch die Leistung deines Unternehmens als verantwortungsbewusster Arbeitgeber.

Wer ESG-Prinzipien in die Payroll integriert, legt den Grundstein für eine nachhaltige, transparente und faire Unternehmenskultur. Die Herausforderungen bei der Umsetzung sind beträchtlich, aber die langfristigen Vorteile überwiegen die anfänglichen Hürden.

Die Integration von ESG-Kriterien in die Payroll-Prozesse ist ein wichtiger Schritt für Unternehmen, die nachhaltig und zukunftssicher wirtschaften wollen. Die Einhaltung von ESG-Standards verbessert nicht nur das Unternehmensimage, sondern trägt auch zur Mitarbeiterzufriedenheit und -loyalität bei.

Die Zukunft wird durch verstärkte regulatorische Anforderungen und innovative Ansätze wie Gamification geprägt sein. Unternehmen müssen flexibel und proaktiv ihre Strategien anpassen, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden und ihre ESG-Ziele zu erreichen.

Talent Acquisition 2025: Trends, Tipps und Best Practices
HR & Payroll

Talent Acquisition 2025: Trends, Tipps und Best Practices

Wie wird sich die Talent Acquisition 2025 verändern? In diesem Artikel vermitteln wir dir die wichtigsten Trends und Technologien, die du als Unternehmen kennen musst. Von der Integration von KI bis hin zu neuen Recruiting-Strategien und der Bedeutung von Diversität – erfahre, wie du die besten Talente gewinnen und halten kannst.

5 Min. Lesezeit

Wie wird sich die Talent Acquisition 2025 verändern? In diesem Artikel vermitteln wir dir die wichtigsten Trends und Technologien, die du als Unternehmen kennen musst. Von der Integration von KI bis hin zu neuen Recruiting-Strategien und der Bedeutung von Diversität – erfahre, wie du die besten Talente gewinnen und halten kannst. Ein weiterer entscheidender Faktor wird die Recruiting-Automatisierung sein, die durch automatisierte Prozesse nicht nur administrative Aufgaben erleichtert, sondern auch die Candidate Experience verbessert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Talent Acquisition 2025 erfordert innovative Ansätze wie KI und Social Recruiting, um im Wettbewerb um Talente bestehen zu können.
  • Wichtige Trends sind die Berücksichtigung von Diversität und Inklusion sowie die Anpassung an die Bedürfnisse der Generation Z und Millennials, die Wert auf Flexibilität und Work-Life-Balance legen.
  • Datengetriebenes Recruiting und eine positive Candidate Experience sind entscheidend, um qualifizierte Bewerber zu gewinnen und langfristig zu binden. Hierbei spielen HR Analytics und KPIs eine zentrale Rolle, da sie helfen, den Rekrutierungsprozess zu analysieren und zu optimieren, indem sie relevante Kennzahlen identifizieren und Dashboards implementieren, um die Effizienz und Effektivität der Recruiting-Strategien zu steigern.

Die Evolution des Talent Acquisitions und Recruiting Prozesse

Die Talent Acquisition hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Evolution durchlaufen. Der Fachkräftemangel, ein Wertewandel und technologische Entwicklungen haben die Art und Weise verändert, wie du Talente suchen und gewinnen kannst. Früher lag der Fokus auf traditionellen Methoden wie Stellenausschreibungen in Zeitungen oder auf Jobportalen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heutzutage bist du gezwungen, kreativ und innovativ zu sein, um die besten Talente zu finden und zu halten.

Mit der zunehmenden Bedeutung von sozialen Medien und der Digitalisierung haben sich die Recruiting-Prozesse weiterentwickelt. Social Recruiting, Active Sourcing und die Nutzung von KI und Datenanalysen sind nur einige der modernen Strategien, die du anwenden kannst, um deine Recruiting-Kampagnen zu optimieren. Recruiting Analytics spielt hierbei eine zentrale Rolle, da es dir ermöglicht, den Recruiting-Prozess durch gezielte Kennzahlen und Analysen effizienter zu gestalten und strategische Maßnahmen zu implementieren. Diese neuen Methoden ermöglichen es dir, gezielter und effizienter zu arbeiten, was wiederum zu einer besseren Candidate Experience und höheren Erfolgsraten führt.

Auch der Wertewandel in der Gesellschaft hat dazu beigetragen, dass du deine Recruiting-Maßnahmen überdenken musst. Themen wie Diversität, Inklusion und Chancengleichheit sind heute wichtiger denn je. Wenn du diese Werte in deinen Recruiting-Prozessen berücksichtigst, hast du nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern trägst auch zu einer positiven Unternehmenskultur bei.

Wichtige Trends der Talent Acquisition 2025

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) im Recruiting gehört zu den prägendsten Trends. KI kann den Bewerbungsprozess beschleunigen, Bewerber passgenauer matchen und sogar unbewusste Vorurteile minimieren. Die Gründe für die Notwendigkeit und Wichtigkeit von Recruiting-Automatisierung und Recruiting Analytics liegen in Faktoren wie dem demographischen Wandel und der Digitalisierung, die zu Herausforderungen im Recruiting-Prozess führen. Laut einer Umfrage von PwC nutzen 40 % der Unternehmen weltweit KI im Recruiting-Prozess.

Ein weiterer Trend ist der Wertewandel der Generation Z und Millennials. Diese Generationen legen großen Wert auf Flexibilität und Work-Life-Balance. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, sind strukturierte Prozesse im Recruiting unerlässlich. Rund 70 % der Gen Z erwarten flexible Arbeitszeiten, und 50 % bevorzugen Remote-Arbeit (Glassdoor).

Bedeutung von DEIB (Diversity, Equity, Inclusion, Belonging)

DEIB - Diversity, Equity, Inclusion und Belonging - sind entscheidend für die Schaffung einer gerechten und inklusiven Arbeitsumgebung. Wenn du diese Prinzipien in den Mittelpunkt deiner Talent Acquisition-Strategie stellst, profitierst du von einer vielfältigen und kreativen Belegschaft. Diversität und Inklusion werden nicht nur als moralische Verpflichtung betrachtet, sondern auch als Wettbewerbsvorteil, der es dir ermöglicht, verschiedene Zielgruppen zu erreichen und innovative Lösungen zu entwickeln.

Ein Wertewandel in der Gesellschaft führt dazu, dass du zunehmend in die Verantwortung genommen wirst, Diversität und Inklusion aktiv zu fördern. Dies beginnt bereits bei der Rekrutierung, indem Stellenanzeigen so formuliert werden, dass sie alle potenziellen Kandidaten ansprechen. Strategische Maßnahmen wie anonyme Bewerbungsverfahren oder diverse Recruiting-Teams können helfen, Vorurteile zu minimieren.

Future Skills und deren Relevanz

Fähigkeiten wie kritisches Denken, digitale Kompetenz und kreative Problemlösung sind essenziell. Unternehmen, die in die Entwicklung dieser Fähigkeiten investieren, können Innovationen um 30 % schneller umsetzen (WEF). Richte daher Weiterbildungsprogramme ein, um deine Mitarbeitenden fit für zukünftige Herausforderungen zu machen.

Wenn du Future Skills in den Mittelpunkt deiner Talent Acquisition-Strategie stellst, positionierst du dich nicht nur als attraktiver Arbeitgeber, sondern bist auch besser gerüstet, um auf Marktveränderungen zu reagieren. Die nachhaltige Förderung dieser Fähigkeiten trägt dazu bei, dass du innovativ und wettbewerbsfähig bleibst.

Flexibilität durch befristete Arbeitsverträge

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit erleben befristete Arbeitsverträge einen Aufschwung. Diese Verträge bieten dir die Flexibilität, dich an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und Risiken zu minimieren. Besonders für Berufseinsteiger und Young Professionals sind befristete Verträge keine Seltenheit mehr. Fast die Hälfte der Verträge für diese Zielgruppe sind befristet, was zeigt, wie wichtig Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt geworden ist.

Die Vorteile befristeter Arbeitsverträge liegen auf der Hand: Sie ermöglichen es dir, schnell auf Veränderungen im Markt zu reagieren und gleichzeitig die Kosten zu kontrollieren.

Allerdings bringen sie auch Herausforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf die Mitarbeiterbindung und -moral. Du musst daher sicherstellen, dass du trotz befristeter Verträge eine positive Arbeitsumgebung schaffst, um deine Mitarbeiter langfristig zu motivieren.

Gamification im Young Professional Recruiting

Gamification ist eine innovative Methode, um den Recruiting-Prozess für Young Professionals attraktiver und interaktiver zu gestalten. Durch den Einsatz von spielerischen Elementen und Herausforderungen kannst du die Aufmerksamkeit potenzieller Kandidaten gewinnen und gleichzeitig ihre Fähigkeiten auf eine unterhaltsame Weise testen. Unternehmen, die Gamification in ihren Recruiting-Prozess integrieren, berichten von einer höheren Bewerberqualität und einer verbesserten Candidate Experience.

Ein Beispiel für den Einsatz von Gamification ist die Nutzung von Online-Plattformen, auf denen Kandidaten verschiedene Aufgaben und Spiele absolvieren müssen, die ihre Problemlösungsfähigkeiten, Kreativität und Teamarbeit testen. Diese Plattformen bieten nicht nur eine unterhaltsame Möglichkeit, Talente zu identifizieren, sondern ermöglichen es dir auch, wertvolle Einblicke in die Fähigkeiten und das Verhalten der Kandidaten zu gewinnen.

Durch die Integration von Gamification in deinen Recruiting-Prozess kannst du nicht nur die Attraktivität deines Unternehmens steigern, sondern auch sicherstellen, dass du die besten Talente für deine offenen Positionen gewinnst. Es ist eine Win-Win-Situation: Die Kandidaten haben Spaß und du erhältst wertvolle Informationen, die dir helfen, fundierte Einstellungsentscheidungen zu treffen.

Herausforderungen der Talent Acquisition 2025

Die Talent Acquisition im Jahr 2025 steht vor zahlreichen Herausforderungen. Der demografische Wandel führt zu einer abnehmenden Anzahl an Arbeitskräften, was den Wettbewerb um Talente verschärft. Du musst dich zunehmend anstrengen, um die besten Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten, die durch politische Ereignisse und globale Krisen verstärkt werden, was die Personalplanung zusätzlich erschwert. Effektive Bewerbermanagementsysteme, die Echtzeitberichte über die Leistung des Recruitings bereitstellen, können helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen. Besonders in MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist der Wettbewerb um talentierte junge Berufstätige enorm. Du musst innovative und flexible Strategien entwickeln, um diese Talente für dich zu gewinnen. Unternehmen sollten nicht nur auf Stellenanzeigen beschränkt sein, sondern proaktiv auf potenzielle Mitarbeitern zugehen, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Der Grund für die wirtschaftliche Unsicherheit und pessimistische Wirtschaftsprognosen trägt weiter dazu bei, dass das Recruiting im Jahr 2025 nicht einfacher wird.

Ein weiteres Problem ist die Anpassung an neue Arbeitsmodelle. Remote Work und hybride Modelle sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken, und du musst Wege finden, diese Modelle erfolgreich zu implementieren und dabei die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Umgang mit Remote Work und hybriden Modellen

Rund 80 % der Arbeitnehmer möchten zumindest teilweise remote arbeiten (Gallup). Unternehmen, die hybride Modelle erfolgreich implementieren, berichten von einer 20 % höheren Mitarbeiterzufriedenheit. Stelle sicher, dass du die richtigen Technologien und Kommunikationsstrategien nutzt, um deine Remote-Teams effektiv zu führen.

Flexible Arbeitsmodelle sind entscheidend, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden. Homeoffice, Teilzeit-Optionen und flexible Arbeitszeiten sind nur einige der Ansätze, die du umsetzen kannst, um die Zufriedenheit deiner Mitarbeiter zu erhöhen. Hybride Modelle ermöglichen es dir, Talente aus verschiedenen Regionen zu gewinnen, was den Pool an potenziellen Kandidaten erheblich erweitert.

Die Digitalisierung spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Durch den Einsatz moderner Technologien kannst du die Zusammenarbeit in Remote- und hybriden Teams effizient gestalten und gleichzeitig die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter sicherstellen. Du musst jedoch sicherstellen, dass du die richtigen Tools und Methoden einsetzt, um diese Arbeitsmodelle erfolgreich zu implementieren.

Erwartungen der Generation Z und Millennials

Die Erwartungen der Generation Z und Millennials sind eine weitere Herausforderung für die Talent Acquisition 2025. Die Generation Z legt besonderen Wert auf authentische Arbeitgebermarken. 60 % dieser Generation recherchieren intensiv zur Unternehmensethik, bevor sie sich bewerben (Deloitte). Setze daher auf transparente Kommunikation und biete attraktive Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Generationen legen großen Wert auf Sicherheit, flexible Arbeitszeiten und -orte sowie eine gute Work-Life-Balance. Du musst kreativ werden, um diese Zielgruppe zu erreichen und für dich zu gewinnen. Gamification-Strategien im Recruiting können dabei helfen, die Attraktivität des Arbeitsplatzes zu erhöhen und jüngere Talente anzusprechen.

Der Wertewandel, den diese Generationen mit sich bringen, hat erhebliche Auswirkungen auf die Recruiting-Strategien. Du musst deine Arbeitsumgebung und -kultur anpassen, um den Erwartungen dieser Zielgruppe gerecht zu werden. Dies umfasst nicht nur flexible Arbeitsmodelle, sondern auch eine transparente und offene Kommunikation sowie die Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.

Effektive Kanäle für die Talentgewinnung: Social Media Recruiting

Die Wahl der richtigen Kanäle für die Talentgewinnung ist entscheidend für den Erfolg deiner Recruiting-Strategie. Jeder Kanal bietet spezifische Vor- und Nachteile, die du je nach Zielgruppe und Bedarf abwägen solltest. Social Media Kanäle spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, da Plattformen wie Facebook und LinkedIn nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Informationsbeschaffung und Vernetzung mit potenziellen Bewerbern genutzt werden können. Durch die Integration dieser Kanäle in den Bewerbungsprozess kann eine größere Reichweite und Effizienz erreicht werden, was insbesondere für passive Kandidaten von Vorteil ist.

  1. Social Media Plattformen
  • LinkedIn: Die Business-Plattform ist mit über 950 Millionen Nutzern weltweit eine der wichtigsten Anlaufstellen für berufliches Networking und Recruiting. Rund 80 % der Recruiter nutzen LinkedIn aktiv zur Kandidatensuche. Besonders geeignet für Fach- und Führungskräfte sowie spezialisierte Positionen. Vorteile sind die detaillierten Filtermöglichkeiten und die gezielte Ansprache potenzieller Talente. Nachteil: Hohe Konkurrenz und teilweise kostenintensive Premium-Features.
  • XING: Vor allem im deutschsprachigen Raum relevant, jedoch rückläufig in der Bedeutung. Vorteil: Starke regionale Netzwerke, Nachteil: Sinkende Relevanz und begrenzte internationale Reichweite.
  • TikTok: Besonders effektiv, um jüngere Zielgruppen wie die Generation Z anzusprechen. Durch kreative Formate kannst du authentische Einblicke in die Unternehmenskultur geben. Vorteil: Hohe Reichweite und Engagement, Nachteil: Erfordert kreative Ressourcen und eine durchdachte Content-Strategie.
  • Instagram: Ideal, um Employer Branding zu betreiben und die Unternehmensmarke zu stärken. Visuelle Inhalte wie Storys und Reels bieten einen Blick hinter die Kulissen. Vorteil: Emotionales Storytelling, Nachteil: Begrenzte Möglichkeiten zur gezielten Ansprache qualifizierter Fachkräfte. Themen wie Candidate Experience und Nachhaltigkeit sind dabei besonders relevant und sollten in die Social Media Strategie integriert werden.
  1. Jobportale und Karrierewebsites
  • StepStone, Indeed & Monster: Klassische Jobportale bieten große Reichweite, sind jedoch oft kostspielig und generieren teilweise unqualifizierte Bewerbungen. Vorteile: Hohe Sichtbarkeit, Nachteil: Schwierigkeit, gezielt Nischenzielgruppen anzusprechen.
  • Spezialisierte Plattformen: Für bestimmte Branchen (z.B. MINT-Bereich) oder Zielgruppen sind spezialisierte Plattformen wie Stack Overflow oder GitHub zielführend. Vorteil: Präzise Zielgruppenansprache, Nachteil: Geringere Reichweite.
  1. Active Sourcing und Talent Pools Active Sourcing über Plattformen wie LinkedIn oder GitHub ermöglicht dir die proaktive Ansprache potenzieller Kandidaten. Talent Pools bieten die Möglichkeit, potenzielle Talente langfristig zu binden und bei Bedarf schnell anzusprechen. Vorteil: Höhere Erfolgsquote, Nachteil: Hoher Zeit- und Ressourcenaufwand.
  2. Empfehlungsmarketing und Mitarbeiterempfehlungen Mitarbeiterempfehlungen sind ein effektiver Kanal zur Talentgewinnung. Studien zeigen, dass empfohlene Kandidaten häufig besser zur Unternehmenskultur passen und länger im Unternehmen bleiben. Vorteil: Hohe Passgenauigkeit, Nachteil: Abhängigkeit von der Aktivität der Belegschaft.
  3. Karrieremessen und Networking-Events Messen bieten direkte Interaktion mit potenziellen Bewerbern, sind jedoch zeit- und kostenintensiv. Virtuelle Messen bieten eine kostengünstigere Alternative, erreichen aber nicht immer die gleiche Wirkung.

Fazit und Ausblick

Die Talent Acquisition 2025 ist komplexer denn je. Technologie, Wertewandel und sich verändernde Erwartungen der Arbeitnehmer stellen dich vor große Herausforderungen – bieten aber auch neue Chancen. Nutze datenbasierte Ansätze, um fundierte Entscheidungen zu treffen, setze auf Diversität, um Innovation zu fördern, und entwickle flexible Arbeitsmodelle, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die effektive Kombination verschiedener Recruiting-Kanäle, zugeschnitten auf deine Zielgruppe, ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei solltest du stets offen für neue Trends sein, wie die zunehmende Bedeutung von Gamification im Recruiting oder Virtual-Reality-Interviews. Indem du die Bedürfnisse der neuen Generation verstehst und innovative Technologien sinnvoll integrierst, sicherst du dir einen klaren Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente.

Digitale Lohnabrechnung: Warum Cloud-Payroll für KMUs ein Gamechanger ist
HR & Payroll

Digitale Lohnabrechnung: Warum Cloud-Payroll für KMUs ein Gamechanger ist

Musst du die Lohnabrechnung schneller und fehlerfrei erledigen? In diesem Artikel erfährst du, warum und wie Cloud-Payroll die Lösung für dein Unternehmen sein könnte.

5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Cloud-Payroll revolutioniert die Lohnabrechnungfür KMUs durch Automatisierung, Zeit- und Kosteneinsparungen sowie erhöhteGenauigkeit.
  • Cloud-Lösungen bieten eine flexible undskalierbare Alternative zu traditionellen On-Premise-Lösungen, ohne hoheAnfangsinvestitionen oder komplexe Wartungsanforderungen.
  • Die Sicherheit und Gesetzeskonformität vonCloud-Payroll-Lösungen entsprechen den Anforderungen der EU-DSGVO, wodurch duvor rechtlichen Risiken geschützt wirst.

Die Lohnabrechnung im Wandel

Traditionelle Lohnabrechnungen sind für viele KMUs oft ein Albtraum. Der hohe manuelle Aufwand und die Fehleranfälligkeit führen nicht nur zu ineffizienten Prozessen, sondern auch zu erheblichen Risiken in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Es ist keine Seltenheit, dass du und deine Buchhalter stundenlang durch endlose Papierberge wühlen, um sicherzustellen, dass alle Löhne und Gehälter korrekt berechnet und ausgezahlt werden. Die Abrechnung der Löhne und Gehälter ist dabei ein zentraler Punkt, der deine Verantwortung als Arbeitgeber betrifft. Die Entgeltabrechnung, die Gehaltsabrechnung und die Lohn- und Gehaltsabrechnung spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Diese manuellen Prozesse sind nicht nur zeitaufwendig, sondern auch anfällig für Fehler. Ein kleiner Zahlendreher oder ein falsch eingetragenes Datum kann immense Auswirkungen haben, von fehlerhaften Gehaltsauszahlungen bis hin zu Problemen mit dem Finanzamt. Darüber hinaus musst du sicherstellen, dass dein Unternehmen stets den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht, was zusätzliche Ressourcen und Know-how erfordert, insbesondere wenn es um Bruttobezüge geht.

Hier kommt die Cloud-Payroll ins Spiel. Diese moderne Lösung revolutioniert die Art und Weise, wie du Lohn- und Gehaltsabrechnungen erstellst und verwaltest. Durch die Automatisierung vieler Prozesse und die zentrale Speicherung aller relevanten Daten in der Cloud kannst du nicht nur Zeit und Kosten sparen, sondern auch die Genauigkeit und Sicherheit deiner Abrechnungen erheblich verbessern.

Ein weiterer Vorteil der Cloud-Payroll ist die Flexibilität, die sie dir bietet. Du kannst deine Lohnabrechnungen von überall und zu jeder Zeit verwalten, was besonders in der heutigen, zunehmend digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt von Vorteil ist. Ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs – die Lohnabrechnung ist stets griffbereit.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand, doch was genau ist Cloud-Payroll und wie funktioniert es? Diese Fragen werden im nächsten Abschnitt detailliert beantwortet.

Was ist Cloud-Payroll?

Cloud-Payroll ist ein System zur Verwaltung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen, das vollständig online betrieben wird. Im Gegensatz zu traditionellen On-Premise-Lösungen, bei denen die Software lokal auf den Computern deines Unternehmens installiert wird, wird Cloud-Payroll über das Internet bereitgestellt und verwaltet. Dies bedeutet, dass alle Daten und Anwendungen in der Cloud gespeichert sind und von jedem internetfähigen Gerät aus zugänglich sind.

Typische Features einer modernen digitalen Lohnabrechnung umfassen:

  • die automatische Berechnung von Löhnen und Gehältern
  • die Verwaltung von Arbeitsstunden und Überstunden
  • die Berechnung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen
  • die Erstellung und Verteilung von Gehaltszetteln

Diese Funktionen erleichtern deine Arbeit erheblich und reduzieren den manuellen Aufwand.

Im Vergleich zu On-Premise-Lösungen bietet Cloud-Payroll zahlreiche Vorteile:

  • Regelmäßige Wartung und Updates werden in der Cloud automatisch durchgeführt.
  • Dies spart dir nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.
  • Es wird keine teure IT-Infrastruktur benötigt.

Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit. Während On-Premise-Lösungen oft an ihre Grenzen stoßen, wenn dein Unternehmen wächst, kann Cloud-Payroll problemlos mit den Anforderungen deines Unternehmens mitwachsen. Neue Mitarbeiter können einfach hinzugefügt und Änderungen schnell umgesetzt werden, ohne dass umfangreiche IT-Ressourcen benötigt werden.

Cloud-Payroll vereinfacht den gesamten Payroll-Prozess, indem es alle notwendigen Funktionen in einer zentralen Plattform bündelt. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration und erleichtert die Verwaltung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen erheblich. Doch solltest du deine Lohnabrechnungen selbst erstellen oder outsourcen? Diese Frage

Lohnabrechnung selbst erstellen oder outsourcen?

Die Entscheidung, ob du die Lohnabrechnung intern erstellst oder an einen externen Dienstleister auslagerst, ist eine der wichtigsten, die du treffen kannst. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, und die beste Wahl hängt von den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen deines Unternehmens ab.

Das Outsourcing der Lohnabrechnung kann dir helfen, dich auf deine Kernkompetenzen zu konzentrieren. Durch die Auslagerung der Lohnabrechnung kannst du erhebliche Kosteneinsparungen realisieren, häufig bis zu 50%. Externe Dienstleister übernehmen zudem das Risiko von Fehlern und rechtlichen Verpflichtungen bei der Lohnabrechnung, was eine zusätzliche Sicherheit für dich bedeutet.

Auf der anderen Seite bringt das Outsourcing auch einige Nachteile mit sich. Eine potenzielle Abhängigkeit von einem externen Dienstleister kann entstehen, und es besteht die Gefahr, dass sensible Unternehmensdaten in die falschen Hände geraten. Diese Sicherheitsbedenken sind nicht zu unterschätzen und sollten bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.

Für Kleinunternehmer oder Freiberufler könnte es sinnvoller sein, die Lohnabrechnung intern zu erstellen. Dies kann Kosten sparen und bietet dir die volle Kontrolle über alle Daten und Prozesse. Allerdings erfordert dies auch ein gewisses Maß an Know-how und die Bereitschaft, regelmäßig Zeit in die Verwaltung der Löhne, Gehälter und Lohnsteuer zu investieren.

Die Entscheidung für oder gegen Outsourcing sollte individuell auf die Bedürfnisse und Ressourcen deines Unternehmens abgestimmt werden. Es gibt keine Einheitslösung, und du solltest sorgfältig abwägen, welche Methode am besten zu dir passt. Im nächsten Abschnitt betrachten wir die spezifischen Vorteile, die Cloud-Payroll KMUs bietet.

Die wichtigsten Vorteile für KMUs

Für KMUs bietet Cloud-Payroll eine Vielzahl von Vorteilen, die weit über die reine Verwaltung von Löhnen und Gehältern hinausgehen. Einer der größten Vorteile ist die Zeit- und Kostenersparnis. Automatisierte Prozesse reduzieren den manuellen Aufwand erheblich, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Fehlerquote minimiert.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Gesetzeskonformität und Sicherheit. Cloud-Payroll-Lösungen sind stets auf dem neuesten Stand der gesetzlichen Vorgaben und bieten eine sichere Datenverwaltung. Dies ist besonders wichtig, da die Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften zu erheblichen Strafen führen kann.

Die Flexibilität und Skalierbarkeit von Cloud-Payroll sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Du kannst problemlos wachsen, ohne zusätzliche IT-Kosten zu verursachen. Neue Mitarbeiter können schnell und einfach hinzugefügt werden, und das System kann an die spezifischen Bedürfnisse deines Unternehmens angepasst werden.

Ein weiterer großer Vorteil ist der Mitarbeiter-Self-Service. Digitale Gehaltszettel und eine einfache Einsicht für Angestellte steigern die Zufriedenheit und Transparenz in deinem Unternehmen. Mitarbeiter können ihr Gehalt und ihre Gehaltsabrechnungen jederzeit und überall einsehen, was die Kommunikation und Verwaltung erheblich erleichtert.

Mit diesen Vorteilen im Hinterkopf stellt sich die Frage: Ist Cloud-Payroll wirklich besser als traditionelle On-Premise-Lösungen? Der nächste Abschnitt liefert einen detaillierten Vergleich.

Cloud vs. On-Premise: Welche Lösung passt besser?

Wenn es um die Entscheidung zwischen Cloud- und On-Premise-Lösungen für die Lohnabrechnung geht, spielen Faktoren wie Kosten, Wartung, Sicherheit und Skalierbarkeit eine zentrale Rolle. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Aspekte gegenübergestellt.

Kosten

Cloud-Payroll erfordert keine hohen Anfangsinvestitionen für Hardware oder eigene IT-Infrastruktur. Stattdessen zahlst du meist eine planbare monatliche Gebühr. Allerdings können sich diese laufenden Kosten über die Jahre summieren. On-Premise-Lösungen sind oft teurer im Aufbau, verursachen aber nach der Implementierung eher feste Wartungs- und Upgrade-Kosten, die kontrollierbar sind.‍

Wartung

Bei Cloud-Lösungen übernimmt der Anbieter Updates, Wartungen und Backups automatisch, was den administrativen Aufwand reduziert. Allerdings bist du bei technischen Problemen auf den Support des Anbieters angewiesen. On-Premise-Lösungen bieten dir mehr Kontrolle über Updates und Wartungen, erfordern jedoch interne Ressourcen, um sicherzustellen, dass das System stabil läuft.‍

Sicherheit

Viele Unternehmen sorgen sich um die Sicherheit von Cloud-Lösungen. Moderne Cloud-Payroll-Anbieter setzen jedoch auf umfassende Datenverschlüsselung, regelmäßige Backups und strenge Zugriffsrechte, die oft hohe Sicherheitsstandards bieten. Andererseits ermöglicht eine On-Premise-Lösung, sensible Daten vollständig im eigenen Netzwerk zu halten, was für Unternehmen mit besonders strengen Datenschutzanforderungen von Vorteil sein kann.‍

Skalierbarkeit

Cloud-Lösungen wachsen flexibel mit deinem Unternehmen mit. Neue Nutzer oder Standorte können problemlos integriert werden. On-Premise-Lösungen stoßen hier oft an ihre technischen oder budgetären Grenzen, bieten aber im Gegenzug eine stabile Infrastruktur, die speziell auf dein Unternehmen zugeschnitten ist.

Was passt besser zu deinem Unternehmen?

Ob Cloud oder On-Premise besser passt, hängt stark von deinen individuellen Anforderungen ab. Möchtest du flexibel, kosteneffizient und skalierbar arbeiten, bietet sich eine Cloud-Payroll-Lösung an. Hast du hingegen besondere Anforderungen an die Datenhoheit oder bevorzugst eine umfassende interne Kontrolle, kann eine On-Premise-Lösung die bessere Wahl sein.

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf möchten wir dir helfen, die für dich passende Lösung zu finden. Der nächste Abschnitt geht auf häufige Bedenken ein und zeigt, wie sie sich lösen lassen.

Häufige Bedenken und wie man sie löst

Ein häufiges Bedenken bei der Einführung von Cloud-Payroll ist die Sicherheit. Viele Unternehmen fragen sich: „Ist Cloud-Payroll wirklich sicher?“ Moderne Cloud-Lösungen bieten umfassende Datenschutzmaßnahmen und Verschlüsselungstechnologien, die sicherstellen, dass alle Daten geschützt sind. Bei On-Premise-Lösungen liegt die Verantwortung für die Sicherheit vollständig bei deinem Unternehmen, was mehr Kontrolle, aber auch höhere Anforderungen bedeutet.

Ein weiteres Anliegen ist die Verfügbarkeit des Systems. „Was passiert bei einem Systemausfall?“ Cloud-Anbieter bieten in der Regel robuste Verfügbarkeits- und Backup-Strategien, um Ausfälle zu minimieren. Bei On-Premise-Systemen hängt die Verfügbarkeit stark von deiner eigenen IT-Infrastruktur und den vorhandenen Backup-Lösungen ab.

Schließlich fragen sich viele Unternehmen: „Wie aufwendig ist die Umstellung?“ Cloud-Lösungen bieten oft einfache Implementierungen mit umfangreichem Support. Eine On-Premise-Einführung erfordert hingegen eine präzisere Planung und meist mehr Ressourcen, kann aber stärker an die spezifischen Anforderungen deines Unternehmens angepasst werden.

Mit diesen Informationen möchten wir dir eine fundierte Grundlage bieten, um eine Entscheidung zu treffen, die optimal zu deinem Unternehmen passt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cloud-Payroll?

Cloud-Payroll ist ein Online-System zur Verwaltung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen, das Daten und Anwendungen in der Cloud speichert und von jedem internetfähigen Gerät aus zugänglich ist. Es ermöglicht eine effizientere und flexiblere Abwicklung der Entgeltabrechnung.

Welche Vorteile bietet Cloud-Payroll für KMUs?

Cloud-Payroll bietet kleinen und mittleren Unternehmen erhebliche Vorteile, darunter Zeit- und Kostenersparnis sowie erhöhte Flexibilität und Skalierbarkeit. Zudem gewährleistet es eine bessere Datensicherheit und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

Wie sicher ist Cloud-Payroll?

Cloud-Payroll ist in der Regel sicher, da moderne Lösungen umfassende Datenschutzmaßnahmen und Verschlüsselungstechnologien implementieren, um die Daten zu schützen. Daher kannst du auf ein hohes Maß an Sicherheit vertrauen.

Solltest du deine Lohnabrechnung selbst erstellen oder outsourcen?

Du solltest die Lohnabrechnung eher outsourcen, da dies Kosteneinsparungen und eine geringere Fehlerquote bieten kann. Dennoch ist es wichtig, die spezifischen Bedürfnisse und Ressourcen deines Unternehmens zu berücksichtigen.

Wie aufwendig ist die Umstellung auf Cloud-Payroll?

Die Umstellung auf Cloud-Payroll ist in der Regel unkompliziert und erfordert nur minimale technische Kenntnisse, da Anbieter umfassende Unterstützung und Schulungen bereitstellen. Somit gestaltet sich der Übergang für die meisten Unternehmen einfach und effizient.