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Praxiswissen zu ERP, Finance, HR und Payroll im Mittelstand. Fachbeiträge, regulatorische Updates, KI-Themen und Tipps zur Optimierung und Integration von Geschäftsprozessen.

Digitale Buchhaltung im Tiefbau: Ein Praxisbeispiel aus Berlin
Seit über einem Jahrhundert steht die Carl Zauber Tiefbau GmbH in Berlin für Qualität und Zuverlässigkeit im Rohrleitungs- und Tiefbau. Heute verbindet das Familienunternehmen Tradition mit Innovation – und zeigt, wie digitale Buchhaltung und automatisierte Rechnungsprozesse die Effizienz im Bauwesen entscheidend steigern können. Mit Lösungen von Suiteify, ehemals Suiteify, hat Carl Zauber seine Finanzprozesse modernisiert, vereinfacht und transparenter gemacht – von der Baustelle bis zur Abrechnung.
Die Herausforderung: Hohe Anforderungen an die Finanzbuchhaltung
Gegründet 1921 in Berlin-Charlottenburg und heute mit Sitz in Schönefeld, beschäftigt Carl Zauber rund 150 Mitarbeitende. Zu den wichtigsten Kunden zählen öffentliche Auftraggeber wie die Berliner Wasserbetriebe und verschiedene Tiefbauämter.
Typisch für die Branche arbeitet das Unternehmen häufig in Arbeitsgemeinschaften (ARGE) mit anderen Baufirmen – eine Konstellation, die besondere Anforderungen an die Buchhaltung stellt. „Um Rechnungen und Zahlungsströme in Arbeitsgemeinschaften sauber abzubilden, müssen wir eine Teambuchhaltung führen. Unsere Firma stellt dann Rechnungen an die ARGE, die diese wiederum an den Auftraggeber weiterleitet“, erklärt Branka Schwarzlow-Pecak, Prokuristin und Mitglied der Geschäftsleitung.
Die Lösung: Flexible digitale Buchhaltung
Carl Zauber arbeitet bereits seit 1991 mit Finanzbuchhaltungssoftware von Suiteify. Was damals als DOS-Anwendung begann, ist inzwischen zu einer individuell angepassten Lösung für die digitale Buchhaltung im Tiefbau geworden. Gemeinsam mit dem langjährigen Berater Lothar Jeck wurde das System schrittweise an die komplexen Anforderungen des Bauunternehmens angepasst.
„Wir müssen Kostenstellen, Baustellen und Kostenträger exakt nachvollziehen können. Daher war es uns von Anfang an besonders wichtig, diese detailliert auswerten zu können“, erklärt Branka Schwarzlow-Pecak. „Die Software ermöglicht es uns, jede Baustelle individuell abzubilden – vom ersten Spatenstich bis zur Endabrechnung.“ Lothar Jeck ergänzt: „Im Tiefbau hängt wirtschaftlicher Erfolg stark von Transparenz ab. Eine flexible Kostenrechnung ist daher ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“

Komplexe Abrechnungen einfach gelöst
Besonders anspruchsvoll im Bauwesen ist die Abrechnung nach § 13b UStG, die bei Bauleistungen eine Nettofakturierung erfordert. Für Carl Zauber kommen weitere Ebenen hinzu, weil Leistungen über die ARGE brutto weiterverrechnet werden müssen. „Eine Ausgangsrechnung kann mehrere Folgerechnungen nach sich ziehen – jeweils mit unterschiedlichen Mandantenbezügen“, so Lothar Jeck. Dank individuell programmierter Erweiterungen auf Basis der Software kann das Unternehmen diese Abläufe heute automatisiert und rechtssicher abwickeln.

Digitales Rechnungseingangsmanagement: Papierlos von der Baustelle bis zum Büro
Mit der Einführung einer digitalen Rechnungseingangsverarbeitung (REV) und eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) hat Carl Zauber einen weiteren Schritt in Richtung papierloses Arbeiten gemacht. Eingehende Rechnungen werden nun automatisch digital erfasst und dem zuständigen Bauleiter zugewiesen. „Früher sortierten wir jede eingehende Rechnung in physische Fächer für die jeweiligen Bauleiter. Heute läuft der gesamte Prozess digital, sodass wir jederzeit eine vollständige Übersicht über den Status haben“, schildert Branka Schwarzlow-Pecak.
Für die Bauleiter bedeutet das: Sie können Rechnungen nun direkt auf der Baustelle prüfen und freigeben – egal, ob sie sich im Baucontainer, im Homeoffice oder unterwegs befinden. Mobiles Arbeiten wird damit zum Standard.
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E-Rechnung im Bauwesen
Auch die E-Rechnung ist für das Tiefbauunternehmen ein zentrales Thema. „Das Problem ist, dass unsere behördlichen Kunden solche Rechnungen möglicherweise noch gar nicht entgegennehmen können. Eine Bauakte enthält schließlich nicht nur eine Rechnung, sondern auch Aufmaße, Bauzeichnungen und Pläne. Wie diese umfangreichen Anhänge digital übermittelt werden können, ist derzeit noch unklar“, sagt Branka Schwarzlow-Pecak. Lothar Jeck ergänzt: "Entscheidend wird sein, Lösungen zu entwickeln, die die spezifischen Anforderungen der Bauwirtschaft bereits im Standard berücksichtigen – sowohl im Rechnungswesen als auch im Personalwesen.“.
Fazit
Die Carl Zauber Tiefbau GmbH ist ein Beispiel dafür, wie mittelständische Bauunternehmen durch digitale Buchhaltung ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Flexibilität, Transparenz und Prozessklarheit bilden so das Fundament erfolgreicher Bauprojekte – digital wie analog.
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WEITERE ARTIKEL

Die Phasen der Teamentwicklung und abzuleitende Maßnahmen
In diesem Beitrag klären wir, was Teamentwicklung im Unternehmenskontext bedeutet – und warum sie in Zeiten von Agilität und Digitalisierung unverzichtbar ist. Anschließend führen wir durch die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman und zeigen, wie sie zeitlich und inhaltlich ineinandergreifen. Zum Schluss erhältst du konkrete Methoden für Führungskräfte und HR-Teams – und ihren Mehrwert fürs Arbeitsklima.
Teams, die gut zusammenarbeiten, entscheiden schneller, innovieren häufiger und liefern bessere Ergebnisse. Strukturierte Teamentwicklung verbessert Kommunikation, reduziert Konflikte und erhöht die Zufriedenheit. Aus der Praxis wissen wir: Regelmäßige Workshops und ehrliche Feedback-Runden stärken den Zusammenhalt messbar.
In diesem Beitrag klären wir, was Teamentwicklung im Unternehmenskontext bedeutet – und warum sie in Zeiten von Agilität und Digitalisierung unverzichtbar ist. Anschließend führen wir durch die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Bruce Tuckman und zeigen, wie sie zeitlich und inhaltlich ineinandergreifen. Zum Schluss erhältst du konkrete Methoden für Führungskräfte und HR-Teams – und ihren Mehrwert fürs Arbeitsklima.
Definition: Was ist Teamentwicklung?
Teamentwicklung ist kein einmaliges Teambuilding-Event, sondern ein langfristiger, strategischer Prozess. Ziel ist es, die kooperative Leistungsfähigkeit eines Teams systematisch zu stärken – von der Analyse der Teamdynamik bis zur Umsetzung und Überprüfung passender Maßnahmen.
Unternehmen greifen dafür oft auf etablierte Modelle wie das Tuckman-Phasenmodell zurück und kombinieren sie mit auf die Teamzusammensetzung zugeschnittenen Ansätzen. Zentrale Bausteine sind:
- Diagnostik: Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale identifizieren.
- Strategische Planung: Gemeinsame Ziele festlegen und ein Maßnahmen-Set definieren, das Zusammenarbeit wirksam verbessert.
- Interventionen: Workshops, Coaching & Co., um Kommunikationsbarrieren abzubauen und Rollen zu klären.
- Nachhaltigkeit: Wirkung regelmäßig überprüfen, Feedback einholen und Maßnahmen iterativ anpassen.

Die Ziele der Teamentwicklung
Teamentwicklung bringt weit mehr als ein reines Produktivitätsplus. Richtig umgesetzt, stärkt sie zentrale Rahmenbedingungen für Unternehmen und ihre Mitarbeitenden:
- Agilität steigern:
Teams, die kontinuierlich an ihrer Zusammenarbeit arbeiten, reagieren flexibler auf Marktveränderungen. So können sie Trends schneller aufnehmen und in echten Mehrwert übersetzen. - Psychologische Sicherheit aufbauen:
Vertrauen entsteht, wenn Fehler offen angesprochen werden dürfen – ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Diese Sicherheit motiviert, Neues auszuprobieren und Risiken einzugehen. - Unternehmenskultur stärken:
Geteilte Werte und gemeinsame Visionen schweißen Teams zusammen. Wer sich als aktiver Mitgestalter erlebt, identifiziert sich stärker mit dem Unternehmen und bleibt langfristig. - Resilienz fördern:
Stabile Teams sind widerstandsfähiger in Krisenzeiten. Statt auseinanderzufallen, meistern sie Herausforderungen gemeinsam und gestärkt. - Wissensaustausch ermöglichen:
Teamentwicklung verhindert „Wissensinseln“. Erfahrungen werden geteilt, Wissen proaktiv weitergegeben – im Sinne einer lernenden Organisation. - Talente binden und entwickeln:
Investitionen in Teamentwicklung signalisieren Wertschätzung. Mitarbeitende fühlen sich gehört und gefördert – ein entscheidender Faktor für Arbeitgeberattraktivität und Retention.
Die 5 Teamentwicklungsphasen nach Tuckman
Bruce Tuckman beschreibt fünf Phasen, die jedes Team auf dem Weg zu echter Leistungsfähigkeit durchläuft. Das Modell zeigt: Teamentwicklung ist ein dynamischer Zyklus, in dem Teams immer wieder an verschiedenen Punkten ansetzen und sich weiterentwickeln.
Phase 1: Forming – Orientierungsphase
- Inhalt: Die Teammitglieder lernen sich kennen und klären erste Erwartungen. Rollen, Aufgaben und Grundlagen der Zusammenarbeit werden vorsichtig abgesteckt.
- Charakteristik: Höflichkeit, Zurückhaltung und noch wenig Vertrauen.
- Dauer: Je nach Teamgröße und Aufgabenkomplexität oft einige Wochen.
Phase 2: Storming – Konflikt- und Reibungsphase
- Inhalt: Unterschiedliche Charaktere, Arbeitsweisen und Interessen prallen aufeinander. Erste Konflikte oder Machtkämpfe treten auf.
- Charakteristik: Spannungen und Unsicherheiten sind normal – entscheidend ist, dass Konflikte konstruktiv gelöst werden.
- Dauer: Häufig mehrere Monate, abhängig von Konfliktbereitschaft und Moderation.
Phase 3: Norming – Konsolidierungsphase
- Inhalt: Das Team entwickelt gemeinsame Regeln, Werte und Prozesse. Vertrauen wächst, die Zusammenarbeit wird strukturierter.
- Charakteristik: Rollen sind geklärt, gegenseitige Wertschätzung prägt die Zusammenarbeit.
- Dauer: Ebenfalls mehrere Monate, bis stabile Strukturen etabliert sind.
Phase 4: Performing – Leistungsphase
- Inhalt: Das Team arbeitet effizient, selbstorganisiert und zielorientiert zusammen. Jeder kann sich auf die anderen verlassen.
- Charakteristik: Hohe Produktivität, Eigenverantwortung und Kreativität. Auch komplexe Aufgaben werden souverän gemeistert.
- Dauer: Kann langfristig anhalten – wenn das Team kontinuierlich an seiner Weiterentwicklung arbeitet.
Phase 5: Adjourning – Auflösungsphase
- Inhalt: Bei projektbezogenen Teams endet die Zusammenarbeit. Ergebnisse werden reflektiert, Erfolge gefeiert und neue Perspektiven vorbereitet.
- Charakteristik: Gemischte Gefühle – zwischen Stolz und Wehmut.
- Dauer: Meist wenige Wochen, bis die Neuorientierung abgeschlossen ist.
Die sogenannte Teamuhr visualisiert diesen Prozess und zeigt, dass Teams auch nach Jahren in frühere Phasen zurückfallen können – zum Beispiel, wenn neue Mitglieder dazukommen.

Methoden der Teamentwicklung
Es gibt nicht die eine Methode, die immer funktioniert. Vielmehr braucht es eine Kombination aus unterschiedlichen Ansätzen, die zum Team, zur Aufgabe und zur Unternehmenskultur passen. Wichtig ist, Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Coaching & Mentoring
Individuelles Coaching unterstützt Mitarbeitende bei persönlichen Herausforderungen. Mentoring-Programme fördern zusätzlich den Austausch zwischen erfahrenen Kolleg:innen und Berufseinsteigenden – ein echter Boost für Wissenstransfer und Zusammenarbeit.
Workshops
Ob Kommunikation, Konfliktmanagement oder Feedback: Interaktive Workshops mit Rollenspielen, Fallstudien und Gruppendiskussionen helfen, Theorie direkt in die Praxis zu übertragen.
Teambuilding-Aktivitäten
Outdoor-Events oder gemeinsame Aktivitäten abseits des Arbeitsplatzes sind kein Ersatz für Teamentwicklung, können aber ein wertvolles Signal für Zusammenhalt und Vertrauen setzen.
Reflexionsrunden
Strukturiertes Feedback – z. B. in 360-Grad-Formaten oder moderierten Gruppenrunden – gibt Teams Klarheit über Stärken und Potenziale. Das steigert Transparenz und stärkt das Wir-Gefühl.
Hybride Ansätze
Oft ist es sinnvoll, klassische Maßnahmen mit agilen Methoden wie Scrum oder Design Thinking zu verbinden. So entstehen innovative Arbeitsformen, die gleichzeitig Struktur und Flexibilität bieten.
Beispiele für Teamentwicklung in der Praxis
Beispiel 1: Mittelständisches Produktionsunternehmen
Ein Produktionsunternehmen bringt erfahrene Fachkräfte und junge Talente aus unterschiedlichen Abteilungen in einem Arbeitskreis zusammen. Ziel: bestehende Prozesse kritisch hinterfragen.
In der Anfangsphase treffen eingefahrene Routinen auf frische Ideen – was zu hitzigen Diskussionen führt. Durch regelmäßige Feedbackrunden und moderierte Workshops gelingt es jedoch, gemeinsame Regeln zu entwickeln. So entsteht nach und nach eine einheitliche Arbeitsweise, die sowohl das Wissen der „alten Hasen“ als auch die Innovationskraft der Nachwuchskräfte vereint.
Beispiel 2: Internationaler Konzern mit virtuellen Teams
Ein global agierender Konzern startet ein Kick-off für neu zusammengesetzte, virtuelle Teams. Unterschiedliche Zeitzonen, Kulturen und Arbeitsweisen prallen aufeinander. Moderierte Diskussionen und digitale Feedback-Formate helfen, diese Hürden zu überwinden.
Das Ergebnis: Trotz physischer Distanz etabliert sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der Feedback-Kultur und klare Kommunikationsregeln den Grundstein für langfristigen Erfolg legen.
Fazit: Teamentwicklung ist ein Dauerprozess
Teamentwicklung ist weit mehr als das bloße Abarbeiten von Phasen oder das Anwenden eines theoretischen Modells. Sie ist ein kontinuierlicher Lernprozess – geprägt von Kommunikation, Feedback und dem Mut, Konflikte konstruktiv anzugehen.
Das Modell nach Tuckman bietet dabei eine hilfreiche Orientierung, ersetzt aber nicht die individuelle Arbeit am Miteinander.
Gerade in Zeiten von hybriden Arbeitsmodellen, Fachkräftemangel und steigender Veränderungsgeschwindigkeit ist Teamentwicklung ein zentraler Erfolgsfaktor. Sie stärkt nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch Unternehmenskultur, Resilienz und Mitarbeiterbindung. Führungskräfte sind hier gefragt, den Rahmen zu schaffen: für ehrlichen Austausch, für Fehlerkultur – und für ein gemeinsames „Wir“.

Teamentwicklung FAQ
Wie entwickelt sich eine Gruppe zu einem Team?
Ein Team entsteht, wenn Menschen nicht nur nebeneinander arbeiten, sondern aktiv ihre Zusammenarbeit gestalten – durch klare Rollen, gemeinsame Werte, offene Kommunikation und Vertrauen.
Warum ist Teamentwicklung so wichtig?
Weil sie die Basis für Produktivität, Innovationskraft und Mitarbeiterzufriedenheit ist. Teams, die gut eingespielt sind, lösen Probleme schneller und tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.
Welche Methoden eignen sich für Teamentwicklung?
Workshops, Coaching, Mentoring, Feedbackrunden oder Teambuilding-Aktivitäten – wichtig ist, dass Maßnahmen zu den Bedürfnissen des Teams passen und regelmäßig überprüft werden.
Was ist die größte Herausforderung bei der Teamentwicklung?
Die Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und gemeinsamen Zielen. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsstile müssen in Einklang gebracht werden – und das gelingt nur mit Geduld, klarer Führung und einer offenen Fehlerkultur.

Kleinunternehmerregelung: Für wen lohnt sie sich?
Weniger Bürokratie, schlankere Buchhaltung: Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG ist auch 2025 eine attraktive Möglichkeit für viele Selbstständige, Kleinunternehmer und Gründerinnen. Doch wann lohnt es sich, die Regelung in Anspruch zu nehmen – und wann ist die Regelbesteuerung die bessere Wahl?
Kleinunternehmerregelung 2025: Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Höhere Umsatzgrenzen
- Umsatz im Vorjahr: max. 25.000 Euro (bis 2024: 22.000 Euro)
- Umsatz im laufenden Jahr: max. 100.000 Euro – wird die Grenze überschritten, entfällt der Status automatisch.
- Weniger Bürokratie
- Keine jährliche Umsatzsteuererklärung mehr – stattdessen quartalsweise Meldungen.
- EU-weit anwendbar
- Ab 2025 auch für Umsätze innerhalb der EU, solange der Gesamtumsatz unter 100.000 Euro bleibt.
- Gründerfreundlich
- Neue Selbstständige starten automatisch als Kleinunternehmer – ohne Umsatzprognose zu Beginn.
Offizielle Informationen zu den steuerlichen Rahmenbedingungen findest du beim Bundesministerium der Finanzen.
Voraussetzungen für die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
- Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro (nicht Gewinn!).
- Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich höchstens 100.000 Euro.
- Gilt unabhängig von der Rechtsform – z. B. für Einzelunternehmer, Freiberufler, GbR u.a.
Wer profitiert besonders?
Soloselbstständige und Kleinunternehmer
- Kein Ausweis von Umsatzsteuer → Endkundenpreise bleiben attraktiver.
- Ideal bei geringen Investitionen und überschaubaren Betriebskosten.
Start-ups und nebenberufliche Gründer
- Weniger Verwaltungsaufwand: keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen-Voranmeldungen (UVA), keine jährliche Umsatzsteuer-Erklärung.
- Perfekt zum Testen von Geschäftsmodellen in der frühen Phase mit niedrigen Kosten.
Praxisnahe Hinweise und regionale Ansprechpartner findest du auch bei deiner IHK. Weitere Gründerinfos bietet das Existenzgründerportal des BMWK.
Wann lohnt sich die Kleinunternehmerregelung?
Die Kleinunternehmerregelung 2025 ist empfehlenswert, wenn …
- du überwiegend an Privatkunden (B2C) verkaufst,
- deine Investitionen gering sind (keine relevante Vorsteuererstattung),
- du eine einfache Buchhaltung bevorzugst.
Weniger sinnvoll, wenn …
- du viele B2B-Kunden hast, die Vorsteuer ziehen möchten,
- du hohe Ausgaben/Investitionen planst und auf Vorsteuererstattung angewiesen bist.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Fazit: Für wen lohnt sich die Kleinunternehmerregelung?
Die Kleinunternehmerregelung 2025 ist besonders attraktiv für Selbstständige, Gründer und kleine Unternehmen mit niedrigen Umsätzen und geringem Kostenaufwand. Sie spart Zeit, senkt den Verwaltungsaufwand und lässt mehr Raum fürs Kerngeschäft. Ob sie zu dir passt, hängt vor allem von Kundenstruktur, Investitionsplanung und Wachstumsstrategie ab. Prüfe deine Zahlen – und entscheide bewusst.

Arbeitszeitbetrug erkennen und verhindern: Was Arbeitgeber wissen müssen
In diesem Artikel erfahren Sie, was genau als Arbeitszeitbetrug gilt, welche rechtlichen Konsequenzen drohen und wie Sie mit digitalen Zeiterfassungssystemen für Transparenz und Fairness sorgen. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ohne eigene Rechts- oder Compliance-Abteilung zeigen wir praxisnahe Lösungsansätze auf.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Wenn es um Arbeitszeitbetrug geht, stehen viele Arbeitgeber vor einem Dilemma. Einerseits möchten sie ihren Mitarbeitenden vertrauen, andererseits kann Arbeitszeitbetrug das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen und modernen HR-Lösungen können Sie Zeitbetrug effektiv vorbeugen – ohne das Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeitenden zu gefährden.
In diesem Artikel erfahren Sie, was genau als Arbeitszeitbetrug gilt, welche rechtlichen Konsequenzen drohen und wie Sie mit digitalen Zeiterfassungssystemen für Transparenz und Fairness sorgen. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ohne eigene Rechts- oder Compliance-Abteilung zeigen wir praxisnahe Lösungsansätze auf.
Was ist Arbeitszeitbetrug? Definition und Abgrenzung
Arbeitszeitbetrug liegt vor, wenn Mitarbeitende vorsätzlich falsche Angaben zu ihrer Arbeitszeit machen oder Arbeitszeit vortäuschen, ohne tatsächlich gearbeitet zu haben. Der entscheidende Punkt ist die Absicht: Ein versehentlich falsch eingetragener Zeitstempel ist kein Betrug, die bewusste Manipulation der Arbeitszeiterfassung hingegen schon.
Der rechtliche Rahmen
Laut Bundesarbeitsgericht ist das „Vortäuschen der Arbeitsleistung“ eine erhebliche Pflichtverletzung, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann. Typische Konstellationen sind das Eintragen von Arbeitszeit trotz Abwesenheit oder das gezielte Umgehen von Stempel- oder Zeiterfassungssystemen.
Arbeitnehmende verpflichten sich für die im Arbeitsvertrag vereinbarte Zeit und erhalten dafür ihr Gehalt. Wird Arbeitszeit vorgetäuscht, liegt ein Verstoß gegen diese Hauptpflicht vor – mit entsprechenden Konsequenzen.
Abgrenzung zu kleinen Verstößen
Nicht jede Unregelmäßigkeit ist gleich Arbeitszeitbetrug. Die kurze private WhatsApp-Nachricht zwischendurch oder der kleine Plausch an der Kaffeemaschine fallen in der Regel unter die sozialadäquate Nutzung der Arbeitszeit. Auch das vergessene Ausstempeln oder die falsch erfasste Pause sind eher versehentliche Fehler. Entscheidend ist das Ausmaß und die Systematik: Wird aus dem kurzen Chat eine halbstündige private Unterhaltung oder werden regelmäßig Pausen nicht dokumentiert, bewegen wir uns im Bereich des Arbeitszeitbetrugs.
Bedeutung für HR und Compliance
Die meisten Fälle von Arbeitszeitbetrug entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unklarheiten über Regelungen oder fehlenden transparenten Prozessen. Viele Unternehmen arbeiten noch mit veralteten Systemen oder gar Excel-Listen, die Manipulation geradezu einladen. Für HR-Manager:innen und Payroll-Verantwortliche ist Arbeitszeitbetrug ein Thema mit mehreren Dimensionen: Es geht um Vertrauen, rechtliche Absicherung, betriebliche Effizienz und nicht zuletzt um Unternehmenskultur.
Vor allem in KMU mit begrenzten Ressourcen ist der Bedarf an verlässlichen, intuitiv nutzbaren Lösungen hoch, die sowohl rechtssicher dokumentieren als auch im Arbeitsalltag entlasten.

Fünf typische Beispiele für Arbeitszeitbetrug
Arbeitszeitbetrug kann viele Gesichter haben. Hier sind die häufigsten Formen, denen Arbeitgeber und HR-Verantwortliche in der Praxis begegnen:
1. Der Klassiker: Zuspätkommen und früh gehen
Ein Mitarbeiter stempelt sich um 8:00 Uhr ein, erscheint aber erst um 8:30 Uhr am Arbeitsplatz. Oder eine Mitarbeiterin verlässt das Büro bereits um 16:30 Uhr, obwohl erst um 17:00 Uhr ausgestempelt wird. Diese Form des Betrugs ist besonders bei manuellen Zeiterfassungssystemen möglich.
2. Nicht dokumentierte Pausen
Die gesetzlich vorgeschriebene Mittagspause wird genommen, aber nicht in der Zeiterfassung vermerkt. Oder die Raucherpause dauert statt fünf Minuten regelmäßig eine halbe Stunde, ohne dass diese Zeit nachgeholt wird. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Nicht dokumentierte oder bewusst verkürzte Pausen, die den Anschein einer durchgehenden Arbeitszeit erwecken.
3. Private Tätigkeiten während der Arbeitszeit
Vom ausgedehnten Online-Shopping über private Telefonate bis hin zur Nebentätigkeit im Homeoffice: Wenn private Aktivitäten überhandnehmen und die eigentliche Arbeit vernachlässigt wird, sprechen wir von Arbeitszeitbetrug.
4. Manipulation digitaler Arbeitszeiterfassung
Auch moderne Systeme sind nicht immun: Mitarbeitende lassen Kolleg:innen für sich ein- oder ausstempeln, manipulieren nachträglich ihre Zeiteinträge oder nutzen technische Schlupflöcher aus. Auffällig: Arbeitszeiten werden außerhalb üblicher Rahmen eingebucht (z. B. nachts oder an Feiertagen).
5. Remote Work & Ghost Attendance
Im Homeoffice ist die Versuchung besonders groß: Der Laptop ist eingeloggt, der Status zeigt „verfügbar“ – aber die Mitarbeitenden sind gar nicht am Arbeitsplatz. Gerade bei flexiblen Arbeitsmodellen braucht es klare Regeln und gegenseitiges Vertrauen.
In der HR-Praxis ist entscheidend, nicht jede Unregelmäßigkeit automatisch als vorsätzlichen Betrug zu werten. Stattdessen braucht es eine Kombination aus Systemkompetenz, sozialer Sensibilität und klarer Kommunikation, um die Hintergründe einzuordnen. Fehler können auf unklare Regeln, Missverständnisse oder technische Hürden zurückzuführen sein – und sollten nicht vorschnell disziplinarisch behandelt werden.
Rechtliche Konsequenzen: Abmahnung, Kündigung und mehr
Arbeitszeitbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen können erheblich sein und reichen von der Abmahnung bis zur fristlosen Kündigung.
Die Abmahnung bei Arbeitszeitbetrug als erster Schritt
Bei erstmaligem oder geringfügigem Arbeitszeitbetrug wird in der Regel zunächst eine Abmahnung ausgesprochen. Diese muss den Sachverhalt konkret benennen, das Fehlverhalten rügen und auf die Konsequenzen bei Wiederholung hinweisen. Die Abmahnung hat eine Warn- und Dokumentationsfunktion und ist oft Voraussetzung für eine spätere Kündigung.
Arbeitszeitbetrug: Fristlose Kündigung nach § 626 BGB
Bei schwerem oder wiederholtem Arbeitszeitbetrug kann eine fristlose Kündigung gerechtfertigt sein. Das Bundesarbeitsgericht hat mehrfach bestätigt, dass Arbeitszeitbetrug einen wichtigen Grund im Sinne des § 626 BGB darstellen kann. Entscheidend sind dabei:
- Die Schwere des Betrugs (Dauer, Häufigkeit, Schaden)
- Das Verschulden des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin (Vorsatz, Fahrlässigkeit)
- Die Zumutbarkeit der Weiterbeschäftigung
- Eine vorherige Abmahnung (außer bei besonders schwerem Fehlverhalten)
Dokumentationspflicht für Arbeitgeber
Wichtig für Arbeitgeber: Sie müssen den Arbeitszeitbetrug nachweisen können. Eine lückenlose Dokumentation ist daher Pflicht. Moderne Zeiterfassungssysteme können hier wertvolle Dienste leisten, indem sie automatisch Unstimmigkeiten aufzeigen und revisionssichere Aufzeichnungen erstellen.
Fehlt diese technische Grundlage, geraten Arbeitgeber schnell in eine Beweisschwäche: Aussagen gegen Aussagen, mangelnde Protokollierung oder unvollständige Auswertungen erschweren eine arbeitsrechtlich saubere Trennung.
Prävention: Wie moderne HR-Software Arbeitszeitbetrug verhindert
Die beste Strategie gegen Arbeitszeitbetrug ist Prävention. Mit effektiven HR-Prozessen und moderner Technologie schaffen Sie ein transparentes und faires Arbeitsumfeld, in dem Betrug gar nicht erst entsteht.
Transparente Zeiterfassungssysteme
Digitale Zeiterfassungssysteme sind das Herzstück der Prävention. Sie bieten:
- Echtzeit-Erfassung: Mitarbeitende stempeln sich per App, Terminal oder Browser ein und aus
- Standortbezogene Erfassung: GPS-basierte Systeme für Außendienstmitarbeitende
- Biometrische Verfahren: Fingerabdruck oder Gesichtserkennung verhindern das „Buddy-Punching“
- Integration mit Zutrittssystemen: Automatische Zeiterfassung beim Betreten/Verlassen des Gebäudes
Mehr zu aktuellen Tools und Anwendungen lesen Sie in unserem Beitrag: Digitale Zeiterfassung – Die Zukunft der Arbeitszeiterfassung.
Automatisierte Auswertungen und Warnsysteme
Moderne HR-Software erkennt Muster und Anomalien, wie wir oben beschrieben haben, automatisch:
- Ungewöhnliche Arbeitszeiten werden erkannt und angezeigt.
- Fehlende Pausenzeiten lösen Warnungen aus.
- Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Arbeitszeit werden visualisiert.
- Reports zeigen Auffälligkeiten auf einen Blick.
Mitarbeiter-Self-Service für mehr Eigenverantwortung
Wenn Mitarbeitende ihre Zeiten selbst einsehen und bei Bedarf korrigieren können, steigt die Eigenverantwortung:
- Transparente Übersicht über geleistete Arbeitsstunden
- Möglichkeit zur Korrektur mit Begründung
- Urlaubskonto und Überstunden jederzeit einsehbar
- Mobile Apps für flexibles Arbeiten
Aufklärung und Kommunikation im Unternehmen
Technologie allein reicht nicht. Es braucht auch eine offene Kommunikationskultur:
- Klare Regelungen zu Arbeitszeiten, Pausen und Homeoffice
- Schulungen zum korrekten Umgang mit der Zeiterfassung
- Regelmäßige Gespräche über Arbeitsbelastung und Zeitmanagement
- Förderung einer Vertrauenskultur statt Kontrollmentalität
Wie Suiteify zur Prävention beiträgt
Mit den Zeiterfassungslösungen von Suiteify haben Sie alle Tools an der Hand, um Arbeitszeitbetrug effektiv vorzubeugen. Die Software bietet nicht nur rechtssichere Dokumentation, sondern auch intelligente Analysen und benutzerfreundliche Interfaces. So schaffen Sie Transparenz für alle Beteiligten und fördern gleichzeitig eine positive Arbeitskultur.
Auch für Mitarbeitende wird vieles einfacher: Über das integrierte Self-Service-Portal behalten sie ihre Zeiten, Urlaubsstände und Korrekturen jederzeit im Blick und können Anpassungen direkt beantragen. Für Sie als HR- oder Payroll-Verantwortliche bedeutet das: weniger Rückfragen, mehr Eigenverantwortung und sauber dokumentierte Abläufe. Und weil alle Daten revisionssicher und DSGVO-konform verarbeitet werden, sind Sie auch rechtlich auf der sicheren Seite.
Sie möchten wissen, welche Lösung am besten zu Ihrem Unternehmen passt? Dann werfen Sie einen Blick auf unseren HR-Software-Vergleich.

Fallstricke vermeiden: Was Arbeitgeber nicht tun sollten
Bei aller Notwendigkeit der Kontrolle – es gibt Grenzen, die Sie als Arbeitgeber respektieren müssen. Hier die wichtigsten Don'ts:
Überwachung vs. Vertrauen
Totalüberwachung ist nicht nur rechtlich problematisch, sondern auch kontraproduktiv. Keystroke-Monitoring, permanente Bildschirmaufzeichnungen oder heimliche Überwachung zerstören das Vertrauensverhältnis und können gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen.
DSGVO-konforme Kontrolle
Jede Form der Zeiterfassung und Kontrolle muss datenschutzkonform sein:
- Betriebsrat einbeziehen (falls vorhanden)
- Transparenz über Art und Umfang der Erfassung
- Zweckbindung der erhobenen Daten
- Löschfristen beachten
- Betroffenenrechte gewährleisten
Umgang mit Verdachtsmomenten
Bei Verdacht auf Arbeitszeitbetrug gilt: Ruhe bewahren und strukturiert vorgehen.
- Fakten sammeln und dokumentieren
- Das Gespräch mit den Mitarbeitenden suchen
- Gelegenheit zur Stellungnahme geben
- Erst dann über Konsequenzen entscheiden
- Arbeitsrechtlichen Rat einholen bei Unsicherheit
Fazit: Arbeitszeitbetrug als Chance zur Optimierung begreifen
Arbeitszeitbetrug ist ärgerlich und kann teuer werden – keine Frage. Doch statt nur auf Kontrolle und Sanktionen zu setzen, sollten Sie das Thema als Chance begreifen: Eine moderne, transparente Zeiterfassung schafft nicht nur Rechtssicherheit, sondern kann auch die Arbeitsprozesse optimieren und die Mitarbeiterzufriedenheit steigern.
Mit den richtigen Tools und einer offenen Kommunikationskultur schaffen Sie ein Arbeitsumfeld, in dem Arbeitszeitbetrug gar nicht erst entsteht. Digitale HR-Lösungen wie die von Suiteify unterstützen Sie dabei, faire und effiziente Prozesse zu etablieren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Arbeitszeitbetrug
Was genau gilt als Arbeitszeitbetrug?
Arbeitszeitbetrug liegt vor, wenn Mitarbeitende bewusst falsche Angaben zu ihrer Arbeitszeit machen oder Arbeitsleistung vortäuschen, ohne tatsächlich zu arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel das Manipulieren der Zeiterfassung, nicht dokumentierte Pausen oder extensive private Tätigkeiten während der Arbeitszeit. Entscheidend ist immer die Absicht, denn versehentliche Fehler sind kein Betrug.
Welche rechtlichen Konsequenzen drohen bei Arbeitszeitbetrug?
Die Konsequenzen reichen von der Abmahnung bis zur fristlosen Kündigung. Bei erstmaligem oder geringfügigem Betrug wird meist zunächst abgemahnt. Bei schwerem oder wiederholtem Arbeitszeitbetrug kann nach § 626 BGB das Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt werden. In extremen Fällen sind sogar strafrechtliche Konsequenzen möglich. Als Arbeitgeber müssen Sie den Betrug aber nachweisen können.
Wie lässt sich Arbeitszeitbetrug im Homeoffice verhindern?
Im Homeoffice sind klare Vereinbarungen und gegenseitiges Vertrauen besonders wichtig. Setzen Sie auf ergebnisorientiertes Arbeiten statt Präsenzkontrolle. Digitale Arbeitszeiterfassung mit mobilen Apps schaffen Transparenz. Regelmäßige virtuelle Check-ins und klare Erreichbarkeitsregeln helfen ebenfalls. Wichtig: Vermeiden Sie Totalüberwachung. Sie ist rechtlich problematisch und demotivierend.
Wie können Arbeitgeber Arbeitszeitbetrug nachweisen?
Der Nachweis erfordert eine lückenlose Dokumentation. Moderne Zeiterfassungssysteme protokollieren automatisch alle relevanten Daten. Zusätzlich können Zeugenaussagen, E-Mail-Verläufe oder Zutrittsprotokolle als Beweise dienen. Bei Verdacht sollten Sie systematisch Fakten sammeln und den Arbeitnehmenden Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Im Zweifel empfiehlt sich arbeitsrechtlicher Rat.
Welche Rolle spielt HR-Software bei der Prävention von Arbeitszeitbetrug?
HR-Software ist ein zentraler Baustein der Prävention. Sie ermöglicht transparente, manipulationssichere Zeiterfassung und erkennt automatisch Auffälligkeiten. Features wie Mitarbeiter-Self-Service fördern die Eigenverantwortung. Gleichzeitig vereinfacht die Software die rechtskonforme Dokumentation. Lösungen wie die von Suiteify bieten alle diese Funktionen in einem benutzerfreundlichen System.
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KI im Bauhandwerk: Machen ist wie wollen, nur krasser
Das Handwerk steht vor riesigen Herausforderungen: Fachkräftemangel, digitale Überforderung und immer komplexere Schnittstellen. Doch statt zu jammern, heißt es jetzt: Machen! Dieser Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) und innovative Formate wie Hackathons das Handwerk stärken und warum Menschlichkeit dabei wichtiger denn je bleibt.
Handwerk im Wandel – zwischen Fachkräftemangel und Digitalisierung
Im deutschen Handwerk fehlen aktuell über 230.000 Fachkräfte, und die Lage wird sich verschärfen: Zehn Millionen „Boomer“ gehen in Rente – so viel KI können wir gar nicht einsetzen, um das aufzufangen. Gleichzeitig wächst der digitale Druck: Immer mehr Schnittstellen, BIM, Chatbots, Clouds – und das alles on top zu den eigentlichen Aufgaben. Kein Wunder, dass viele im Handwerk an ihre Grenzen stoßen. Die Digitalisierung bringt nicht nur Chancen, sondern auch eine Flut an Anforderungen, die den Alltag oft komplizierter machen, statt ihn zu erleichtern.
Die Realität im Handwerk: Zu viele Tools, zu wenig Schnittstellen
Handwerksbetriebe nutzen oft 10 bis 13 verschiedene digitale Tools, die kaum miteinander vernetzt sind. Schnittstellen? Fehlanzeige! Wer soll das alles bauen? In keinem Meisterkurs lernt man, wie man digitale Systeme integriert. Die Folge: Überforderung und Ineffizienz. Hinzu kommt die Flut an digitalen Nachrichten – und damit auch jede Menge Ablenkung. In Deutschland werden jährlich 60 Milliarden Euro durch digitale Ablenkung verbrannt. Die Realität: Viele Handwerker fühlen sich von der Digitalisierung überrollt und wünschen sich oft einfachere, praxistaugliche Lösungen.
Warum KI-Projekte oft scheitern
78 % der KI-Projekte im Handwerk scheitern. Der Grund: KI wird oft falsch gedacht und umgesetzt. Die Realität der Betriebe wird nicht ausreichend berücksichtigt, und die Kompetenzen fehlen. Es reicht nicht, einfach noch ein Tool oder einen Chatbot draufzusetzen. Es braucht Lösungen, die wirklich zum Alltag passen. KI muss so gestaltet sein, dass sie die Menschen unterstützt – und nicht noch mehr Komplexität schafft. Viele Projekte scheitern, weil sie an den Bedürfnissen der Anwender vorbeigehen.
Kompetenzen neu denken: Hackathons als Brückenbauer
Hier setzen innovative Formate wie Hackathons an. In diesen Veranstaltungen treffen Handwerker auf Coder, Designer und digitale Denker. Gemeinsam werden in 48 Stunden praxisnahe Lösungen entwickelt – mit viel Pizza, Bier und echtem Austausch. So entstehen KI-Betriebssysteme, Assistenten und Tools, die Handwerkern wirklich helfen. Das Ziel: Technologie so einfach machen, dass sie im Alltag funktioniert. Die Hackathons bringen Menschen zusammen, die sonst nie miteinander arbeiten würden – und genau daraus entstehen die besten Ideen.
Praxisbeispiele: KI, die wirklich hilft
- Ein Schweizer Startup hat eine App entwickelt, mit der Handwerker einfach ins Handy sprechen – egal in welcher Sprache. Die KI wandelt das Gesprochene in Aufgaben um und verteilt sie automatisch. So wird aus WhatsApp-Kommunikation ein echter Workflow
- KI-Karten zeichnen Gespräche auf und erstellen automatisch Protokolle – ideal für Baubesprechungen. So geht keine Information mehr verloren, und die Dokumentation wird zum Kinderspiel.
- KI-Brillen ermöglichen es Meistern, Lehrlinge aus der Ferne zu unterstützen und Baustellen zu dokumentieren, ohne die Hände zu benutzen. Datenschutz bleibt dabei ein Thema, aber Lösungen werden gemeinsam entwickelt. Die Brille kann sogar Videostreams übertragen und so den Austausch zwischen Meister und Lehrling erleichtern.
- 360-Grad-Kameras auf Baustellen erstellen digitale Modelle, die von KI ausgewertet werden – auch ohne BIM. So wird Baustellendokumentation einfach und effizient. Die KI erkennt automatisch Menschen und verpixelt sie, um Datenschutz zu gewährleisten. Gleichzeitig werden die Aufnahmen mit Grundrissen verknüpft, sodass ein dreidimensionales Abbild der Baustelle entsteht.
Mensch und Maschine: Zusammenarbeit auf Augenhöhe
KI kann Wissen speichern, Prozesse automatisieren und sogar Roboter anlernen. Doch entscheidend bleibt: Die Technik muss so einfach sein, dass sie Handwerkern wirklich hilft – und nicht noch mehr Komplexität schafft. Projekte zeigen, dass die besten Lösungen gemeinsam mit den Menschen im Betrieb entwickelt werden. Nur so entsteht echter Mehrwert. Die digitale Kopie des Handwerkers – das „virtuelle Wir“ – kann Wissen skalieren und in die Ausbildung integrieren. So bleibt das Know-how erhalten und wird für kommende Generationen nutzbar gemacht.
Herausforderungen und Learnings
Die Digitalisierung im Handwerk ist kein Selbstläufer. Es braucht Zeit, Engagement und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Technische Hürden, Datenschutz und die Angst vor Veränderung sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Doch wer offen bleibt und ins Machen kommt, wird belohnt: mit mehr Effizienz, weniger Fehlern und zufriedeneren Mitarbeitenden. Wichtig ist, die Menschen mitzunehmen und ihnen die Angst vor der Technik zu nehmen. Nur dann kann Digitalisierung wirklich gelingen.
Fazit: Mehr Machen, weniger Wollen
Das Handwerk braucht keine weiteren digitalen Luftschlösser, sondern praktische Lösungen. Hackathons, KI-Baukästen und einfache Tools zeigen, wie Digitalisierung gelingen kann. Entscheidend ist, ins Machen zu kommen, Kompetenzen zu teilen und Menschlichkeit zu bewahren. Denn am Ende zählt, dass Handwerker Handwerker bleiben – unterstützt von Technik, aber nicht ersetzt. Die Zukunft des Handwerks ist digital – aber sie bleibt menschlich.

Jahreswechsel Lohnabrechnung: Fristen und Aufgaben im Überblick
Der Jahreswechsel bringt für Personalabteilungen und Lohnbuchhaltungen jedes Jahr zusätzlichen Aufwand mit sich. Besonders in der Lohnabrechnung gibt es feste Fristen und Aufgaben, die unbedingt eingehalten werden müssen, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen und reibungslose Prozesse sicherzustellen. In diesem Beitrag erhalten Sie einen klaren Überblick über alle wichtigen Aufgaben und Stichtage – vom Lohnsteuerjahresausgleich über Sozialversicherungsmeldungen bis hin zu Unfallversicherung und betrieblicher Altersvorsorge.
Lohnsteuerjahresausgleich
Nach § 42b Abs. 1 Satz 2 EStG sind alle Unternehmen, die am 31. Dezember mindestens zehn steuerpflichtige Mitarbeiter beschäftigen, verpflichtet, einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen. Dieser erfolgt in der Regel im Rahmen der Dezember-Lohnabrechnung.
⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres
Elektronische Lohnsteuerbescheinigung
Gemäß § 41b Abs. 1 Satz 2 EStG in Verbindung mit § 93c Abs. 1 Nr. 1 AO müssen Arbeitgeber eine Lohnsteuerbescheinigung erstellen. Sie enthält alle relevanten Beschäftigungsdaten, Sozialversicherungsbeiträge, Lohnersatzleistungen (z. B. Kurzarbeitergeld) und den steuerpflichtigen Bruttolohn. Mit der Abrechnung Dezember wird diese Bescheinigung gedruckt, archiviert und dem Arbeitnehmer ausgehändigt.
⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres
Jahresmeldung an die Sozialversicherung
Nach § 10 Abs. 1 DEÜV sind Jahresmeldungen für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung erforderlich. Suiteify erstellt diese Meldungen automatisch mit dem Monatsabschluss / DEÜV-Hauptmeldelauf Januar 2026.
Eine Kopie wird üblicherweise den Mitarbeitern ausgehändigt.
⇒ Frist: bis zum 15. Februar des Folgejahres
Unfallversicherung: UV-Jahresmeldung und Lohnnachweis
Für die Unfallversicherung sind zwei Meldungen notwendig:
- UV-Jahresmeldung (§ 28a Abs. 2a SGB IV)
Diese Meldung mit dem Grund 92 wird mit dem Monatsabschluss Dezember 2025 automatisch erzeugt und versendet. - Lohnnachweis (§ 165 Abs. 1 Satz 1 SGB VII)
Nach dem Monatsabschluss 12/2025 wird der UV-Lohnnachweis archiviert. Vor Freigabe sollten alle Gefahrtarifstellen, Arbeitsstunden und Entgelte überprüft werden, bevor der Lohnnachweis an die zuständige Berufsgenossenschaft gesendet wird.
⇒ Meldefrist: bis zum 16. Februar des Folgejahres
Weitere Arbeiten zum Jahreswechsel
- Resturlaub prüfen:
Überprüfen Sie offene Urlaubsansprüche aus dem Vorjahr und informieren Sie Ihre Mitarbeiter.
⇒ Frist: frühzeitig vor dem Jahresende und erneut vor dem 31. März des Folgejahres - Abstimmung und Abschluss der Lohnkonten:
Stimmen Sie alle Lohn- und Gehaltskonten ab und schließen Sie diese ab, bevor Sie ins neue Kalenderjahr wechseln.
⇒ Frist: bis zum 31. Dezember des aktuellen Jahres - Betriebliche Altersvorsorge:
Melden Sie nach dem Jahreswechsel die Beiträge an die Versorgungseinrichtung, falls Beiträge aus versteuertem oder verbeitragtem Entgelt finanziert wurden (§ 5 (3) LStDV).
⇒ Frist: bis zum 28. Februar des Folgejahres
Fazit
Der Jahreswechsel ist für Personal- und Lohnabteilungen eine entscheidende Phase, in der keine Fristen versäumt werden dürfen. Vom Lohnsteuerjahresausgleich über Sozialversicherungs- und Unfallversicherungsmeldungen bis hin zur betrieblichen Altersvorsorge – eine sorgfältige Planung spart Zeit, reduziert Fehler und stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.

Interview: Online-Schulungen im Bau – flexibel und praxisnah lernen
Digitale Weiterbildung ist längst auch in der Baubranche angekommen. Mit Online-Schulungen bietet die Suiteify-Akademie ein Format, das maximale Flexibilität ermöglicht: Teilnehmende bestimmen selbst, wann, wo und wie schnell sie lernen – und erhalten am Ende ein Zertifikat. Im Gespräch erklärt Johannes Trienekens, Leiter der Suiteify-Akademie, die Vorteile, den Ablauf und für wen sich das Angebot besonders eignet.
Online-Schulung oder Web-Seminar – was genau ist der Unterschied?
Johannes Trienekens:„Bei beiden Varianten handelt es sich um E-Learning-Angebote, also digitale Wissensvermittlung. Für die Teilnahme ist lediglich ein Internetzugang erforderlich – ob im Büro, unterwegs oder zu Hause.
Web-Seminare dauern in der Regel 45 Minuten und behandeln aktuelle Themen aus der Baupraxis, zum Beispiel den Umgang mit standardisierten Formblättern oder die Einstellung von Auszubildenden.
Online-Schulungen hingegen decken deutlich komplexere Inhalte ab, etwa die Baulohn-Grundlagen. Diese lassen sich nicht in einer kurzen Einheit erklären, sondern erfordern mehrere Kurseinheiten, die individuell und im eigenen Tempo absolviert werden können.“
Was bedeutet das konkret für die Teilnehmenden?
Johannes Trienekens: „Ein Web-Seminar findet zu einem festen Termin statt, zum Beispiel am Freitag um 9 Uhr. Bei Online-Schulungen entscheidet jeder selbst, wann er welche Einheit absolviert – während der Arbeitszeit, am Wochenende oder abends. Das macht das Lernen deutlich flexibler.“
Gibt es auch eine Lernzielkontrolle?
Johannes Trienekens: „Ja. Jede Einheit endet mit einer kleinen Aufgabe: Fragen beantworten oder Berechnungen durchführen. Die Teilnehmenden erhalten sofort Feedback, ob die Antworten korrekt sind.“
Muss man erst alles richtig beantworten, bevor es weitergeht?
Johannes Trienekens: „Nein, gezwungen wird niemand. Zwar bauen manche Schulungen inhaltlich aufeinander auf, aber jede kann auch unabhängig absolviert werden. Wir beobachten aber die Lernergebnisse: Wenn jemand Schwierigkeiten hat oder Inhalte mehrfach wiederholt, bieten wir gezielt Unterstützung an.“
Gibt es eine Betreuung durch Experten?
Johannes Trienekens: „Ja, jederzeit. Fragen können per E-Mail gestellt werden und werden zeitnah beantwortet – während der regulären Arbeitszeiten. Wenn es komplexer wird, klären wir das telefonisch.“
Für wen eignen sich die Online-Schulungen besonders?
Johannes Trienekens: „Für alle, die keine Zeit für Präsenzseminare haben, aber vertieftes Wissen benötigen. Das gilt für Geschäftsführer genauso wie für Lohnbuchhalter oder Auszubildende.“
Welche Online-Schulungen bieten Sie aktuell an?
Johannes Trienekens: „Als erste Schulung haben wir „Lohnkostentransparenz in drei Schritten“ gestartet. Hier lernen die Teilnehmenden:
- mit welchen Kosten ein Bauunternehmen bei verschiedenen Beschäftigtentypen rechnen muss,
- wie der Kalkulationslohn zur Preisfindung ermittelt wird,
- welche Funktionen die Suiteify-Lohnabrechnung zur Kontrolle der Lohnkosten bietet.
Dazu gibt es ein Excel-Tool, das die Berechnung von Lohn- und Gehaltskosten unterstützt. Übungen helfen, den Lernerfolg zu überprüfen.“
Und welche Schulungen folgen?
Johannes Trienekens: „Ab April bieten wir die Schulung „Baulohn Grundlagen“ an. Sie umfasst 15 Einheiten, die aufeinander aufbauen.“
Warum gleich 15 Einheiten?
Johannes Trienekens: „Der Baulohn ist eine der komplexesten Entgeltabrechnungen überhaupt. Mit der Online-Schulung vermitteln wir strukturiertes, praxisnahes Wissen für Neu- und Wiedereinsteiger, aber auch für alle, die ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Wichtig: Die Inhalte sind softwareunabhängig – wer die Grundlagen beherrscht, kann diese in jeder Lösung anwenden.“
Präsenzseminar oder E-Learning – was bevorzugen Sie persönlich?
Johannes Trienekens: „Ich selbst schätze den direkten Kontakt in Präsenzseminaren sehr. Aber ich sehe auch die Vorteile des digitalen Lernens: effizient, flexibel und zukunftsorientiert. Deshalb bin ich überzeugt, dass E-Learning die Weiterbildung der Zukunft ist.“
Fazit:
Mit den Suiteify-Online-Schulungen erhalten Bauunternehmen maximale Flexibilität, praxisnahes Wissen und Expertenunterstützung – jederzeit und überall verfügbar.













